Lucifugus
Aktives Mitglied
Servus beinand,
gestern Nacht war klarer Himmel und (!) trockene Luft angesagt. Also nichts wie raus! Gegen 23 Uhr war der Dino aufgebaut, der Spiegel durfte abkühlen und ich habe im Gartenstuhl gemütlich dem Himmel zugesehen, wie er immer dunkler wurde und sich die Milchstraße immer strukturreicher am Himmel gezeigt hat. Der Südhorizont war erst noch wolkengeplagt, dann aber verzogen sich auch diese, sodass der Stachel des Skorpions schönm zu sehen war.
Mit dem Fernglas habe ich die Milchstraße zwischen Schützen und Schild bewundert, um dann nach Mitternacht, also am 22.6., den Dino mit Sternenlicht zu füttern. Los ging's mit Arcturus, weil ich den Leuchtpunktsucher an ihm zentriert habe. Klar, dass ich dann Napoleons Hut angeschaut habe, das nette Sternmuster direkt bei Arcturus. Der Hut zeigte natürlich auch seinen kleinen Schmuck (eine kurze Sternenkette, die wie eine Feder am Hut wirkt).
Als Sightseeing habe ich dann M 4 angeschaut. Ich liebe seine Zerrupftheit, den Balken in der Mitte, die vielen Sternenketten. Wie ein Offener Sternhaufen. Sehr schön!
Gut warmgesehen, also ran an die Arbeit. IC 4593 stand auf dem Programm. White Eyed Pea im Englischen, also die weißäugige Bohne. Ein netter, kleiner PN, der insbesondere auf Kurzbelichtungsfotos sehr viel Struktur zeigt (also auf die Frames bezogen, nicht auf die Gesamtbelichtungszeit). Visuell ist er nicht so einfach, da klein, mit sehr hellem Zentrum / Zentralstern, aber schwachem Halo. Zudem steht er im an helleren Sternen armen Niemandsland (Herkules östlich des Kopfes der Schlange).
Mein SQM-L zeigte mittlerweile 21m3 an (besser wurde es in der Nacht nicht). Die Temperatur ist auf 8° Celsius gefallen, ging später noch etwas runter auf 7° Celsius, blieb dann aber so. Angenehm frisch, eine tolle Luft, und trotzdem weiterhin trocken. Aber zurück zum Objekt.
Das Problem beim Sternhoppeln ist hier auch, dass der PN sehr klein ist. Im 21mm-Ethos bei 106× habe ich eigentlich nur einen Stern gesehen. Leider habe ich ihn auch nicht als grün wahrnehmen können. Ich vermute, dass der helle Zentralstern da doch mit überstrahlt. Da ich aber die Sternmuster dort kenne, war der "richtige Stern" leicht zu lokalisieren.
im 10 mm-Ethos, meinen Arbeitspferd, bei 224×, ist er deutlich flächig mit sehr heller Mitte. Er erinnert mich an den Anblick im 8-Zöller aus dem Jahr 2023, nur viel heller natürlich, aber leider ohne Farbe. Im OIII-Filter ist er kontrastreicher. Ein Halo ist schwach angedeutet.
Im 4,7 mm-Ethos, bei 476× sieht es schon anders aus. Der Zentralstern überstrahlt zwar den zentralen Bereich, aber ich erkenne oder meine zu erkennen, dass der helle PN nicht rund, sondern eckig ist und auf einer Seite dadurch etwas eingedellt. Hellere Knoten habe ich nicht sehen können, wohl aber die Form. Richtig scharf sind die Ränder nicht, aber es ist definitiv kein kreisrunder oder ovaler Ring, sondern eine gleichmäßig helle Fläche mit Ecken und Kanten und einem eben sehr hellen Stern in der Mitte, der aber nicht nadelfein, sondern recht grob rüberkommt. Auch hier ist das Bild im OIII-Filter klarer, und da ist die Form auffällig. Und rundherum ist im OIII-Filter noch diffus ein rund erscheinender Halo zu erkennen. Bei direktem Blick auf den Zentralbereich ist der weg, bei indirektem Sehen kommt er wieder. Nicht sehr deutlich, aber gut wahrnehmbar. Ich habe versucht, den Eindruck zu skizzieren - eine kantige Erbse mit weißem Auge:
Ein Freund von mir nennt ihn Summen-Wurzel-PN, denn 4+5=9 und die Wurzel aus 9 ist 3.
