EBV (DSLR-Deep Sky-Fotografie) HILFE !!!

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Max_Eberle

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Hey Leute,

Nach tagelanger Internetrecherche und einem rauchenden Kopf wende Ich mich jetzt in der Hoffnung niemanden zu belästigen doch noch an euch.

Es geht mir um die EBV in der DSLR-Astrofotografie. Ich betreibe die Astrofotografie nun bereits seid ca. 1 Jahr mit geguidetem Nachführsystem und einem 6" f/5 Einsteigernewton wobei bald ein richtiger Fotonewton folgt.

Die Aufnahmetechnik an sich sowie die Technik des Teleskops, der Montierung und der Kamera machen mir selbst eigentlich wenige Probleme. Probleme habe Ich dann jedoch in der Nachbearbeitung der Bilder. Ich habe so ziemlich das Gefühl das Ich von der Vielfalt der möglichen Bearbeitungssoftwares beinahe erschlagen werde.

Der ein oder andere kennt das bestimmt, einem wird das und das und das sowie dies und jenes in der EBV empfohlen und am Ende weiß man selbst nicht mehr wo man steht.

Meine Frage an euch richtet sich jetzt speziell an einen geeigneten Workflow den Ihr anwendet und wie Ihr vorgeht.

Grundsätzlich bearbeite Ich meine Aufnahmen nach folgendem Schema: Stacken in DSS, Stretchen in Fitswork, Farbkalibrierung und allgemeine Regelungen in Lightroom.

Entsprechend stehen mir die aufgelisteten sowie sämtliche kostenlosen Programme zur Verfügung. Programme wie Photoshop stehen hierbei jedoch außer Debatte, wobei Gimp da ja einigermaßen mithalten kann, bis auf die Farbtiefe.

Es wäre nett und sehr hilfreich wenn Ihr mir eventuell aufgelistet schildern könntet wie Ihr vorgeht und auf was Ihr bei der DSLR-Fotografie achtet, wobei die genutzte Software auch von Interesse wäre. Als Vorwort schonmal, mir ist klar das jeder seinen eigenen Workflow hat, aber eine grobe Richtlinie kann man sich dennoch abschauen. (Auch wenn die Frage bestimmt schon sehr oft in Foren wie diesem aufkahm)

Um euch einen kleineren Einblick zu geben, lade Ich zweierlei meiner Bilder mit in den Beitrag um zu zeigen wie meine EBV-Resultate durchschnittlich aussehen. (Stark komprimiert!)

Ich würde mich über Hilfe sehr freuen,
Lg, Max
 

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Hallo Max,

Ich bin selbst nicht so der EBV-Profi, aber meine bescheidenen Kenntnisse habe ich aus dem EBV-Woskshop der gvA Hamburg, der von Hartwig Lüthen (Astrohardy) durchgeführt wurde. Hartwig hat dabei alle wesentlichen Schritte in Youtubevideos dokumentiert.

Links zu den Videos findest Du auf der Worshop-Homepage:
http://www.gva-hamburg.de/advanced_imaging/adv_im_was.html

Viel Erfolg:
Marcus
 
Hey Mettling (Kenne deinen Namen nicht, Sorry),

supper vielen Dank, die Videos von Astrohardy kenne Ich zwar, sind auch echt supper aber die Website habe Ich noch nicht gekannt.

Vielen Dank dir, für weitere Anregungen bin Ich immer offen.

Lg, Max
 
Hi Max,
Als ich noch mit DeepSkyStacker gearbeitet habe hab ich es immer so gemacht:
- stacken in DSS, speuchern ohne Anwenden
- offnen in Fits und gleich wieder als TIFF abspeuchern - ohne was zu machen
- stretching etc dann in Photoshop (du kannst auch Lightroom nehemn, aber m.M. nach sind EBENEN der Schlüssel zum (ersten) Glück...
- setzen des Schwarzpunktes im Hintergrund auf ca. 20/20/20.
- Sterne maskieren, selektion umkehren und dann stretchen, damit Dir die Sterne nicht ausbrennen.
- Mit Dynamik die Farben anheben
- Kurve anpassen
- Hochpassfilter (selektiv) zum schärfen

Na, hoffe das hilft Dir etwas weiter... Aber wie gesagt, Du solltes Dir ein Programm besorgen, welches Ebenen und selektives bearbeiten von Teilen des Bildes erlaubt. Aber ich kenne GIMP nicht, vielleicht kann das das?!

Gruß und viel Erfolg und immer Spaß
Ernie
 
Hey Terrorernie,

soweit schon mal vielen Dank.

Lg, Max
 
Servus,

diesen Link hier:

http://www.space-watcher.de/tipps_und_tricks/alccd6c_bericht_astronomicum_0807.html

find ich ganz interessant: ein durchgängiges Beispiel. Die Arbeitsschritte könnte man mit Deinen Tools sicher ähnlich hinkriegen.

>
Programme wie Photoshop stehen hierbei jedoch außer Debatte, wobei Gimp da ja einigermaßen mithalten kann, bis auf die Farbtiefe.
>

Naja ... Photoshop und/oder Pixinsight gehören halt einfach dazu.

Grüßlis

Klaus
 
Hey Leute,

ich melde mich jetzt nach einigen Probeläufen und unzähligen Versuchen mein theoretisches Wissen der EBV in die Praxis umzusetzen nochmals an euch.
Mittlerweile habe Ich meinen neuen Fotonewton erhalten und letzten Freitag direkt einige Testbilder von M31 gemacht.
Mir ging es hierbei nicht wirklich direkt um möglichst viele Einzelbelichtungen, sondern lediglich um die Justage und Überprüfung des Foto-Equipments.
Als Resultat erhielt Ich einige Daten, die Ich direkt mit meinem zusammengebastelten Workflow der EBV bearbeitete.

Ich dachte mir, Ich würde euch das Resultat jetzt einfach mal zur Verfügung stellen & Ihr könntet mir evtl. noch einige Verbesserungsvorschläge zur vorgenommenen EBV geben.
Würde mich hierbei über jede Anmerkung, sowie jeden Verbesserungsvorschlag freuen, wobei Ich mit dem Resultat eigentlich schon halbwegs zufrieden bin :)
Um euch das ganze etwas einfacher zu gestalten, dachte Ich mir das Ich im folgenden einfach sämtliche durchgeführten EBV-Schritte und das entsprechende Programm aufliste.

Daten zum Fotonewton:

- Öffnung: 10"
- Brennweite: 1000mm
- Öffnungsverhältnis: f/4
- Koma-Korrektor: Baader MPCC

Daten zur Aufnahme:

- Lights: 8x 8 Minuten (Gedithert)
- Darks: 4x 8 Minuten
- Gesamtbelichtungszeit: 64 Min.
- Iso: 400
- Kamera: Nikon D7200 (Unmodifiziert)

Vorgehensweise bei der EBV:

- Stacking der Einzelbelichtungen, sowie Abzug des Masterdarks (gemittelt) in DSS > Nicht gespeichert (32-bit Autosave.tif genutzt, keine weitere EBV in DSS)
- Summenbild zur Farbkalibrierung in Regim in Fitswork vorbereitet (auf 16-bit skaliert, sowie Bildwerte übertragen) > Als TIFF gespeichert
- Automatische Farbkalibrierung, sowie Division durch ein erstelltes Pseudoflat durchgeführt > Als FITS gespeichert
- Grober Stretch in Fitswork > Als Fits gespeichert
- Kurvenkorrektur sowie Steigerung der Helligkeit der feinen Staubbänder der Kernumgebung von M31 in GIMP 2.9
- Feinanpassung des Histogramms ebenfalls in GIMP 2.9
- "Halo"-Korrektur von M32 durch Maskierung und Ersatz (Ebenen) durch das Original-vorgestretchte Summenbild in GIMP 2.9 (M32 erzeugte ein unschönes "Halo")
- Maskierung des Vordergrundes und Anpassung der Farbsättigung ebenfalls in GIMP 2.9 > Als FITS exportiert
- Farb- & elektronisches Rauschen in Fitswork unter Erhalt der Details entfernt
- Letzte Anpassungen der Schärfe, des Kontrastes, der Klarheit und der Dynamik in Lightroom 5

So, das war eigentlich alles was Ich in der EBV durchgeführt habe.

Das Resultat findet Ihr in der Dropbox unter folgendem Link:

https://www.dropbox.com/s/8pk8wgb910ck9kb/M31_Lightroom_Resultat (Feineinstellungen).JPG?dl=0

Ich würde mich über einige Ratschläge von euch sehr freuen,
Lg, Max
 
Hey Leute,

will echt nicht nerven aber wie siehts mit ner Rückmeldung aus?
Würde mich echt freuen :)

Lg, Max
 
hier kommt die rückmeldung, foto ist leider nicht mehr in deiner box. daher kann ich zu deinem bild nichts sagen.

bis vor 2 jahren:
astrotrac, nikon d800, 180/2.8 APO.
software: dss gestackt, fitswork auf tiff 16bit, ps dann mit ebenen gearbeitet. lightroom hab ich auch, nehm es nur zur verwaltung, bearbeitung nicht.
hier ein stack aus mehreren nächten mit pixinsight bearbeitet:
https://500px.com/photo/130662571

jetzt:
80/500 refractor, nikon d5100a (selbst umgebaut), sämtliche bearbeitung in pixinsight.

dein erster bild kenne ich aus den alten tagen. nach einem test mit der demoversion von pixinsight musst ich dann fluchen: alle bisher gefertigten bilder waren für die tonne, alles von vorne mit pixinsight. ich war schlicht überwältigt, was da aus der dslr am ende dann rauskommt:
https://500px.com/photo/159651349

mein einziger tipp an dich: mit photoshop, lightroom, gimp wirst du bald anstehen, schau dir mal pixinsight an. die software ist nicht ganz einfach - inzwischen gibt es aber ein gutes gedrucktes "handbuch" dazu - da ist jeder einzelne cent gut investiert. im vergleich zur restlichen optischen ausrüstung sogar richtig günstig! gerade bei astrofotografie ist die software ebenso von bedeutung, quasi teil davon. und wenn man mehrere hundert euro in die hardware investiert, sollen 250 euro hier stören.

achja, noch ein tipp: wenn du die kamera nur für astro nehmen willst - filter raus!

lg

andreas
 
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