Dreieckslagerung in der Spiegelzelle?

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Stefan1960

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Guten Morgen allerseits,

derzeit hirne ich an der Detailkonstruktion einer noch zu bauenden Spiegelzelle herum. In zahlreichen ATM-Seiten gibt es sehr schöne Anregungen, wie so eine Spiegelzelle aussehen kann.

Zu einem bestimmten Konstruktionsdetail finde ich aber nichts konkretes: Bei 9- oder 18-Punkt-Zellen kommen dreieckige Platten zum Einsatz, auf deren Ecken der Spiegel gelagert wird. Diese Dreiecke müssen aber für eine schwimmende Lagerung im Gegensatz zu einer Wippe nicht nur um eine, sondern um zwei Achsen schwenkbar sein. Wie diese mehrachsige Schwenklagerung ordentlich ausgestaltet werden kann, ist nirgenswo detailliert beschrieben. Zumindest finde ich nichts.

Kann mir da einer von Euch weiterhelfen?

Gruß,
Stefan.
 
Hallo Stefan!

Ich nehme da immer M6 Hutmuttern und schneide in den Hut ein M4- Gewinde rein. M4-Senkkopfschrauben sichern dann die Dreiecke gegen Rausfallen (ev noch einen kleinen O-Ring auf die M4-Schraube streifen, damit sich die Dreiecke noch etwas bewegen können). Hoffe, das hilft Dir weiter!

Grüße
Martin
 
Jo, genau so, du musst halt ein bisschen das Dreieck unten ansenken und den O-Ring zwischen Senkkopf und Dreieck befestigen. Die Senkkopfschraube sollte bei festem Anziehen an der unteren M6-Schraube anliegen und noch geringfügig Spiel haben. EV. Beilagscheiben unterlegen, das Loch sollte etwas Übermaß haben (5mm), damit sich das Dreieck bewegen kann.

Grüße
MArtin
 
Hallo Stefan,

ich habe die Dreiecke auf Kugeln gelagert, und damit die bekannten Gelenkköpfe "emuliert".
Die Dreiecke sind bei mir 5 mm dick (dafür etwas schmaler: gleiches Gewicht, weniger Durchbiegung). Von unten ist eine 5mm-Sackbohrung drin, damit liegen sie lose aber verrutschsicher auf 5mm-Kugeln auf. Die Kugeln sind aus nem Piercingladen :/ , aus Edelstahl mit M2-Innengewinde (für die Montage von unten).

Siehe anhängendes Bild.

Die Gelenkköpfe würde ich nicht nehmen, denn die klemmen i.d.R. ein bisschen, was Einleitung eines Drehmoments bedeutet.

Nach oben hin sind meine Dreiecke nicht gesichert, dort ist ja der Spiegel, deswegen können sie da nicht raus. Minimal sparen die Kugeln auch an Tubuslänge.

Grüße, Henning
 

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Danke Henning für den Vorschlag. Ob ich mich in einen Piercing-Laden trauen werde? :-)

Eine solche Kugellagerung ist natürlich eine feine Sache. Allerdings ist mir etwas mulmig dabei ohne eine Lagesicherung. Okay, der Spiegel liegt auf. Aber ist die ganze Sache wirklich verrutschsicher beispielsweise bei einer Autofahrt, beim Hantieren etc.?

Gruß,
Stefan.
 
Hallo Stefan,

derzeit hirne ich an der Detailkonstruktion einer noch zu bauenden Spiegelzelle herum. In zahlreichen ATM-Seiten gibt es sehr schöne Anregungen, wie so eine Spiegelzelle aussehen kann

Warum das Rad neu erfinden, wenn es doch schon seit den 90er Jahren die perfekte und total simple Lösung in Buchform zu kaufen gibt: "The Dobsonian Telescope" Ich habe nach dieser Anleitung Zellen mit 9, 18 und 27 Punkten gebaut und das klappt auch ganz gut, wenn man will kann man die Geometrie der Dreiecke noch mit dem Programm Plopp optimieren, was insbesondere dann sinnvoll ist wenn man von den Standartspiegelgröße etwas abweicht.

CS Mike


 
Hallo Stefan,

:/ deswegen habe ich im www bestellt! :/

Zum Verrutschen: bei mir ragen die 5mm-Kugeln 3 mm weit in das Alu hinein. Um Verrutschen zu können, müsste das Spiegelauflagedreieck also 3 mm (oder sagen wir zur Sicherheit 2mm) hochfliegen. Die Spiegelhalteklammern schweben aber mit kaum sichtbarem Abstand über dem Spiegelrand, gerade so dass der Spiegel nicht heruntergedrückt wird. Ich denke, damit ist ein Verrutschen wirklich ausgeschlossen. Natürlich sollten sie gegen Verdrehen gesichert sein.

Mein Teleskop ist allerdings nur fast fertig, d. h. bisher ist es nur eine Vermutung (bei der ich aber keine Bedenken habe).

Viele Grüße, Henning
 
Hallo Stefan,

Du kannst die Wippen offen oder geschlossen bauen.
Für Geschlossen gibt es auf der Seite von Ulli Vetter unter 16 Zoll die Lösung:
---> klick

Wenn die Wippen offen liegen, dann erzeugen die Hutmuttern zusätzliche Höhe, was unschön ist.
Ich habe das so gelöst:
Link zur Grafik: http://farm3.static.flickr.com/2744/4097259297_f65ac8b503_d.jpg

Die Wippen sind Alu 20x20, die M6 Hutmutter wird in ein entsprechend großes Loch von *unten* eingesteckt. Ein Stück Gewindestange und die unteren Mutter presst die Hutmutter nach oben.
Da Hutmuttern an der Kappe oft sehr dünn sind, ist das Loch für die M3 Schraube tief in die Gewindestange gebohrt. U.a. deshalb ist alles aus Messing, weil sich das excellent bearbeiten lässt. Je kleiner die Schraube, desto besser liegt das Dreiech auf dem Punkt, M3 reicht wei es ja nichts weiter zu halten gibt.
Weiterhin kann ich das Buch von Kriege/Berry sehr empfehlen, ich habe es vor kurzem ausgeborgt und finde die Basics wirklich gut beschrieben. Einiges ist vom Internet inzwischen überholt, aber aufgrund der Vielfalt in letzerem kann man sich leicht verzetteln.

cs Kai
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Guten Morgen Kai,

Die versenkte Messing-Hutmutter von Dir gefällt mir gut. Und ich stimme Dir auch zu, dass Messing schön verarbeitbar ist. Sieht nach einem sehr brauchbaren Ansatz aus.

Die Veddersche Variante ist natürlich top, was Bauhöhe und Steifigkeit betrifft. Aber wohl ziemlich aufwändig in der Fergigung. Auf dem Foto von Ulli Vedder ist übrigens nicht ganz klar erkennbar, wie die zweiachsige Dreieckslagerung gelöst ist. Ist das eine zwischenliegende Hutmutter, oder handelt es sich um eine Stoppmutter, deren rundes Ende als Kugelersatz dient?

Gruß,
Stefan.
 
Hi Stefan,

ich lagere so wie bei Kriege/Berry eben angegeben die Dreiecke auf Sperrmuttern (englisch Locknuts), das ist watscheneinfach und hat bei Dreiecken ( 9 und 27 Punkt Spiegelzelle) als auch bei Balken (18 Punkt) funktioniert. Sehe daher aus praktischer Sicht keine Notwendigkeit das System verbessern zu müssen.

CS Mike
 
Hallo Stefan,

da gebe ich Mike vollkkommen Recht.Die Sperrmutterlösung ist ideal, einfach und sicher.

CS Wilfried
 
Hallo Stefan.
Sorry,tut mir leid ,wenn das etwas hart rübergekommen ist.Wenn du willst schick mir eine PM, dann mail ich Dir die Beschreibung der Dreiecksbefestigung.

CS Wilfried
 
Hallo alle,
also ich kann mir unter einer Sperrmutterlösung nix vorstellen. Könnte das jmd. mal genauer erklären?
Warum wird denn um die Kriege/Berry-Lösung so rumgeheimnist? Haben die ein Patent auf ihre Lösung? Ist es verboten, das weiterzusagen?
grübel...
mfG

Micha
 
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