Dobson ziehen oder drücken?

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Stathis

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Ich stelle fest, dass immer mehr Dobsons das Okular auf der linken Seite haben (wenn man von hinten guckt). Das bewirkt, dass man beim Nachführen drücken muss. Ist das Okular auf der rechten Seite, muss man ziehen. Das ergibt ein durchaus recht unterschidliches Verhalten.

Ich wollte mal in die Runde fragen, was von euch als angenehmer empfunden wird bzw. präziser zu dosieren ist.

Also was seit ihr "Zieher" oder "Drücker"? Oder habt ihr euch darüber noch nie Gedanken gemacht?

 
Hallo Stathis,

ich habe lieber am Tubus gedrückt, ich hatte den Eindruck, dass das besser zu dosieren war.

Wenn der Tubus allerdings in zenithnaher Stellung parkte, war beides gleichschlecht, aber das bringt ja die Grundkonstruktion mit sich.

Grüße
Thomas
 
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Hallo Stathis,

bin ein "Drücker", aber ohne das fovorisiert zu haben. Das hat bei mir den einfachen Grund, dass ich links nicht so gut sehe und so mit dem rechten Auge Sucher und Telrad besser erreiche. Darauf angesprochen erscheint mir das Drücken aber (für mich) auch feinfühliger zu sein.

Sternklare Grüsse

friedl
 
Re: drücken

Mir geht es genauso wie Friedl.
Ich möchte keinen Dobson mit Okularauszug rechts, weil man da zwar noch mit dem rechten Auge ins Okular, aber kaum durch den Telrad sehen kann.
Aber auch, wenn ich einfach so z.B. die Milchstraße "durchwandere" ist mir das Drücken immer angenehmer als das Ziehen.
Beim Ziehen habe ich leicht das Gefühl, das Gleichgewicht zu verlieren, wenn ich mit dem Körper nach hinten ausweichen muss. Der kleine Schritt nach vorn beim Drücken geht irgendwie "automatischer" als der kleine Schritt zurück beim Ziehen.
 
HI Statis,
ich habe mir darüber noch keine Gedanken gemacht, da ich umgestellter Linkshänder sowieso beidhändig bin - und das wirkt sich auch auf alle anderen Bewegungen aus. Und für die Bewegung in Zenit-Nähe habe ich einen Griff an der Rockerbox für die leichtere Bewegung in AZ.
Auf einem andern board - ich glaube Anfängerteleskope/Teflon - habe ich meine Modifikation der AZ-Bewegung beschrieben, sa dass das ganz leicht geht.
Ruckefreie Grüße (ob Druck oder Zug)und
clear skies
Jorgos
 
Hallo Stathis,

ich kann bei meinem Dobs je nach Aufbau (Link / Rechts) mich vor der Beobachtung für Zug- oder Druckbetrieb entscheiden.
Für Puristen sollte die Windrichtung entscheidend sein. Also so aufbauen, dass die Warmluft vom Körper erst gar nicht in den Strahlengang geblasen wird. Kommt der Wind von Westen, dann Okuauszug nach Osten (also links, wenn man von hinten guckt) und umgekehrt.
Grundsätzlich ist es mir aber lieber den Dob zu ziehen. Also Okuauszug nach Westen, weil das sicherer ist. insbesondere bei einem grossen Dob. Nicht auszudenken was passiert, wenn man im Druckbetrieb sich vom Okuauszug nicht losreissen kann, sich instinktiv (ein bissel geht noch) immer weiter vorlehnt. Bei Zugbetrieb stösst der Dob an die Leiter. Quasi eine natürliche Sicherheitsbremse mit der Aufforderung: "Achtung Leiter wieder richtig positionieren, dann kannst Du sicher weiterbeobachten".

Viele Grüsse

Gerhard
 
Als Rechtshänder drücke ich auch lieber.
Aber die Frage ist gar nicht so schlecht, wie
man sieht.
Ich werde auf jeden Fall bei späteren Kunden
im Vorfeld abklären müssen, wie sie es denn gerne hätten.
Sonst baue ich ein teures Teleskop zum "drücken" und der
Kunde hätte lieber eins zum "ziehen" gehabt.
Das bedeutet, zumindest den Tubus neu zu bauen, und in
Holzbauweise ist das doch sehr viel Arbeit.


Vielen Dank für den Hinweis

Dirk
mohlitz@t-online.de
 
ich habe am oberen Tubusrand einen Holzknopfgriff angebracht und ziehe daran erst den Tubus nach unten und drücke danach den Tubus azimutal nach, also nicht diagonal nachgeführt, sondern nach unten ziehen - und weg drücken.
 
bin ein "Drücker", aber ohne das fovorisiert zu haben. Das hat bei mir den einfachen Grund, dass ich links nicht so gut sehe und so mit dem rechten Auge Sucher und Telrad besser erreiche. Darauf angesprochen erscheint mir das Drücken aber (für mich) auch feinfühliger zu sein

Genau aus dem gleichen Grund ziehe ich an meinem Gerät <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> , weil ich links besser gucken kann. Somit schaue ich von rechts (in Blickrichtung) in mein Teleskop. Wenn ich bei jemand Anderem reingucken soll, muss ich immer erst überlegen, in welche Richtung es geht, da ich mich ans Ziehen gewöhnt habe.
 
Linkshänder und der Wind...

Hallo Stathis!

Das ist eine interessante Frage. Da ich Neuling bin, und einen Asttroscan habe (den kann man so drehen, dass der OAZ steht, wo man will) bin ich nicht gross vorbelastet....

