Deep Sky aus der Großstadt mit 150 f8 Newton

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Balkonaut

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Hallo,
gestern habe ich eigentlich gewartet, bis die Planeten von meinem Balkon aus in Sichtweite kommen, da habe ich mich an einige Deep Sky Objekte gewagt. Ich wohne mitten in Berlin und war gespannt was man da mit einem 150 / 1200 Newton machen kann. Die Transparenz war ganz in Ordnung, auch wenn ich schon mehr Sterne aus der Stadt gesehen habe.
Der Ringbebel war sofort zu finden und wirklich schon sehr gut und deutlich als Ring zu sehen. Als nächstes kam der Wildentenhaufen M11 dran. Dieser war schon schwieriger zu finden, da er erst bei etwas längerer Betrachtung sichtbar wurde. Dann wurden aber immer mehr Sterne sichtbar und er war richtig nett anzugucken. Dann habe ich den Hantelnebel ins Visier genommen und auch dieser war nicht so leicht zu finden, ich habe ihn eigentlich nur als diffuses Wölkchen wahrgenommen. Auch bei längerem Hinsehen habe ich mir Struktur höchstens ein wenig eingebildet. Zu guter letzt habe ich noch M15 gesucht und habe ihn auch sofort gefunden. M15 ist ja relativ hell, trotzdem habe ich ihn diffuser wahrgenommmen als M11.
Ich habe zum einen das 8-24 mm Seben-Zoom vewendet und fand meistens eine ungefähr 100facher Vergrößerung optimal, habe aber alle Objekte auch im 9 mm Planetary angeguckt und hatte einen ähnlichen Eindruck. Ich bin jetzt schwer am überlegen mir einen Filter zu kaufen, um bei den Nebeln noch was rauszuholen.
Ich war überrascht dass man so eine schöne kleine Deep Sky Tour bei so einer grossen Lichtverschmutzung machen kann. Vor allem M11 hat es mir angetan.
Zu guter letzt habe ich dann noch Jupiter bei mäßigem Seeing beobachtet und Neptuns weg durch den Steinbock verfolgt.

Schöne Grüße aus Berlin

Henning
 
Hallo Henning,

unter lichtverschmutztem Himmel bringt ein guter/harter O III bie großer AP (7mm-4mm) sehr viel, für höhere Vergrößerungen zusätzlich ein UHC.

Auch wenn ein guter/dunkler Himmel unersetzlich ist, es geht immer was, auch in Berlin!
:super:
Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Henning,

ich beobachte unter der Woche unter ähnlich schlechten Bedingungen aus der Kölner Innenstadt. Ich schließe mich der Empfehlung von Günther an. Ich habe den 2" Baader OIII und den 1 1/4" Astronomik UHC und beide bringen richtig viel.
Kleine oder sehr helle PN sind gerade für uns Stadtastronomen dankbare Objekte. Gerade die sehr kleinen sind gut erreichbar. Nur der Starhop ist nicht so einfach.
Für diese werde ich mir aber zusätzlich noch einen OIII in 1 1/4" zulegen. Allerdings einen mit nicht so schmalen Durchlaß. Der Baader dürfte hier zu dicht sein. Ein alter Astronomik oder Lumicon empfehlen sich da.

Gruß Dirk
 
Ich habe viele Jahre unter einem 4m5-Himmel beobachtet. Nur extrem gute Wetterlagen ließen 5m zu. Ich habe viel Freude damals gehabt, aber auch einigen Frust. Du musst unter solchen Bedingungen Objekte wählen, die sich dafür eignen. Kleine PNs wurde schon genannt. Alle Arten von Sternhaufen zählen auch dazu. Galaxien und Gasnebel sind sehr sehr schwierig bis unmöglich, von wenigen Ausnahmen (z.B. M31 und M42) einmal abgesehen.
Und: Nahe des Zenites schauen! M11 ist eigentlich ein Objekt für das freie Auge, noch nicht mal ein schwieriges. Du hattest Probleme, es mit einem 15-cm-Instrument zu sehen. Neben der geringen Beobachtungserfahrung spielt dabei auch der nicht so große Horizontabstand eine Rolle.

Es ist wichtig, mit der Astronomie in Kontakt zu bleiben. Und das heißt, auch dann zu beobachten, wenn die Bedingungen nicht so gut sind. Veilleicht ändern sich die Umstände irgendwann.
 
Hallo zusammen!

Ich kann mit Uwe nur anschließen....obwohl ich absoluter Anfänger bin.

