Achim
Aktives Mitglied
Bericht vom 15/16.01.2005; 23.30h - 05.30h
Ausrüstung: Newton-Teleskop, Öffnung 506mm, Brennweite 2385mm, (f/4,7) Ursus
Dobsonmontierung
verwendete Okulare: 26mm Nagler Typ4 ; 17mm Nagler Typ 4; 13mm Nagler Typ1, 9mm Nagler Typ6
Ort: freies Feld gut 1km außerhalb Losauchrach, ca 400m ÜNN
Temperatur: 23.10h -4,8 C ; 06.00h -7,4 C
Seeing: 3
Wetter: tags wunderbar klar, dies bleibt auch die Nacht so, von gegen 03.00h einzelnen durchziehenden Wolkenschleiern abgesehen
Beobachtete Objekte:
Galaxien:
Lepus: NGC1622, NGC1618, NGC1625
Cancer: NGC2619, NGC2608, UGC4559
Lynx: NGC2683, NGC2770A, UGC4787
Leo: NGC3187, NGC3190, NGC3193, NGC3185, NGC3177, NGC3221, NGC3226, NGC3227, NGC3222, NGC3213, NGC3646, NGC3649, NGC3607, NGC3608, NGC3599, NGC3605, M65, M66, NGC3628, NGC3377, NGC3367, M95, M96, NGC3338, M105, NGC3371, NGC3373
Vigro: M104
Urs Major: M101
Canis Venatici: M51, NGC5195
Planeten: Saturn, Jupiter
Schon an Freitag hatte ich MikeW wegen gemeinsamen Spechteln angerufen. Mike hatte jedoch die Nacht davor fast ganz mit einem Freund durchdiskutiert, so einigen wir uns auf die Nacht vom Samstag. Stellt sich als gut heraus, da es Freitags zunächst diesig und dann neblig wurde.
Ursus, der 20“ hatte so auch 5 Stunden Zeit zum temperieren. Kurz vor 10 ist Mike da, wir plaudern dann über Selbstbau insbesondere mit CFK, da kann ich etwas von Mike lernen. Die Zeit vergeht wie im Flug, kurz nach 11.00h fahren wir dann los, nach Losaurach, einem neuen Spechtelplatz. Auf einer großen Ebene, oberhalb des Aurachtals, nicht einmal 10km von der Aurachquelle entfernt. Fast ganz flach, nach SO leicht abfallend, in alle anderen Richtungen von Wald in jeweils ca. 100m Entfernung umgeben.
Es ist ordentlich dunkel, insbesondere Richtung Süden, wo auch direkt am Horizont kein Streulicht auszumachen ist, in die Richtung ist einige km nichts als Natur. Wir bauen auf, bei mir mit dem Dobson geht das deutlich schneller als bei Mike mit seinem 12“ parallaktisch montierten f/5 Eigenbau. Ursus ist deutlich dejustiert, beim Einstellen merke ich kräftigen Astigmatismus; einmal kräftig rütteln an der Box, dann ist dieser weg. Ich muss die Schlingenlagerung doch mal umbauen. Es geht ein deutlicher Luftzug, teilweise etwas böig, bei minus 5C beißt dies in die Haut. Ich hatte mich warm angezogen und erstmals Handschuhe dabei (wollene Fingerhandschuhe von Siliva), die kann ich gut gebrauchen. Die Mütze habe ich später nach ca. 2h durch eine Sturmhaube + Mütze ersetzt.
Nun schweift der Blick: Perseus ist ebenfalls bereits absteigend ; Orion dominiert den Süden, darunter Lepus, gen SO taucht Cetus bereits ab. Dazwischen Eridianus, ein Sternbild, in dem ich noch nie auf Objektjagd war, das soll sich ändern. Zunächst erschwert lokales Seeing die Beobachtung. Der Schuppen für die Spiegellagerung mag 2 Grad wärmer gewesen sein als nur hier auf freiem Feld. Die ersten Objekte fallen so nun schwerer. Dicht bei Nu Eridanus liegt eine 3er GX-Gruppe:
NGC1622 - GX- Eri - (mag 12,5 – 13,4 3,7 * 0,7') GH 5,2
NGC1618 - GX- Eri - (mag 12,7 – 13,3 2,4 * 0,8') GH 5,2
NGC1625 - GX- Eri - (mag 12,3 – 12,2 2,1 * 0,5') GH 5,2
im 26er kann ich nur letzte erkennen, greife dann zum 17er, erst im 13er bei 200-fach sind dann NGC1622 und – nur 8’ entfernt gemeinsam im GF – NGC1618 zu erahnen. Der Himmel ist hier nicht sonderlich dunkel, etwas Dunst stört, da hatte ich zuviel erwartet. Nur zwei recht längliche Schemen. In NGC1618 ein ca. Mag8-Vordergrundstern oberhalb eines schwachen grenzwertigen Fünkchens, ca. Mag 15. Im Unterschied zu den auf den Kanten stehenden anderen GX’en liegt NGC1625 quer im GF. Auch hier ein Stern 8. Helligkeit im Halo, der ZB recht länglich und deutlich heller, dazu 3 kleine Lichtfünkchen. Erstere waren nicht gerade einfach.
Ich setze neu auf, deutlich höher in Cancer, rechts neben Lot CNC, der nördlichen Komponente. Von dort aus ist es ein 2Grad Starhop. Dies fällt mit mit der Kombination Rigel – Newtonsucher leicht, was die ganze Nacht so bleiben wird.
NGC2619 - GX- CNC - (mag 12,4 – 13,5 2,3 * 1,4’) GH 5,8
Der dunkle Himmel macht den Unterschied, mit ca. ½ Magnitude mehr wird die 12,4 GX nun richtig leicht zu erkennen. Deutlich mit kräftiger Flächenhelligkeit, Zentrum etwas außerhalb der Mitte, ein Vordergrundstern Mag 11 im Halo. Bei diesen Bedingungen erweist sich das 13er Oku als die beste Wahl. Der Hintergrund ist bereits gut dunkel, die Sterne noch wunderbar punktförmig, auch bis zum GF-Rand. Das Typ1 hat zwar einen Kidneybean-Effekt bei helleren Objekten, ist aber unübertroffen scharf. Bei f/4,7 schlägt dieses das 26 und 17er locker.
Nur 40’ mehr östlich die GX
NGC2608 - GX- CNC - (mag 12,3 – 13,4 2,2 * 1,4’) GH 5,8
Der Halo erscheint etwas breiter, hier ein Mag 13 Vordergrundstern vorlaufend. Im Halo bei 200-fach erahne ich eine weite „S“-Struktur. Ein weiterer Fordergrundstern SW der GX.
Ich tausche mich immer wieder mit Mike aus und umgekehrt. Ab und an betrachten wir Objekte im jeweils anderen Teleskop mit, macht richtig spaß! Ich bleibe in der Region, noch etwas mehr nördlich ist
UGC4559 - GX- CNC - (mag 13,2 – 13,5 3,0 * 0,7’) GH 5,8
mein nächstes Ziel. Eine sehr schmale Spindel! Einfacher als vermutet, die Gesamthelligkeit konzentriert sich auf eine kleine Fläche. Im GF fast auf der Kante stehend, Auf Höhe des Zentrums im O knapp neben dem Zentrum ein Vordergrundstern, auf der gegenüberliegenden Seite ein 2er paar, alles um Mag12 herum.
