Ursus corpulentus
Aktives Mitglied
... im nahen Wald. Und der Ursus steht endlich wieder einmal auf seinem Dach und ist - glücklich.
Nicht mehr und nicht weniger.
Was nicht zuletzt daran liegt, dass er durch einen rund 50 Jharen alten Vixen 60M blickt und das Ding abgeht wie die lunare Feuerwehr!
Ich stehe in der Dämmerung und entdecke eher zufällig den Mond am Himmel. 2/3 voll, relativ hell aber es ist ja sowieso noch hell draußen ... könnte passen!
Also flugs rein in den Knoten hochverdichteter interstellarer Materie (mein/e Astro-Büro/Werkstatt) in dem/der nicht unbedingt neue Sterne entstehen, aber aus irgendeinem bisher physikalisch nicht nachweisbaren Grund immer mehr Teleskope hinzukommen. Schon Einstein hat das vorgeschlagen:
E = m x c2
(wobei E für Ergebnis, also die Anzahl an Teleskopen, m für meinen aktuellen Besitz an Teleskopen, und c für den angestrebten cirka-Wert steht, wo die Astro-Sammlung in zwei Jahren stehen soll - ebenfalls in Anzahl an Teleskopen).
Logisch, oder?! Egal ...
Das Dumme an dieser Funktion ist, dass man über kurz oder lang Probleme kriegt: im besten Fall geht einem "nur" der Platz aus. Das ist wahrscheinlich der häufigste Ärger! Oder das Geld, was auch doof ist. Oder die Geduld der Ehefrau ist am aboluten Nullpunkt angekommen. Alles schon vorgekommen. Schwierig ist aber auch, was für ein Instrument man denn mit rausnehmen soll. Ich hatte dieses Luxusproblem kürzlich schon einmal angeschnitten. Aber eben ist mir aufgegangen, woran das ursächlich liegt.
Mit zunehmender Sammlungsgröße steigt der "Grab-and-Go"-Effekt. Dieser besagt, dass man auf dem Weg aufs Dach immer nach dem greift, was gerade irgendwo montiert rumsteht und geschickt greifbar ist.
Und das sind meist die neuen Röhrchen, weil die halt gerade en-vogue sind. Eben weil sie "neu" sind. Aber eigentlich alt.

Wie dem auch sei - bei mir stand heute Abend, von neulich Abend noch, das Vixen 60M 60/700, F/11,6 auf einer AZ Montierung rum. Und landete so auf dem Dach. Zu sehen war, wie gesagt, nur der Mond und es war ziemlich hell.

Dann fielen mir meine Mond- und Planetenscherben wieder ein, die ich erst kürzlich neu sortiert und zusammengfasst habe. Alles sind Klone (Orion, Fujiyama) vom Baader Eudiascopic. Und vom wem die geklaut haben, weiß ich nicht mehr. Auf jeden Fall habe ich im baugleichen (?) System sieben verschiedene Brennweiten von drei verschiedenen Herstellern*. Plus ein 3- bis 8er Zoom von SV Bohny. Es hat mich interessiert, wie sich dieses, zumindest gefühlte low-level Okular tatsächlich gegen die gute Scherben schlägt.
Ziemlich gut!

