Die totale Mondfinsternis vom 09.11.2003...

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DieterBrümmer

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Beobachtungsbericht

Beobachtungsdaten

Beobachter: Dieter Brümmer
Standort: Meppen GMV
Datum: 09.11.2003
Uhrzeit: 00:32 bis 04:15 Uhr MEZ
Objekt: Mond
Instrument: 8 x 56 Feldstecher (Noel Redding)
Wetter: klarer Himmel mit einigen Schleierwolken
Temperatur: Anfang: 5,6 °C, Ende: 5,0 °C

Daten zur totalen Mondfinsternis

Grösze der Finsternis: 1,022fache des Mondscheibendurchmessers
Saros-Nummer: 126


Uhrzeitlicher Bericht

23:15 Uhr MEZ:
Der Mond tritt in den Halbschatten der Erde, dieses Ereignis ist aber nicht zu beobachten.
00:32 Uhr MEZ:
Um diese Uhrzeit gehe ich zum ersten Mal raus, der Mond beginnt gerade in den Kernschatten einzutreten und ich sehe durch den Feldstecher schon eine deutliche Verdunklung und Verrauchung der Nordwestkalotte der Mondscheibe.
01:03 Uhr MEZ:
Jetzt sind schon 1/3 des Mondes verfinstert im Westbereich. Mit dem Feldstecher kann ich aber noch sehr schön die Details im verfinsterten Bereich sehen wie z. b. die mare crisium und die andren mare in dem Bereich.
01:33 Uhr MEZ:
¾ des Mondes sind jetzt verfinstert, wobei er sich der noch helle Teil schön als hängende Sichel am Himmel zeigt. Im Feldstecher sind sehr gut die Mare und sonstige Bereiche des Mondes zu sehen trotz Verfinsterung. Dies deutet schon auf eine helle Finsternis hin. Vom hellen Teil ragen an beiden Seiten der Mondränder Spitzen in den dunklen Teil hinein. Auch der Himmel ist schon wesentlich dunkler geworden und schwächere Sterne treten jetzt auch hervor.
01:55 Uhr MEZ:
90% des Mondes ist jetzt verfinstert, nur noch eine Sehne ist noch als heller Teil zu sehen. Auch kann man jetzt im Nordbereich schon gut die kupferfarbe erkennen.
02:00 Uhr MEZ:
Die Spannung steigt, nur noch so eben ist der Südrand erleuctet.
02:05 Uhr MEZ:
Jawoll, der Mond ist jetzt komplett verfinstert und bleibt für ca. 25 minuten in dieser Totalität als kupferfarbenes bis rostbraunes Gebilde am Himmel zu sehen. Der Nordbreich ist dabei wesentlich dunkler als der Südbereich. In seiner Umgebung sind jetzt auch mit dem bloszen Auge Sterne zu sehen, weitere zeigen sich unmittelbar in seiner Nähe im Feldstecher, ebenso natürlich die Details auf der Mondscheibe selber. Die Plejaden, die ich vorhin gar nich erblicken konnte, tauchen jetzt auch im Stier auf.
02:18 Uhr MEZ:
Zur Mitte der Finsternis ist der Südbereich immer noch deutlich angehellt, während der Nordbereich sich dunkler zeigt. Das liegt auch daran, dasz der Mond sich am unteren Rand des Erdschattens bewegt und hier noch sehr deutlich Sonnenlicht von der Erde aus auf dem Mond geworfen wird, was in diesem Grenzbereich Süden eben das ganze etwas heller aussehen läszt. Manche waren sogar der Meinung, der Mond wäre überhaupt nich ganz verfinstert, aber das war er schon, nur eben aufgrund der von mir beschriebenen Tatsache ergibt sich diese Aufhellung.
02:31 Uhr MEZ:
Im Feldstecher sehe ich dem südlichen Mondrand wieder hell aufblitzen, die Totalität ist beendet und der Mond beginnt wieder aus dem Kernschatten auszutreten. Diesmal hatten wir eine sehr helle Finsternis, wo sich selbst mit dem bloszen Auge noch Details auf dem Mond ausmachen lieszen.
02:36 Uhr MEZ:
Jetzt ist schon eine helle Sehne am südlichen Mondrand mit dem bloszen Auge zu sehen, er wird wieder heller, allerdings laszen sich die Umgebungssterne noch gut ausmachen, da noch ca. 95% des Mondes verfinstert ist.
03:00 Uhr MEZ:
Der Mond zeigt sich in einer schönen Sichelform, die der am Morgenhimmel ähnelt, wenn der Mond ein paar Tage vor Neumond steht. Der Nordbereich ist noch schön kupferfarben, dasz zur Mitte schon ins gräuliche wechselt. Einige Schleierwolken tanzen wie Gespenster um den Mond herum und wenn ich zum Himmel blicke, kommen vom Osten noch mehr. Es wird sich doch jetzt nich etwa zuziehen.
03:30 Uhr MEZ:
Die Wolken waren nur falscher Alarm und haben sich wieder verzogen. Jetzt ist der Mond nur noch zu 1/3 verfinstert, zeigt aber noch eine kleine sichelige Form. Umgebungssterne sind jetzt selbst im Feldstecher nicht mehr auszumachen und es wird auch am Himmel deutlich heller.
04:01 Uhr MEZ:
Nur noch 5% des Mondes in der Nordost-Kalotte sind verfinstert.
04:04 Uhr MEZ
Der Mondrand ist noch im Dunkel, der Umgebungsbereich ist angeraucht.
04:05 Uhr MEZ
Der Mond tritt aus dem Kernschatten aus.
04:06 Uhr MEZ
Der NO-Bereich ist angeraucht.
04:09 Uhr MEZ
Nur noch rauchige Fetzen umgeben den NO-Bereich des Mondes.
04:12 Uhr MEZ
So eben zeigen sich noch letzte rauchige Spuren im besagten Bereich.
04:15 Uhr MEZ
Der Mond ist wieder komplett erhellt, obwohl er sich noch im Halbschatten befindet. Aber diese Vefinsterung läszt sich nicht mehr feststellen, der Mond leuchtet wieder wie bei einem normalen Vollmond. Diese letzten 10 Minuten einer schattigen Sichtung nach dem Austritt aus dem Kernschatten ergaben sich noch, weil der Mond sich da noch im Grenzbereich zwischen Kern- und Halbschatten bewegte. Je weiter er sich vom Kernschatten weg bewegte, desto schwieriger wurde eine Wahrnehmung der letzten Teile der Vefinsterung.
05:22 Uhr MEZ
Der Mond tritt jetzt aus dem Halbschatten aus und damit ist auch astronomisch gesehen die Verfinsterung beendet.
05:25 Uhr MEZ
Jetzt schreibe ich grade diesen Bericht und ich werde wohl inner ¾ Stunde Brötchen holen und mir Tee aufsetzen. Die Finsternis an sich hat mir Spasz gemacht und bildete den krönenden Abschlusz eines doch ereignisreichen Jahres, das mit dem Merkurtransit begann, weiter zu ersten totalen Mondfinsternis überging im Mai und dann noch die partielle Sonnenfinsternis zeigte, dazu einen Mars in extremer Erdnähe und letzte Woche noch die Polarlichter. Auch das neue Jahr wird interessant mit 2 Mondfinsternissen, den äuszerst seltenen Venustransit und evtl. zwei gut sichtbare Kometen. Möge das Wetter besonders beim Venustransit mitspielen, denn diesen bekommt nich jeder zu sehen.

Viele grüsze

Dieter

 
Hallo Dieter,

auch bei uns in Regensburg wars - nachdem der ganze Tag grau in grau war, ab etwa 22 Uhr
so sternklar wie selten. Ich hatte - trotz noch unverfinstertem Mond - bei mir im garten eine
Grenzhelligkeit von 5m5 - sehr selten hier in der Kleinstadtsiedlung.
H und Chi, M42, das ging alles problemlos naked eye. Und dabei das super ästhetische Mond-
schauspiel!
Ich wollt ja auch einen beschreibenden Bericht hier reinstellen, aber Du warst erstens schneller
(Sonntag 5:25 geht bei mir definitiv nix! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ) und darüberhinaus: Deine Beschreibung ist
derart treffend, exakt und wunderbar nachvollziehbar, da nochmals was drüber zu posten,
hieße wahrlich Eulen nach Athen tragen.
Aber, ich hab mit dem 1000er tele einige Dias gemacht

viele Grüße

Markus


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Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
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DANUBIA - [COLOR="1070FF"]OBSERVATORIUM[/color]

Markus A. R. Langlotz
Vilsweg 2b
D-93073 Neutraubling

Die Astroseite: www.N-T-L.de
Die Starfinderseite: starfinder.N-T-L.de
Die Mailadresse: ntl.observatory@freenet.de

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
 
Hallo Dieter,

eine gelungene Beschreibung dieser Mofi! Bei uns im Rhein- Main-Gebiet verschwanden die letzten Wolken pünktlich zum Beginn der partiellen Phase, danach war es nur noch wunderbar klar.

Das einzige, was ich dem Bericht zufügen möchte, war die Bedeckung des 7.6 mag Sterns SAO93170 durch den verfinsterten Mond (2:14:42 - 2:47:54). Ein- und Austritt waren gut zu sehen, da sie am der Mitte des Erdschattens zugewandten, also besonders stark verdunkelten Mondrand stattfanden.
Diese Mofi war seit 1975 erst die 5., die ich in voller Länge beobachten konnte. Diesmal habe ich mich nur auf die visuelle Verfolgung konzentriert (15x80 und bei 90x mit meinem alten Criterion Dynamax 8" mit Bino), einfach nur genossen und das Fotographier-Gedöns die anderen machen lassen ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

astronomische Grüße
DynyMax


 
Hallo Dieter, ein schöner Bericht, bewundernswert wie exakt Du das alles beschreibst - hast Du da ein Diktaphon mit auf der Wiese, oder wie machst Du das ?

Ich war am Eridanus auch draußen, nach dem familiären-freundes-abendessen Abend, um 01.45 h nach Hause gekommen, nachdem es tagsüber bewölkt und extrem windig (der "Böhm") war, um die Zeit absolut klarer Sternenhimmel ohne jeden Wind, mit "Celescope" (dem Rentnerteleskop am Eridanus: FH 150/1200) und "femina" (Fernglas Minolta Aktiva, auf "Norbert", dem Stativ) raus, bis 03.45 ausgehalten, wunderbarer Mond Deiner Beschreibung entsprechend, am schönsten eigentlich bei 10-fach mit "femina", zwischendrin auch noch Orionnnebel und Saturn mit Cassiniteilung und wabbernden Jupiter betrachtet, danach bis 10.30 h geschlafen ...
vlobg
 
Hi

Habe nur bis 3 Uhr beobachtet (hier war es sehr windig).

Habe jedoch immer nebenbei mit meinem 6"/f8 Dob und dem 15x70 Fernglas M42 und die Plejaden beobachtet.
Es war sehr interessant zu sehen wieviel mehr an Sternen und Nebelstruktur zu sehen war je "dunkler" es wurde.

Gruß
Micha
 
Hallo Dieter!

Auch aus Suedspanien ein herzliches Dankeschoen fuer Deinen schoenen, detailreichen Bericht!

Wie ja in den fruehen Morgenstunden schon auf Albireo erzaehlt, war es fuer mich die erste MoFi, die ich bewusst erlebt habe, seitdem ich mich fuer Astronomie interessiere. Auch gestern sah es zunaechst wettermaessig gar nicht gut aus! Noch zwei Stunden vor Beginn der MoFi nieselte es, dann aber war zumindest der Mond zwischen dicksten Schlieren zu sehen. Aber welch ein Glueck, denn es taten sich immer mal wieder groessere Luecken auf und zeitweise tauchten die Hyaden auf, oder der Orion und hie und da mal das Sternbild Cassiopea. Mir schien es, als ob sich mehr und mehr Zuschauer dazugesellen wuerden, um das himmlische Spektakel mitzuerleben.

Just zum Anfang der Bedeckung aber wurde es in den Zuschauerreihen wieder dunkel und der Mond stand alleine als Protagonist am Himmelszzelt. Ich konnte es erst gar nicht fassen, als er sich langsam in den Erdschatten schob und anfing, sich zu verfinstern. Der Strahlenkrater Copernicus, eben noch hell und allmaechtig, verdunkelte sich. Tycho schien davon noch sehr unbeeindruckt, aber auch er verlor mehr und mehr an Glanz! Mein Guete, welch ein Schauspiel! Und es ging viel schneller als ich es mir vorgestellt hatte! Ein abnehmender Mond im Zeitraffer! War es nur Einbildung oder schienen unten ueber die Hauptstrasse tatsaechlich weniger Autos zu fahren? Mir jedenfalls erschien, dass der Zauber dieser Nacht einen ungeheuren Frieden einkehren liess! Kurz vor der totalen Bedeckung verzogen sich wie durch ein Wunder die Schlieren und an einem supertransparenten Himmel waren nun ploetzlich alle Zuschauener wieder zu sehen. Auch ein Saturn, der in majestaetischer Schoenheit dem Schauspiel aus der Ferne beiwohnte. Wunderbar die Pleyaden im schwachen Schein des bedeckten Mondes! Und der Protagonist selber: ich konnte mich von seinem kupferroten Anblick kaum losreissen! Welch wunderbares Naturschauspiel, unseren Trabanten im Widerschein des Erdenlichts als Kugel am Firmament zu bewundern! Augenblicke, die man nicht vergisst! Mein Sterneguckerherz schoss ein Foto nach dem anderen! Ausloeser war in diesem Fall aber keine Kamera, sondern die Seele!

Am allermeisten hat mich das Schauspiel mit dem blossen Auge fasziniert, aber natuerlich war ich auch mit dem FG ausgeruestet und zeitweise habe ich die Phasen mit ATLAS verfolgt. Wie wundersam geheimnisvoll die Mondmare anzusehen waren! Aristarch ... der selbst bei der totalen Finsternis noch mit seiner Helligkeit betoerte! Wundervoll war es, dass ich diese Emotionen mit einem lieben Freund teilen konnte, denn sonst waere ich sicherlich an meinen Gefuehlen erstickt. Eben dieser Freund erzaehlte mir, dass man sich vorstellen koennte, wie das Bild just zu diesem Augenblick vom Mond aus betrachtet aussaehe. Eine Sonnenfinsternis fuer den imaginaeren Mann auf dem Mond mit einem roten Kranz um die Erde ....! Faszinierende Astronomie!

Ich bin dem guten, alten Petrus wirklich sehr dankbar, dass er mir diese unvergessliche Nacht beschert hat!

Herzliche Gruesse

Birgit
 
Hallo Birgit, Dieter und andere,

ist es nicht schön, wenn man des Nachts alleine da draußen auf der Wiese steht, gleichzeitig zu wissen, daß viele andere Menschen, die man persönlich oder per Internet (auch aus diesem Forum hier) kennt und liebgewonnen hat, auch die gleiche wundersame Beobachtung machen ? So ähnlich, wie Du es schreibst, hat mich heute Nacht auch beeindruckt, das Gefühl zu haben, daß während der Totalität die "Welt den Atem anhält", es wurde scheinbar noch stiller, kein Lufthauch, die Transparenz noch intensiver, der Himmel dunkler und die Sterne deutlicher ...

vlobg

 
Re: tot. MoFi 09.11. -> Mann im Mond

Hallo Dieter,

schöner Bericht. Auch bei uns war es wunderbar klar und ich habe ganz ähnliche Erfahrungen gemacht (bequem mit dem Feldstecher auf dem Liegestuhl). Dazwischen mal eine geraucht und keine Dunkeladaption notwendig <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Ist Dir am Nordrand während der totalen Phase auch der Mann im Mond aufgefallen, der da stand und uns zugewinkt hat? Er hat gerade mit dem Mare Crisium Fussball gespielt, glaub ich. Ich wünschte, ich hätte was zum Fotografieren dabeigehabt.

Liebe Grüße vom
 
Zu

Hallo, Dieter und Birgit !


Danke fuer Eure Berichte - ich habe sie als Ersatz fuer die dichte Wolkendecke ueber Nordengland genossen !

Die Finsternis war wohl nix fuer mich - aber okay, ich habe schon mehrere gesehen und wenn ich lese, dass es Birgits erste Mondfinsternis ist, dann ist es nur gerecht dass ich die Wolken hatte - denn andere wollen auch mal ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />



 
Hast Du wirklich exakt und gut beschrieben, Kompliment! Ich war nur bis ca. 3:00 draußen - aber es war für
mich ein extrem schönes Ereignis (meine 2te bewußt verfolgte Mofi nach der am 9.Februar 1990 - die war von der
Tageszeit etwas publikumswirksamer). Ich habe es mit Teleskop (8" f5 Newton, bestes Okular war TAL 24mm UWA),
Fernglas (20x60 Tento) und bloßem Auge verfolgt - Fernglas war sehr schön, aber das bloße Auge unübertroffen.
Der Mond zu deep sky tauglicher Helligkeit abgeblendet und in einer Farbe, die dem Mars alle Ehre gemacht hätte -
und daneben Orion, die Plejaden und und und.. auf 180° Gesichtsfeld - das werde ich nie vergessen!!!
Das Wetter war allerdings auch hier im Bereich nördliche Weinstraße extrem gut (erst um 3 kamen Wolken).

Habe auch Fotos gemacht, aber das kann kein Foto wiedergeben (obwohl durch die Verfinsterung der immer
viel zu hohe Helligkeitsunterschied zwischen Mond und Sternen etwas ausgeglichen wurde, was dann zum
ersten Mal Bilder gab, auf denen beides zu sehen ist!).

Gruß
 
Hallo Dieter,

ein schön detaillierter Beobachtungsbericht! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Auf der Sternwarte in Bad Salzuflen war uns das Glück nur bedingt hold ...
Bis ca. 23:00 Uhr freuten wir uns über den klaren Himmel - lediglich im Südwest-Bereich schob sich knapp unterm Mars her ein Wolkenband vorbei.
Doch schon bald bekamen diese Wolken Verstärkung aus dem Osten und hüllten den Mond in schöne weiße "Wattebäuschchen". Diese sahen zeitweise durch Ausleuchtung des Mondes sehr reizvoll aus. Nach anfänglichem "Schade, warum gerade jetzt ...", waren wir später dankbar für jedes kleine Wolkenloch, welches uns den Mond und auch vereinzelte Sterne freigab. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Der kupferrote Mond zwischen den weißen Wolken bot einen schönen Kontrast. Leider haben wir die Totalität nur ganz kurz sehen können, weil die Wolkendecke immer dichter und grauer wurde. Trotzdem war dieses Schauspiel wieder einmal ein schönes und faszinierendes Erlebnis.

Liebe Grüße
Ilka
 
hallo,

erstmal vielen dank für eure resonanz hier, hat mir sehr gut gefallen und wie ich sehe, hatten die meisten glück.

@ birgit

super, dasz du deinen bericht unter meinen gestellt hast. is ein sehr schöner emotionaler bericht geworden, wo du doch zum ersten mal eine mofi jetz gesehen hast. hat mich gefreut, dasz du auch mal an diesem erlebnis teilhaben konntest.

@ dynamax

laut cdc soll es sich um diesen stern gehandelt haben: TYC1224-01264-1
Visuelle Helligkeit: 7.59
ich selber konnte die sternbedeckung nich sehen, war leider gar nich darauf gefaszt, dasz eine stattfand.

@ stephanpsy

ne kein diktiergerät, ein notizblock, schreib mir immer alles in kurzform auf, was ich sehe und versuche diese notizen in einem gesamtbericht umzumünzen. es is immer vorteilhaft, seine eindrücke kurz zu notieren, weil man sonst auch wieder viel vergeszen kann.

@ ilka

über deine antwort hab ich mich ganz besonders gefreut.


ansonsten hab ich anscheinend wohl den nagel auf den kopf getroffen, was die details angeht, wenn ich so eure resonanz lese. versuche demnächst ein wenig mehr astronomisch zu machen. da ich lange zeit krank war, ging das nich, aber jetz hab ich ein wenig zeit und wenn der himmel es zuläszt, werd ich mal die ein oder andre beobachtung machen. demnächst mal den saturn, wo ich auch mal sehen will, titan reinzubekommen mit meinem 60/700er refraktor. evtl. vielleicht auch die rhea, mal schauen. und natürlich mal wieder die ringe genieszen.


orange - blaue grüsze

dieter
 
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