Die schlechtesten Astro-Bücher

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Serenitatis

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Hallo Astros,

bin kürzlich (mal wieder) über ein sagenhaft schlechtes Astro-Büchlein gestolpert. Diesmal war´s ein kleinformatiger "Sternenführer" vom Kosmos-Verlag. Soll dem "Anfänger" anhand kleiner Kärtchen ermöglichen, sich am Sternenhimmel zurecht zu finden. Frust ist vorprogrammiert bei jenen, die sich dieses Büchlein mit dem Anspruch zu Gemüte führen, nach der Lektüre schlauer sein zu können als zuvor. Eine drehbare Sternenkarte ist für Anfänger oft die bessere Lösung als ein Büchlein im Pilzführer-Format.

Meine Frage an Euch:

Welche Astro-Bücher könnt Ihr nicht empfehlen?

Ich meine nicht lediglich "Anfänger"-Bücher, sondern durchaus auch Literatur zum Thema Teleskope, Optik etc. Das soll auch keine verunglimpfende Liste werden (weil jeder Verlag in jeder Rubrik parallel gute und weniger gute Bücher im Sortiment hat), aber eine, die einen vor Fehlkäufen vielleicht bewahren kann (von denen ich leider schon viel zu viele getätigt habe...).

Viele Grüße

Serenitatis
 
Hallo

Mit schlechten Büchern kann ich nicht dienen, aber ich hatte mal eine drehbare Sternkarte in der Hand, auf der die Sternbilder und Objekte rot gedruckt waren - werde mit der roten Taschenlampe schön unsichtbar. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" />

Grüße

Thomas
 
Tach Astros,

ist ja prima, dann scheint es außer der von Thomas genannten Sternenkarte mit rotem Aufdruck wohl nur tolle Sachen im Bereich Astro-Literatur etc. zu geben?!

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

Ist ja superschön, dass Euch Erfahrungen erspart geblieben sind, die ich mit Astro-Bücher-Fehlkäufen schon gesammelt habe.

Viele Grüße

Serenitatis
 
Das soll auch keine verunglimpfende Liste werden (weil jeder Verlag in jeder Rubrik parallel gute und weniger gute Bücher im Sortiment hat), aber eine, die einen vor Fehlkäufen vielleicht bewahren kann (von denen ich leider schon viel zu viele getätigt habe...).

Das Problem mit schwarzen Listen ist, dass man oft nicht beurteilen kann ob es gerechtfertigt ist, eine solche Kaufwarnung auszusprechen. Wenn nicht gerade offensichtlicher Unsinn verzapft oder für Material und Gesundheit gefährliche Empfehlungen gegeben werden, wird das niemand mit einem Anspruch der Allgemeingültigkeit sagen wollen.

Du hast die Liste deiner Fehlkäufe nicht publiziert. Warum? Hast du Zweifel an deiner Einschätzung oder fürchtest du Klagen gegen dich? Offenbar schreckst du selbst davor zurück das zu tun, wozu du uns aufgefordert hast!

Verstehe das nun nicht als Aufforderung zum Nachliefern, denn wahrscheinlich will niemand irgendwelche schwarzen Listen sehen.

Was (zumindest mich) viel mehr nervt sind beschönigende Rezensionen die sich mit Kritik zurückhalten, weil man es sich mit dem Verlag nicht verderben möchte. Man sollte Bücher aussagekräftig und differenzierend rezensieren oder lieber auf die Besprechung verzichten. Wenn die Qualität nicht mehr erkennbar zu unterscheiden ist, verlieren die Rezensionen an Bedeutung.

Hier auf a.de erscheinen leider manchmal Buchbesprechungen, die nicht viel mehr bieten als Zitate aus Verlagstexten. Noch Rezension oder schon Werbung? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/crazy.gif" alt="" />

Gruß,
Tom
 
Hi Tom!

Danke für Deine Antwort.

Das Problem mit schwarzen Listen ist, dass man oft nicht beurteilen kann ob es gerechtfertigt ist, eine solche Kaufwarnung auszusprechen.

Die eigene Urteilsfähigkeit sollte man dem Leser einer positiven bzw. negativen Kritik nicht absprechen.