Ich ziehe lieber...

Aber: als Drachenpilot, bin ich es auch gewohnt, den Wind "im Rücken" zu haben, das ist ja wohl nicht ideal....

Bau'doch
a) den Tubus in drehbare Rohrschellen,oder
b) den OAZ mitsamt Spinne drahbar
dann ist das Problem gelöst... ;-)


Clear Skyes,
Silvio
 
Hallo Stathis,

Mein alter Dobson ist zum Drücken, mein neuer zum Ziehen (aus "bautechnischen" Gründen). Ich habe immer noch Probleme, den neuen ("Ziehen") intuitiv nachzuführen. Dank Deines Postings weiss ich jetzt woran das liegt. Also bin ich vermutlich eher der "Drücker" Typ.

Gibt es da auch tiefenpsychologische Erklärungsansätze dazu? Welches vorgeburtliche Ereignis legt wohl fest, dass man sich den Okularauszug links bzw. rechts montiert?

Reiner
 
Hallo Stathis,

bis auf motorisch wahllos "Beidseitige" (eine verschwindend dünn gesäte Spezies) hat jeder Mensch eine bevorzugte Körperseite für jeweils verschiedene Tätigkeiten, ob Schreiben, Skaten/Boarden, Vorzugsbein beim Treppenanstieg, Auge zukneifen, Mindwinkel verziehen, ...
Als Rechtshänder fällt es mir schwer, feinmotorische Bewegung mit Links zu steuern - egal ob Zug oder Druck - also OAZ lieber rechts. Als Rechtsäuger brauche ich den OAZ links, dann schaue ich ohne Drehbewegung beim Aufschauen automatisch in die angepeilte Richtung. Bei mir ist Rechtsäuger wichtiger als Rechtshänder, deshalb bin ich froh über den OAZ links. Das Ganze ist völlig subjektiv. Komisch, dass trotzdem bisher wohl noch nicht darüber gesprochen wurde. Gut dass wir es jetzt tun :-)))
Gute Besserung!
STELLA
 
Re: Linkshänder und der Wind...

Hallo Silvio,

als Besitzer von Astroscan's grossem Bruder verfolge ich die Diskussion auch sehr amüsiert. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
Auch bei mir ist der OAZ immer genau dort, wo ich ihn brauche. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />
So ist es auch ein Leichtes, immer im Windschatten des Teleskopes zu stehen.
Selbst über Dobson Zenitprobleme können wir doch nur mitleidig lächeln. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Der Motor meiner EQ Plattform konnte mir auch nicht sagen, ob er lieber zieht oder drückt, ich glaube er bevorzugt eine Kreisbewegung. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Portaball

Hi "Portaball"

Ja, das habe ich mir fast gedacht...

Wobei, am Zenith muss ich mit'm Astroscan schon vorsichtig tun, vor allem bei über 60x... (da hab'ich schätzungsweise noch knapp 1° Himmel am Auge...)

"Portaball" als Grosser Bruder vom Astroscan - wenn das die Leute von Edmund-Scientific hören würden, wären sie wohl geschmeichelt.

Wie ist das, beim Portaball, hat der Auch Gewichte in der Kugel? (oder reicht der Spiegel als Gewicht?)
Beim Astroscan haben'se mattig Eisen reingeschraubt, aber der hat ja auch nur 4,25"...


Ich war auch schon auf Mag1instruments gucken... Wenn die Dinger nur nicht so viel kosten würden... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />


Gutes Spechteln!
ob links oder rechts... Hauptsache "oben raus" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Silvio
 
Re: Portaball

Hi Silvio,

ich bin mir ziemlich sicher, dass Pete sich bei der Konstruktion des PB vom Astroscan hat beeinflussen lassen.

Preise, na ja, die liegen doch eigentlich im Rahmen anderer hochwertiger Dobs, auch deutscher Produktion - solange Du das Teil selbst und direkt importierst. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />

Aber warum nicht selber bauen? Bei meinem PB ist mittlerweile nur noch die Kugel und der Spiegel original, gute Spiegel kann man kaufen und auch für die Kugel gibt es Lösungen.

Ich hatte übrigens auch mal ein Astroscan, aber die optische Qualität, will sagen maximal mögliche Vergrösserung, hat es mir ziemlich verleidet.
 
Vielen Dank für die rege Beteiligung.
Die Antworten erstaunen mich - hätte ich doch gedacht, dass die meisten die bessere Kontrolle beim mit mit Bizeps ziehen als mit Trizeps drücken haben würden. Fast alle ATM-ler und Profis in Amiland sowie ICS bauen auch mit Okular rechts (ziehen), für mich war es ohnehin immer die einzig richtige Lage. Daher glaubte ich, die Chinesen und Taiwanesen hätten da was verwechselt und hätte nicht gedacht, dass es auch "bekennende Drücker" gibt.

Na ja, letztendlich ist es wohl wirklich Gewöhnungssache. Viel wichiger ist ja letztendlich, dass die Bewegung leicht genug und ruckfei geht.

Bei großen Dobsons mit Leiter allerdings kommt aus Sicherheitsgründen nur ziehen in Frage, wie Gerhard ja schon geschieben hat. So findet man bei Obsession, Starmaster, Tectron oder Starsplitter ja fast ausschließlich die Ziehversion (Okular rechts). Rick Sigmaster (Starmaster) soll sich sogar ausdrücklich weigern wegen der Sturzgefahr anders zu bauen.

 
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