mettling
Aktives Mitglied
Gestern Abend war endlich Gelegenheit, mein in der Bucht erworbenes Revue 8x40 Weitwinkel zu testen.
Dunkler Himmel, die Sommermilchstraße im Zenit. Das absolute Paradegebiet für so ein Glas. Also raus mit der Isomatte meiner Tochter (gelb mit Marienkäfern drauf), eine Gartenstuhlauflage unter den Kopf und auf den Rasen gelegt.
Das "neue" Glas (ca. 15 Jahre alt) zeigte sofort gnadenlos seine Defizite: das äußere Drittel war nicht richtig scharf zu bekommen. Aber durch die 9° scheinbares Gesichtsfeld stört das nicht so sehr, man richtet das Glas ohnehin immer mit dem Zentrum auf das Beobachtungsobjekt. Über das Glas werde ich auch noch etwas im Fernglasforum schreiben.
Die Milchstraße im Schwan ist immer wieder ein Erlebnis. Bislang hatte ich aber nur das Vergnügen mit meinem 20x80. Die geringere Vergrößerung liefert natürlich einen ganz anderen Eindruck.
Zuerst machte ich mich auf die Suche nach dem Nordamerikanebel. Er war schnell gefunden. So schnell, dass ich zuerst dachte ich sehe nur ein Sternfeld. Aber der Golf von Mexiko war eindeutig zu identifizieren und dann hat man auch schnell den Rest des Kontinents. Ich hätte nie gedacht, dass man ihn im 8x40 so deutlich sieht.
Danach nahm ich mir den Cirrusnebel vor. NGC6960, den "Sturmvogel" konnte ich nicht sehen. Wahrscheinlich wurde er von 52Cyg überstrahlt. Aber ich glaube, ich habe NGC6992 auf der gegenüberliegenden Seite des Nebels gesehen. Ich war schwer beeindruckt, bislang kenne ich den Cirrus nur aus dem C8 mit Nebelfilter.
Danach suchte ich noch ein paar Sternhaufen auf. Sie sind natürlich sehr schön, aber 8x ist IMO für Sternhaufen zu schwach. Das gleiche gilt auch für den Hantelnebel. Klar ist er auffällig, aber er macht bei der Vergrößerung einfach nicht viel her. Es macht viel mehr Spaß einfach im Band der Milchstraße spazieren zu gehen und die abwechselnden Sternfelder und Dunkelwolken zu beobachten. Und immer wieder kehrte ich zum Nordamerika und zum Cirrus zurück. Das war das absolute Highlight der Nacht.
Als mir dann nach einer Stunde die Arme weh taten, schaute ich einfach noch ein bisschen so in den Zenit. Ich glaube, das war auch das erste Mal, dass ich das mit bestmöglicher Dunkeladaption in aller Ruhe gemacht habe.
Die Milchstraße war einfach fantastisch!
Und was soll ich sagen: neben Deneb habe ich eine deutliche, diffuse Aufhellung gesehen! Kann es sein, dass das der Nordamerikanebel war? Die Position stimmte und auch die Form war zu erkennen.
Oder hat mir da meine Fantasie einen Streich gespielt? ?)
Kann jemand so eine Beobachtung mit bloßem Auge bestätigen?
Aber wie dem auch sei, es war ein ganz fantastischer Beobachtungsabend. Man sollte nie die Leistungsfähigkeit einfacher Ferngläser und des bloßen Auges unterschätzen.
Wiederholung garantiert! Vielleicht heute Nacht?
Clear skies:
Marcus
Dunkler Himmel, die Sommermilchstraße im Zenit. Das absolute Paradegebiet für so ein Glas. Also raus mit der Isomatte meiner Tochter (gelb mit Marienkäfern drauf), eine Gartenstuhlauflage unter den Kopf und auf den Rasen gelegt.
Das "neue" Glas (ca. 15 Jahre alt) zeigte sofort gnadenlos seine Defizite: das äußere Drittel war nicht richtig scharf zu bekommen. Aber durch die 9° scheinbares Gesichtsfeld stört das nicht so sehr, man richtet das Glas ohnehin immer mit dem Zentrum auf das Beobachtungsobjekt. Über das Glas werde ich auch noch etwas im Fernglasforum schreiben.
Die Milchstraße im Schwan ist immer wieder ein Erlebnis. Bislang hatte ich aber nur das Vergnügen mit meinem 20x80. Die geringere Vergrößerung liefert natürlich einen ganz anderen Eindruck.
Zuerst machte ich mich auf die Suche nach dem Nordamerikanebel. Er war schnell gefunden. So schnell, dass ich zuerst dachte ich sehe nur ein Sternfeld. Aber der Golf von Mexiko war eindeutig zu identifizieren und dann hat man auch schnell den Rest des Kontinents. Ich hätte nie gedacht, dass man ihn im 8x40 so deutlich sieht.
Danach nahm ich mir den Cirrusnebel vor. NGC6960, den "Sturmvogel" konnte ich nicht sehen. Wahrscheinlich wurde er von 52Cyg überstrahlt. Aber ich glaube, ich habe NGC6992 auf der gegenüberliegenden Seite des Nebels gesehen. Ich war schwer beeindruckt, bislang kenne ich den Cirrus nur aus dem C8 mit Nebelfilter.
Danach suchte ich noch ein paar Sternhaufen auf. Sie sind natürlich sehr schön, aber 8x ist IMO für Sternhaufen zu schwach. Das gleiche gilt auch für den Hantelnebel. Klar ist er auffällig, aber er macht bei der Vergrößerung einfach nicht viel her. Es macht viel mehr Spaß einfach im Band der Milchstraße spazieren zu gehen und die abwechselnden Sternfelder und Dunkelwolken zu beobachten. Und immer wieder kehrte ich zum Nordamerika und zum Cirrus zurück. Das war das absolute Highlight der Nacht.
Als mir dann nach einer Stunde die Arme weh taten, schaute ich einfach noch ein bisschen so in den Zenit. Ich glaube, das war auch das erste Mal, dass ich das mit bestmöglicher Dunkeladaption in aller Ruhe gemacht habe.
Die Milchstraße war einfach fantastisch!
Und was soll ich sagen: neben Deneb habe ich eine deutliche, diffuse Aufhellung gesehen! Kann es sein, dass das der Nordamerikanebel war? Die Position stimmte und auch die Form war zu erkennen.
Oder hat mir da meine Fantasie einen Streich gespielt? ?)
Kann jemand so eine Beobachtung mit bloßem Auge bestätigen?
Aber wie dem auch sei, es war ein ganz fantastischer Beobachtungsabend. Man sollte nie die Leistungsfähigkeit einfacher Ferngläser und des bloßen Auges unterschätzen.
Wiederholung garantiert! Vielleicht heute Nacht?
Clear skies:
Marcus