Nun kommt ein Highligt der Nacht:
NGC2683 - GX- Lnx - (mag 9,8 – 12,3; 8,8 * 2,5’) GH 5,8
Wie ich eben erst bemerke ein Karkoschka-Objekt, entgegen der Angabe in diesem Buch finde ich recht hell, einfach. Bereits im Newton-Sucher zu erkennen. Sehr deutliches, helles lang gestrecktes Zentrum, nicht ganz symmetrisch, übergehend ist weite Halobereiche, Wunderbare Filamente, eine Pracht! Westlich der von SO nach SW ausgerichteten GX (fast in Kantenlage?) ein 11er Stern, nach Norden entlang der Hauptachse, innerhalb des Halo zwei Mag 13-Fünkchen. Ich genieße sicherlich 10 Minuten, es kommt richtig Freude auf! Ich stehe auf der 2. Stufe der Leiter und muss richtig herumzappeln. Das Bild ist so gut, dass müsste mit dem 9er (265-fach) noch besser werden. Ich greife zum Oku: ja, deutlich größer aber kein Gewinn, die Sterne werden leicht matschig. Wie ich erst 1h später feststelle hatte ich fälschlich zum 5er (477-fach) gegriffen, das war wirklich zu viel!
Zwei weitere GX’en sind auf meinem Plan hier noch verzeichnet:
NGC2770A - GX- Lnx - (mag 12,2 – 13,7; 3,7 * 1,1’) GH 5,8
Warum 2770A? frage ich mich, mit etwas Mühe meine ich fast genau O einen Schemen auszumachen. Bin mir aber nicht sicher, kann diesen auch indirekt nicht halten. Ab und an „leuchtet“ es in der Region aber auf. In der Nachbereitung passt die Positon, es müsste NGC2770B gewesen sein, mit mag16 bei sbr von 14,4 aber nicht eindeutig bestätigt. Die „A“-GX liegt quer im GF, flächig-zart, Ein paar 12er Vordergrundsterne parallel zur Hauptachse in ca. 2“ Abstand.
UGC4787 - GX- Lnx - (mag 13,7 – 13,6; 2,3 * 0,6’) GH 5,8
Sehr blass, kein erkennbarer Zentralbereich, im 13er bei 200-fach gerade so direkt haltbar, in Verlängerung der Hauptachse etwas außerhalb des Halo ein Mag 13 Vordergrundstern (im Norden)
Das waren nun ein paar schwächere Objekte, was nun? Orion ist absteigend, Perseus hat viel der Höhe verloren. Hierfür habe ich eine detaillierte Aufsuchkarte, doch entscheide ich mich für Leo. Am Hals des Löwen sind ein paar GX’en, die ich im 20er noch nie betrachtet hatte.
Etwa auf halber Strecke zwischen Gamma und Zeta werde ich fündig. Aufsuchen wird recht leicht, eine quer liegende 5er Sternekette signalisiert im Sucher die Zielregion, auf halben Wege zwischen genannten Komponenten.
NGC3187 - GX- LEO - (mag 13,4 – 14,7; 2,9 * 1,2’) GH 5,8
NGC3189 - GX- LEO - (mag 10,5 – 13,0; 4,5 * 2,0’) GH 5,8
NGC3193 - GX- LEO - (mag 10,9 – 13,1; 2,9 * 2,8’) GH 5,8
NGC3185 - GX- LEO - (mag 12,2 – 13,4; 2,1 * 1,4’) GH 5,8
Bei NGC3189 liefert Ciel keine Helligkeitsangaben, die Werte sind von mir geschätzt. Das Quartett erscheint zunächst nur als Triplett. NGC3187 ist sehr blass, erst nach etwa 5 min Pause vom Rotlicht der Taschenlampe kann die GX eindeutig, meist indirekt gesehen werden. In etwa einer Linie mit der wesentlich helleren, ebenfalls recht länglichen GX NGC3190 gelegen. Erstere mit länglichem erkennbarem Zentralbereich und einem markanten Mag7 Vordergrundstern im Zentrum. Knapp südlich neben der Längsachse ein 12er Vertreter. NGC3193 SO in etwa 10’ Abstand gelegen für mich kreisrund, mit hellem, markanten Zentralbereich, dieser recht flächig, in einen zarten, schmalen Halo übergehend. Nördlich am Halorand ein relativ heller (Mag 9?) Vordergrundstern. Auf der gegenüberliegenden Seite, neben dem Paar NGC3187/89 eine weitere GX, welche ich zusammen mit beiden genannten im 13er bei 200-fach gut erkennen kann. Eine wirklich sehenswerte GX-Gruppe!
Noch in der Region, doch ca. 1 Grad östlich
NGC3221 - GX- LEO - (mag 13,1 – 13,8; 3,1 * 0,7’) GH 5,8
Eine schöne Spindel, fast exakt N-S ausgerichtet, für mich diagonal im GF erkennbar, sehr schlank, blass. Östlich knapp neben dem Halo ein Vordergrundstern, ca. mag 14.
NGC3177 - GX- LEO - (mag 13,1 – 13,8; 3,1 * 0,7’) GH 5,8
Südlich des Quartetts ebenfall in ca 1 Grad Abstand. Rund, helles aktives Zentrum, kein Vordergrundstern in der Nähe.
Noch zwei weitere GX in der Region, deutlich näher an Gamma Leo, und mit diesem Leuchtfeuer auch gut auffindbar:
NGC3227 - GX- LEO - (mag 10,3 – 13,4; 6,6 * 5,0’) GH 5,8
NGC3226 - GX- LEO - (mag 11,4 – 13,8; 2,5 * 2,2’) GH 5,8
NGC3222 - GX- LEO - (mag 12,8 – 13,0; 1,2 * 1,0’) GH 5,8
Nach meiner Karte 2 GX’en, im Okular aber 3! NGC3227 mit eindeutig einem zweiten, aktiven rundlichem Zentralbereich, für mich ganz klar zwei GX’en. Auch nach Mike ist hier nichts zu deuteln. Wir flachsen herum, vielleicht einen Kometen entdeckt zu haben. Die Nachbereitung bringt hier Klarheit. Das erste Zentrum etwas Oval, mit aktivem Kern gehört zu NGC3227, das zweite, rundliche zu NGC3226, beide innerhalb eines gemeinsamen, umfassenden zart auslaufenden Halo, ohne erkennbare Strukturen. Östlich gelegen NGC3222, deutlich kleiner, aber ebenfalls mit relativ hellem Zentrum. Wieder eine schöne GX-Gruppe im Leo.
Mittlerweile ziehen einige kleine Schleierwolkenbereiche über den Himmel, es ist wieder etwas windiger geworden. Ich nehme die Sturmhaube, um den Kopf besser warm zu halten. Mike und ich versuchen uns an genauerer GH-Bestimmung. Wir sind uns einig in UMin eine 5,76-Komponente eindeutig zu erkennen, gerade so direkt. Im Zenith dürften es ca. 6.0 sein. Ganz ordentlich! Schade, das Seeing keine wirklich hohen Vergrößerungen zulässt, im 9er bei 265-fach ist mit sinnvoller Vergrößerung bei mir Schluss. Fast alle GX-Beobachtungen hatte ich zunächst im 17er, dann im 13er durchgeführt. Zwischendurch nehme ich immer wieder einen Schluck Tee aus der Thermoskanne, das hilft etwas gegen die Kälte, die mir langsam aber stetig in die Knochen kriecht. Ich jogge etwas auf und ab, um mehr Wärme zu erzeugen. Langsam lässt die Konzentration nach. Da es immer noch viel spaß macht, wird weiter beobachtet.
Die neue Zielregion liegt auf halben Wege zwischen Theta und Delta Leo auf halbem Weg, etwa beim Hinterbein des liegenden Löwen. Wieder eine GX-Gruppe,
NGC3608 - GX- LEO - (mag 10,8 – 13,0; 3,5 * 3,0’) GH 5,8
NGC3607 - GX- LEO - (mag 9,9 – 12,5; 4,6 * 4,0’) GH 5,8
NGC3608 - GX- LEO - (mag 12,3 – 12,8; 1,4 * 0,9’) GH 5,8
3 auf einen Streich. Meine Aufsuchkarte mit großem Maßstab hatte letztere GX nicht verzeichnet, diese springt trotzdem gleich ins Auge. Alles drei helle GX’en mit deutlichen Zentralbereichen, etwas flächig mit schmalen, blassen Halos. NO von NGC3607 bildet eine 3er Sternengruppe ein gleichwinkliges Dreieck, etwa Mag13-Sterne. In der Region eine ganze Reihe schwacher und schwächster Lichtfünkchen.
NGC3599 - GX- LEO - (mag 11,9 – 13,7; 2,5 * 2,5’) GH 5,8
Die GX weist einen ähnlichen Charakter auf, für mich Strukturlos, helles, flächiges Zentrum, schmaler Halobereich.
Weil es so schön mit GX’en ist, weiter auf Höhe Delta Leo, etwa 2 Grad östlich des Sterns mit
NGC3646 - GX- LEO - (mag 11,1 – 13,3; 3,9 * 2,2’) GH 5,8
NGC3649 - GX- LEO - (mag 13,7 – 13,1; 1,4 * 0,6’) GH 5,8
NGC 3646 erscheit flächig blass, jedoch kein gleichmäßiger Verlauf, mangels besserer Wörter hatte ich hubbelig notiert. Unregelmäßige Lichtknoten und Strukturen umschreiben dies sicher besser. Das Zentrum selbst oval, nur etwas kräftiger. Auch hier eine Reihe sehr blasser Feldsterne. NGC3649 nur ca. 8’ von ersterer GX entfernt leicht und locker gemeinsam bei 200-fach im GF. Diese GX mit zwei Vordergrundsternen gerade noch innerhalb des Halos, etwa 2:1 Längen-Breitenverhältnis.
Ich hatte mir die M015-Ecke auch noch vorgenommen, in dem Moment aber weniger Lust darauf. Der Blick schweift – ist das im SO schon Corvus, der Rabe? Mike tippte auf den Becher, doch hatte ich recht. Leo nun hoch im Süden, anschließend Virgo, mit Jupiter als Garnierung. Zwischen Corvus und Virgo liegt doch
M104 - GX- VIR - (mag 8,0 – 11,6; 8,6 * 4,2’) GH 5,2
Die Sombreo-GX, welche so oft in in Hochglanzbildern zu sehen ist. Im Vergleich zu jenen erkennt man das sehr aktive und Helle Zentrum, welches auf Bildern überstrahlt ist. Wunderbar die Krempe, ein etwas zermotteltes Staubband, welches den Halo scheinbar asymmetrisch teilt. Östlich, etwas zu Hauptachse nach Süden versetzt zwei parallele Vordergrundsterne, geschätzte Mag 12. Der Sombreo leidet etwas unter Dunst und der noch fehlenden Höhe, zu dem Zeitpunkt ca. 25 Grad über dem Horizont. Ich freue mich schon auf die nächste Sichtung.
:
Nun bin ich auf Paradeobjekte eingestellt, da kommt das bekannte Leo-Triplett richtig
M66 - GX- LEO - (mag 8,9 – 12,7; 9,1 * 4,1’) GH 5,8
M66 - GX- LEO - (mag 9,3 – 12,8; 9,0 * 2,3’) GH 5,8
Bei meinen gut 2,3m Brennweite bekomme ich die 3 GX im 26er noch gut zusammen zu sehen, im 13er für GX-Beobachtungen reicht es dann nicht mehr. M66 ein wirklich reizvolles Objekt. Wunderbar der eine Balken, der sich in je einen Spiralarm fortsetzt erkennbar. Der Halo etwas strukturiert. Nach NW zwei Fordergrundsterne in einer Linie zum GX-Zentrum, der nähere – direkt am Halorand - ca. Mag 10, der andere Mag 11. Ein schöner Vergleich bildet M65. Deutlich schmaler, recht gleichmäßig hell das längliche Zentrum mit erkennbarer Zentralkondensation. Der Halo leicht strukturiert – Staubbereiche? Bin mir nicht sicher.
Einen deutlichen Kontrast bildet
NGC3626 - GX- LEO - (mag 9,5 – 13,4; 13,1 * 3,1’) GH 5,8
Mit deutlich geringerer Flächenhelligkeit. Wunderbar ist hier das etwas unregelmäßige Staubband, welches die GX fast teilt. Dieses Staubband ist etwas schräg, asymmetrisch und zu den Enden hin ausgefranst. Der Zentralbereich erscheint nördlich des Bandes breiter und lichtstärker. Im Halo, NO des GX-Zentralbereichs ein mag 14-15 Sternchen. Im NW, etwa 5’ entfernt fallen mir zwei weiter Vordergrundsterne auf. Ahh – ist die GX schön! Ein echtes Sahnestück!
Ich bin nun müde und richtig durchgefroren, der warme Tee ist ausgetrunken, Kekse welche ich mitnehmen wollte finde ich nicht. Doch Mike ist noch voller Schwung. Da mache ich mich nochmals in Leo auf. Ich peile neu. Auf halben Weg zwischen Teta und Alpa Leo, etwas nach Süden versetzt steht der Stern 52 Leo, mit Mag 5,5 kann ich den mit bloßem Auge gut stabil halten. Die Grenzhelligkeit ist etwas besser geworden. Mit Mike zusammen testen wir wieder: um UMin nun eine glatte 6.0, Im Zenith sicher etwas besser. Urs Major steht im Zenith, ich zähle 7 oder 8 Sterne im Kasten, weis aber momentan nicht, was das für einer GH entspricht.
Zurück zu Leo. Bei 52 Leo stehen – natürlich ein paar GX’en. Zunächst geht es an
NGC3367 - GX- LEO - (mag 11,5 – 13,2; 2,5 * 2,4’) GH 5,8
NGC3377 - GX- LEO - (mag 10,4 – 13,4; 4,3 * 2,6’) GH 5,8
Bei gut 20’ Abstand im 17er gemeinsam erfassbar, im 13er nur schwer. Erstere GX mit unregelmäßiger Helligkeitsverteilung, während NGC3377 mehr ein gleichmäßiges Oval darstellt, hellere Kernbereich, zarter Halo. Meine Aufzeichnungen wurden nun dürftiger, wegen klammen Fingern und sinkender Konzentration.
NGC3412 habe ich beim Starhop verfehlt und war gleich beim Brummer M96 gelandet. Mit dem Auge am Okular war ich einfach querbeet losgefahren.
M96 - GX- LEO - (mag 9,3 – 13,1; 7,8 * 5,2’) GH 5,8
Ein ausgedehntes, breites Oval mit etwas verdrehtem, ebenfalls ovalem Zentrum. Ich hatte notiert: zarter dünner umschließender Spiralarm? Dies bestätigt die Nachbereitung nicht, sehr wohl aber einen art blasser Lichtring im äußeren Halo.
M95 - GX- LEO - (mag 9,7 – 13,5; 7,3 * 4,4’) GH 5,8
Ganz in der Nähe, ähnlich groß. Der Zentralbereich mehr rund, etwas unregelmäßige Helligkeitsverteilung. Ein heller Mag7-Vordergrundstern im Halo. Ich nehme mir kaum Zeit zur Betrachtung, fahre weiter zu einer 3er Gruppe.
M105 - GX- LEO - (mag 9,3 – 12,8; 5,3 * 4,8’) GH 5,8
NGC3371 - GX- LEO - (mag 10,9 – 13,6; 5,4 * 2,7’) GH 5,8
NGC3373 - GX- LEO - (mag 12,5 – 13,7; 2,9 * 1,3’) GH 5,8
OSO des Triplett bilden 4 Vordergrundsterne Mag 11.. Mag 12 ein schiefes Trapez, Zwischen NGC3371 und 3373 fallen noch zwei weitere Vordergrundsterne auf, geschätzte Mag 13 und Mag 14. M105 selbst eher rundlich, flächig hell. Im Kontrast dazu NGC3371 ein längliches Oval. Beide GX’en mit kontinuierlicher Helligkeitsabnahme zum Rand. NGC3373 dazu „mottelig“, will heißen unregelmäßig, mal heller, mal blasser. Alle 3 GX’en tummeln sich in einer Region mit ca. 12’ Durchmesser. Verwunderlich, dass Messier nicht zumindest auch NGC3371 wahrnehmen konnte, meint man heute mit Amateurmitteln.
Die Region hätte noch mehr zu bieten, ich bin jedoch „satt“. Da Urs Major so schön hoch steht, peile ich nun in
M101 - GX- Uma - (mag 7,9 – 14,9; 28,5 * 28,3’) GH 6,0
Ein gutes Objekt, um die Dunkelheit des Himmels zu testen. Im 106 Suchernewton fällt der zarte Lichtfleck sofort auf, es ist einfach gut dunkel. Ich hatte noch das 13er Oku im Auszug und gehe zurück aufs 17er, da bei 200-fach das 82Grad GF gesprengt wird. Fantastisch! Wie beschreiben? Etwa 5 oder 6 umfangende Spiralarme, welche jeweils ein ca. 180Grad-Bogen beschreiben, zart auslaufend. In den Armen jede Menge zarte Lichtknoten. Das Zentrum selbst etwa Linsenförmig, im Vergleich zur GX-Ausdehnung eher klein. Ein Schauobjekt. Ich greife zum OIII-Filter, der eine Reihe aktiver Regionen hervorhebt, der Gesamtanblick leidet aber darunter. Ich bin zu Müde, um hier genauer zu forschen. Etwa 10 Minuten genieße ich einfach.
Mike will noch wenige Objekte betrachten. Ich bin GX-satt und opfere die Dunkeladaption mit einem Blick auf
Saturn
Der Planet ist schon deutlich abgestiegen, dadurch wird das Seeing nicht besser. Mein erster Kommentar beim Blick durchs Oku: Aua! Ist das hell. Nur das 9er Oku macht noch richtig sinn, 265-fach. Meist wabert die Luft doch etwas. Blickweise aber gut. Ich konzentriere mich auf die Monde. Encelade, NW des Ringsystems, ca. 4“ vom Ring entfernt ist schon grenzwertig, Mimas erkenne ich nicht. Da braucht es einfach noch besseres Seeing.
Schon bei Planteten folgt – erstmals seit sicher 5 Monaten –
Jupiter
Die 4 Galileiischen Monde diesmal nicht mehr wie auf einer Schnur aufgezogen, vielmehr bilden Io, Ganimend und Callistio recht dicht am Gasriesen, östlich ein gleichwinkliges Dreieck. Die große Überraschung: zwei Mondschatten auf dem Planeten. Der eine, etwas kleinere im Nördlichen Äquatorialband, der andere, richtig dunkel abgegrenzte höher, vielleicht schon auf 50 Grad Breite. Wabern stört auch hier, blickweise sind die Bänder, dann auch mit feinen Strudeln erkennbar. Wie immer ein Genuss!
Nebenan kann Mike vor Freude nicht an sich halten. Er hat M51 eingestellt, so gut wie noch nie in seinem 12er. Sehr hoch, fast im Zenith. Ich werfe auch einen Blick durch, nach 1 Minute Pause von Jupiter immer noch geblendet. Trotzdem: die Spiralarme und die Lichtbrücke zur Begleit-GX sind unverkennbar. Da bekomme ich nochmals Appetit.
Schande über mich: ich musste den Karkoschka bemühen, um die Position von M51 zu vergegenwärtigen.
M51 - GX- CVn - (mag 8,4 – 12,9; 10,8 * 6,6’) GH 6,0
NGC5195 - GX- CVn - (mag 9,6 – 12,9; 5,9 * 4,6’) GH 6,0
Ein wahrlich würdiger Abschluss! Wie deutlich doch die beiden, eng umschließenden Spiralarme, deutlich und klar die Lichtbrücke zu Begleit-GX, mit der M51interagiert! Auch hier, wie bei M101 viele Lichtknoten. Das Ganze aber kräftiger. Im 17er, 13er, ja im 9er bei 265-fach immer noch eine Schau, immer noch gut ausrechend Licht. Schon wird mehr als die Hälfte des GF gefüllt. Bei besserem Seeing wäre 477-fach angebracht, den Strudel gesichtsfeldfüllend. Es ist schwer, den Anblick und die Emotionen zu beschreiben, ich bin jetzt noch davon berührt. Davon kann man zehren!
So, nun ist Schluss! Ich fange das Aufräumen an. Mike dann ebenfalls. Das Auto ist dick vereist, ein richtiger weißer Panzer hat sich abgesetzt. Als ich den Eiskratzer nehme werfe ich den ersten Blick auf die Uhr: 05.30h! Ich bin verblüfft, hätte mit 4h gerechnet, die Zeit ist im Fluge vergangen! Ich kratze die Scheiben rundum frei, nachdem das Teleskop + Equipment in 5min abgebaut und verstaut sind. Ich habe etwas Muße, Mike braucht noch etwas, so betrachte ich die Sternbilder. Die Lyra steht schon halbhoch im NO, auch Cygnus ist schon über dem Horizont, noch auf de Seite liegend. Nur den Adler kann ich noch nicht ausmachen, sonst wäre das Sommerdreieck schon komplett. Aneinandergereiht Lyra, Herkules, Corona Borealis, … richtig schön. Im OSO beginnt es leicht zu dämmern. Bevor wir losfahren gibt es noch einen Schluck von Mikes Grappa, der weckt die Lebensgeister.
Man, das war eine richtig tolle Spechtelnacht! Nach 4 unruhigen Stunden im Bett, davon vielleicht 2 geschlafen bin ich aufgestanden und habe nun in Etappen ca. 4h mit der Nachlese verbracht. Es wäre interessant zu wissen, wer alles bis zum Ende gelesen hat!
