Dobson Skywatcher N200/1000 EQ5

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Iceman
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Iceman

Neues Mitglied
Hallo,
ich möchte mir ein teleskop zulegen, welches sich preislich um die 500€ bewegen kann.
Mir ist da das Dobson Skywatcher N 200/1000 EQ5 in die nähere Auswahl gekommen.
Habe schon gelesen dass man mit dem 5er sockel kaum fotoaufnahmen durchführen kann, aber dass ist mir auch nicht wichtig, es sollen hauptsächlich beobachtungen im bereich der planeten und auch im sogenannten deep sky bereich durchgeführt werden.
Ist dieses Teleskop dafür zu empfehlen oder gibt es besser zum änlichen preis.
Das gewicht spielt dabei keine rolle.

Lg
 
Hallo,

willkommen im Forum!
Es wird übrigens alles angenehmer, wenn du einen Namen angibst, unter dem du angeredet werden willst.

Ich glaube, du verwechselst etwas. Du sprichst von einem Dobson und gleichzeitig von einer Montierung EQ5. Ein Dobson ist bereits vollständig montiert und einsatzfähig für visuelle Beobachtung.

Du musst wissen, dass für den Anfang das eigentliche Scope und die Okulare gleichermassen wichtig sind. Dabei muss man für die Okulare etwa den gleichen Preis wie für das Scope einkalkulieren.

Von den Werten her ist ein Newton (Dobson-montiert) von 200/1200 günstiger wegen der Okular-Auswahl. Damit hast du einen Anhaltspunkt. Schau bei den Händlern deiner Wahl nach Angeboten.
Ob Skywatcher, GSO, Galaxy oder was sonst noch ist nicht so wichtig. Alles kommt aus China und hat eine Standart-Qualität. In der Ausstattung gibt es Unterschiede. Vom Verhältnis Preis/Leistung gibt es fürs Visuelle nichts besseres.

Über die Feinheiten in der Ausstattung kann man sich immer noch unterhalten.

Mit Grüssen,
Joachim
 
Hi Iceman,

die EQ5 ist zu schwach für den 200/1000er. Der wiegt mit Okular ca. 9,5 kg. Da dürfte es auf der EQ5 auch visuell schon ordentlich zittern.

Viele Grüße
Chris
 
Hallo


Ich schliesse mich Chris an. Die EQ5 ist definitiv zu schwach. Ich hatte diese Kombination und erst eine EQ6 hat das Zittern beim Focussieren beendet.


Das Zittern beim Fokussieren verdirbt einem recht schnell die Freude.


Frage an die anderen, wie sähe es mit einer Astro 5 DX aus?

Die trägt glaube ich 1-2 Kg mehr als die EQ5, also um die 9 Kg.




Gruß Dirk
 
Hallo Iceman,

der 200/12000 Dobson ist ein schönes Allroundteleskop für den Anfang. Es ist aber bereits sehr Leistungsstark, sowohl für Deepsky, als auch bei der Planetenbeobachtung (mit etwas Pflege). Viele Sternfreunde sind mit so einem Gerät auf Jahrzehnte zufrieden, dann werden aber oft noch einige mechanische und kosmetische "Schwächen" dieser Geräte bastlerisch angegangen.
Der 200/1200 Dobson, der immer mal ab 300 Euro zu haben ist, ist auch ziemlich gut passend zum Budget, denn die 200 Euro die da übrig bleiben, wird man dringend brauchen um Okulare zu kaufen, mit denen man für den Anfang die Fähigkeiten des Teleskopes überhaupt nutzen kann. Und wenn noch für ein, zwei andere Teile (Leuchtpunktsucher, Sternatlas) Geld übrigbleibt, dann kann das nur gut sein.

Clear Skies
Sven
 
Das Problem was ich beim 200/1200 dobson sehe ist dass es zwar einen stabilen Fuß hat aber man es immer erst auf irgendwas stellen muss dass man überhaut durchgucken kann. Grade wenn man doch mal außerhalb der Stadt fährt muss man dann einen Tisch oder ähnliches mitschleppen und hat dann denke mal noch mehr Probleme mit dem wackeln.
Hab jetzt grad gelesen dass es in eine Holzboxkonstruktion die am Boden steht eingehangen wird??? Ist das stabil?
Kann man mit dem genannten gerät auch solche details sehen wie sie auf den Fotos der seite ganz rechts bei aktuellen fotos zu erkennen sind?
Lg
Felix
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Felix,

visuell siehst du immer viel weniger. Das auge ist nicht in der Lage Photonen zusammeln und sie zu addieren wie ein Kamerachip. Deep Sky Objekte sind immer schwarz/weiß (außnahmen gibts nur wenige mit sehr sehr großen Geräten) und oft nicht mehr als ein milchiges Fleckchen. Das Interessante daran ist sie überhaupt zu sehen, denn schließlich ist das Licht von dort tausende bis hunderte Millionen von Lichtjahren unterwegs gewesen.

