klawipo
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Mit meinem 12 Zoll Selbstbau-Gitterrohr-Dobson, den ich neulich günstig von einem Sternfreund erworben hatte, nutzte ich letzte Woche zur Mondfinsternis die Gunst der frühen Stunde und sah mir neben unserem in Rotlicht getauchten Begleiter auch ein paar Deep Sky Objekte an. Morgens um 04:00 brennen im (noch nicht ländlichen) Hürth kaum mehr Wohnungslichter und der ansonsten alles überstrahlende Vollmond war ja einigermaßen ausgeknipst, was einen für den Standort akzeptablen Himmel ergab.
Im Garten stehend, schwenkte ich das Teleskop natürlich erst einmal auf den Blutmond. Ich war überrascht, wie viele Sterne sich sehr nah am Mond befanden. Diese sieht man ja sonst nicht. Auf dem Trabanten selbst waren kaum Strukturen zu erkennen, aber das wusste ich bereits von früheren Finsternissen. Als nächstes nahm ich M42 ins Visier, den berühmten Orionnebel. Trotz des relativ hellen Himmels konnte ich sehr schöne Staubstrukturen im inneren erkennen, und einen sehr deutlichen, geschwungenen Seitenarm, der im Achter auch unter besseren Landhimmel bei direktem Sehen nur gerade noch sichtbar ist. Außerdem meinte ich einen Blaustich des Nebels ausmachen zu können, ebenfalls eine Verbesserung gegenüber dem Dobson mit 20 Zentimetern Öffnung.
Als nächstes war M31 an der Reihe. Meiner Meinung nach leidet das Antlitz keines anderes Himmelsobjekt so sehr unter der Lichtverschmutzung wie die bekannte Andromedagalaxie. Aus dem Kleinstadt-Garten vor den Toren Kölns heraus zeigt es sich als milchiges, leicht elliptisches Objekt. Da nutzen auch 30 Zentimeter Spiegeldurchmesser nichts. Die beiden Begleiter M32 und M110 konnte ich im kleineren Dobson dagegen nie so deutlich ausmachen wie mit dem größeren Gerät, wo sie geradezu ins Auge springen. Sie lassen mich die wahre (scheinbare) Größe von M31 erahnen. Da die Finsternis zu Ende ging, beendete ich auch meine Beobachtungssession nach diesen beiden, klassischen Deep Sky Objekten.
Ich freue mich schon darauf, den neuen Dobson unter besseren Bedingungen fernab vom Köln-Bonner Lichtermeer auszuprobieren. Gelegenheit dazu erhalte ich hoffentlich Ende der kommenden Woche. Dann werde ich auch wieder versuchen die Eindrücke mit denen am Achtzöller zu vergleichen und die Ergebnisse hier teilen. Ist ja sicher interessant für alle, die über eine entsprechende Vergrößerung nachdenken.
Clear Sky
Klaus
Im Garten stehend, schwenkte ich das Teleskop natürlich erst einmal auf den Blutmond. Ich war überrascht, wie viele Sterne sich sehr nah am Mond befanden. Diese sieht man ja sonst nicht. Auf dem Trabanten selbst waren kaum Strukturen zu erkennen, aber das wusste ich bereits von früheren Finsternissen. Als nächstes nahm ich M42 ins Visier, den berühmten Orionnebel. Trotz des relativ hellen Himmels konnte ich sehr schöne Staubstrukturen im inneren erkennen, und einen sehr deutlichen, geschwungenen Seitenarm, der im Achter auch unter besseren Landhimmel bei direktem Sehen nur gerade noch sichtbar ist. Außerdem meinte ich einen Blaustich des Nebels ausmachen zu können, ebenfalls eine Verbesserung gegenüber dem Dobson mit 20 Zentimetern Öffnung.
Als nächstes war M31 an der Reihe. Meiner Meinung nach leidet das Antlitz keines anderes Himmelsobjekt so sehr unter der Lichtverschmutzung wie die bekannte Andromedagalaxie. Aus dem Kleinstadt-Garten vor den Toren Kölns heraus zeigt es sich als milchiges, leicht elliptisches Objekt. Da nutzen auch 30 Zentimeter Spiegeldurchmesser nichts. Die beiden Begleiter M32 und M110 konnte ich im kleineren Dobson dagegen nie so deutlich ausmachen wie mit dem größeren Gerät, wo sie geradezu ins Auge springen. Sie lassen mich die wahre (scheinbare) Größe von M31 erahnen. Da die Finsternis zu Ende ging, beendete ich auch meine Beobachtungssession nach diesen beiden, klassischen Deep Sky Objekten.
Ich freue mich schon darauf, den neuen Dobson unter besseren Bedingungen fernab vom Köln-Bonner Lichtermeer auszuprobieren. Gelegenheit dazu erhalte ich hoffentlich Ende der kommenden Woche. Dann werde ich auch wieder versuchen die Eindrücke mit denen am Achtzöller zu vergleichen und die Ergebnisse hier teilen. Ist ja sicher interessant für alle, die über eine entsprechende Vergrößerung nachdenken.
Clear Sky
Klaus