Der Windows freie AstroPc rückt näher, Platesolving unter INDI wie geht es weiter

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AstroSchaut

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Schönen Tag zusammen

Unter Windows mit SharpCap, ASCOM und Astrotortilla funktioniert mein Platesolving derzeit ganz gut. Was mich stört ist die Unzuverlässigkeit von Windows, mal klappt die WLAN Verbindung mit ASCOM mal nicht, auch wenn man immer die gleichen Schritte einhält ,erhält man trotzdem unterschiedliche Ergebnisse und ständig nervt das Update.

Nachdem Linux mein Hauptbetriebssystem ist, habe ich mich also an die Installation von INDI und KStars einschl. Ekos gemacht und nebenbei noch ein Remote Contol System eingerichtet. Hilfreich waren auch eure Kommentare aus diesem Thema.

Als erstes habe ich ein Profil für mein Skywatcher Explorer 150P und Skywatcher-StarDiscovery Mount in Verbindung mit der ZwoAsi183Mc eingerichtet.
KStars-Indi-Conect.jpg
Kstars-Indi-Zwo.jpg


Danach war über das Fenster Mount-Control eine Steuerung meiner Star Discovery AZ SynScan WiFi GoTo möglich.
KStars-Indi-Mount-Control.jpg


Im Profile Fenster habe ich mein Teleskop Skywatcher 150P Explorer neu angelegt und dem Profil zugewiesen. Damit konnte ein FOV für das Profil berechnet und die empfohlenen Indexdateien installiert werden. Auch wenn ich bereits ASTAP als Stacking Software verwende und die Indexdateien hierfür installiert habe, möchte ich im ersten Schritt den internen Solver benutzen.
KStars-Indi-Index.jpg


Nun sollte also die Basis bzw. eine Grundlage für Platesolving vorhanden sein. Als Aufnahmesoftware möchte ich hauptsächlich das ASI-Studio verwenden aber vielleicht auch AstroDMX Capture bzw. FireCapture. Welche Schritte sind nun als nächstes notwendig.

vg

Albert
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Albert,

Als Aufnahmesoftware möchte ich hauptsächlich das ASI-Studio verwenden aber vielleicht auch AstroDMX Capture bzw. FireCapture. Welche Schritte sind nun als nächstes notwendig.
auch wenn ich aus INDI/Ekos ziemlich raus bin, obwohl ich seit fast 20 Jahren Linux nutze :D, versuche ich mal zu helfen.
ASI-Studio unterstützt nativ seine Kameras und soweit ich weiß, hat es keine Verbindung zu INDI.

AstroDMX hat schon a weng länger die Möglichkeit mit INDI zusammen zu arbeiten.
Gleiches gilt für FireCapture. Bei FireCapture meine ich in Erinnerung zu haben, dass da nur EQ-MOntierungen unterstützt werden. Mag sich mittlerweile geändert haben.

Letztendlich also FireCapture und AstroDMX mit Deinem INDI-Server verbinden.

Aber warum nicht alles mit INDI/Ekos KStars steuern/arbeiten? Das bietet doch alles was man braucht.

Für mich als EAA-ler ist SharpCap nach wie vor das Maß aller Dinge.
Ja, gibt es nicht für Windows, aber Windows muss man a weng gängeln und sich nicht gängeln lassen ;).
Plate-Solven, die neu GoTo-Funktion, das neue Guiding für Arme ;) und noch ein paar Kleinigkeiten die SharpCap liefert, vermisse ich bei den Linux-Astro-Anwendungen.

Was Du auch noch nutzen kannst mit INDI, ist SkyChart (ehemals Cartes du Ciel) in Verbindung mit CCDciel.
Die beiden arbeiten gut zusammen. Damit habe ich meine ersten EAA-Gehversuche mit gestartet.

Ich müsste mich mit dem ganzen mal wieder beschäftigen und in Erfahrung bringen wie weit das gediehen ist.
Aber meist scheue ich das rum experimentieren und die Zeit ist mir ehrlich gesagt zu schade einen wetter mäßig guten Abend/Nacht damit zu verbringen.

Mein aufgezwungenes W11 ;) läuft gut und SharpCap ist einfach klasse.

live long and prosper ?
 
Hallo Matthias,


Kann ich bestätigen. Manches Windows Bashing in der Vergangenheit war durchaus gerechtfertigt, aber ich muss sagen, dass ab Windows 10 meine eigenen Systeme sehr stabil laufen. Ich habe schon seit einiger Zeit auf meinen privaten Rechnern nur Windows 11 Pro.