Viele Grüße

Daniel
 
Hi Felix

Wieso willst Du den Dobs wo drauf stellen? Somit ist der Vorteil des stabilen Standes dahin.
Einen Stuhl hingestellt und im sitzen beobachtet...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Felix,

genau - der Dobson wird einfach Platsch wie er ist auf eine Wiese, den Wegrand, den Asphalt oder auch Schotter gestellt, wo man gerade ist. Die Platte da drunter hat so eine Art Möbelfüße - fertig. Klar, am ganz steilen Berg steht es sich damit schlecht. Aber da findet sich normalerweise schon eine Stelle, wo's auch mal einigermaßen gerade ist.

Und... visuell sieht man jedenfalls doch mehr, als man im ersten Jahr hinkriegt, zu fotografieren! Das soll man sich mal blos nicht so einfach vorstellen!

Clear Skies
Sven
 
Hallo Iceman,

ich habe mir vor einigen Wochen auch ein Teleskop gekauft.
Es war ein 150/750 auf einer Astro3 Montierung.

Habe es gleich zurück geschickt, war absolut unzufrieden, hauptsächlich wegen der Montierung.

Habe nun seit ein paar Tagen ein Dobson 8", erster Eindruck einfach cool, ich werde mal diese Woche noch nen kleinen Testbericht schreiben.

Aber als Einstiegsgerät kann ich es nur empfehlen.

Gruß

Giuseppe
 
Hallo Felix,

und bei dem Link von Toni stezt schon das recht einfach durchzuführende Tuning dieses einstellbaren Höhenlagers ein, wie ich es auf der Seite der Deepsky-Brothers (unter Tipps und Tricks) beschrieben habe.
Man sieht auf den Bildern von Toni sehr schön, dass dieses Lager mögliche Leistung durch Unterdimensionierung verschenkt. Eine gute Idee schlecht ausgeführt.
Man kann es tatsächlich so hinkriegen, dass es super läuft und Ungleichgewichte ohne irgendwelche Nachteile ausgleicht.
Ich habe mit aufgesatteltem Refraktor, also ganz erheblichem Ungleichgewicht von 3-4 kg, kürzlich quer über beide Achsen ziehend die ISS mit gut 1° Bildfeld problemlos verfolgt.
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/626084/ISS#Post626084

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hi Iceman,

diese 8" F/6 Dobsons sind stabil. So ein Teil ist wesentlich besser als jeder Newton auf unterdimensionierer Parallaktischer Moniterung.
Für den Preis sind sie absolut akzeptabel und man kann sich an diese kleinen Tücken in der Nachführung durchaus gewöhnen. Irgendwann, meistens sehr schnell, hat man das im Griff und es geht bis 200fach, ja auch 300fach, recht problemlos.

Nun ist es aber so, dass "gewisse Leute" :pfeif: sich nicht dauerhaft mit diesen kleinen Unzulänglichkeiten rumärgern wollen und dann geht die "Tunerei" eben los.
Im Resultat, wenn man das alles durchgezogen hat, ist so ein Dobson nicht mehr mit dem Ursprungsgerät vergleichbar. Alles läuft wie geschmiert, man hat den richtigen (individuellen) Widerstand in der Nachführung, es ruchekt nichts, es gibt keinen "Anfahrwiderstand", man kann satt quer über beide Bewegungsachsen ziehen und schieben, man hat den Tubus thermisch im Griff, kennt jede Schraub und ihre Funktion.

