StKorth_privat
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Mittwochs sind meine Frau und ich immer beim Badminton - wehe, danach wird´s klar, denn der leidende Mann tut sich dann schwer, die waidwunden Gräten noch zu überzeugen, 30 kg Fernrohr in den Garten zu wuchten.
Letzten Mittwoch war das zum Glück schon vor dem Training passiert, daher habe ich dann doch noch eine kleine Runde im Meerbuscher Vorstadtgarten gedreht. Teleskop: GSO 12" - Dobson, 13 mm- und 7 mm - Nagler an Bord. Und was hat der Sprint so geliefert?
Stichwort Doppelsterne: Castor zum Einstieg, 5,5" sind natürlich keine Herausforderung, 214x und 429x - das Seeing gibt es her. Allerdings ist die Combo Dobson + AstroThingy-Nachführplattform + Wind nicht wirklich prickelnd, ich belasse es bei 214x. Immerhin - die Justage per Laserkollimator hat wieder einmal gut geklappt. Dann weiter zu zeta Cancri - mein Lieblingsdoppel heute Nacht, AB sind 1,1" auseinander und tatsächlich gut zu trennen (mit Zwischenraum), AC dann mit 5,9" auch ganz leicht. Farblich ist aber bei F- bzw. G-Sternen nicht wirklich viel auszumachen. 38 Lyncis mit 3,9 mag bzw. 6,1 mag und 2,6" Abstand nicht ganz so einfach, wird aber geknackt. Ziemlich zum Schluss gab es einen Blick auf gamma Leonis - der ist schick, etwas Gelb-Orange und zum Glück nicht weit vom Periastron seiner 554 Jahre-Umlaufbahn entfernt, das beglückt uns mit fetten 4.7" Distanz.
Sternhaufen: M 44 macht auch bei 115x Spaß, man sieht viele Doppelt- und Dreifachgrüppchen, die helleren Sterne sind ähnlich hell (nicht so inhomogen wie bei den Plejaden), man hat richtig das Gefühl, durch den Haufen hindurchzusehen. Wenn ich einmal etwas mehr Muße habe, dann nehme ich mir eine Extrakarte zu Hand und stöbere Hintergrundgalaxien auf. M 67 ist entfernter, wirkt kompakter und profitiert vom sternarmen Umfeld. Immer wieder ein Genuss und auch sehr leicht zu finden - kann auch 214x ab.
Galaxien: Das Pärchen M65 / M66 geht auch von Osterath aus ganz gut, hat man auch bei 214x noch gemeinsam im Nagler-Feld. Supernova Fehlanzeige, habe die so oft beobachtet, da brauche ich auch keine Karte mehr... Dann hoch zu NGC 3628 - die ist unter aufgehelltem Vorstanddunst schwierig, da muss man schon ein wenig hin- und herrutschen, aber dann ist sie da. NGC 3593 ist da kleine, flächenheller, einfacher und gleich um die Ecke von M65/66. Im Feld von M67 bin ich noch auf NGC 2720 gestoßen - schwach, kreisrund, diffus - ist wohl knapp unter 13 mag, scheint aber eine höhere Flächenhelligkeit zu haben. In der Nähe von 38 Lyncis überrascht mich die rund 11,8 mag helle NGC 2859. Ganz leicht oval und deutlich erkennbarer Kern - schick! Das Galaxien-Doppel NGC 3226 und NGC 3227 direkt in der Nähe von Gamma Leonis braucht immer einen Moment, aber dann hat man sie sicher - auch hier fallen die Kernregionen auf.
CS,
Stefan
Letzten Mittwoch war das zum Glück schon vor dem Training passiert, daher habe ich dann doch noch eine kleine Runde im Meerbuscher Vorstadtgarten gedreht. Teleskop: GSO 12" - Dobson, 13 mm- und 7 mm - Nagler an Bord. Und was hat der Sprint so geliefert?
Stichwort Doppelsterne: Castor zum Einstieg, 5,5" sind natürlich keine Herausforderung, 214x und 429x - das Seeing gibt es her. Allerdings ist die Combo Dobson + AstroThingy-Nachführplattform + Wind nicht wirklich prickelnd, ich belasse es bei 214x. Immerhin - die Justage per Laserkollimator hat wieder einmal gut geklappt. Dann weiter zu zeta Cancri - mein Lieblingsdoppel heute Nacht, AB sind 1,1" auseinander und tatsächlich gut zu trennen (mit Zwischenraum), AC dann mit 5,9" auch ganz leicht. Farblich ist aber bei F- bzw. G-Sternen nicht wirklich viel auszumachen. 38 Lyncis mit 3,9 mag bzw. 6,1 mag und 2,6" Abstand nicht ganz so einfach, wird aber geknackt. Ziemlich zum Schluss gab es einen Blick auf gamma Leonis - der ist schick, etwas Gelb-Orange und zum Glück nicht weit vom Periastron seiner 554 Jahre-Umlaufbahn entfernt, das beglückt uns mit fetten 4.7" Distanz.
Sternhaufen: M 44 macht auch bei 115x Spaß, man sieht viele Doppelt- und Dreifachgrüppchen, die helleren Sterne sind ähnlich hell (nicht so inhomogen wie bei den Plejaden), man hat richtig das Gefühl, durch den Haufen hindurchzusehen. Wenn ich einmal etwas mehr Muße habe, dann nehme ich mir eine Extrakarte zu Hand und stöbere Hintergrundgalaxien auf. M 67 ist entfernter, wirkt kompakter und profitiert vom sternarmen Umfeld. Immer wieder ein Genuss und auch sehr leicht zu finden - kann auch 214x ab.
Galaxien: Das Pärchen M65 / M66 geht auch von Osterath aus ganz gut, hat man auch bei 214x noch gemeinsam im Nagler-Feld. Supernova Fehlanzeige, habe die so oft beobachtet, da brauche ich auch keine Karte mehr... Dann hoch zu NGC 3628 - die ist unter aufgehelltem Vorstanddunst schwierig, da muss man schon ein wenig hin- und herrutschen, aber dann ist sie da. NGC 3593 ist da kleine, flächenheller, einfacher und gleich um die Ecke von M65/66. Im Feld von M67 bin ich noch auf NGC 2720 gestoßen - schwach, kreisrund, diffus - ist wohl knapp unter 13 mag, scheint aber eine höhere Flächenhelligkeit zu haben. In der Nähe von 38 Lyncis überrascht mich die rund 11,8 mag helle NGC 2859. Ganz leicht oval und deutlich erkennbarer Kern - schick! Das Galaxien-Doppel NGC 3226 und NGC 3227 direkt in der Nähe von Gamma Leonis braucht immer einen Moment, aber dann hat man sie sicher - auch hier fallen die Kernregionen auf.
CS,
Stefan