Dobson F4,8 oder F 6,3

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Alex_Alex

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Hallo, Eine Frage habe ich noch.

Ich möchte mir vielleicht ein 10" Dobson zulegen.

Ich lese immer von: "Justage und Auswahl der Okulare"

Wieso ist eine Justage bei einen 10" 1200mm schwieriger als bei einen 8" 1200mm?
Und warum brauche ich bessere Okulare?

Sicher kann ich mit einem 10" bei guten Bedingungen höher Vergrößern. Aber sonst müsste das doch egal sein oder nicht?

Ewt. ist das 10" 1600mm zulang, oder wäre es doch ein Vorteil gegenüber einem 1200mm?

Grüsse
Alex
 
Hallo Doppel-Alex,

der sich vor immerhin 5 (!) Jahren hier registriert hat.
Ich schlage vor daß du einfach mal deine früheren Postings
liest, sowie die Threads in denen diese stehen.

CS,Karsten
 
Hallo Alex,
die Justage ist nicht schwieriger, das Prinzip ist das gleiche. Sie muß nur genauer gemacht werden, da Abweichnungen schneller zu Bildfehlern führen, je schneller das Öffnungsverhältnis ist.

Zu den Okularen:
Stell Dir das Licht als Kegel vor vom HS bis zum Brennpunkt.
Die 45° Ablenkung durch den FS ignorieren wir dabei mal.
Je kürzer die Brennweite des Spiegels im Verhältnis zu seinem Durchmesser jetzt ist, desto stumpfer wird dieser Kegel.
10" 1200mm gibt einen stumpferen Kegel als 10" 1600mm oder 8" 1200mm.
Setzt Du jetzt Dein Okular in der Brennebene ein, so fallen die seitlichen Strahlen schräger ein, je stumpfer dieser Kegel ist.
Okulare die dafür nicht ausgelegt sind, zeigen dann Bildfehler (Sterne sind zum Rand hin nicht mehr rund sondern Bananen und kleine Kometen und werden aufgebläht).
Gute Okulare, die damit umgehen können sind halt teurer...

Beide Thematiken könnten jetzt Deine Wahl der Brennweite beeinflussen - es kommt aber noch eine dritte hinzu: Handling. Ein 10" mit 1600mm ist eben auch ca. 1,6m lang.
Muss das Rohr ins Auto passen, könnte das schon knapp werden.

Wenn Du dann noch AP und wahres GF an verschiedenen Okularen vergleichst, wirst Du auch dort Unterschiede feststellen.

Fazit: Die meisten 10", die ich kenne, haben 1250mm Brennweite und sind damit f/5 - das ist ein wunderbares DS-Gerät, bei dem man auch noch nicht mit den teuersten Okularen anrücken muss (Hyperion, LVW und SpeersWaler tun hier gute Dienste).
10" mit f/6.3 wäre mir persönlich zu lang - es sei denn, ich suche einen Planeten-Spezialisten für hohe Vergrößerungen mit relativ langrennweitigen Okularen (dann würde ich aber eher noch "länger" auf f/8 gehen).
 
Hallo Alex,

ich persönlich würde bei diesen beiden Geräte den F/6,3 vorziehen, wenn ich ihn denn transportieren kann.
eione solche Optik ist einfach in allen Belangen (Okulare, Justierung pp) gutmütiger.
Ein "Nachteil" wird aber oft unterschlagen.

Nimm Übersichtsokulare mit großer Feldblende, dann erreichst Du mit dem F/6,3 und einem ~40 mm Okular 1,5 - 1,7° Feld.
Ein Übersichstokular mit 30-35 mm Brennweite bringt Dir an F/4,8 immerhin noch ~2°. Soll das annähernd randscharf sein, wird es allerdings schnell sehr teuer (Nagler-/Panoptik-Klasse) und nur dann hast Du auch einen Gewinn durch das größere Feld.

Gruß und CS
*entfernt*
 
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