Ich beobachte in Salzburg, Österreich ind Flughafen-Nähe.

Da ich aber auch unter der Woche dort und da von unserem Parplatz schauen möchte, gehe ich hinaus und habe einfach meinen Spaß.

Sicher....besser sehen kann ich von wo anders aus....aber das weiß ich und freue mich über die kleinen Dinge.

Übrigens: Filter habe ich noch keine, werden aber, nach längerem Überlegen, die nächste Investition sein.

Lg und Cs
Markus
 
Hallo Henning,

Glückwunsch, da ging doch einiges aus Berlin. Etwas belehrend wirkend - doch gut gemeint: Ein Nebelfilter bringt's nur an Emissionsnebeln. Nicht an Sternenhaufen (offen oder Kugel).

Aber um diese Nebel überhaupt einmal zu sehen, ist ein Filter aus der Stadt manchmal aber unerlässlich.

Weiterhin viel Erfolg,
Stefan
 
Hallo Henning,
nicht aufgeben, auch mitten in Berlin. Ich habe unter einem 4,5 mag Vorstadt-Himmel ein paar Jährchen mit Begeisterung den Wiedereinstieg in die Astronomie gestartet. Nun lebe ich unter einem 5,5 wenns Seeing mitmacht. Der Wunsch im Herzen gestaltet die Zukunft. Und als Nebelsuppenrührer sich da oben zurechtzufinden weist einen schon als wahren Meister aus, wenn man dann mal unter wirklich guten Bedinungen beobachtet. Ich weis das dann immer sehr zu schätzen und die Freude ist um so grösser.
Grüssle von Anette
 
Hallo,

danke für die Tipps. Also ich denke ein OIII Filter kommt nicht in Frage. Die längste Okularbrennweite, die ich Moment habe ist 24 mm. Mein Newton hat ja nicht mal einen 2 Zoll Okularauszug. Ich schätze, ich werde mir den UHC-Filter von Astronomik zulegen. Das ist ja Zubehör, welches man ewig verwendet, da sollte man sich gleich was ordentliches kaufen.

Grüsse

Henning
 
Hallo Henning,

gute Entscheidung. Mit einem 32mm (Super) Plössl, welches es gebraucht recht preiswert geben kann, erreichst du eine AP von 4mm. Zusammen mit dem UHC ergibt das eine schöne Kombination am 6". Konkret habe ich f/8 mit 32mm TS Super Plössl und Astronomik UHC - allerdings nur an 4.5". Mit deinem sollte mehr gehen.

Der f/8 6" hat keinen 2" OAZ, so sagte es mir ein Händler auf Nachfrage, weil dieser konsequent auf Schärfe und Kontrast getrimmt wurde. Dazu muss der Fangspiegel klein gehalten werden, was mit einem 1.25" OAZ besser hinhaut.

CS,
Stefan

 
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Hallo Leute,

Henning:
mit 6" 1:8 geht schon viel.
Mein Exemplar Meade Typ 628 von 1981 mit 31.8mm Auszug und Kellner 25&9mm ~45°Grad erfreute mich viele Jahre beim Auffinden vieler M und NGC Objekte direkt aus Hamburg heraus. Mein Himmel war damals auch nur max. 5mag. Ich habe viel gelernt und Spass am Aufinden damals gehabt :huhu:.


Stefan:
>Der f/8 6" hat keinen 2" OAZ, so sagte es mir ein Händler auf Nachfrage, weil dieser konsequent auf Schärfe und Kontrast getrimmt wurde. Dazu muss der Fangspiegel klein gehalten werden, was mit einem 1.25" OAZ besser hinhaut.<

was ist das denn schon wieder für eine Aussage vom Händler ? Danach wären doch 24.5 Auszüge & Okulare noch angebrachter :totlach2: ?

Gruß
Christian


 
Hallo Dirk,

doofe Frage: überlegst Du einen "alten" Astronomik zu besorgen, weil er gebraucht günstiger ist, oder weil die früher andere Eigenschaften hatten?

Grüsse

Henning
 
Hallo Christian,

wenn man den Gedanken der maximalen Schärfe und des besseren Kontrastes weiterdenkt, dann hättest du recht. :super:

Doch das haut ja nur hin, wenn der Tubus innen ebenso sorgsam geschwärzt wäre. Der Parabolspiegel sollte auch von sehr guter Qualität sein, um den Gedanken des schönen Bildes weiterzuspinnen.

Anyway, es gibt ihn halt nur in 1.25".

CS,
Stefan
 
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