Was mich an diesem Forum wirklich irritiert, ist eine oftmals ausgeprägte Schwarz-Weiß-Sicht der Dinge. Da ist direkt von einer "schwarzen Liste" die Rede. Warum? Ich habe ja auch im Eingangsstatement geschrieben, dass es keine „verunglimpfende Liste“ werden soll, oder?! Es müsste doch unter halbwegs gebildeten Menschen möglich sein, in eine konstruktive Diskussion über einzelne Bücher, Astrowerke etc. miteinander gelangen zu können, ohne direkt Totalverrisse zu liefern, selbst bei jenen Büchern, mit denen man nicht rundum zufrieden ist, oder?! Warum sollte bei Büchern nicht das möglich sein, was ja in Threads zu Ferngläsern, Teleskopen, Okularen etc. auch - zumindest im Ansatz - praktiziert wird? Mein Fehler war: Ich hätte in der Betreff-Zeile nicht „Die schlechtesten Astro-Bücher“, sondern „Die „schlechtesten“ Astro-Bücher“ schreiben sollen. Damit habe ich selbst „Schwarz-Weiß“ suggeriert.

Du hast die Liste deiner Fehlkäufe nicht publiziert. Warum? Hast du Zweifel an deiner Einschätzung oder fürchtest du Klagen gegen dich? Offenbar schreckst du selbst davor zurück das zu tun, wozu du uns aufgefordert hast!

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Mir war klar, dass dieser Vorwurf kommen würde. Vielleicht hätte ich einen Anfang machen sollen, damit klarer wird, worum es mir geht: Nicht um Totalverrisse, sondern um eine konstruktive Auseinandersetzung mit Büchern, die neben Positivem auch Schattenseiten aufführt (auch mit dem Ziel, Hinweise auf Schwachstellen zu liefern, die in späteren Auflagen behoben werden könnten?! Im Forum lesen bekanntermaßen neben Astro-Freaks ja auch jene Menschen mit, die Produkte herstellen oder vertreiben). Nun werde ich es nicht mehr machen, weil dieses Forum offenkundig nicht der angemessene Ort dafür ist, wie Deine Reaktion zeigt. Klagen fürchte ich sicher keine, weil ich in der Lage bin, mich differenziert äußern zu können und ich zu dem stehen kann, was ich sage/schreibe.

Verstehe das nun nicht als Aufforderung zum Nachliefern, denn wahrscheinlich will niemand irgendwelche schwarzen Listen sehen.

Du widersprichst Dir selbst, wenn man auch folgende Zeilen von Dir liest:

Was (zumindest mich) viel mehr nervt sind beschönigende Rezensionen die sich mit Kritik zurückhalten, weil man es sich mit dem Verlag nicht verderben möchte. Man sollte Bücher aussagekräftig und differenzierend rezensieren oder lieber auf die Besprechung verzichten. Wenn die Qualität nicht mehr erkennbar zu unterscheiden ist, verlieren die Rezensionen an Bedeutung.

Unterschreibe ich. Aus eben diesem Grund habe ich wohl auch so manches Astro-Buch schon gekauft, weil die tatsächliche Qualität - bzw. der tatsächliche Leser-Nutzen - durch die Lektüre von Rezensionen nicht mehr erkennbar war.

Herzliche Grüße

Serenitatis
 
Hallo Serenitatis,

ich finde es halt schwer von mir auf andere zu schließen. Wenn mir etwas nicht gefällt, ist es dann schon schlecht? Dein Beispiel mit dem Kosmos-Büchlein zeigt das ja schon: Du gehörst doch wahrscheinlich gar nicht zu der Zielgruppe dieses Buches. Man darf auch nicht den Faktor "Preis" unterschätzen. Ich denke die Kosmos-Astrobücher im "Pilzführer"-Format verkaufen sich halt über den Preis.

Was die zuweilen schlechte Qualität von Rezensionen angeht, gebe ich Dir aber recht. Es gibt übrigens einen ganz banalen Grund, warum Rezensionen meist eher positiv sind: Keiner hat Lust schlechte Bücher zu lesen und man kann in etwa schon vorher abschätzen, ob das Buch, das man rezensieren will, eher lesenswert ist oder nicht.