Ich habe mich am Krater Gassendi vom Okular mit der längsten, bis zu dem mit der kürzesten Brennweite heruntergearbeitet. Also von 25 über 15 (beide Baader) , 12,5 (Fujiyama), 10 (Orion), 9 (Fujiyama), 5 und 3,8 beide (Orion). Alle sind auf der alten Optik der pure Genuss. Für meinen ganz persönlichen Geschmack zumindest. Und sie gleiten saugend ins Zenitprima. Schon das ist irgendwie ziemlich cool!
Das 10er hat leider einen Schleier irgendwo in der Optik, der nicht wegzubekommen ist; schade. Ansonsten sind die Okulare trotz ihres teils engen Augeabstandes wirklich erste Sahne - unabhänging vom aufgedruckten "Hersteller". Auf den ersten Blick relativ farbrein, sehr scharf in der Abbildung mit großer Schärfe zum Rand - was will man mehr?
Beim 9er hatte ich einen kurzen "Telementor-Moment". Und das ist schwer zu erklären. Der Blick durch den Telementor mit guten Orthos ist für mich planeten- und mondmäßig so ziemlich das Beste, was mir bisher passiert ist. Eine Art Markstein-Erlebnis. Einfach das persönlich vorstellbare Maximum (zumindest als Anfänger, wie ich einer bin).
Oder so.
Dann wollte ich wissen, ob ich jetzt interpretiere und mir was wünsche, oder ob ich das wirklich so sehe. Und habe das 8.8er Explore Scientific mit 82° reingestellt und - siehe da! - ich habe nicht halluziniert. Die beiden schenken sich nicht wirklich viel, habe ich das Gefühl. Das Ortho war mir trotzdem lieber, trotz eines ganz leichten Orangestichs. Glaube ich zumindest.
Das SV Bohny Zoom-Okular hingegen war absolute Spitze an dem alten kleinen Vixen. Ohne Abstriche, das hatte ich wirklich nicht erwartet. Mit Blick auf seinen Verkaufspreis ist das ein hochpotentes Planetenwerkzeug. Und zwar in allen Größenstufen, die freunlicherweise gerastet sind. Ebenfalls sehr cool!
In der Brennweite 3 Millimeter war es für meinen Geschmack sogar ein bisschen besser, als das 3.8er von Orion.
Der Vollständigkeit halber noch: dass Seeing war mittelprächtig bis gut heute Abend, mit ruhigen Phasen. Der Vixen stand auf einer Sky Watcher AZ Pronto (die ich ebenfalls sehr gerne mag ob ihrer Einfachheit) und ich habe eine Flasche Bauhöfers Helles getrunken (würzig und feinhopfig steht auf der Flasche; war auch gut).
Möge die Nacht mit Euch sein.
Ursus
*Und soweit ich weiß, gehört die Celestron Ultima-Serie ebenfalls dazu, beziehungsweise sie war vielleicht die Originalvorlage für alle anderen. Hat jemand eine Idee diesbezüglich?
Nicht mehr und nicht weniger.
Was nicht zuletzt daran liegt, dass er durch einen rund 50 Jharen alten Vixen 60M blickt und das Ding abgeht wie die lunare Feuerwehr!
Ich stehe in der Dämmerung und entdecke eher zufällig den Mond am Himmel. 2/3 voll, relativ hell aber es ist ja sowieso noch hell draußen ... könnte passen!
Also flugs rein in den Knoten hochverdichteter interstellarer Materie (mein/e Astro-Büro/Werkstatt) in dem/der nicht unbedingt neue Sterne entstehen, aber aus irgendeinem bisher physikalisch nicht nachweisbaren Grund immer mehr Teleskope hinzukommen. Schon Einstein hat das vorgeschlagen:
E = m x c2
(wobei E für Ergebnis, also die Anzahl an Teleskopen, m für meinen aktuellen Besitz an Teleskopen, und c für den angestrebten cirka-Wert steht, wo die Astro-Sammlung in zwei Jahren stehen soll - ebenfalls in Anzahl an Teleskopen).
Logisch, oder?! Egal ...
Das Dumme an dieser Funktion ist, dass man über kurz oder lang Probleme kriegt: im besten Fall geht einem "nur" der Platz aus. Das ist wahrscheinlich der häufigste Ärger! Oder das Geld, was auch doof ist. Oder die Geduld der Ehefrau ist am aboluten Nullpunkt angekommen. Alles schon vorgekommen. Schwierig ist aber auch, was für ein Instrument man denn mit rausnehmen soll. Ich hatte dieses Luxusproblem kürzlich schon einmal angeschnitten. Aber eben ist mir aufgegangen, woran das ursächlich liegt.
Mit zunehmender Sammlungsgröße steigt der "Grab-and-Go"-Effekt. Dieser besagt, dass man auf dem Weg aufs Dach immer nach dem greift, was gerade irgendwo montiert rumsteht und geschickt greifbar ist.
Und das sind meist die neuen Röhrchen, weil die halt gerade en-vogue sind. Eben weil sie "neu" sind. Aber eigentlich alt.

