Diverses der letzten Tage

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gardalon

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Einen schönen Tag zusammen,
natürlich habe auch ich die Schönwetterperiode der letzten Tage fleißig ausgenutzt und jede Nacht trotz mäßiger Sichtbedingungen mit dem Vixen R114 M den Sternenhimmel inspiziert. Hier nun die Auflistung der beobachteten Objekte der letzten vier Nächte.
Mars: Der rote Planet ist natürlich momentan das himmlische Highlight schlechthin. Da ich erst in einigen Tagen in der Lage sein werde, mir endlich ein 6,5mm Plössl zu bestellen, muss ich den Mars derzeit mit dem 10mm-Okular, d.h. 90x-Vergrößerung beobachten. Zwar ist das recht anstrengend, aber mit Willen und viel Geduld und Konzentration geht trotzdem einiges. Die langsame Verkleinerung der Südpolkappe ist gut zu erkennen, außerdem konnte ich bislang Mare Sirenum, Mare Tyrrhenum, Mare Serpentis und die große Syrte klar identifizieren. Es lohnt sich also auch bei kleiner Vergrößerung, den roten Planeten mal aufs Korn zu nehmen.
M45: Am Samstag ging ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung-Endlich eine Plejadensichtung. Schon mit bloßem Auge fiel mir über den Dächern ein nebliges Wölkchen auf. Nach einem Blick durch den Sucher war rasch klar, dass es sich in der Tat um die Plejaden handeln muss. Im 20mm-Okular, d.h. 45x, wunderschön aufgelöste Sternmassen, durchsetzt mit den berühmten, sehr hellen blauen Hauptsternen. Vielleicht hat mir das Auge einen Streich gespielt, aber ich meinte, in den Plejaden auch ein paar Doppelsterne gesehen zu haben.
Sternhaufen im Perseus: Schon im Sucher fiel mir rund um Mirphak ein auffälliges Sterngewimmel auf. Bei 45x ist es eine wahre Freude, durch diese sternreiche Milchstraßenregion zu wandern und sich am Anblick der unzähligen glitzernden Sterne zu freuen. Sehr eindrucksvoll waren für mich vor allem NGC1545, NGC1528 und NGC1444, die scheinbar fast ineinander übergehen.
M31: Natürlich ist ein städtischer Sommerhimmel kein Galaxientraum, aber einen Blick auf unsere Nachbargalaxie konnte ich mir dennoch nicht verkneifen. Mit der Handtuchmethode ;-) selbst in der Innenstadt ein sehr hübsches Objekt, zumindest der sehr helle, ovale Galaxienkern war ganz einwandfrei zu sehen und besonders mit indirektem Sehen ein Leckerbissen.
M92: Meine zweite Sichtung dieses Kugelsternhaufens hat mich sehr positiv überrascht. Trotz Zenitnähe und daraus resultierender schwächelnder EQ1-Montierung war er rasch gefunden und schon im Sucher als ganz kleiner Nebelkreis sichtbar. Im 20mm-Okular ziemlich heller, kompakter Nebelfleck mit nach außen hin abnehmender Helligkeit. Im 10mm-Plössl leicht krümelige Randregionen-für einen Stadthimmel doch schon ein ganz hübscher Erfolg.
Sternhaufen in der Kassiopeia: Auch die Kassiopeia darf natürlich nicht fehlen. Gestern klebte ich über zwei Stunden förmlich am Okular, um die schönsten Ecken der Kassiopeia zu erforschen. M103, NGC 663, NGC 654 und NGC 7789 konnten klar identifiziert werden, bei NGC 1027 bin ich mir noch nicht ganz sicher. Bei dieser Fülle an Sternhaufen ist man fast versucht, Kassiopeia als das ästhetischte aller Sternbilder zu bezeichnen.
So, das war´s erstmal, ich hoffe, dass das Wetter bis zum Wochenende hält, dann ist der Saturn dran ;-).
Gruß, Gardalon
 
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