Viele Grüße
Achim
Ausrüstung: Newton-Teleskop, Öffnung 506mm, Brennweite 2385mm, (f/4,7) Ursus
Dobsonmontierung
verwendete Okulare: 26mm Nagler Typ4 ; 17mm Nagler Typ 4; 13mm Nagler Typ1, 9mm Nagler Typ6
Ort: freies Feld gut 1km außerhalb Losauchrach, ca 400m ÜNN
Temperatur: 23.10h -4,8 C ; 06.00h -7,4 C
Seeing: 3
Wetter: tags wunderbar klar, dies bleibt auch die Nacht so, von gegen 03.00h einzelnen durchziehenden Wolkenschleiern abgesehen
Beobachtete Objekte:
Galaxien:
Lepus: NGC1622, NGC1618, NGC1625
Cancer: NGC2619, NGC2608, UGC4559
Lynx: NGC2683, NGC2770A, UGC4787
Leo: NGC3187, NGC3190, NGC3193, NGC3185, NGC3177, NGC3221, NGC3226, NGC3227, NGC3222, NGC3213, NGC3646, NGC3649, NGC3607, NGC3608, NGC3599, NGC3605, M65, M66, NGC3628, NGC3377, NGC3367, M95, M96, NGC3338, M105, NGC3371, NGC3373
Vigro: M104
Urs Major: M101
Canis Venatici: M51, NGC5195
Planeten: Saturn, Jupiter
Schon an Freitag hatte ich MikeW wegen gemeinsamen Spechteln angerufen. Mike hatte jedoch die Nacht davor fast ganz mit einem Freund durchdiskutiert, so einigen wir uns auf die Nacht vom Samstag. Stellt sich als gut heraus, da es Freitags zunächst diesig und dann neblig wurde.
Ursus, der 20“ hatte so auch 5 Stunden Zeit zum temperieren. Kurz vor 10 ist Mike da, wir plaudern dann über Selbstbau insbesondere mit CFK, da kann ich etwas von Mike lernen. Die Zeit vergeht wie im Flug, kurz nach 11.00h fahren wir dann los, nach Losaurach, einem neuen Spechtelplatz. Auf einer großen Ebene, oberhalb des Aurachtals, nicht einmal 10km von der Aurachquelle entfernt. Fast ganz flach, nach SO leicht abfallend, in alle anderen Richtungen von Wald in jeweils ca. 100m Entfernung umgeben.
Es ist ordentlich dunkel, insbesondere Richtung Süden, wo auch direkt am Horizont kein Streulicht auszumachen ist, in die Richtung ist einige km nichts als Natur. Wir bauen auf, bei mir mit dem Dobson geht das deutlich schneller als bei Mike mit seinem 12“ parallaktisch montierten f/5 Eigenbau. Ursus ist deutlich dejustiert, beim Einstellen merke ich kräftigen Astigmatismus; einmal kräftig rütteln an der Box, dann ist dieser weg. Ich muss die Schlingenlagerung doch mal umbauen. Es geht ein deutlicher Luftzug, teilweise etwas böig, bei minus 5C beißt dies in die Haut. Ich hatte mich warm angezogen und erstmals Handschuhe dabei (wollene Fingerhandschuhe von Siliva), die kann ich gut gebrauchen. Die Mütze habe ich später nach ca. 2h durch eine Sturmhaube + Mütze ersetzt.
Nun schweift der Blick: Perseus ist ebenfalls bereits absteigend ; Orion dominiert den Süden, darunter Lepus, gen SO taucht Cetus bereits ab. Dazwischen Eridianus, ein Sternbild, in dem ich noch nie auf Objektjagd war, das soll sich ändern. Zunächst erschwert lokales Seeing die Beobachtung. Der Schuppen für die Spiegellagerung mag 2 Grad wärmer gewesen sein als nur hier auf freiem Feld. Die ersten Objekte fallen so nun schwerer. Dicht bei Nu Eridanus liegt eine 3er GX-Gruppe:
NGC1622 - GX- Eri - (mag 12,5 – 13,4 3,7 * 0,7') GH 5,2
NGC1618 - GX- Eri - (mag 12,7 – 13,3 2,4 * 0,8') GH 5,2
NGC1625 - GX- Eri - (mag 12,3 – 12,2 2,1 * 0,5') GH 5,2
im 26er kann ich nur letzte erkennen, greife dann zum 17er, erst im 13er bei 200-fach sind dann NGC1622 und – nur 8’ entfernt gemeinsam im GF – NGC1618 zu erahnen. Der Himmel ist hier nicht sonderlich dunkel, etwas Dunst stört, da hatte ich zuviel erwartet. Nur zwei recht längliche Schemen. In NGC1618 ein ca. Mag8-Vordergrundstern oberhalb eines schwachen grenzwertigen Fünkchens, ca. Mag 15. Im Unterschied zu den auf den Kanten stehenden anderen GX’en liegt NGC1625 quer im GF. Auch hier ein Stern 8. Helligkeit im Halo, der ZB recht länglich und deutlich heller, dazu 3 kleine Lichtfünkchen. Erstere waren nicht gerade einfach.
Ich setze neu auf, deutlich höher in Cancer, rechts neben Lot CNC, der nördlichen Komponente. Von dort aus ist es ein 2Grad Starhop. Dies fällt mit mit der Kombination Rigel – Newtonsucher leicht, was die ganze Nacht so bleiben wird.
NGC2619 - GX- CNC - (mag 12,4 – 13,5 2,3 * 1,4’) GH 5,8
Der dunkle Himmel macht den Unterschied, mit ca. ½ Magnitude mehr wird die 12,4 GX nun richtig leicht zu erkennen. Deutlich mit kräftiger Flächenhelligkeit, Zentrum etwas außerhalb der Mitte, ein Vordergrundstern Mag 11 im Halo. Bei diesen Bedingungen erweist sich das 13er Oku als die beste Wahl. Der Hintergrund ist bereits gut dunkel, die Sterne noch wunderbar punktförmig, auch bis zum GF-Rand. Das Typ1 hat zwar einen Kidneybean-Effekt bei helleren Objekten, ist aber unübertroffen scharf. Bei f/4,7 schlägt dieses das 26 und 17er locker.
Nur 40’ mehr östlich die GX
NGC2608 - GX- CNC - (mag 12,3 – 13,4 2,2 * 1,4’) GH 5,8
Der Halo erscheint etwas breiter, hier ein Mag 13 Vordergrundstern vorlaufend. Im Halo bei 200-fach erahne ich eine weite „S“-Struktur. Ein weiterer Fordergrundstern SW der GX.
Ich tausche mich immer wieder mit Mike aus und umgekehrt. Ab und an betrachten wir Objekte im jeweils anderen Teleskop mit, macht richtig spaß! Ich bleibe in der Region, noch etwas mehr nördlich ist
UGC4559 - GX- CNC - (mag 13,2 – 13,5 3,0 * 0,7’) GH 5,8
mein nächstes Ziel. Eine sehr schmale Spindel! Einfacher als vermutet, die Gesamthelligkeit konzentriert sich auf eine kleine Fläche. Im GF fast auf der Kante stehend, Auf Höhe des Zentrums im O knapp neben dem Zentrum ein Vordergrundstern, auf der gegenüberliegenden Seite ein 2er paar, alles um Mag12 herum.