Ich habe relativ lange mit diesem kleinen Schätzchen verbracht, denn bei 476× läuft er schnell aus dem Bild. Um ihn mal richtig zu analysieren, muss eine EQ-Plattform und bei passendem Seeing eine höhrere Vergrößerung her.
Östlich von IC 4593 kann man das nette Sternmuster Harrington 7 anschauen. Habe ich natürlich getan. Ein auffälliges Muster hellerer Sterne vor dem Hintergrund schwächerer Sterne. Hübsch!
Wenn man schonmal in der Gegend ist, dann kann man ja auch noch eine Galaxie bewundern. Meine Wahl fiel auf NGC 6012, da sie direkt westlich des Kopfes der Schlange steht,
eine Balkenspirale mit 11m9, die 86 Millionen Lichtjahre von uns entfernt ist. Wilhelm Herschel hat sie 1787 entdeckt. Das finde ich so schön am NGC-Katalog – man wandelt auf geschichtlichem Terrain und kann die damalige Phase der Neuentdeckungen für sich selber nachvollziehen. Gut, nicht das Finden, aber die Beobachtung an sich.
Ich habe einen hellen, länglichen Nebelfleck gesehen, der nur der zentale Balken ist. Dabei ist eine Seite auffallend gerade abgeschnitten, jedenfalls habe ich es so wahrgenommen. Die Spiralarme bilden eine Ellipse, was ich aber nicht erkennen konnte. Vielleicht hätte ich mehr rauskitzeln können, aber es war mehr ein kurzes Vorbeischauen. Ich habe auch nicht auf die mir möglichen 476× hochvergrößert. Hätte ich vielleicht tun sollen...
Hier die Skizze dazu:
Im Okular macht so eine Galaxie mehr Spaß als die Skizze ausdrücken kann. Die leichte Asymmetrie, das Herauskitzeln der Form, dann das Nachrecherchieren, wie sie auf Fotos aussieht, um damit querzuchecken, was man real gesehen hat. Ich muss sie nochmal besuchen, bei dunklerem Himmel. Die Spiralarme sollten ruaskitzelbar sein.
Mein Programm war durch, es war aber noch dunkel. Also Ortswechsl und rein in den Adler (unten, nahe des Schilds).
Das "Glühende Auge", NGC 6751 war nett als Vergleich mit der Erbse. Bei 476× ein netter, kleiner Ring ist mit einem Zentralstern. Knuffig.
Auf dem Weg dorthin bin ich beim Sternhoppeln über V Aquilae gestolpert. Mein Gott ist der Orange! Wie ein Edelstein, 7. Größenklasse (ich habe keine Helligkeitsschätzung machen können, da ich keine Vergleichskarte dabei hatte). Wow, tief orangrot, gleißend, was für eine Farbe!
Und wenn man schon dort ist, kann man noch Raymond 16 anschauen, ein kleines, leicht zu findendes Sternmuster. Natürlich habe ich es mir angeschaut, kein Konjunktiv nötig.
Im Fernglas fiel mir Barnard 137/138/139 auf, ein langer, gebogener Dunkelnebel. Im Dino ist er nicht schwarz, aber die Sternarmut fällt deutlich auf, sodass man ihn auch mit großem Besteck abklappern kann. Man kommt so zu NGC 6775, einem Asterismus, der vorgab, ein Offener Sternhaufen zu sein. Das nette daran ist, dass er von dem Dunkelnebel quasi umflossen wird. Sehr schön, diese Sternverdichtung zu sehen und daneben, westlich, ist so wenig, kaum Sterne.
Südlich des untersten Zipfels des Gesamtdunkelnebels, der Teil ist Barnard 139, liegt noch ein PN namens NGC 6778. Die Nacht endete langsam, weshalb ich hier nicht mehr die Muße hatte, komplett hochzuvergrößern. Bei 224× sah ich noch eine einheitliche Nebelfläche, dabei ist es ein bipolarer Nebel. Muss ich mal bei deutlich höherer Vergrößerung nochmal angehen.
Als Abschluss ging es in den Schwan, zu meiner Lieblingsecke bei Sadr.
Von da aus schnell über NGC 6910 (der tolle Offene Sternhaufen) zu Collinder 421. Das ist mein üblicher Weg zu Dolidze 8 und NGC 6914. Diesmal war ich zu schnell beim Schieben und Stubbsen und landete bei Dolidze 9. Der ist so markant, dass man ihn sofort erkennt, wenn man ihn kennt. Also etwas retour und da ist er, Dolidze 8. Ich mag diesen Sternhaufen. Um die hellsten Sterne ist wieder vdB 131 gut zu sehen. Der UHC-Filter hilft ein Bisserl. Für Parsamian 22 war es vermutlich schon zu hell im Hintergrund. Dieses kleine Nebelgebiet innerhalb von Dolidze 8 steht dank Uwe auf meiner Bucket-List. Jedenfalls konnte ich es nicht herauskitzeln. Der Nordosthorizont wurde auch schon heller. Also noch schnell zu NGC 6914 und vdB 132. Beide Reflexionsnebel waren gut zu sehen, auch mit Details, die Transparenz war gut genug. Dunkelstrukturen neben Reflexionsnebeln, herrlich. Das leichte Hintergrundglimmen von den H-alpha-Wolken konnte ich diesmal nicht sehen, wohl aber die Reflexionsnebel. Und richtig deutlich! Das geht nicht jede Nacht. Hier ruft aber mal das Gebirge, der Schwan ist ja lange zu beobachten.
Also Schluss für heute. Jetzt waren es nur noch 20m9 auf dem SQM-L bei immer noch 7° Celsius. Eine wunderbar entspannende, relativ kurze Nacht ist vorbei. Gut, dass ich im Süden wohne, da gibt es keine völlig weißen Nächte. Um 3 Uhr war alles im Auto und um halb vier lag ich im Bett, das Gesehen revue passieren lassend.
Liebe Grüße,
Christoph
gestern Nacht war klarer Himmel und (!) trockene Luft angesagt. Also nichts wie raus! Gegen 23 Uhr war der Dino aufgebaut, der Spiegel durfte abkühlen und ich habe im Gartenstuhl gemütlich dem Himmel zugesehen, wie er immer dunkler wurde und sich die Milchstraße immer strukturreicher am Himmel gezeigt hat. Der Südhorizont war erst noch wolkengeplagt, dann aber verzogen sich auch diese, sodass der Stachel des Skorpions schönm zu sehen war.
Mit dem Fernglas habe ich die Milchstraße zwischen Schützen und Schild bewundert, um dann nach Mitternacht, also am 22.6., den Dino mit Sternenlicht zu füttern. Los ging's mit Arcturus, weil ich den Leuchtpunktsucher an ihm zentriert habe. Klar, dass ich dann Napoleons Hut angeschaut habe, das nette Sternmuster direkt bei Arcturus. Der Hut zeigte natürlich auch seinen kleinen Schmuck (eine kurze Sternenkette, die wie eine Feder am Hut wirkt).
Als Sightseeing habe ich dann M 4 angeschaut. Ich liebe seine Zerrupftheit, den Balken in der Mitte, die vielen Sternenketten. Wie ein Offener Sternhaufen. Sehr schön!
Gut warmgesehen, also ran an die Arbeit. IC 4593 stand auf dem Programm. White Eyed Pea im Englischen, also die weißäugige Bohne. Ein netter, kleiner PN, der insbesondere auf Kurzbelichtungsfotos sehr viel Struktur zeigt (also auf die Frames bezogen, nicht auf die Gesamtbelichtungszeit). Visuell ist er nicht so einfach, da klein, mit sehr hellem Zentrum / Zentralstern, aber schwachem Halo. Zudem steht er im an helleren Sternen armen Niemandsland (Herkules östlich des Kopfes der Schlange).
Mein SQM-L zeigte mittlerweile 21m3 an (besser wurde es in der Nacht nicht). Die Temperatur ist auf 8° Celsius gefallen, ging später noch etwas runter auf 7° Celsius, blieb dann aber so. Angenehm frisch, eine tolle Luft, und trotzdem weiterhin trocken. Aber zurück zum Objekt.
Das Problem beim Sternhoppeln ist hier auch, dass der PN sehr klein ist. Im 21mm-Ethos bei 106× habe ich eigentlich nur einen Stern gesehen. Leider habe ich ihn auch nicht als grün wahrnehmen können. Ich vermute, dass der helle Zentralstern da doch mit überstrahlt. Da ich aber die Sternmuster dort kenne, war der "richtige Stern" leicht zu lokalisieren.
im 10 mm-Ethos, meinen Arbeitspferd, bei 224×, ist er deutlich flächig mit sehr heller Mitte. Er erinnert mich an den Anblick im 8-Zöller aus dem Jahr 2023, nur viel heller natürlich, aber leider ohne Farbe. Im OIII-Filter ist er kontrastreicher. Ein Halo ist schwach angedeutet.
Im 4,7 mm-Ethos, bei 476× sieht es schon anders aus. Der Zentralstern überstrahlt zwar den zentralen Bereich, aber ich erkenne oder meine zu erkennen, dass der helle PN nicht rund, sondern eckig ist und auf einer Seite dadurch etwas eingedellt. Hellere Knoten habe ich nicht sehen können, wohl aber die Form. Richtig scharf sind die Ränder nicht, aber es ist definitiv kein kreisrunder oder ovaler Ring, sondern eine gleichmäßig helle Fläche mit Ecken und Kanten und einem eben sehr hellen Stern in der Mitte, der aber nicht nadelfein, sondern recht grob rüberkommt. Auch hier ist das Bild im OIII-Filter klarer, und da ist die Form auffällig. Und rundherum ist im OIII-Filter noch diffus ein rund erscheinender Halo zu erkennen. Bei direktem Blick auf den Zentralbereich ist der weg, bei indirektem Sehen kommt er wieder. Nicht sehr deutlich, aber gut wahrnehmbar. Ich habe versucht, den Eindruck zu skizzieren - eine kantige Erbse mit weißem Auge:
Ein Freund von mir nennt ihn Summen-Wurzel-PN, denn 4+5=9 und die Wurzel aus 9 ist 3.
Ich habe relativ lange mit diesem kleinen Schätzchen verbracht, denn bei 476× läuft er schnell aus dem Bild. Um ihn mal richtig zu analysieren, muss eine EQ-Plattform und bei passendem Seeing eine höhrere Vergrößerung her.
Östlich von IC 4593 kann man das nette Sternmuster Harrington 7 anschauen. Habe ich natürlich getan. Ein auffälliges Muster hellerer Sterne vor dem Hintergrund schwächerer Sterne. Hübsch!
Wenn man schonmal in der Gegend ist, dann kann man ja auch noch eine Galaxie bewundern. Meine Wahl fiel auf NGC 6012, da sie direkt westlich des Kopfes der Schlange steht,
eine Balkenspirale mit 11m9, die 86 Millionen Lichtjahre von uns entfernt ist. Wilhelm Herschel hat sie 1787 entdeckt. Das finde ich so schön am NGC-Katalog – man wandelt auf geschichtlichem Terrain und kann die damalige Phase der Neuentdeckungen für sich selber nachvollziehen. Gut, nicht das Finden, aber die Beobachtung an sich.
Ich habe einen hellen, länglichen Nebelfleck gesehen, der nur der zentale Balken ist. Dabei ist eine Seite auffallend gerade abgeschnitten, jedenfalls habe ich es so wahrgenommen. Die Spiralarme bilden eine Ellipse, was ich aber nicht erkennen konnte. Vielleicht hätte ich mehr rauskitzeln können, aber es war mehr ein kurzes Vorbeischauen. Ich habe auch nicht auf die mir möglichen 476× hochvergrößert. Hätte ich vielleicht tun sollen...
