RoStMu
Aktives Mitglied
Hallo,
überraschend ist es gestern Abend doch noch klar geworden. Da der Mond nicht mehr hell ist und auch erst relativ spät aufging, hatte ich auf dem Balkon unseres Hauses (im Norden einer 5.000-Einwohner-Kleinstadt; Wohngebiet am Berg) eine Grenzgröße von ca. 6m zumindest im Zenit.
Auf was ich mich besonders gefreut habe war NGC 7000, den Nordamerikanebel, mit meinem D8 (200mm/1200mm Dobson) zu beobachten. Also zuerst Deneb im Schwan durch den 8x50-Sucher angepeilt und dann durch das 2" 40mm-Kellner Okular (tatsächliches Gesichtsfeld wohl knapp 2 Grad) weitergesucht. Gar nicht weit von Deneb entfernt ist mir eigentlich relativ schnell der "kleine Orion" in der Bucht von Mexiko aufgefallen. Schon komisch: Da hat man hunderte (!) von Sternen in dieser sehr sternreichen Region gleichzeitig im Okular, und der "kleine Orion" besteht ja aus sehr lichtschwachen Sternen - aber trotzdem fällt die markante Anordnung inmitten des Gewusels direkt ins Auge!
Gut, somit war klar, dass ich richtig bin. Nur knapp daneben
war dann auch eine extrem sternenreiche und leicht milchig erscheinende Region zu sehen. Das muss "Mexiko" gewesen sein . Oberhalb von Mexiko war dann ein Meer aus dicht geträngten Sternen zu sehen, wobei es eigentlich alles Einzelsterne waren und es kaum "neblig" erschien. Ich frage mich, ob es zum Teil am Auflösungsvermögen des D8 liegt. Was wäre, wenn das Auflösungsvermögen geringer wäre (bei großem Gesichtsfeld)? Würde man dann anstatt der vielen Einzelsterne wirklich eine helle neblige Region sehen (Effekt wie bei Kugelsternhaufen)?
Fazit: Die gesamte Region ist faszinierend zu beobachten. Um die wahre Natur des Nordamerikanebels auszumachen (Umrisse, Nebel...) braucht man aber wohl etwas Übung.
Gruß, Rolf
überraschend ist es gestern Abend doch noch klar geworden. Da der Mond nicht mehr hell ist und auch erst relativ spät aufging, hatte ich auf dem Balkon unseres Hauses (im Norden einer 5.000-Einwohner-Kleinstadt; Wohngebiet am Berg) eine Grenzgröße von ca. 6m zumindest im Zenit.
Auf was ich mich besonders gefreut habe war NGC 7000, den Nordamerikanebel, mit meinem D8 (200mm/1200mm Dobson) zu beobachten. Also zuerst Deneb im Schwan durch den 8x50-Sucher angepeilt und dann durch das 2" 40mm-Kellner Okular (tatsächliches Gesichtsfeld wohl knapp 2 Grad) weitergesucht. Gar nicht weit von Deneb entfernt ist mir eigentlich relativ schnell der "kleine Orion" in der Bucht von Mexiko aufgefallen. Schon komisch: Da hat man hunderte (!) von Sternen in dieser sehr sternreichen Region gleichzeitig im Okular, und der "kleine Orion" besteht ja aus sehr lichtschwachen Sternen - aber trotzdem fällt die markante Anordnung inmitten des Gewusels direkt ins Auge!
Gut, somit war klar, dass ich richtig bin. Nur knapp daneben
war dann auch eine extrem sternenreiche und leicht milchig erscheinende Region zu sehen. Das muss "Mexiko" gewesen sein . Oberhalb von Mexiko war dann ein Meer aus dicht geträngten Sternen zu sehen, wobei es eigentlich alles Einzelsterne waren und es kaum "neblig" erschien. Ich frage mich, ob es zum Teil am Auflösungsvermögen des D8 liegt. Was wäre, wenn das Auflösungsvermögen geringer wäre (bei großem Gesichtsfeld)? Würde man dann anstatt der vielen Einzelsterne wirklich eine helle neblige Region sehen (Effekt wie bei Kugelsternhaufen)?
Fazit: Die gesamte Region ist faszinierend zu beobachten. Um die wahre Natur des Nordamerikanebels auszumachen (Umrisse, Nebel...) braucht man aber wohl etwas Übung.
Gruß, Rolf
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