Nun kommt ein Highligt der Nacht:
NGC2683 - GX- Lnx - (mag 9,8 – 12,3; 8,8 * 2,5’) GH 5,8
Wie ich eben erst bemerke ein Karkoschka-Objekt, entgegen der Angabe in diesem Buch finde ich recht hell, einfach. Bereits im Newton-Sucher zu erkennen. Sehr deutliches, helles lang gestrecktes Zentrum, nicht ganz symmetrisch, übergehend ist weite Halobereiche, Wunderbare Filamente, eine Pracht! Westlich der von SO nach SW ausgerichteten GX (fast in Kantenlage?) ein 11er Stern, nach Norden entlang der Hauptachse, innerhalb des Halo zwei Mag 13-Fünkchen. Ich genieße sicherlich 10 Minuten, es kommt richtig Freude auf! Ich stehe auf der 2. Stufe der Leiter und muss richtig herumzappeln. Das Bild ist so gut, dass müsste mit dem 9er (265-fach) noch besser werden. Ich greife zum Oku: ja, deutlich größer aber kein Gewinn, die Sterne werden leicht matschig. Wie ich erst 1h später feststelle hatte ich fälschlich zum 5er (477-fach) gegriffen, das war wirklich zu viel!
Zwei weitere GX’en sind auf meinem Plan hier noch verzeichnet:
NGC2770A - GX- Lnx - (mag 12,2 – 13,7; 3,7 * 1,1’) GH 5,8
Warum 2770A? frage ich mich, mit etwas Mühe meine ich fast genau O einen Schemen auszumachen. Bin mir aber nicht sicher, kann diesen auch indirekt nicht halten. Ab und an „leuchtet“ es in der Region aber auf. In der Nachbereitung passt die Positon, es müsste NGC2770B gewesen sein, mit mag16 bei sbr von 14,4 aber nicht eindeutig bestätigt. Die „A“-GX liegt quer im GF, flächig-zart, Ein paar 12er Vordergrundsterne parallel zur Hauptachse in ca. 2“ Abstand.
UGC4787 - GX- Lnx - (mag 13,7 – 13,6; 2,3 * 0,6’) GH 5,8
Sehr blass, kein erkennbarer Zentralbereich, im 13er bei 200-fach gerade so direkt haltbar, in Verlängerung der Hauptachse etwas außerhalb des Halo ein Mag 13 Vordergrundstern (im Norden)
Das waren nun ein paar schwächere Objekte, was nun? Orion ist absteigend, Perseus hat viel der Höhe verloren. Hierfür habe ich eine detaillierte Aufsuchkarte, doch entscheide ich mich für Leo. Am Hals des Löwen sind ein paar GX’en, die ich im 20er noch nie betrachtet hatte.
Etwa auf halber Strecke zwischen Gamma und Zeta werde ich fündig. Aufsuchen wird recht leicht, eine quer liegende 5er Sternekette signalisiert im Sucher die Zielregion, auf halben Wege zwischen genannten Komponenten.
NGC3187 - GX- LEO - (mag 13,4 – 14,7; 2,9 * 1,2’) GH 5,8
NGC3189 - GX- LEO - (mag 10,5 – 13,0; 4,5 * 2,0’) GH 5,8
NGC3193 - GX- LEO - (mag 10,9 – 13,1; 2,9 * 2,8’) GH 5,8
NGC3185 - GX- LEO - (mag 12,2 – 13,4; 2,1 * 1,4’) GH 5,8
Bei NGC3189 liefert Ciel keine Helligkeitsangaben, die Werte sind von mir geschätzt. Das Quartett erscheint zunächst nur als Triplett. NGC3187 ist sehr blass, erst nach etwa 5 min Pause vom Rotlicht der Taschenlampe kann die GX eindeutig, meist indirekt gesehen werden. In etwa einer Linie mit der wesentlich helleren, ebenfalls recht länglichen GX NGC3190 gelegen. Erstere mit länglichem erkennbarem Zentralbereich und einem markanten Mag7 Vordergrundstern im Zentrum. Knapp südlich neben der Längsachse ein 12er Vertreter. NGC3193 SO in etwa 10’ Abstand gelegen für mich kreisrund, mit hellem, markanten Zentralbereich, dieser recht flächig, in einen zarten, schmalen Halo übergehend. Nördlich am Halorand ein relativ heller (Mag 9?) Vordergrundstern. Auf der gegenüberliegenden Seite, neben dem Paar NGC3187/89 eine weitere GX, welche ich zusammen mit beiden genannten im 13er bei 200-fach gut erkennen kann. Eine wirklich sehenswerte GX-Gruppe!
Noch in der Region, doch ca. 1 Grad östlich
NGC3221 - GX- LEO - (mag 13,1 – 13,8; 3,1 * 0,7’) GH 5,8
Eine schöne Spindel, fast exakt N-S ausgerichtet, für mich diagonal im GF erkennbar, sehr schlank, blass. Östlich knapp neben dem Halo ein Vordergrundstern, ca. mag 14.
NGC3177 - GX- LEO - (mag 13,1 – 13,8; 3,1 * 0,7’) GH 5,8
Südlich des Quartetts ebenfall in ca 1 Grad Abstand. Rund, helles aktives Zentrum, kein Vordergrundstern in der Nähe.
Noch zwei weitere GX in der Region, deutlich näher an Gamma Leo, und mit diesem Leuchtfeuer auch gut auffindbar:
NGC3227 - GX- LEO - (mag 10,3 – 13,4; 6,6 * 5,0’) GH 5,8
NGC3226 - GX- LEO - (mag 11,4 – 13,8; 2,5 * 2,2’) GH 5,8
NGC3222 - GX- LEO - (mag 12,8 – 13,0; 1,2 * 1,0’) GH 5,8
Nach meiner Karte 2 GX’en, im Okular aber 3! NGC3227 mit eindeutig einem zweiten, aktiven rundlichem Zentralbereich, für mich ganz klar zwei GX’en. Auch nach Mike ist hier nichts zu deuteln. Wir flachsen herum, vielleicht einen Kometen entdeckt zu haben. Die Nachbereitung bringt hier Klarheit. Das erste Zentrum etwas Oval, mit aktivem Kern gehört zu NGC3227, das zweite, rundliche zu NGC3226, beide innerhalb eines gemeinsamen, umfassenden zart auslaufenden Halo, ohne erkennbare Strukturen. Östlich gelegen NGC3222, deutlich kleiner, aber ebenfalls mit relativ hellem Zentrum. Wieder eine schöne GX-Gruppe im Leo.
Mittlerweile ziehen einige kleine Schleierwolkenbereiche über den Himmel, es ist wieder etwas windiger geworden. Ich nehme die Sturmhaube, um den Kopf besser warm zu halten. Mike und ich versuchen uns an genauerer GH-Bestimmung. Wir sind uns einig in UMin eine 5,76-Komponente eindeutig zu erkennen, gerade so direkt. Im Zenith dürften es ca. 6.0 sein. Ganz ordentlich! Schade, das Seeing keine wirklich hohen Vergrößerungen zulässt, im 9er bei 265-fach ist mit sinnvoller Vergrößerung bei mir Schluss. Fast alle GX-Beobachtungen hatte ich zunächst im 17er, dann im 13er durchgeführt. Zwischendurch nehme ich immer wieder einen Schluck Tee aus der Thermoskanne, das hilft etwas gegen die Kälte, die mir langsam aber stetig in die Knochen kriecht. Ich jogge etwas auf und ab, um mehr Wärme zu erzeugen. Langsam lässt die Konzentration nach. Da es immer noch viel spaß macht, wird weiter beobachtet.