Wie dem auch sei - bei mir stand heute Abend, von neulich Abend noch, das Vixen 60M 60/700, F/11,6 auf einer AZ Montierung rum. Und landete so auf dem Dach. Zu sehen war, wie gesagt, nur der Mond und es war ziemlich hell.

Dann fielen mir meine Mond- und Planetenscherben wieder ein, die ich erst kürzlich neu sortiert und zusammengfasst habe. Alles sind Klone (Orion, Fujiyama) vom Baader Eudiascopic. Und vom wem die geklaut haben, weiß ich nicht mehr. Auf jeden Fall habe ich im baugleichen (?) System sieben verschiedene Brennweiten von drei verschiedenen Herstellern*. Plus ein 3- bis 8er Zoom von SV Bohny. Es hat mich interessiert, wie sich dieses, zumindest gefühlte low-level Okular tatsächlich gegen die gute Scherben schlägt.
Ziemlich gut!

Ich habe mich am Krater Gassendi vom Okular mit der längsten, bis zu dem mit der kürzesten Brennweite heruntergearbeitet. Also von 25 über 15 (beide Baader) , 12,5 (Fujiyama), 10 (Orion), 9 (Fujiyama), 5 und 3,8 beide (Orion). Alle sind auf der alten Optik der pure Genuss. Für meinen ganz persönlichen Geschmack zumindest. Und sie gleiten saugend ins Zenitprima. Schon das ist irgendwie ziemlich cool!
Das 10er hat leider einen Schleier irgendwo in der Optik, der nicht wegzubekommen ist; schade. Ansonsten sind die Okulare trotz ihres teils engen Augeabstandes wirklich erste Sahne - unabhänging vom aufgedruckten "Hersteller". Auf den ersten Blick relativ farbrein, sehr scharf in der Abbildung mit großer Schärfe zum Rand - was will man mehr?
Beim 9er hatte ich einen kurzen "Telementor-Moment". Und das ist schwer zu erklären. Der Blick durch den Telementor mit guten Orthos ist für mich planeten- und mondmäßig so ziemlich das Beste, was mir bisher passiert ist. Eine Art Markstein-Erlebnis. Einfach das persönlich vorstellbare Maximum (zumindest als Anfänger, wie ich einer bin).
Oder so.
Dann wollte ich wissen, ob ich jetzt interpretiere und mir was wünsche, oder ob ich das wirklich so sehe. Und habe das 8.8er Explore Scientific mit 82° reingestellt und - siehe da! - ich habe nicht halluziniert. Die beiden schenken sich nicht wirklich viel, habe ich das Gefühl. Das Ortho war mir trotzdem lieber, trotz eines ganz leichten Orangestichs. Glaube ich zumindest.
Das SV Bohny Zoom-Okular hingegen war absolute Spitze an dem alten kleinen Vixen. Ohne Abstriche, das hatte ich wirklich nicht erwartet. Mit Blick auf seinen Verkaufspreis ist das ein hochpotentes Planetenwerkzeug. Und zwar in allen Größenstufen, die freunlicherweise gerastet sind. Ebenfalls sehr cool!
In der Brennweite 3 Millimeter war es für meinen Geschmack sogar ein bisschen besser, als das 3.8er von Orion.
Der Vollständigkeit halber noch: dass Seeing war mittelprächtig bis gut heute Abend, mit ruhigen Phasen. Der Vixen stand auf einer Sky Watcher AZ Pronto (die ich ebenfalls sehr gerne mag ob ihrer Einfachheit) und ich habe eine Flasche Bauhöfers Helles getrunken (würzig und feinhopfig steht auf der Flasche; war auch gut).
Möge die Nacht mit Euch sein.
Ursus
*Und soweit ich weiß, gehört die Celestron Ultima-Serie ebenfalls dazu, beziehungsweise sie war vielleicht die Originalvorlage für alle anderen. Hat jemand eine Idee diesbezüglich?
Zuletzt bearbeitet: