blue_scape
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... eine Riesensonne
Hallo,
nach zwei wunderbaren Deep-Sky-Sommernächten führte ich am gestrigen Abend meinen Galaxy D8 auf dem Mond spazieren; die letzte Beobachtungsnacht mit dem Teleskop liegt ja auch schon mehr als zwei Monate zurück. Und da ich heute 5.000 Beiträge voll hab, wollte ich seit langem mal wieder einen Beobachtungsbericht zum besten geben. Als Vorgeschmack möchte ich zuerst zwei Fernglaseindrücke vom Halbmond posten.
-- Gestern um 17:25 MEZ gepostet --
In der Hoffnung, dass der Abend so klar bleibt, ein paar erste Eindrücke. Bis kurz vor 17:00 MEZ beobachtete ich für etwa 20 Minuten den Mond, wie er sich knapp am Dachfirst des gegenüberliegenden Nachbarhauses vorbeischlich. Neben ein paar Aufnahmen mit 380mm Brennweite, kam auch das 10x50 bereits zum Einsatz. Außer der hellen Kraterregion südöstlich des Mare Nectaris, fiel schnell eine Einkerbung nahe des Südpols auf: Clavius. Gegen das Blau des Himmels nicht sehr kontrastreich, doch die Fortsetzung des südlichen Kraterwalls jenseits des Terminators war gut sichtbar, bei genauerer Betrachtung war auch der restliche Ellipse des Walls beobachtbar.
Die Vorfreude ist groß ...
-- Gestern um 18:49 MEZ gespostet --
Die Dunkelheit bricht schnell herein ...
Der Helligkeit des Mondes nimmt zusehends zu. Es wird ca. 17:15 MEZ gewesen sein, als ich einen kurzen Blick durch das Fernglas werfe und mir eine helle Stelle in Clavius auffällt. Jetzt sehe ich auch den zweigeteilten Plato, dunkel im Westen, hell im Osten.
Eine Viertelstunde später empfinde ich die helle Erscheinung auf Clavius' Kratergrund nicht mehr so hell, stattdessen nehme ich an, dass es sich hierbei nur um die normalen Grauton von Clavius handelt. Zudem fällt mir nun ein dunkles Band auf, welches sich zwischen Purbach und Thebit erstreckt.
Um der hellen Region in Clavius auf den Grund zu gehen, bleibe ich gegen 18:00 MEZ wieder etwas länger hinter dem Fernglas und hole auch das Lidlscope auf der Ecke. Der längliche Fleck zwischen dem geschwungenen Schatten des Ostwalls und der Mitte der Wallebene war im 10x50 deutlich zu sehen. Mit dem 9mm von ICS im Okularauszug wollte ich mir dann die Sache näher anschauen. Offenbar handelt es sich dabei um die Kraterreihe Clavius C und D. Außerdem nahm ich im Fernglas die Plato vorgelagerten Teneriffa-Berge wahr und jetzt waren auch die ersten hellen Sterne des Steinbocks sichtbar: zeta, 33, 36 Capricorni und HD 203475.
Morgen schiebe ich dann den Hauptteil nach.
CS
Gruß - Nico
Hallo,
nach zwei wunderbaren Deep-Sky-Sommernächten führte ich am gestrigen Abend meinen Galaxy D8 auf dem Mond spazieren; die letzte Beobachtungsnacht mit dem Teleskop liegt ja auch schon mehr als zwei Monate zurück. Und da ich heute 5.000 Beiträge voll hab, wollte ich seit langem mal wieder einen Beobachtungsbericht zum besten geben. Als Vorgeschmack möchte ich zuerst zwei Fernglaseindrücke vom Halbmond posten.
-- Gestern um 17:25 MEZ gepostet --
In der Hoffnung, dass der Abend so klar bleibt, ein paar erste Eindrücke. Bis kurz vor 17:00 MEZ beobachtete ich für etwa 20 Minuten den Mond, wie er sich knapp am Dachfirst des gegenüberliegenden Nachbarhauses vorbeischlich. Neben ein paar Aufnahmen mit 380mm Brennweite, kam auch das 10x50 bereits zum Einsatz. Außer der hellen Kraterregion südöstlich des Mare Nectaris, fiel schnell eine Einkerbung nahe des Südpols auf: Clavius. Gegen das Blau des Himmels nicht sehr kontrastreich, doch die Fortsetzung des südlichen Kraterwalls jenseits des Terminators war gut sichtbar, bei genauerer Betrachtung war auch der restliche Ellipse des Walls beobachtbar.
Die Vorfreude ist groß ...
-- Gestern um 18:49 MEZ gespostet --
Die Dunkelheit bricht schnell herein ...
Der Helligkeit des Mondes nimmt zusehends zu. Es wird ca. 17:15 MEZ gewesen sein, als ich einen kurzen Blick durch das Fernglas werfe und mir eine helle Stelle in Clavius auffällt. Jetzt sehe ich auch den zweigeteilten Plato, dunkel im Westen, hell im Osten.
Eine Viertelstunde später empfinde ich die helle Erscheinung auf Clavius' Kratergrund nicht mehr so hell, stattdessen nehme ich an, dass es sich hierbei nur um die normalen Grauton von Clavius handelt. Zudem fällt mir nun ein dunkles Band auf, welches sich zwischen Purbach und Thebit erstreckt.
Um der hellen Region in Clavius auf den Grund zu gehen, bleibe ich gegen 18:00 MEZ wieder etwas länger hinter dem Fernglas und hole auch das Lidlscope auf der Ecke. Der längliche Fleck zwischen dem geschwungenen Schatten des Ostwalls und der Mitte der Wallebene war im 10x50 deutlich zu sehen. Mit dem 9mm von ICS im Okularauszug wollte ich mir dann die Sache näher anschauen. Offenbar handelt es sich dabei um die Kraterreihe Clavius C und D. Außerdem nahm ich im Fernglas die Plato vorgelagerten Teneriffa-Berge wahr und jetzt waren auch die ersten hellen Sterne des Steinbocks sichtbar: zeta, 33, 36 Capricorni und HD 203475.
Morgen schiebe ich dann den Hauptteil nach.
CS
Gruß - Nico