Die neue Zielregion liegt auf halben Wege zwischen Theta und Delta Leo auf halbem Weg, etwa beim Hinterbein des liegenden Löwen. Wieder eine GX-Gruppe,
NGC3608 - GX- LEO - (mag 10,8 – 13,0; 3,5 * 3,0’) GH 5,8
NGC3607 - GX- LEO - (mag 9,9 – 12,5; 4,6 * 4,0’) GH 5,8
NGC3608 - GX- LEO - (mag 12,3 – 12,8; 1,4 * 0,9’) GH 5,8
3 auf einen Streich. Meine Aufsuchkarte mit großem Maßstab hatte letztere GX nicht verzeichnet, diese springt trotzdem gleich ins Auge. Alles drei helle GX’en mit deutlichen Zentralbereichen, etwas flächig mit schmalen, blassen Halos. NO von NGC3607 bildet eine 3er Sternengruppe ein gleichwinkliges Dreieck, etwa Mag13-Sterne. In der Region eine ganze Reihe schwacher und schwächster Lichtfünkchen.
NGC3599 - GX- LEO - (mag 11,9 – 13,7; 2,5 * 2,5’) GH 5,8
Die GX weist einen ähnlichen Charakter auf, für mich Strukturlos, helles, flächiges Zentrum, schmaler Halobereich.
Weil es so schön mit GX’en ist, weiter auf Höhe Delta Leo, etwa 2 Grad östlich des Sterns mit
NGC3646 - GX- LEO - (mag 11,1 – 13,3; 3,9 * 2,2’) GH 5,8
NGC3649 - GX- LEO - (mag 13,7 – 13,1; 1,4 * 0,6’) GH 5,8
NGC 3646 erscheit flächig blass, jedoch kein gleichmäßiger Verlauf, mangels besserer Wörter hatte ich hubbelig notiert. Unregelmäßige Lichtknoten und Strukturen umschreiben dies sicher besser. Das Zentrum selbst oval, nur etwas kräftiger. Auch hier eine Reihe sehr blasser Feldsterne. NGC3649 nur ca. 8’ von ersterer GX entfernt leicht und locker gemeinsam bei 200-fach im GF. Diese GX mit zwei Vordergrundsternen gerade noch innerhalb des Halos, etwa 2:1 Längen-Breitenverhältnis.
Ich hatte mir die M015-Ecke auch noch vorgenommen, in dem Moment aber weniger Lust darauf. Der Blick schweift – ist das im SO schon Corvus, der Rabe? Mike tippte auf den Becher, doch hatte ich recht. Leo nun hoch im Süden, anschließend Virgo, mit Jupiter als Garnierung. Zwischen Corvus und Virgo liegt doch
M104 - GX- VIR - (mag 8,0 – 11,6; 8,6 * 4,2’) GH 5,2
Die Sombreo-GX, welche so oft in in Hochglanzbildern zu sehen ist. Im Vergleich zu jenen erkennt man das sehr aktive und Helle Zentrum, welches auf Bildern überstrahlt ist. Wunderbar die Krempe, ein etwas zermotteltes Staubband, welches den Halo scheinbar asymmetrisch teilt. Östlich, etwas zu Hauptachse nach Süden versetzt zwei parallele Vordergrundsterne, geschätzte Mag 12. Der Sombreo leidet etwas unter Dunst und der noch fehlenden Höhe, zu dem Zeitpunkt ca. 25 Grad über dem Horizont. Ich freue mich schon auf die nächste Sichtung.
:
Nun bin ich auf Paradeobjekte eingestellt, da kommt das bekannte Leo-Triplett richtig
M66 - GX- LEO - (mag 8,9 – 12,7; 9,1 * 4,1’) GH 5,8
M66 - GX- LEO - (mag 9,3 – 12,8; 9,0 * 2,3’) GH 5,8
Bei meinen gut 2,3m Brennweite bekomme ich die 3 GX im 26er noch gut zusammen zu sehen, im 13er für GX-Beobachtungen reicht es dann nicht mehr. M66 ein wirklich reizvolles Objekt. Wunderbar der eine Balken, der sich in je einen Spiralarm fortsetzt erkennbar. Der Halo etwas strukturiert. Nach NW zwei Fordergrundsterne in einer Linie zum GX-Zentrum, der nähere – direkt am Halorand - ca. Mag 10, der andere Mag 11. Ein schöner Vergleich bildet M65. Deutlich schmaler, recht gleichmäßig hell das längliche Zentrum mit erkennbarer Zentralkondensation. Der Halo leicht strukturiert – Staubbereiche? Bin mir nicht sicher.
Einen deutlichen Kontrast bildet
NGC3626 - GX- LEO - (mag 9,5 – 13,4; 13,1 * 3,1’) GH 5,8
Mit deutlich geringerer Flächenhelligkeit. Wunderbar ist hier das etwas unregelmäßige Staubband, welches die GX fast teilt. Dieses Staubband ist etwas schräg, asymmetrisch und zu den Enden hin ausgefranst. Der Zentralbereich erscheint nördlich des Bandes breiter und lichtstärker. Im Halo, NO des GX-Zentralbereichs ein mag 14-15 Sternchen. Im NW, etwa 5’ entfernt fallen mir zwei weiter Vordergrundsterne auf. Ahh – ist die GX schön! Ein echtes Sahnestück!
Ich bin nun müde und richtig durchgefroren, der warme Tee ist ausgetrunken, Kekse welche ich mitnehmen wollte finde ich nicht. Doch Mike ist noch voller Schwung. Da mache ich mich nochmals in Leo auf. Ich peile neu. Auf halben Weg zwischen Teta und Alpa Leo, etwas nach Süden versetzt steht der Stern 52 Leo, mit Mag 5,5 kann ich den mit bloßem Auge gut stabil halten. Die Grenzhelligkeit ist etwas besser geworden. Mit Mike zusammen testen wir wieder: um UMin nun eine glatte 6.0, Im Zenith sicher etwas besser. Urs Major steht im Zenith, ich zähle 7 oder 8 Sterne im Kasten, weis aber momentan nicht, was das für einer GH entspricht.
Zurück zu Leo. Bei 52 Leo stehen – natürlich ein paar GX’en. Zunächst geht es an
NGC3367 - GX- LEO - (mag 11,5 – 13,2; 2,5 * 2,4’) GH 5,8
NGC3377 - GX- LEO - (mag 10,4 – 13,4; 4,3 * 2,6’) GH 5,8
Bei gut 20’ Abstand im 17er gemeinsam erfassbar, im 13er nur schwer. Erstere GX mit unregelmäßiger Helligkeitsverteilung, während NGC3377 mehr ein gleichmäßiges Oval darstellt, hellere Kernbereich, zarter Halo. Meine Aufzeichnungen wurden nun dürftiger, wegen klammen Fingern und sinkender Konzentration.
NGC3412 habe ich beim Starhop verfehlt und war gleich beim Brummer M96 gelandet. Mit dem Auge am Okular war ich einfach querbeet losgefahren.