Hier die Skizze dazu:
Im Okular macht so eine Galaxie mehr Spaß als die Skizze ausdrücken kann. Die leichte Asymmetrie, das Herauskitzeln der Form, dann das Nachrecherchieren, wie sie auf Fotos aussieht, um damit querzuchecken, was man real gesehen hat. Ich muss sie nochmal besuchen, bei dunklerem Himmel. Die Spiralarme sollten ruaskitzelbar sein.
Mein Programm war durch, es war aber noch dunkel. Also Ortswechsl und rein in den Adler (unten, nahe des Schilds).
Das "Glühende Auge", NGC 6751 war nett als Vergleich mit der Erbse. Bei 476× ein netter, kleiner Ring ist mit einem Zentralstern. Knuffig.
Auf dem Weg dorthin bin ich beim Sternhoppeln über V Aquilae gestolpert. Mein Gott ist der Orange! Wie ein Edelstein, 7. Größenklasse (ich habe keine Helligkeitsschätzung machen können, da ich keine Vergleichskarte dabei hatte). Wow, tief orangrot, gleißend, was für eine Farbe!
Und wenn man schon dort ist, kann man noch Raymond 16 anschauen, ein kleines, leicht zu findendes Sternmuster. Natürlich habe ich es mir angeschaut, kein Konjunktiv nötig.
Im Fernglas fiel mir Barnard 137/138/139 auf, ein langer, gebogener Dunkelnebel. Im Dino ist er nicht schwarz, aber die Sternarmut fällt deutlich auf, sodass man ihn auch mit großem Besteck abklappern kann. Man kommt so zu NGC 6775, einem Asterismus, der vorgab, ein Offener Sternhaufen zu sein. Das nette daran ist, dass er von dem Dunkelnebel quasi umflossen wird. Sehr schön, diese Sternverdichtung zu sehen und daneben, westlich, ist so wenig, kaum Sterne.
Südlich des untersten Zipfels des Gesamtdunkelnebels, der Teil ist Barnard 139, liegt noch ein PN namens NGC 6778. Die Nacht endete langsam, weshalb ich hier nicht mehr die Muße hatte, komplett hochzuvergrößern. Bei 224× sah ich noch eine einheitliche Nebelfläche, dabei ist es ein bipolarer Nebel. Muss ich mal bei deutlich höherer Vergrößerung nochmal angehen.
Als Abschluss ging es in den Schwan, zu meiner Lieblingsecke bei Sadr.
Von da aus schnell über NGC 6910 (der tolle Offene Sternhaufen) zu Collinder 421. Das ist mein üblicher Weg zu Dolidze 8 und NGC 6914. Diesmal war ich zu schnell beim Schieben und Stubbsen und landete bei Dolidze 9. Der ist so markant, dass man ihn sofort erkennt, wenn man ihn kennt. Also etwas retour und da ist er, Dolidze 8. Ich mag diesen Sternhaufen. Um die hellsten Sterne ist wieder vdB 131 gut zu sehen. Der UHC-Filter hilft ein Bisserl. Für Parsamian 22 war es vermutlich schon zu hell im Hintergrund. Dieses kleine Nebelgebiet innerhalb von Dolidze 8 steht dank Uwe auf meiner Bucket-List. Jedenfalls konnte ich es nicht herauskitzeln. Der Nordosthorizont wurde auch schon heller. Also noch schnell zu NGC 6914 und vdB 132. Beide Reflexionsnebel waren gut zu sehen, auch mit Details, die Transparenz war gut genug. Dunkelstrukturen neben Reflexionsnebeln, herrlich. Das leichte Hintergrundglimmen von den H-alpha-Wolken konnte ich diesmal nicht sehen, wohl aber die Reflexionsnebel. Und richtig deutlich! Das geht nicht jede Nacht. Hier ruft aber mal das Gebirge, der Schwan ist ja lange zu beobachten.
Also Schluss für heute. Jetzt waren es nur noch 20m9 auf dem SQM-L bei immer noch 7° Celsius. Eine wunderbar entspannende, relativ kurze Nacht ist vorbei. Gut, dass ich im Süden wohne, da gibt es keine völlig weißen Nächte. Um 3 Uhr war alles im Auto und um halb vier lag ich im Bett, das Gesehen revue passieren lassend.
Liebe Grüße,
Christoph