In der Firma betreiben wir etwa 14000 Windows PCs und etwa 1000 Windows basierte Server neben ca 200 Linux-Servern und in letzten 2 Jahren haben wir kein einziges signifikantes Problem mit Windows als solches gehabt.

Die Linux-Installationen sind auch nicht ohne, das hat nichts mit dem zu tun, was viele von uns zu Hause machen. Es müssen ganz spezielle Kernel-Versionen und Libraries laufen, damit wir unsere Datenbanken und ERP-Systeme auf Linux hosten können. Die Server werden gehärtet, alle nicht benötigten Ports und Services sind abgeklemmt. SFTP ist verboten. Ja. Ihr lest richtig. SFTP ist das Nummer 1 Tool für Hacker um Daten zu stehlen...

Für unsere EDI-Server ist die Linux-Installation-Guideline mehrere hundert Seiten stark. Die Experten, die uns die Server konfigurieren, kosten uns 1000 Dollar pro Kopf und Tag. Eine komplette Installation kostet locker mal eben eine halbe Millionen Dollar.

Wenn auf guter Hardware installiert und richtig konfiguriert, laufen Windows und Linux-Server nach meinen beruflichen Erfahrungen heutzutage gleichermaßen stabil.

Mit Abstand die meisten Probleme gibt es mit den Netzwerken. Wir haben schon alles gehabt, auch die Realität des modernen Märchens mit dem "Bagger beißt das Kabel durch". Das ist an einem unserer Standorte tatsächlich schon zweimal in den letzten 24 Jahren passiert. Unsere Netzwerke sind extrem stark segmentiert und mit Hardware Firewalls auch intern gesichert. Alle lebenswichtigen Server gibt es mehrfach, auch repliziert im Data Recovery Center. Ein komplettes Recovery muss innerhalb weniger Stunden online sein. Das wird mehrfach im Jahr getestet. All das kostet uns Unmengen Geld, aber es wäre noch teurer, wenn unsere Produktion steht.

Nach meinen Erfahrungen sind viele Probleme im privaten Bereich entweder auf mangelnde Kenntnisse oder auf sehr komplexen Systemen begründet. Dazu kommt das "Tunig" wie "Overclocking" oder aber auch das Benutzen von Uraltkomponenten wie die 10 Jahre alte Festplatte. Allerdings gibt es leider auch rottige neue Hardware. Ich kann hier nicht den Namen des Herstellers nennen, aber ich habe einen CAD Firmenlaptop der mehrere Tausend € kostet und läuft wie ein Sack Sülze. Daran ist aber nicht Windows schuld. Die gesamten Komponenten habe ich vom freundlichen 24/7 Service Provider tauschen lassen, ohne Erfolg.

CS,

Günther
 
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Hallo Günther,

In der Firma betreiben wir etwa 14000 Windows PCs und etwa 1000 Windows basierte Server neben ca 200 Linux-Servern und in letzten 2 Jahren haben wir kein einziges signifikantes Problem mit Windows als solches gehabt.
da ist ja richtig was los bei Euch ;) .
So groß war es zu meiner Zeit im kleinen Rechenzentrum nicht :D.
Aber eben auch gemischt. Windows- wie Linux-Server.

Wenn auf guter Hardware installiert und richtig konfiguriert, laufen Windows und Linux-Server nach meinen beruflichen Erfahrungen heutzutage gleichermaßen stabil.
kann ich so bestätigen.

Jedes der Systeme hat halt so seine Zicken aber eben auch Vorteile.
Kommt eben drauf an, was ich erreichen will.
Man muss sich auch die Spezifikationen antun um zu wissen welche Hardware drunter gehört.

OK, Consumer-Bereich ist was anderes.
Trotzdem muss ich auch dort mein System pflegen. Jeder Handwerker, ob Hobby oder Profi, pflegt sein Werkzeug auch.

Und so sollte es auch bei unserem Astrogeraffel sein. Teleskope, Montierungen, ... ... ... damit wird ja auch, so hoffe ich zumindest ;), pfleglich umgegangen werden.
Und da wir in unserem Hobby kaum noch ohne Computer auskommen, abgesehen von den nicht zu vergessenden rein visuellen Beobachtern, muss man sich halt auch um seinen Computer kümmern.

All das kostet uns Unmengen Geld, aber es wäre noch teurer, wenn unsere Produktion steht.
das ist leider das Leidige. Es scheint immer noch Gang und Gäbe zu sein an der IT und deren Infrastruktur zu sparen. Fehler!

Nach meinen Erfahrungen sind viele Probleme im privaten Bereich entweder auf mangelnde Kenntnisse oder auf sehr komplexen Systemen begründet.
mit dem Einschaltknopf drücken und eine Software zu bedienen ist s halt leider nicht getan :affemund:.

live long and prosper ?
 
da ist ja richtig was los bei Euch ;) .

Naja, je nachdem, von welcher Perspektive man da drauf schaut. Bevor wir vor ein paar Jahren vom Mutterkonzern abgespalten wurden, waren es etwa zehnmal soviele PCs und Server...

Damals konnten wir noch einen unserer Firmenjets buchen, wenn die irgendwo rumstanden...

CS,

Günther
 
das ist leider das Leidige. Es scheint immer noch Gang und Gäbe zu sein an der IT und deren Infrastruktur zu sparen. Fehler
Ja, da gab es in den letzten Jahren bei uns einen sehr starken Wandel.

Der Private Equity Investor, der uns gekauft hat, sieht das als wichtig an. Unser CISO darf da regelmäßig vorturnen und erklären, welche Maßnahmen er für erforderlich hält. Unser ehemaliger Mutterkonzern hat vor einigen Monaten ein größeres Problem gehabt und musste eine Presseerklärung abgeben. Da ist der Aktienkurs erst mal im freien Fall gewesen...

CS,

Günther
 
Ich kenne das im kleineren Rahmen.
Der Kunde will Sicherheit, Backups, doppelte Server, ... ... ... man arbeitet sich mit Kollegen dadurch erstellt Pläne und Anforderungen, ... ... ...
Dann wird aber nur auf die Kosten geschaut... geht das nicht einfacher, kleiner, günstiger,... ... ...
Klar geht das, aber dann werden die Anforderungen halt nur zu 40% erfüllt.

Tja, wie der Teufel es will... dann ist das Geschrei groß.
 
Dann wird aber nur auf die Kosten geschaut... geht das nicht einfacher, kleiner, günstiger,... ... ...
Diesen Schweinezyklus kenne ich aus meiner Vergangenheit auch. Das hat natürlich auch oft damit zu tun, dass der Chef damals noch Lochkarten gestanzt hat.?

Aber man muss schon ehrlich sagen, dass das für kleine Unternehmen schwierig ist. Unser jährliches IT Budget ist im dreistelligen Millionenbereich...

Ist aber jetzt wirklich off-topic...

CS,

Günther
 
Hallo Albert,

Ich möchte hier zu Deiner eigentlichen Frage zurückkehren.

Ich selber habe eine Debian Test-Installation, auf der ich die nötigen Programme installiert habe. Als Orientierung hat mir der Astroberry Server auf eine Raspi gedient. Leider wird die Astroberry Distribution im Moment wohl nicht weiterentwickelt, aber ich empfehle Dir trotzdem dort mal nach den installierten Programmen zu sehen. In jedem Fall solltest Du PHD2 fürs Guiding und Firecapture für Planetenfotografie in Betracht ziehen

Ich selbst habe mich strategisch für N.I.N.A und somit auch für Windows entschieden. Als Hardware benutze ich mehrere Mele Quieter. Ich habe mich mit dem Astroberry etwa zwei Jahre beschäftigt und denke, dass N.I.N.A. aus mehreren Gründen besser ist:

  1. Die Installation ist sehr einfach
  2. Ascom Treiber gibt es für alles. Indi wird auch gut unterstützt, aber vielleicht nicht im gleichen Maße. Objektiv schwer zu beurteilen.
  3. Es gibt eine stetige Weiterentwicklung
  4. Es gibt zahlreiche Plugins
  5. Die installierte Basis ist größer
  6. Die Möglichkeiten des advanced Sequencers gehen weit über das hinaus, was KstarsEkos kann
  7. Das Benutzerkonzept von N.I.N.A. ist etwas gewöhnungsbedürftig, das kann man aber auch über Kstars sagen, je nachdem, von welchem System man kommt.
  8. Man kann praktisch rund um die Uhr auf Discord Fragen stellen und Antworten bekommen
  9. Stefan Berg aka isbjoern ist auch auf dem Discord aktiv
  10. Es gibt auch wohl mehr Bugs bei Kstars/Ekos. Ist aber schwer objektiv zu beurteilen

CS,

Günther
 
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