M96 - GX- LEO - (mag 9,3 – 13,1; 7,8 * 5,2’) GH 5,8
Ein ausgedehntes, breites Oval mit etwas verdrehtem, ebenfalls ovalem Zentrum. Ich hatte notiert: zarter dünner umschließender Spiralarm? Dies bestätigt die Nachbereitung nicht, sehr wohl aber einen art blasser Lichtring im äußeren Halo.
M95 - GX- LEO - (mag 9,7 – 13,5; 7,3 * 4,4’) GH 5,8
Ganz in der Nähe, ähnlich groß. Der Zentralbereich mehr rund, etwas unregelmäßige Helligkeitsverteilung. Ein heller Mag7-Vordergrundstern im Halo. Ich nehme mir kaum Zeit zur Betrachtung, fahre weiter zu einer 3er Gruppe.
M105 - GX- LEO - (mag 9,3 – 12,8; 5,3 * 4,8’) GH 5,8
NGC3371 - GX- LEO - (mag 10,9 – 13,6; 5,4 * 2,7’) GH 5,8
NGC3373 - GX- LEO - (mag 12,5 – 13,7; 2,9 * 1,3’) GH 5,8
OSO des Triplett bilden 4 Vordergrundsterne Mag 11.. Mag 12 ein schiefes Trapez, Zwischen NGC3371 und 3373 fallen noch zwei weitere Vordergrundsterne auf, geschätzte Mag 13 und Mag 14. M105 selbst eher rundlich, flächig hell. Im Kontrast dazu NGC3371 ein längliches Oval. Beide GX’en mit kontinuierlicher Helligkeitsabnahme zum Rand. NGC3373 dazu „mottelig“, will heißen unregelmäßig, mal heller, mal blasser. Alle 3 GX’en tummeln sich in einer Region mit ca. 12’ Durchmesser. Verwunderlich, dass Messier nicht zumindest auch NGC3371 wahrnehmen konnte, meint man heute mit Amateurmitteln.
Die Region hätte noch mehr zu bieten, ich bin jedoch „satt“. Da Urs Major so schön hoch steht, peile ich nun in
M101 - GX- Uma - (mag 7,9 – 14,9; 28,5 * 28,3’) GH 6,0
Ein gutes Objekt, um die Dunkelheit des Himmels zu testen. Im 106 Suchernewton fällt der zarte Lichtfleck sofort auf, es ist einfach gut dunkel. Ich hatte noch das 13er Oku im Auszug und gehe zurück aufs 17er, da bei 200-fach das 82Grad GF gesprengt wird. Fantastisch! Wie beschreiben? Etwa 5 oder 6 umfangende Spiralarme, welche jeweils ein ca. 180Grad-Bogen beschreiben, zart auslaufend. In den Armen jede Menge zarte Lichtknoten. Das Zentrum selbst etwa Linsenförmig, im Vergleich zur GX-Ausdehnung eher klein. Ein Schauobjekt. Ich greife zum OIII-Filter, der eine Reihe aktiver Regionen hervorhebt, der Gesamtanblick leidet aber darunter. Ich bin zu Müde, um hier genauer zu forschen. Etwa 10 Minuten genieße ich einfach.
Mike will noch wenige Objekte betrachten. Ich bin GX-satt und opfere die Dunkeladaption mit einem Blick auf
Saturn
Der Planet ist schon deutlich abgestiegen, dadurch wird das Seeing nicht besser. Mein erster Kommentar beim Blick durchs Oku: Aua! Ist das hell. Nur das 9er Oku macht noch richtig sinn, 265-fach. Meist wabert die Luft doch etwas. Blickweise aber gut. Ich konzentriere mich auf die Monde. Encelade, NW des Ringsystems, ca. 4“ vom Ring entfernt ist schon grenzwertig, Mimas erkenne ich nicht. Da braucht es einfach noch besseres Seeing.
Schon bei Planteten folgt – erstmals seit sicher 5 Monaten –
Jupiter
Die 4 Galileiischen Monde diesmal nicht mehr wie auf einer Schnur aufgezogen, vielmehr bilden Io, Ganimend und Callistio recht dicht am Gasriesen, östlich ein gleichwinkliges Dreieck. Die große Überraschung: zwei Mondschatten auf dem Planeten. Der eine, etwas kleinere im Nördlichen Äquatorialband, der andere, richtig dunkel abgegrenzte höher, vielleicht schon auf 50 Grad Breite. Wabern stört auch hier, blickweise sind die Bänder, dann auch mit feinen Strudeln erkennbar. Wie immer ein Genuss!
Nebenan kann Mike vor Freude nicht an sich halten. Er hat M51 eingestellt, so gut wie noch nie in seinem 12er. Sehr hoch, fast im Zenith. Ich werfe auch einen Blick durch, nach 1 Minute Pause von Jupiter immer noch geblendet. Trotzdem: die Spiralarme und die Lichtbrücke zur Begleit-GX sind unverkennbar. Da bekomme ich nochmals Appetit.
Schande über mich: ich musste den Karkoschka bemühen, um die Position von M51 zu vergegenwärtigen.
M51 - GX- CVn - (mag 8,4 – 12,9; 10,8 * 6,6’) GH 6,0
NGC5195 - GX- CVn - (mag 9,6 – 12,9; 5,9 * 4,6’) GH 6,0
Ein wahrlich würdiger Abschluss! Wie deutlich doch die beiden, eng umschließenden Spiralarme, deutlich und klar die Lichtbrücke zu Begleit-GX, mit der M51interagiert! Auch hier, wie bei M101 viele Lichtknoten. Das Ganze aber kräftiger. Im 17er, 13er, ja im 9er bei 265-fach immer noch eine Schau, immer noch gut ausrechend Licht. Schon wird mehr als die Hälfte des GF gefüllt. Bei besserem Seeing wäre 477-fach angebracht, den Strudel gesichtsfeldfüllend. Es ist schwer, den Anblick und die Emotionen zu beschreiben, ich bin jetzt noch davon berührt. Davon kann man zehren!
So, nun ist Schluss! Ich fange das Aufräumen an. Mike dann ebenfalls. Das Auto ist dick vereist, ein richtiger weißer Panzer hat sich abgesetzt. Als ich den Eiskratzer nehme werfe ich den ersten Blick auf die Uhr: 05.30h! Ich bin verblüfft, hätte mit 4h gerechnet, die Zeit ist im Fluge vergangen! Ich kratze die Scheiben rundum frei, nachdem das Teleskop + Equipment in 5min abgebaut und verstaut sind. Ich habe etwas Muße, Mike braucht noch etwas, so betrachte ich die Sternbilder. Die Lyra steht schon halbhoch im NO, auch Cygnus ist schon über dem Horizont, noch auf de Seite liegend. Nur den Adler kann ich noch nicht ausmachen, sonst wäre das Sommerdreieck schon komplett. Aneinandergereiht Lyra, Herkules, Corona Borealis, … richtig schön. Im OSO beginnt es leicht zu dämmern. Bevor wir losfahren gibt es noch einen Schluck von Mikes Grappa, der weckt die Lebensgeister.
Man, das war eine richtig tolle Spechtelnacht! Nach 4 unruhigen Stunden im Bett, davon vielleicht 2 geschlafen bin ich aufgestanden und habe nun in Etappen ca. 4h mit der Nachlese verbracht. Es wäre interessant zu wissen, wer alles bis zum Ende gelesen hat!
Viele Grüße
Achim