Trotzdem gilt: Nicht jeder, der sich für Astronomie interessiert eignet sich deshalb schon zum Astrobuch-Rezensenten.

Grüße
Apollo
 
Hi,

was ich meinte ist folgendes: man soll keine belanglosen Rezensionen schreiben. Ich forderte niemanden dazu auf, kritsiche oder auch mal negative Rezensionen zu unterlassen. Sie sind nicht nur berechtigt, sondern sogar wichtig.

Bei Verbesserungsvorschlägen ist meiner Meinung nach der direkte Kontakt eines unzufriedenen Lesers oder Softwareanwenders zum Verlag oder (sofern möglich/bekannt) Autor eines Produkts besser als das Thema in einem öffentlichen Forum breitzutreten. Auch wenn Kritik berechtigt ist: wirst du gerne öffentlich kritisiert? Es gibt immer Menschen, die mehr Schlechtes in eine öffentlich vorgetragene Kritik hineininterpretieren als der Kritiker ausdrücken wollte. Wer darunter leidet ist der Autor (oder Händler, wenn es um "Hardware" geht).

Es ist m.E. stets wichtig abzuwägen, ob und in welcher Form man etwas eskaliert - ich finde die Art und Weise, wie in anderen Foren (Optik etc.) hier mit Kritik umgegangen wird nicht erfreulich und keinesfalls vorbildlich oder hier sogar nachahmenswert!

Das ist meine Meinung (mit der weder du noch irgendwer sonst übereinstimmen muss); ich habe halt andere Vorstellungen vom Umgang mit Menschen, die ich persönlich nicht kenne. Mancher heftige Konflikt im Cyberspace hätte sich im realen Leben nie ergeben, wo direktes Feedback zum Gegenüber besteht.


Nun werde ich es nicht mehr machen, weil dieses Forum offenkundig nicht der angemessene Ort dafür ist, wie Deine Reaktion zeigt.
Tu' was du für richtig hältst. Ich alleine bin nicht 'dieses Forum' <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Gruß,
Tom
 
Hallo Tom

was ich meinte ist folgendes: man soll keine belanglosen Rezensionen schreiben.
Da bin ich ganz Deiner Meinung.

Bei Verbesserungsvorschlägen ist meiner Meinung nach der direkte Kontakt eines unzufriedenen Lesers oder Softwareanwenders zum Verlag oder (sofern möglich/bekannt) Autor eines Produkts besser als das Thema in einem öffentlichen Forum breitzutreten. Auch wenn Kritik berechtigt ist: wirst du gerne öffentlich kritisiert?
Das sehe ich aber anders, denn schließlich soll eine Kritik, sei es in diesem Forum oder bei einer Rezension ja bei der Kaufentscheidung helfen und das geht natürlich nur öffentlich. Und was die Autoren anbelangt: die sollten sich schon ein dickes Fell zulegen, denn andererseits wollen sie ja auch, dass die Leute für ihre Texte Geld zahlen.

Grüße
Apollo
 
Das sehe ich aber anders, denn schließlich soll eine Kritik, sei es in diesem Forum oder bei einer Rezension ja bei der Kaufentscheidung helfen und das geht natürlich nur öffentlich.
Bedenke, dass Verlage und Autoren nicht notwendigerweise Foren wie dieses mitlesen. Deswegen begann mein Zitat auch mit der Formulierung "Bei Verbesserungsvorschlägen". Ich schrieb nicht "Bei berechtigter Kritik".

Dickfellig muss man als Autor schon sein, denn mancher Leser/User meint, seine Zahlung sei als Rechtfertigung für einen ruppigen oder gar drohenden Umgangston schon genug. Obwohl das Problem auch zwischen den Ohren des Beschwerdeführers liegen kann <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" />

Gruß,
Tom
 
Hallo Apollo, hallo Tom,

danke für Eure Antworten. Kann erst jetzt meinen Senf dazu abgeben... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

ich finde es halt schwer von mir auf andere zu schließen. Wenn mir etwas nicht gefällt, ist es dann schon schlecht?

