faktor0a
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Hallo miteinander!
Heute Morgen habe ich den Saturn beobachtet.
Aber meine Beobachtung fing eigentlich bereits Gestern Abend an.
Vorgeschichte:
Denn Gestern Abend habe ich so um 22:30Uhr, meinen kleinen Refraktor aufgebaut. Die Sicht schien eigentlich gut, aber ein kurzer Blick auf den Orionnebel zeigte mir dann, das es doch nicht so gute Bedingungen waren. Aber ich hatte ja eh nur ein paar Minuten Zeit. So beendete ich meine Beobachtungen recht schnell, und beschloß Morgen früh den Saturn aufzusuchen. Also ließ ich das Teleskop in seiner Montierung auf den Balkon schlafen. Schlauerweise hatte ich noch daran Gedacht auch die anderen Okulare in die Kälte zu stellen, so das sie denn genug Zeit hätten ebenfalls richtig abzukühlen.
Das Teleskop war schon im Bett und ich folgte nach einiger Zeit. Da die Stimmung gerade da war, hörte ich mir mit meiner Frau zusammen noch ein wenig von Jules Vernes "Reise um den Mond" an (die Lesung von Rufus Beck). Anschließend ging es ins Bett für ein Paar Stunden Schlaf, denn der Wecker sollte mich um 4:35Uhr rausholen, so das ich noch über eine halbe Stunde beobachten könnte.
Müde ging es raus auf dem Balkon, erstmal gucken ob der Himmel klar genug ist. Jo es sieht gut aus, schnell warme Sachen angezogen, und dann ging es raus. Da ich mich vor ein Paar Tagen bereits Orientiert hatte, anhand von Stellarium, wusste ich wo saturn ungefähr stehen müsste.
Das Equipment in Betrieb nehmen:
Den ersten "Stern" angepeilt und er stellte sich gleich als Saturn heraus. Von meinem Balkon richtung Süden gut zu sehen.
Ich war sofort begeistert. Er schwebte gestochen scharf im schwarzen Raum. Ich musste wohl Gestern noch am Orionnebel Scharfgestellt haben.
Ich beobachtete nur kurz im 8er Okular, welches bei meinem kleinen ED80/600 eine Vergrößerung von 75x bot. Die Luft war so klar, kein Flimmern sondern ein so klares Bild, das ich schnell auf das 3,5er Okular wechselte. Ein heller Lichtsaum erschien um Saturn es sah nebelig aus, ein Blick aufs Okular, es war beschlagen. Da war ich wohl nicht vorsichtig genug mit meiner Atmung. Also ein paar komplizierte Lufanhalte- und -Ausatme Aktionen gestartet, und das 5er mit 120x eingelegt, geschafft.
Wieder erwartete mich ein super Bild. Nach kurzer Zeit beschlug auch irgendwie dieses Okular, daher wechselte ich wieder auf das 3,5er und beschloss dabei zu bleiben. Ich rückte alles zurecht, drehte den Spiegel und setzte mich, um in Ruhe zu beobachten.
Der Nebel lichtete sich und das Okular wurde wieder klar.
Das scharfstellen ist ziemlich schwierig da das Bild so stark zittert und nachschwingt. Geschafft.
Die Beobachtung:
Die Ringe waren nun wirklich fast senkrecht zu sehen.
Ich hatte Saturn noch nie so gut beobachtet wie heute Morgen!
Endlich mal konnte ich auch auf die 171 Fache vergrößerung gehen und das Bild war klar!
Für meine ungeübten Augen war die Vergrößerung aufjedenfall besser als die 120x.
Einzig die Nachführung mit meiner Skyview machte keine Freude, da das Bild ruckte einge gewisse Zeit brauchte auszuschwingen.
Die Ringe schienen links und rechts vom Saturn breiter zu werden. Ich hatte in der "Interstellarum" gelesen, das Galilei Saturn so zum erstenmal gesehen hatte und das er zufälligerweise auf ein Kantenstellung blickte. Er beschrieb es so, als wäre links und rechts neben dem Planeten ein Stern. Ich konnte es nachempfinden.
In kurzen Momenten meine ich den Schatten, den die Ringe auf Saturn werfen, gesehen zu haben. Eine dunkle feine linie. Die Oberfläche schien, in diesen Momenten klaren sehens, oberhalb dieser Linie auch eine Sturktur sprich Band zu zeigen, und zwar etwas dunkler, aber da bin ich mir nicht ganz sicher.
