Darks bei Fotoobjektiven nach DXO-Entwicklung notwendig?

KlausZott

Aktives Mitglied
Hallo Astrofreunde,

mal eine grundsätzliche Frage.

Ich möchte mit meiner Nikon Z8 und den Originalobjektiven 100/2,8 (Makro) bzw. 300/4 auf der Skywatcher GTI Himmelsfelder mit Nebeln aufnehmen.
Ich entwickle meine Raw-Bilder grundsätzlich in DXO Lab 8. Für die Objektive gibt es in DXO die bekannten speziell gerechneten optischen Korrekturen z. B. für Vignettierung und Verzeichnung. (Dies würde natürlich eher die Flats betreffen). DXO verfügt über aber auch eine der besten Entrauschungstools. Außerdem werden Hotpixel bei Export automatisch effektiv entfernt.
Ich würde mit dieser Vorverarbeitung die Raw-Bilder in Tiff 16bit exportieren, um sie dann in Siril zu stacken bzw. weiter zu bearbeiten.

Ist es bei diesem Vorgehen dann überhaupt noch notwendig bzw. sinnvoll eigene Darks zu erstellen?
Oder müsste ich trotzdem mit bestimmten qualitativen Abstrichen rechnen?

Mir ist klar, dass dieses Vorgehen keinen Sinn mehr macht, wenn ich mit kleinen Apos fotografieren, weil es dafür keine automatischen Korrekturrechnungen gibt.

Viele Grüße
Klaus
 
Hi,
also ich mache bei der d750 und Fotoobjektiven immer Darkflats, Bias und Flats.
Dann bearbeite ich die Bilder normal in Pixinsight im RAW Format, ohne sie vorher entwickelt zu haben.
Ich würde in DXO keine ‘automatischen’ Korrekturen (Vignette, Rauschen, Objektiv, etc) jedweder Art machen, da dabei die Rohdaten verändert werden.
Darks, wie bei CMOS Kameras allgemein, sind, imho, nicht zielführend bei der Z8. Dazu gibt es genug Hintergrundinfos, auch hier im Forum.

Viel Erfolg und Spaß mit den Objektiven am Sternenhimmel,
Ernie
 
Wenn Du natürlich sowas wie Weitwinkel Milchstraßenaufnahmen oder Polarlichter fotografierst, dann kannst Du normal in DXO entwickeln und dort alle Korrekturen machen (lassen). Dann würde ich aber auch keine Flats, Bias und so weiter machen, sondern in DXO arbeiten, und dann in Photoshop oder welchem Programm auch immer stacken oder zusammenfügen…
 
Danke für die schnellen Antworten!

@Ernie
Klar, dass Korrekturen die Rohdaten verändern. Aber kann mir nicht vorstellen, dass das in Siril (Pixinsight habe ich nicht) schonender geht.
Du schreibst, dass du mit der D750 immer Darksflats machts, aber bei der Z8 seien Darks "nicht zielführend". Verstehe ich nicht.

100 und 300mm sind ja nicht unbedingt mehr Weitwinkelaufnahmen und wenn Nebel abgebildet sind, bringt ja die Weiterbearbeitung (Stretchen, Gradienten entfernen) doch in jedem Fall was.

VG Klaus
 
Klaus,
Sorry falls ich mich falsch ausgedrückt habe.
Ja, unbedingt Korrekturdaten aufnehmen, wenn Du NICHT (nur) eine Singleshotaufnahme zB mit Weitwinkel machst.

Darkflats sind etwas anders als Darks! Darks sind Dunkelbilder mit der Belichtunsgzeit der Lights, Darkflats sind Dunkelbilder mit der Belichtunszeit der Flat Aufnahmen. Ich schlage vor, Du machst Darkflats für Deine Flats und korrigiert diese damit. Dann korrigiertst Du die Lights mit den korrigierten Flats.

Ich würde, und das ist nur meine Meinung, die RAW Daten nicht durch automatische Objektivkorrekturen bearbeiten, wenn Du sie in einem AstroProgramm weiter bearbeiten willst. Wenn ich Milchstraße oder Polarlichter etc fotografiere, als Einzelaufnahme, dann mache ich das in Camera Raw allerdings sehr wohl.

Gruß
Ernie
 
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