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Natürlich nicht! Wir vermischen hier aber zwei Ebenen, die Ebene von Rezensenten und die Ebene von Forum-Usern:

Von Rezensenten, die beispielsweise für eine Astrozeitschrift schreiben, erwarte ich, dass sie sich mit ihrer "Kritik" auf einer Metaebene bewegen können, sich auch in die Lage der Zielgruppe des Buchs hineinversetzen können und nicht rein subjektiv berichten. Ein Rezensent, der seit Jahren mit Sternatlanten wie Uranometria oder Millennium arbeitet, sollte natürlich dennoch nüchtern über einen XY-Sternführer berichten können, der sich eindeutig an Anfänger wendet. Sollte zumindest so sein, ist es aber leider oft nicht, wenn ich manche Buchbesprechungen zugrunde lege, die mich zum Kauf bestimmter Bücher bewogen haben. Solchen Büchern, welche mich dann eher enttäuschten, weil die Rezensionen über sie eben nicht diesen Kriterien entsprachen. Nun haben wir ja nette Leute hier im Forum, die sich die Mühe machen, bestimmte Astro-Produkte wie Ferngläser, Filter oder Okulare etc. regelrechten „Tests“ zu unterziehen. Mit dem Ziel, anderen Forums-Usern Irrwege oder rausgeschmissenes Geld zu ersparen. Die Bewertung solcher Test bleibt ja jedem selbst überlassen; ich persönlich habe schon etliche wertvolle Tipps auf diese Weise für mich umsetzen können.

Wenn Forums-User hier über etwas schreiben, so sind das ja zumeist primär subjektive Äußerungen, eben mit der Ausnahme jener „Tester“. Und genau hier wollte ich gerne mit Astro-Büchern ansetzen. Warum nicht ähnliche „Hinweise“ oder „Warnungen“ auch für Bücher geben? Wie man das Gelesene wertet, bleibt ja jedem selbst überlassen. Bücher sind ja nichts Heiliges. Man greift ja mit einer Buchkritik nicht einen bestimmten Autoren (gar persönlich!) an - zumal an Buchproduktionen generell viele Leute mitwirken - wenn man sein Buch oder bestimmte Einzelheiten daraus kritisiert. Wenn hier im Forum die Nachteile eines bestimmten OIII-Filters gegenüber einem anderen Fabrikat genannt werden, ist es nichts anderes. Es bleibt mir als Leser überlassen, das als wertvollen Hinweis oder als subjektiven Kappes zu sehen. Wenn es um ein bestimmtes Okular geht, ist ja auch nicht gleich von „öffentlicher Kritik“ oder gar „persönlicher Kritik“ die Rede, oder?!

Bedenke, dass Verlage und Autoren nicht notwendigerweise Foren wie dieses mitlesen.

Notwendigerweise natürlich nicht. Aber ich bin der Überzeugung, dass in diesem Forum auch Leute aus Astro-Buch-Verlagen reinschauen.

Viele Grüße

Serenitatis
 
Hallo Leute

Das Problem ist, dass ich schlechte Astrobücher schnell vergesse, die guten Titel bleiben einem natürlich besser. Da ja das Thema dieses Threades "die schlechtesten Astrobücher" ist, kann ich selbst kein wirklich schlechtes nennen.

Die meisten Bücher leihe ich mir sowieso von ner Bibliothek aus oder kaufe sie scecondhand, darum sind das bei mir fast keine Investitionen.
Manchmal habe ich aber auch das Gefühl, dass das Niveau eines Buches einfach zu hoch ist bzw. zu theoretisch. Einmal hab ich ein Buch über Pulsare gelesen, das war dann mehr Radioastronomie und wirklich sehr abstrakt. Kommt halt immer auf den Geschmack und eigenes Niveau an.
Mein lieblings Astrobuch ist aber englisch und hab ich für 2 Euro gebraucht gekauft. "Skywatching" von david h. levy.
Wirklich gut.
Das Buch ist eher für Anfänger geeignet, ähnlich wie "Astronomie für Dummies". Jedoch findet auch man auch viele nette Details, welche in der 0815 Astroliteratur nicht vermerkt sind. Es ist einfach zu lesen (halt englisch)
 
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