Visuell sah es ungefähr so aus:
Link zur Grafik: http://img207.imageshack.us/img207/1572/clipmemexport2erstelltaby6.jpg
Ich konnte auch 2 Monde erkennen. Sie waren recht schwach, und kaum zu sehen. einer rechts und der andere auf der anderen Seite links, aber etwas näher. Es müssen wohl Titan und Rhea gewsen sein, auch wenn ich dies zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste. Ich freute mich sehr!
Aber mir war klar ich würde wohl in diesem Teleskop keine Saturn - Mond vorübergänge sehen können.
Saturn hatte es mir voll angetan!
Leider klingelte der Wecker der mir damit zeigte, ich müsse mich jetzt beeilen um zur Arbeit zu kommen. Ich hätte Saturn gerne noch länger beobachtet, und freue mich nun aufs nächste mal.
Resume:
Es war eine begeisternde und Lohnende Beobachtung. Die mir viel Freude gemacht hat, auch wenn es mal wieder zu kurz war.
Dabei stelle ich fest das ich mit einem "SchnellspechtelTeleskop" richtig liege. Seit ich mein Teleskop und die Okulare nun griffbereit und Sichtbar in ihren Koffern liegen habe, nutze ich das Teleskop immer häufiger. Da ich mich nicht vor dem Aufwand scheu es erst rauszuholen und aufzubauen. Die Montierung auf dem Balkon die bei Wind und Wetter, leider momentan sogar noch ungeschützt/nicht abgedeckt, draussen bereit steht, tut ihr übriges dazu bei.
Ich wünschte ich hätte mehr Zeit um mich mit den Faszinierenden Facetten unseres Hobbys noch mehr zu beschäftigen.
Aber selbst solche kleinen (vom Zeitaufwand her) Beobachtungen wie heute Morgen, machen die Astronomie für mich zu einem Lohnenden Hobby!
Saturn am Morgen, vertreibt Kummer und Sorgen!
Ich wünsche allen Gute Sicht und viel Freude hinter ihren Teleskopen!
MFG Dan
Heute Morgen habe ich den Saturn beobachtet.
Aber meine Beobachtung fing eigentlich bereits Gestern Abend an.
Vorgeschichte:
Denn Gestern Abend habe ich so um 22:30Uhr, meinen kleinen Refraktor aufgebaut. Die Sicht schien eigentlich gut, aber ein kurzer Blick auf den Orionnebel zeigte mir dann, das es doch nicht so gute Bedingungen waren. Aber ich hatte ja eh nur ein paar Minuten Zeit. So beendete ich meine Beobachtungen recht schnell, und beschloß Morgen früh den Saturn aufzusuchen. Also ließ ich das Teleskop in seiner Montierung auf den Balkon schlafen. Schlauerweise hatte ich noch daran Gedacht auch die anderen Okulare in die Kälte zu stellen, so das sie denn genug Zeit hätten ebenfalls richtig abzukühlen.
Das Teleskop war schon im Bett und ich folgte nach einiger Zeit. Da die Stimmung gerade da war, hörte ich mir mit meiner Frau zusammen noch ein wenig von Jules Vernes "Reise um den Mond" an (die Lesung von Rufus Beck). Anschließend ging es ins Bett für ein Paar Stunden Schlaf, denn der Wecker sollte mich um 4:35Uhr rausholen, so das ich noch über eine halbe Stunde beobachten könnte.
Müde ging es raus auf dem Balkon, erstmal gucken ob der Himmel klar genug ist. Jo es sieht gut aus, schnell warme Sachen angezogen, und dann ging es raus. Da ich mich vor ein Paar Tagen bereits Orientiert hatte, anhand von Stellarium, wusste ich wo saturn ungefähr stehen müsste.
Das Equipment in Betrieb nehmen:
Den ersten "Stern" angepeilt und er stellte sich gleich als Saturn heraus. Von meinem Balkon richtung Süden gut zu sehen.
Ich war sofort begeistert. Er schwebte gestochen scharf im schwarzen Raum. Ich musste wohl Gestern noch am Orionnebel Scharfgestellt haben.
