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WC_Ente

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Hallo zusammen,

Seid einiger Zeit spiele ich mit dem Gedanken ein Teleskop
für Himmelsbeobachtungen zu zulegen.
Da ich allerdings keinen blassen Dunst habe, bzw.
nur eure sehr hilfreichen Einsteiger Seiten durchwälzt habe,
bräuchte ich eurer Feedback.

Ich hatte schon mehrmals sogenannte "TSCHIBO" und "LIDL"
Teleskope in der Hand, aber auf anraten eines Arbeitskollegen, der dieses Hobby schon etwas länger betreibt, diesen Gedanken immer wieder verworfen mir einen
solchen zuzulegen.
Die Teleskope,die mein Kollege mir bisher empfahl,lagen aber
immer ausserhalb meines Budgets.(Wer ihn kennt weiss,das er halt einfach ein Perfektionist ist gepaart mit Grössenwahn
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> )

Durch eifrigen Lesens des hiesigen Forums und der Einsteigerseiten bin ich über teleskop-service.de gestolpert
und folgende Geräte sind bei mir in die engere Auswahl
gerutscht:

1.TS Maksutov 102/1400 mit Astro 1
2.TS Newton 114/900 mit EQ1

Da Teleskop-Service noch Betriebsurlaub hat,wollte ich einfach mal von euch wissen, ob eines der beiden Geräte
sinnvoll für Anfänger ist (grade im Bezug auf Handhabung &
Komplexität) und ausreichend dimensioniert um nicht gleich wieder den Spass am neugewonnenen Hobby zu verlieren.

Danke für eurer Feedback

 
Hallo WC_Ente (hoffentlichist ist das nicht Dein wirklicher Name <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />)!

Beide Teleskope kannst Du bedenkenlos kaufen; eventuell wäre eine bessere Montierung (EQ3) aus Stabilitätsgründen für den Newton die bessere Wahl.

Investiere am Anfang nicht zu viel, möglicherweise findest Du auch ein gebrauchtes Teil für kleines Geld. Es ist wirklich nicht Jedermanns Sache, sich die Nächte um die Ohren zu schlagen.

Viele Grüße
Andreas



 
Hi,
nein ist nicht mein richtiger Name <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
Danke erstmal für eine schnelle Antwort.
Welches der beiden liefert den bessere
Bilder mit mehr Details oder besser gesagt
welcher der beiden bietet mehr fürs Geld ?

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo!

Also deine Auswahl ist ja schonmal äußerst erlesen! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Das Einstiegsinstrument schlechthin ist auf jeden Fall der 114/900 Newton!
Ich habe zwar nie so ein Teil besessen, aber habe schon sehr sehr häufig durch solche Geräte hindurch beobachtet und war immer wieder sehr beeindruckt, was ein solches Teleskop leisten kann, wenn die Bedingungen halbwegs stimmen.

Ein 114mm Newton mit 900mm Brennweite ist also auf jeden Fall eine Empfehlung wert.
ABER, gerade der gemeine Anfänger ist sich doch allzu häufig der Bedeutung der Montierung und des Statives nicht richtig bewußt.

Ich sage mal so, kaufe dir das beste und größte Teleskop, welches du für 15000€ bekommen kannst, aber setz dir als Limit für die Montierung einen Preis von 500€! Du wirst merken, dass du mit diesem großen Superduper Fernrohr nichts anfangen kannst, als es anzuschauen.
Der ware Nutzen kommt erst, wenn es stabil montiert ist und nicht vor lauter gewackel die Wahrnehmung leidet.

Dementsprechend rate ich dir zu einer etwas stabileren Montierung, zu dem 114er. So macht der auch mehr Spaß und du wirst viel mehr mit dem Gerät sehen.
Eine EQ-3 würde ich schon anraten, noch besser eine GSO Skyview, die einen wirklich excellenten Unterbau für einen 114er bietet, was ich aus eigener Erfahrung sagen kann. Wunderbar wäre eventuell auch, wenn du an eine gebrauchte EQ-5 kommen könntest, da diese auch häufig gebraucht zu sehr guten Preisen zu bekommen sind. Aber die EQ-1 ist wirklich etwas zu lasch für einen 114/900er.
Das präzise Scharfstellen wird dabei zum Glücksspiel.

Der Maksutov, den du vorschlägst, ist auch ein wirklich brauchbares Gerät, aber gerade als Anfänger wird dir die höhere Brennweite doch schon etwas zu schaffen machen, denke ich.
Mit normalen und preislich nicht zu abgehobenen Okularen ist das maximal erzielbare Gesichtsfeld am Himmel nänmlich schon einiges kleiner als beim 114/900, was das auffinden von Objekten doch schon ordentlich erschwert. Auch da hat der Newton seine Vorteile.
Mit dem Gerät auf einer etwas stabileren Montierung kannst du garnichts falsch machen.

Achso, was mir gerade noch einfiel, als ich mich an Andreas Worte erinnerte, der unter anderem schrieb:
Es ist wirklich nicht Jedermanns Sache, sich die Nächte um die Ohren zu schlagen.

Das ist ein wichtiger Punkt! Dazu möchte ich noch die alte Weißheit anbringen, "Nachts ist es kälter als draussen!". <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Das solltest du dir wirklich merken, den während so einer Beobachtungsnacht können selbst noch im Frühsommer die Temperaturen extrem fallen, gerade außerhalb der städte, auf dem Land. Gerade wenn Feuchgebiete in der Nähe sind kann es vorkommen, dass man in Badelatschen und shorts das Teleskop aufbaut, im dicken Skioverall dann aber abbaut und vor der abfahrt noch den Wagen freikratzen muss (schon selbst erlebt).
Deswegen ist die richtige Kleidung eigentlich noch wichtiger als eine Montierung oder eben das eigentliche Fernrohr. Das wollte ich nochmal gesagt haben.


viel Freude noch am Hobby und clear skies,
André
 
Hallo Sven,

die beiden von Dir genannten Geräte sind in etwa ebenbürtig, vergleichen wir aber trotzdem mal die Vor- und Nachteile der beiden Systeme:

1. Maksutov

+ kurze Bauweise, dadurch extrem mobil und erlaubt günstigere Montierungen, da der mechanische Hebel kurz ist.
+ geschlossene Bauweise, dadurch unempfindlicher gegen Staub und Schmutz auf den Spiegeln.
+ im allgemeinen recht Justierstabil, keine regelmäßige Nachjustierung nötig.

- ggf. auftretende, störende Lichtreflexe am Blendrohr, bedingen Nachbearbeitung (würde ich persönlich aber nicht in die Kaufentscheidung einfließen lassen, da diese Nachbearbeitung recht einfach, schnell und sehr preiswert selbst für den Laien zu bewerkstelligen ist.)
- Das bauartbedingte Spiegelshifting (das leichte verkippen des Hauptspiegels beim Fokussieren), d.h. während dem Scharfstellen kann das Bild hüpfen bis hin, daß das eingestellte Objekt aus dem Bildfeld verschwindet und nachgestellt werden muss.

2. Newton

+ einfacher Aufbau, dadurch recht kostengünstig in der Anschaffung
+ Einfache Justage (bedingt aber etwas Theorie u/o Erfahrung, ggf Hilfsmittel wie z.B. Justierlaser oder Chesireokular erforderlich)

- längerer mechanischer Hebel als Mak, erfordert stabilere Montierung
- erfordert gelegentliche Nachjustage (abhängig davon, wie stark das Gerät mechanisch beansprucht wird, z.B. durch Erschütterungen beim Transport oder ähnliches)

Fazit:
Beide Geräte sind einfach zu handhaben und leicht zu transportieren, wobei hier der Mak eine Nuance besser abschneidet. Der Newton ist dagegen ein unumstritten empfohlenes Einsteigergerät, da es unkomplizierter zu handhaben ist. Kaufst Du zudem beim Teleskopservice, bekommst Du dabei auch noch brauchbare Qualität zu einem vernünftigen Preis.

Ich selbst habe sowohl ein 114mm Newton als auch ein 102mm Maksutov, beobachte aber öfter mit dem Newton, das Bild ist aufgrund des besseren Öffnungsverhältnisses heller, was sich bei der Beobachtung von Nebeln und Sternhaufen positiv bemerkbar macht. Zwar habe ich selbst keine praktische Erfahrung mit Fotografie, aber ich schätze mal, daß der Mak aufgrund seines Öffnungsverhältnisses dafür eher ungeeignet ist, einfach gesagt, das Bild ist zu dunkel.

Schlussendlich würde ich dem Newton den Vorzug geben.


 
Danke
das sind schonmal sehr brauchbare Infos.

Habe auch noch eins gefunden das vielleicht interessant sein könnte natürlich auch bei Teleskop-Service:

Das GSO 580 Dobson 153/1200
Da ich nicht beabsichtige damit zu fotografieren, könnte
das auch sehr interessant sein grade für mich als Einsteiger

Was meint ihr ?

 
Hi WC_Ente,

wenn du nicht vor hast, zu fotografieren, dann kriegst du mit einem Dobson auf jeden Fall für dein Geld am meisten "Öffnung". Beim Dob fließt das Geld halt hauptsächlich in die Optik, da die Monti nur ein einfach konstruiertes Holzgestell, die sogenannte Rockerbox ist.
Und mit 150mm Öffnung wirst du einiges mehr sehen können, als mit 110mm, speziell im Deepsky-Bereich. Weiterer Vorteil des Dobsons: einfach hinstellen und loslegen.

Gruß
Peter
 
Hi Sven,
auch mit dem Tchibo oder dem LIDL kan man schon schöne Beobachtungen machen.
Jedes Teleskop hat seinen Himmel.
Welches des richtige Scope für Dich ist, hängt von dem ab was Du sehen willst und was Du bereit bist zu investieren.
Der 114/900 Newton ist schon gut zu gebrauchen, alerdings nicht auf der EQ1.
Hier solltest Du mindestens ne Astro3 (LIDL-Monti), besser ne EQ3 nehmen.
Der 150/1200 Dobs wird Dir etwas mehr zeigen auf Grund der größeren Öffnung.
Allerdings hast hier keine Chance zu einem vernünftigen Preis eine automatische Nachführung des Objekts zu erreichen. Hier bist Du auf handbetrieb angewiesen und das auf 2 Achsen ( Höhe und Breite ). Das solltest Du ausprobieren, wenn irgend möglich. Wenn Dir das Rumdobsen liegt, nimm den Dobs.
CS
 
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