Dann kommt der "große Tuner" in die Verlegenheit, Mal einen originalbelassenen Fernost-Dobs zu bewegen, mit dem sein Besitzer besser klar kommt als mit dem getuneten Teil nebendran bei seinen ersten Versuchen.
Und der Tuner kriegt die Kriese. Er stellt sich an als könnte er nicht mit so einem Teil umgehen. Zu leicht, zu schwer, ungleichmäßiger Widerstand in den beiden Achsen, zu ruckelig, einfach unmöglich, wusch und er saust über das Objekt der Begierde hinweg. Ooups, Okular gewechselt, Objekt verloren. Man vibriert das schrecklich beim Fokussieren. :o

Der Unterschied liegt in jedem Detail, macht sich oft nur im direkten Vergleich bemerkbar und dann kann man aber sehr schön zeigen, dass so ein originalbelassener Fernostdobson viel von seinem Potenzial versteckt.
Die Teile sind nicht schlecht aber man kann sie halt sehr viel besser machen. Das ist dem günstigen Einstandspreis geschuldet.
Man kann das versteckte Potenzial nun bemängeln oder man kann es wecken. Für mich geht der Daumen immer noch ganz klar nach oben.
:super:

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Iceman,

auch wenn es sich so anhört als müsse man den Dobs komplett umbauen: es sind eigentlich Kleinigkeiten die verbessert werden aber in der Summe halt den Unterschied zwischen einem China-Seriendobs und einem guten Teleskop ausmachen. Jede Änderung für sich ist ziemlich überschaubar so daß man nach wenigen verregneten Samstagen sein Gerät von der Bedienungsfreundlichkeit kaum wiedererkennt. Grob geschätzt kommen bis ca. 100 Euro zusammen für z.B. Teflonpads + Ebonystar und evtl Holz-/ Kunststoffklötzchen + Schrauben (für die Lager), Velours zum Tubus auskleiden, einen außen auf den Tubus gestzten Multiplexring der den originalen Blechring ersetzt (um die Vignetierung durch die eigentlich etwas eng geratenen Tubusse zu verringern), Kleinteile wie Griffe um das Schubsen zu erleichtern, ein PC-Lüfter usw...

Mit der Zeit macht das Basteln genauso viel Spaß wie das Beobachten, vor allem wenn man soviel Beobachtungserfahrung gesammelt hat daß man die Unterschiede sieht...: soll heißen im Serienzustand sind die Röhren brauchbar - aber man kann sie verbessern

Viele Grüße Felix
 
Hallo,

Zitat von Iceman:
Gibt es denn überhaubt ein gutes scope bis 500€ mit guter optik und stabilen fuß?

Also, keine Sorge, an den Dobsons wird viel herumgeschraubt und all das hat auch seine Berechtigung, aber, die Dinger funktionieren Out of the box schon. Daß man Details daran verbessern kann ist glaub ich bei jedem Hobby der Fall und sollte dich zunächst, vor einem Wust an Informationen stehend erstmal wenig belasten.
 
Hi Toni,

so ist es. man sollte auch zunächst Mal des Teleskop ohne jede Veränderung ausgiebig benutzen testen.
Erst wenn man merkt und sieht, das alles soweit okay ist, dann kann man so gaaanz langsam Mal anfangen, die kleinen Unzukänglichkeiten zu beseitigen. Wo man sich an etwas stört, da kann man auch was machen, das Teleskop den eigenen Ansprüchen anpassen.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe mich nun nochmal nach einem dob 200/1200 umgesehen und habe festgestellt dass es verschiedene ausführungen wie: classic, Pyrex Classic, und GSO gibt. Welche unterschiede sind das?
Macht es sinn für ca. 200€ mehr ein dob 254/1200 zu nehmen?
Ist diese holzbox dafür immer noch stabil genug und sieht man wirklich so viel mehr im vergleich zum 200.?

Lg

Felix
 
Hallo Felix,

mal mehr dazu als Daniel schreibt. Halte ich für nötig.

Also erstmal Pyrex und andere Spiegelmaterialien:
- Vorteil: Nur in der Auskühlphase und nur bei korrekter aktiver Tubusbeküftung, die ab Werk an den Mainstream-Dobsons stets verkehrt gebaut wird.

Ansonsten tun sich die Hersteller wenig, bzw. es gibt eigentlich nur Skywatcher und GSO, die haben dann unterschiedlicher Ausführungen und die anderen "Marken" fallen bei denen vom Band, selbst die Lightbridge als Gitter-Rohr. Wirklich andere Hersteller gibt es derzeit und meines Wissens nur zu deutlich höheren Preisen. Davon kann man dann insbesondere von der mechanischen Qualität mehr erwarten und womöglich ist die Serienstreuung bei den Optiken kleiner. Nur mal um anzudeuten, wo das Geld hingeht.