Ich beobachtete nur kurz im 8er Okular, welches bei meinem kleinen ED80/600 eine Vergrößerung von 75x bot. Die Luft war so klar, kein Flimmern sondern ein so klares Bild, das ich schnell auf das 3,5er Okular wechselte. Ein heller Lichtsaum erschien um Saturn es sah nebelig aus, ein Blick aufs Okular, es war beschlagen. Da war ich wohl nicht vorsichtig genug mit meiner Atmung. Also ein paar komplizierte Lufanhalte- und -Ausatme Aktionen gestartet, und das 5er mit 120x eingelegt, geschafft.
Wieder erwartete mich ein super Bild. Nach kurzer Zeit beschlug auch irgendwie dieses Okular, daher wechselte ich wieder auf das 3,5er und beschloss dabei zu bleiben. Ich rückte alles zurecht, drehte den Spiegel und setzte mich, um in Ruhe zu beobachten.
Der Nebel lichtete sich und das Okular wurde wieder klar.
Das scharfstellen ist ziemlich schwierig da das Bild so stark zittert und nachschwingt. Geschafft.
Die Beobachtung:
Die Ringe waren nun wirklich fast senkrecht zu sehen.
Ich hatte Saturn noch nie so gut beobachtet wie heute Morgen!
Endlich mal konnte ich auch auf die 171 Fache vergrößerung gehen und das Bild war klar!
Für meine ungeübten Augen war die Vergrößerung aufjedenfall besser als die 120x.
Einzig die Nachführung mit meiner Skyview machte keine Freude, da das Bild ruckte einge gewisse Zeit brauchte auszuschwingen.
Die Ringe schienen links und rechts vom Saturn breiter zu werden. Ich hatte in der "Interstellarum" gelesen, das Galilei Saturn so zum erstenmal gesehen hatte und das er zufälligerweise auf ein Kantenstellung blickte. Er beschrieb es so, als wäre links und rechts neben dem Planeten ein Stern. Ich konnte es nachempfinden.
In kurzen Momenten meine ich den Schatten, den die Ringe auf Saturn werfen, gesehen zu haben. Eine dunkle feine linie. Die Oberfläche schien, in diesen Momenten klaren sehens, oberhalb dieser Linie auch eine Sturktur sprich Band zu zeigen, und zwar etwas dunkler, aber da bin ich mir nicht ganz sicher.
Visuell sah es ungefähr so aus:
Link zur Grafik: http://img207.imageshack.us/img207/1572/clipmemexport2erstelltaby6.jpg
Ich konnte auch 2 Monde erkennen. Sie waren recht schwach, und kaum zu sehen. einer rechts und der andere auf der anderen Seite links, aber etwas näher. Es müssen wohl Titan und Rhea gewsen sein, auch wenn ich dies zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste. Ich freute mich sehr!
Aber mir war klar ich würde wohl in diesem Teleskop keine Saturn - Mond vorübergänge sehen können.
Saturn hatte es mir voll angetan!
Leider klingelte der Wecker der mir damit zeigte, ich müsse mich jetzt beeilen um zur Arbeit zu kommen. Ich hätte Saturn gerne noch länger beobachtet, und freue mich nun aufs nächste mal.
Resume:
Es war eine begeisternde und Lohnende Beobachtung. Die mir viel Freude gemacht hat, auch wenn es mal wieder zu kurz war.
Dabei stelle ich fest das ich mit einem "SchnellspechtelTeleskop" richtig liege. Seit ich mein Teleskop und die Okulare nun griffbereit und Sichtbar in ihren Koffern liegen habe, nutze ich das Teleskop immer häufiger. Da ich mich nicht vor dem Aufwand scheu es erst rauszuholen und aufzubauen. Die Montierung auf dem Balkon die bei Wind und Wetter, leider momentan sogar noch ungeschützt/nicht abgedeckt, draussen bereit steht, tut ihr übriges dazu bei.
Ich wünschte ich hätte mehr Zeit um mich mit den Faszinierenden Facetten unseres Hobbys noch mehr zu beschäftigen.
Aber selbst solche kleinen (vom Zeitaufwand her) Beobachtungen wie heute Morgen, machen die Astronomie für mich zu einem Lohnenden Hobby!
Saturn am Morgen, vertreibt Kummer und Sorgen!
Ich wünsche allen Gute Sicht und viel Freude hinter ihren Teleskopen!
MFG Dan
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