Einsteiger Frage: MIRA-150 geeignet?

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astrofax66

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Hallo,

war vor ein paar Wochen zum erstenmal auf einer Sternwarte, und war einfach voll begeistert.
Habe mich nun einige Wochen bereits in diversen Foren schlau gemacht - zum Thema: "was für ein Gerät soll ich mir kaufen..".
Budgetmässig hätte ich mal so ca. 500-600 Euro angeschlagen.

Nach langer Suche bin ich auf folgendes Modell gestossen:
MIRA-150 oder MIRA-200 SkyWatcher Newton.

Hier die Daten:

MIRA-150 (150/750 SkyWatcher Black Diamond Newton auf EQ3). Lieferumfang: 6x30 Sucher, Barium25 (30x) und Barium10 (75x) Okularen 349,-

oder:

MIRA-200 (200/1000 SkyWatcher Black Diamond Newton mit Crayford Auszug auf EQ5), mit Stahltripod. Lieferumfang: 9x50 Sucher, 25mm (40x) und 10mm (100x) Okularen


Nun meine Fragen:

a) was hält man hier im Forum von den beiden Modellen ?
b) Halterung EQ3 bzw. EQ5 reicht das ? Ist ja eines der wichtigsten Punkte was ich so gelesen habe...
c) wieviel muss ich noch budgetieren für diverse "must haves" Ausrüstungen (Okulare, Filter,..)
d) sind die Preise der beiden Modelle akzeptabel?
e) sind die beiden Modelle für einen Einsteiger ok ? Wichtig wäre mir in einem 2. Schritt dass ich auch Fotos machen kann
f) die Dobson Modelle werden oft als ideale Einsteigermodelle gehandelt - was ist hier der grosse Unterschied zu meinen beiden oben genannten Modellen ?




Vielen Dank im voraus.


 
EiEiEi....

Ihr wachst auf Bäumen, oder ??

Lies DAS HIER mal...

Gruß und CS

Der Jan
 
Hallo,

a) Skywatcher ist Standardware
b) für visuell reicht die Montierung so, zum fotografieren mindestens eine Nummer größer nehmen
c) warme Klamotten, Rotlichtlampe, Sternatlas, Klappstuhl - fang erst mal an mit dem mitgelieferten, dann merkst Du auch was Dir irgendwann fehlt (Mondfilter, OIII-Filter, bessere Okulare...)
d) sieht gut aus, musst Du aber letztendlich entscheiden, einfach im Web vergleichen
e) ich denk schon, zum fotografieren gehört aber wesentlich mehr (stabile Montierung, Nachführ-Guiding, Himmelskenntnisse)
f) ganz simpel: Rohr auf Holzbox - hinstellen, loslegen im Gegensatz zu Deinen obigen Geräten (aufbauen, austarrieren, ausrichten)
http://images.google.de/images?hl=de&source=hp&q=Dobson&um=1&ie=UTF-8&sa=N&tab=wi

Da Du die Teleskope offensichtlich beim Lajos gefunden hast: ruf ihn doch mal an und lass Dich beraten - ist ein Netter.
 
Hallo "astrofax66",

die meisten Leute hier unterschreiben mit einem Namen, unter dem sie angeredet werden wollen. Das macht die Unterhaltung angenehmer.

* zum Newton 150/750
Viele erfahrene Beobachter benutzen so einen Newton als Reisegerät, meist dann mit einer kompakten Montierung. Oft wird das Gerät mit dem Okular LVW 22m von Vixen (ca. 200 Euro) benutzt. Wer weiss, ob du für den Anfang so viel ausgeben willst.
Für etwa 100-fache Vergrösserung kann man den Mond gut beobachten. Dann ist die parallaktische Monti angenehm. Aber oft lassen die Sichtbedingungen 150-fach zu, manchmal 200-fach und mehr. Dann zeigen sich die Tücken des Objekts. Schon das Fokussieren wird bei deinem 150/750 schwieriger. Und man muss bei diesen hohen Vergrösserungen schon gut justieren. Das Gerät ist also kein typisches Anfänger-Gerät. Obwohl es nicht schlecht ist. Ausserdem hat es bei deinem Angebot nur einen 1,25" Auszug. Das ist eine Sackgasse.

Du steckst einiges an Geld in die parallaktische Monti, andererseits ist diese Monti für Fotos definitv ungenügend. Also besteht die Gefahr, dass du Geld in den Sand setzt.

Für Fotos zur Einführung allgemein:
http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-astrofotografie.html
Ein Workshop:
http://hatschie.de/EBV/Astro_gross/start.html
In in mindestens 90% der Fälle empfiehlt sich eine Trennung von visuellem und fotografischem. Das klingt hart, ist aber so. Die Anforderungen sind einfach zu verschieden.

* zum Newton 200/1000
Hier gilt ähnliches. Wenn man einmal das Dobson-Konzept akzeptiert, bietet ein F/6 Gerät, also ein 200/1200 nur Vorteile. Vom Preis/Leistungs Verhältnis dann unschlagbar. Auch bei den Okularen gibt es solides in jeder Preislage.

* die "must haves"
Filter braucht man für den Anfang nicht zwingend. Man braucht mindestens ein solides Okular für ein helles, weitwinkliges Bild. Und möglichst etwas für den Hoch-Vergrösserungs-Bereich.
Hier bietet sich seit einigen Wochen als preisgünstigste Lösung ein Zoom-Set an.
Genaueres kann man erst sagen, wenn die Brennweite und das Öffnungsverhältnis (F/6 oder F/5) feststeht.
Als Faustregel gilt aber immer: Auch für das Startpaket genauso viel für die Okulare einkalkulieren wie für das Scope!

Mit besten Grüssen,
Joachim
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
hallo Joachim und astrofax66,

der MIRA-150 kommt als Black Diamond mit voll justierbarem stabilem 2" Crayford, und nicht mit 1,25" OAZ. Was du übers Fokussieren schreibst, trifft ja auf alle Geräte mit f/5 zu, nicht nur auf den 150/750. Für den Skywatcher gibts aber auch die 1:10 Untersetzung, die das Fokussiern angenehmer macht (ich habe aber 30 Jahre ohne diese Bequemlichkeit auch scharfe Bilder gehabt).

Ansonsten bin ich d'accor, zum Knipsen (Langzeit-Astrofotos) sollte die Monti eine Stufe höher sein, aber visuell gehts (Ausschwingzeit <2 Sekunden). Eine parallaktische Monti ist ja auch zum Beobachten gut, weil der Planet im Okular bleibt (mit Motor), bzw nur an EINER Welle gekurbelt werden muss.

Bei Lajos sind die Pakete frei zusammenstellbar, und nicht benötigte Okulare etc. werden gegenverrechnet. Weiter möchte ich mich nicht ausbreiten, da ich in Wien Lajos' Mitarbeiter bin (Eigenwerbung riecht...)

lg Tommy
 
Hallo zusammen,

vorerst VIELEN DANK für die prompten Informationen.
Werde mich wohl am besten direkt in ein Fachgeschäft (mit Euren Informationen als Basis) begeben und mich beraten lassen.

Vor allem die Links die in den Beiträgen angeführt wurden, sind sehr hilfreich!

Danke nochmals,

LG
Hans
 
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