Des Hobbies Wiedrigkeiten

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JensR

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Hi Astrogemeinde,

hier ein kurzer Leidensbericht über das Wetter <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> , die Lichtverschmutzung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/mad.gif" alt="" /> und die Gefahren unseres Hobbies...<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />


Wann: Sonntag (22.5.2003) 01:00 - 01:45Uhr
Wo: Ehringshausen

Beobachtungsinstrumente:
GSO Newton 200x800
EQ6, diesmal ohne Nachführung
9mm Plössel, 25mm Plössl und 5.2mm Pentax XL
12x50 Sucher

Beobachtungsbedingungen:
Sehr feuchte Luft
Milchstraße mit Strukturen nahe dem Zenit
Später Schleicherwolken und dünner Hochnebel; nach dem Teleskopaufbau begann der Durchzug vom Norden her.

Dies war die erste Beobachtungsnacht bei der neuen Wohnung. Direkt hinter der Wohnung schiesst sich eine grosse Wiese an, umgeben von Wald und noch mehr Wiesen. Nach etwa 100m bin ich also in relativer Dunkelheit. Relativ deshalb, weil die Strassenlaternen auf der anderen Hausseite teilweise direkt zu sehen sind und ausserdem das Dorf Ehringshausen genau im Süden strahlt. Da die Luft eine hohe Luftfeuchtigkeit hatte, leuchtete der Himmel hell<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> . Der Zenit hingegen war dunkel und klar. Ohne Dunkeladaption war indirekt ein 5mag Stern zu erkennen, bei einem 5,5mag Stern war ich mir da nicht so sicher...

Vorgenommen habe ich mir die Karkoschka-Objekte rund um den Ophiuchus und die Planeten Mars, Uranus und Neptun, die derzeit recht nahe beieinander stehen. Wegen der aufziehenden Wolkenschicht musste ich mir aber ein paar andere Objekte heraussuchen:

M13 (Her;GC; 5,9mag)
Dieser Kugelsternhaufen offenbarte bei 158facher Vergrösserung eine Vielzahl Einzelsterne. Da M13 eine unregelmässige Form hatte, nehme ich an, dass der Himmel schon zu diesem Zeitpunkt von Schleierwolken durchzogen war.

NGC 6210 (Her;PN;9mag)
Endlich habe ich ihn erwischt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />. Es gibt viele Himmelsobjekte, die bei mir auf der ToDo-Liste stehen. Dieser war einer davon. Der Nebel verkraftet viel Vergrösserung. Mit meinen maximalen 158fach war er als kleines Scheibchen zu sehen, bei niedrigen Vergrösserungen war er nur schwierig als PN zu identifizieren.

NGC 6838 (Sge; GC;8,3mag)
Ein einfach zu findener Sternhaufen dank dem einprägsamen Sternbild Sagitta (Pfeil). Im Sucher war der Nebel als solcher zu erkennen, bei höherer Vergrösserung war sein Kugelsternhaufencharakter ersichtlich. Einzelsterne konnte ich nicht auflösen. Grund: Die Wolkendecke hat meine Beobachtungsregion erreicht. Ein bischen frustriert habe ich abgebaut. Da muss der Mars sich noch etwas gedulden... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

Wärend der Beobachtung konnte ich aus einer etwa 200m entfernten Scheune Hundegebell hören und wurde schon etwas unruhig. Hat der Hund mich gemeint<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/shocked.gif" alt="" />? Die Scheune hat eine Doppeltür. Der untere Bereich ist zwar immer zu, aber die obere Hälfte lässt der Bauer zumindest tagsüber offen. In meiner lebhaften Fantasie konnte ich mir erschreckend gut vorstellen, dass der Hund durch die Tür springt und laut bellend auf mich zugestürzt kommt. Demnächst werde ich mir Pfefferspray besorgen. Sicher ist sicher.

Clear skies
Jens
 
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