Zum 10" Dobson, also 254mm: Daniel mient, das lohnt sich. Ja, meine ich auch, aber das hat Folgen:
1. Egal ob 8" oder 10" braucht das Gerät eine gute Okularpalette um seine Fähigkeiten wirklich zu zeigen. Ein 8" mit einer solchen Okularpalette macht deutlich mehr Spaß und kann in manchen Fällen auch mehr zeigen, als ein 10" mit Notnagel-Okularen!
2. Der 10" hat f/4,7, der 8" hat f/6. Dadurch stellt der 10" deutlich höhere Ansprüche an die Okulare. Erfüllt ein Okular die Ansprüche nicht, ist der drastischste Effekt eine zum Rand hin zunehmende Unschärfe im Bild, und im Extremfall ist das Bild auch in der Mitte nicht optimal scharf. Hinzu kommt, dass die für Hochvergrößerung nötigen Okularbrennweiten bei f/4,7 kürzer sind, als bei f/6. Das bedeutet bei vielen Okularen einen knapperen Augenabstand.

Es ist für Dich vielleicht neu und vielleicht auch eine unangenehme Vorstellung, aber es ist der Normalfall, dass eine gute Okularausstattung insgesamt mehr kostet, als das Teleskop. Bis es dahin kommt, können natürlich ein paar Jahre vergehen. Man gönnt sich mal zu Weihnachten ein tolles neues Okular als Zulauf oder Ersatz für eines aus der Anfangszeit...
Es sollte aber klar sien, dass es ungeschickt ist, das gesamte Budget für das Teleskop zu verbennen um dann beim unbedingt nötigen Zubehör mit umgekrempelten Taschen da zu stehen.

Clear Skies
Sven
 
Hi Felix,

es gab schon öfter Mal Haue dafür, weil man mit 8" gegenüber 10" ja ach sooo viel Licht und Auflösung verschenkt, aber ich stehe zu meiner Empfehlung 8" F/6 für einen guten Ein- und Aufstieg mit einem Dobson.
Kernsatz: Wenn schon anstatt F/6 auf F/5 gehen, dann mindestens mit 12" aufwärts.

10" lohnt den Mehraufwand für Okulare, Justierung, Gewicht pp nur dann, wenn es das endgültige Teleskop mit hochwertiger(!) Ausstattung wird, wobei das mit der Ausstattung auch halbwegs zügig machbar sein muss.

Ich stehe oft mit meinem uralten getuneten 8" F/6 neben 10-16 Zöllern und ja, so 14-16" wird wohl mein endgültiges Teleskop haben. Aber nein, ich würde längst nicht mit jedem 10-Zöller tauschen, denn die passenden Okulare, Filter und die bereits mehrfach angeführten Tuningmaßnahmen kompensieren auch das eine oder andere Zoll Öffnung.
Ein gut beherrschter und ausgestatteter 8" F/6 bringt auf Dauer wesentlich mehr als ein mäßig bestücktes größeres Teleskop.
Bei mir läuft es seit Jahren so, dass ich an der Ausstattung feile und jedes bessere Okular, jeder Filter bringt neue, bessere Möglichkeiten der Beobachtung. Ein guter 2" O III eröffnet eine ganze Objektklasse neu. Nein, kein neues, größeres Teleskop, nur ein Filter. Der kostet aber mal lockere 100-300 €.
Okay, inzwischen habe ich eine Okularausstattung, die auch für F/5 oder gar F/4 tauglich wäre, aber das hat gedauert und eigentlich fehlt der teuerste und wichtigste Posten, das wirklich F/5 taugliche 2" Übersichtsokular immer noch. Schau Mal nach 26er und 31er Okularen wo NAGLER draufsteht. :erschreck:

Gruß und CS
*entfernt*
 
So hab mir am we ein dobson 200/1200 bestellt, denke das beste für den anfang mit "tuningpotenzial".
Ich sehe hier immer nur bilder vom jupiter, saturn, kann man auch den uranus noch erkennen mit einem 8er dobson?

Lg
 
Hallo Felix,

nun gut, lass Mal bei Gelegenheit was vom Firstlight hören/lesen.
Uranus und auch Neptun lassen sich, wenn man sie erst Mal gefunden hat, bei hoher Vergrößerung als kleine, stecknadelkopfgroße blaugrüne Scheibchen abbilden. Man sieht eindeutig, dass das kein Stern, sondern eben ein Planet ist. Mehr ist visuell kaum drin.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben