Einsteiger sucht Teleskop für deep-syk Astrofotogr

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas CarDi
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CarDi

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Moin,

ich habe mir vor 1 Woche ein Omegon 60/700 gekauft um etwas in die Astronomie einsteigen zu können. Für 69 Euro liefert es auch sehr schöne Ergebnisse.

Als Hobbymikroskopiker (www.dittmayer.com)/ (www.whitewall.com - geht hoffentlich nicht als Werbung durch) habe ich ca. 5 Jahre Erfahrungen mit der Mikrofotografie.
Mit meiner Mikroausrüstung konnte ich auch einige Videos machen, davon hier auch zwei Bilder, sie sind Ausschnitte aus den Videos.

Link zur Grafik: http://dittmayer.com/19.06.2011_Jupiter.jpg

Link zur Grafik: http://dittmayer.com/CS4_19.06.2011_Schnappschuss.jpg (etwas mit CS4 bearbeitet)

Das Video vom Mond gibt es hier:
http://dittmayer.com/FILE0083.MOV
Sorry für die Wackelei am Anfang und am Ende, aber die Fernbedienung funktioniert bei der HD-Kamera leider nicht.

Mit meinem Einsteigerteleskop möchte ich erstmal den Himmel kennen lernen. Bald kommen noch Fernglas und Sternenkarte dazu, zurzeit nutze ich vor allem Stellarium.

Zu meinen Ansprüchen:
- Stabile Montierung (für Eos 450d), auch wegen Langzeitfotografie deep-sky
- Lichtstarke Optik (Newton?)
- Motor für automatische Nachführung

Zu meinem Standort:
- Berlin, aber wenigstens ein bisschen abseits und mit einem kleinen Park nur 1 Minute entfernt.
- Daher die Frage: Lohnt sich ein gutes Teleskop? Habe kein Auto, könnte also nicht so einfach aufs Land fahren
- Habe einen kleinen Balkon, würde am liebsten dort die Fotos machen. Nach Osten (zurzeit Jupiter) kann ich dabei ganz gut schauen.

Mein Ziel:
- Ähnlich wie bei meinen Histofotos: Schöne bunte Bilder, am besten von Nebeln und Galaxien, aber auch gerne Planeten (weniger wichtig).

Meine Preisvorstellung:
- In der Mikroskopie gibt es gute neue Mikroskope geintlich erst ab 1000 Euro (bzw. 1500 Euro). Einen ähnlichen Rahmen (1500-2000 Euro) habe ich mir bei dem Teleskop vorgestellt. Kommt aber erst in 6 Monaten-1 Jahr in Betracht, als Student muss man lange sparen ;-)

Vielleicht so ein Gerät?
- http://www.astroshop.de/skywatcher-teleskop-n-304-1500-pds-explorer-bd-eq-6-pro-synscan-goto/p,19173
- Adapter und evtl. ein besseres Fotookular kommen dann noch dazu

Gute Nacht,
Carsten

 
Hi,

ein 12" f/5 Newton auf einer EQ6 fotografisch ist völlig ausgeschlossen. Der Tubus allein wiegt 22,5kg, es kommt noch Fotoequipment dazu, die EQ6 packt aber nur 20kg visuell.

Bei den EUR 1800,- würde es auch nicht bleiben. Komakorrektor, Adapter, Off Axis Guider oder Leitrohr, Guidingcam, Stromversorgung, evtl. Fangspiegelheizung, locker nochmal EUR 800,-. Plus IDAS LPS P2 zum Rausfiltern des Stadtlichts, nochmal EUR 200,- (aber auch nicht optimal, lieber rausfahren).

Galaxien aus der Stadt heraus ist eher schwierig. Zum einen begrenzt dort das Seeing die Auflösung. Mehr als 3-4" Öffnung sind meist nicht gewinnbringend einsetzbar. Die Sterne auf den Bildern hier aus München sind bei 820mm Brennweite bei 4" Öffnung schon arg aufgebläht. Bei 1500mm Brennweite völlig indiskutabel (die Boppel werden nur größer, aber nicht besser aufgelöst).
Und die Helligkeit des Himmels setzt Grenzen für die Belichtungszeit. 2-3 Minuten sind an f/8 bei ISO 800 das Maximum hier aus München heraus ohne speziellen Filter (mit IDAS LPS P2 8 Minuten in klaren Nächten). An f/5 dann eher max. 2 Minuten. Für Deep Sky braucht es aber entschieden mehr.

Sicht nur nach Osten ist auch nicht optimal.

Jupiter im Osten? Der geht erst gegen halb drei in der Früh auf.

Aus der Stadt heraus ist halt schwierig, wenn's günstig sein soll. Wenn's ein Newton sein soll und rel. günstig, würde ich mir einen 8" f/4 Fotonewton von TS auf einer EQ6 holen. Aber dann auch rausfahren ins Dunkle.

Aus der Stadt heraus geht, sogar bei Vollmond, wenn mehr Geld da ist, viel mehr Geld. Schmalbandaufnahmen mit gekühlter s/w-Astrokamera, Filterrad, Ha, OIII und SII Filter. Das ganze aber bei nicht mehr als 600-800mm Brennweite, weil eben das Seeing die Auflösung begrenzt. Bei mehr Brennweite sieht man nur noch Matsch auf den Bildern.

Ein Fotookular für Deep Sky ist wenig hilfreich. Es erhöht die Vergrößerung (wegen dem Seeing Matsch auf den Bildern) und verringert die Helligkeit (sehr viel längere Belichtungszeiten).
Galaxien, Nebel und Sternhaufen nimmt man i.d.R. fokal auf. D.h., das Teleskop ersetzt direkt das Objektiv der Kamera.

Gruß
Markus
 
Hallo Carsten,

vorweg, der Markus hat nicht Unrecht.
Aber bunte Bilder lassen sich auch mit kleiner Optik
sammeln. Mit einem 80mmApo oder auch ED kannst Du schon
eine Menge erreichen. und kommst für den Anfang günstig
davon. Eine EQ6 kannst Du trotzdem nutzen ist für ein
so lüttes Rohr aber nicht von nöten(ist aber für ein späteres
Upgrade sinnvoll).
Vor allem hast Du nicht so eine lange Brennweite zu handeln.
Da gehen zwar Galaxien nicht so gut
aber dafür jede Menge Gasnebel.
Ich selber betreibe "nur" Planetenfotografie,
schreibe aus der Erfahrung die ich hier durchs Mitlesen
und Sehen gewonnen habe.
Es sind einige tolle Bilder mit solchen 66er bis 120er
Linsenteleskopen gezeigt worden.

Aber mal zu Deinen Bildern! Die sind genial!
Ich weiß das man derlei Präparate in einschlägigen Shops
bekommt aber da hast Du doch spezielle Objekte
und andere Querschnitte. Hast Du da Beziehungen?
Ich frage nur Interessehalber.
Als Krankenpfleger auf der Palliativstation sehe ich auch so schon genug exulcerierendes...

CS,

Arne
Habe gerade mal gegoggelt und das wurde als erstes angezeigt
http://forum.astronomie.de/phpapps/.../topics/326882/Re_Erstes_Deep_Sky_Licht_Scopo
(ist schon fünf Jahre alt der Thread, darum nicht als
Schleichwerbung zu werten. bitte)
http://www.petergarbett.com/DeepSky/
http://www.astrotreff-deep-sky.de/ATDS_postsm41971_Kalifornien-liegt-im-Ruhrgebiet---.aspx
http://www.svenwienstein.de/HTML/der_kleine_apo.html
http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=109463

Einfach mal googln, da findet sich noch ne Menge.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Vielen Dank für die Antwort,

ich habe mir etwas Gedanken gemacht. Erstmal kann ich mit den vielen Abkürzungen noch nicht viel anfangen.
Hast Du bei deiner Empfehlung an ein konkretes Telskop gedacht? Bei Astroshop habe ich das nicht gefunden, was ist TS? Eine Firma?

Mit einem 8" f/4 Fotonewton EQ6 könnte ich mich anfreunden. Aber ein paar konkrete Beispiele wären ganz gut, dann könnte ich mir die Beschreibungen durchlesen.

Jupiter im Osten? Joa, so gegen 03.30Uhr war der gestern auch wieder ganz gut zu sehen :-)
Mit dem Omegon 60/700 konnte ich gestern auch einen Sternenhaufen (M29) vom Balkon aus sehen, war fantastisch! Allerdings sehr leuchtschwach.
Für den Andromedanebel war es schon etwas zu hell, an den Galaxien habe ich mich raufgehangelt, da war aber nichts mehr (bzw. nur ein Schatten, vielleicht wars das schon).

Ein Newton hätte ich schon gerne, stabil und leuchtstark. Die geringere Brennweite und die geringere Öffnung von 8" sind schonmal gute Tips, danke dafür!
 
Hallo juri1,

danke auch für Deine Antwort. Ich habe DSLRs für die Mikroskope, deswegen würde ich eine davon gerne auch am Teleskop benutzen. Chromatische Abberationen möchte ich vermeiden, deswegen wollte ich eher einen Reflektor...

Wie oben schon geschrieben, mit meinem kleinen 60/700 kann ich schon viele Sachen machen, deswegen eilt das gute Gerät nicht. Aber langfristig möchte ich dann schon ein gutes Gerät, dafür spare ich dann auch lange.

Danke für das Lob bezüglich meiner Bilder :-)
Ich studiere Medizin, Histologie betreibe ich seit ca. 4-5 Jahren. Da haben sich eine Menge Präparate angesammelt. Regenwürmer, Schlachthof und alte Kurspräparate.
Ich schneide die Präparate selber, einige habe ich auch selbst eingebettet. Die Verarbeitung kann ich in der Uni an den Geräten dort machen.
Es braucht also keine Angst um seine Organe haben ;-)

Viele Grüße,
Carsten
 
Hallo Carsten,

Danke für Deine Antwort.
Chromatische Abberation hättest Du bei einem
Apochromaten ebend nicht!
Natürlich wird viel auf Öffnung gegeben.
Ich wollte nur den Aspekt einbringen das
auch mit wenig Öffnung viel geht
und diese vor allem einfacher im Umgang ist.
http://www.binoviewer.at/testberichte/80mmED.htm
ED-Linsenteleskope haben zwar noch einen Farbrestfehler
hat aber im Verhältnis zum (nicht klassischen)
Frauenhofer-Objektiv einen geringeren Farbfehler.
Du musst auch bedenken das große Öffnung einen dunklen Himmel
benötigt. Ansonsten gibst Du viel Geld für Filter
zusätzlich aus. Der Filter http://www.sciencecenter.net/hutech/idas/lps.htm soll da gut helfen.
Aber wenn Du hier in DE nach dem Preis schaust
kannst Du locker 250€ einplanen. Für einen Filter
wohlgemerkt.
TS ist übrigens Teleskopservice Ransburg einer von
den prominenten Teleskopsupermärkten.
Auch ein kleiner Apochromat kann schon richtig ins Geld gehen
und auch was Gutes darstellen.
Siehe hier http://forum.astronomie.de/phpapps/...gonew/1/TMB_LOMO_80_480_mm_f_6_T_R_A_U#UNREAD
und hier http://forum.astronomie.de/phpapps/...705/Pentax_75_SDHF_mit_2_Feather_T#Post828705
und hier http://forum.astronomie.de/phpapps/...066/Pentax_105_SDHF_105_mm_f_700_m#Post830066
aber auch günstig und wohl auch brauchbar
http://forum.astronomie.de/phpapps/...gonew/1/Kson_80mm_440mm_f_5_5_HD_ED_AP#UNREAD
Wenn Du viel Geld in was gutes investieren möchtest
landest Du schon beim Apochromaten
http://forum.astronomie.de/phpapps/...gonew/1/Takahashi_TOA_150B_Apochromat_#UNREAD
Naja, Newtons mit deutlich mehr Öffnung bekommst Du für weniger, aber dann wohl eher als Dobson montiert.
Bedenke das große Öffnung auch stabil montiert sein möchte.
Ansonsten hast Du damit kein vergnügen.
Es gibt da eine Faustregel. Ich bekomme es nicht mehr genau
zusammen aber die Montierung sollte doppelt soviel kosten wie das Teleskop (korrigiert mich wenn ich falsch liege).
Das beste Teleskop nützt nichts ohne eine zuverlässige Montierung.
Oder das hier!
http://www.apm-telescopes.de/apo-304-3600-cnc-ii_proinfo_92944.html
Da siehst Du den preislichen Unterschied zwischen
12"Spiegel und 12"Apo.
Ich will Dir den 8-12"er nicht ausreden aber der Transport
ist auch nicht ohne.
Schau Dich doch mal in den diversen Läden um
und google die Teleskope welche Dich interessieren.
Es finden sich meist Berichte zum gewünschten
Teleskop.
"Bunte"Bilder kannst Du schon mit parallaktisch
montierter Kamera und Teleobjektiv herstellen.
Da braucht es nicht das größte Teleskop
welches man sich noch eben leisten kann.
Wenn Du bei dem schönen Hobby bleibst kann
es passieren das sich Deine Interessen und
Ansprüche verändern und Du dich um das vergebene Geld
ärgerst.
Auch ist zu bedenken das hochwertige Teleskope
wie Pentax oder originalTMB wertbeständig bleiben.
Genauso hochwertige Okulare.
Mein eigenes Teleskop ist ein LX50 von Meade in 8".
Das habe ich dritte Hand gekauft.
Neuwert vor elf Jahren: 2500€, jetziger Verkaufswert:500€ max.!
Aber mein Vorredner hat auch recht. Standart
und bewährt sind die 8"Newtons in f/4,5 o.ä.
auf CGEM oder EQ6 oder besser montiert (G11 usw.)
Mein Astrokollege maht mit der 550D an einem
10"Newton auf der EQ6 schon erstaunliche Bilder.
Du merkst das es ein sehr facettenreiches Hobby
ist wo man viel Geld versenken kann.

CS,

Arne
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Einsteiger sucht Teleskop für deep-syk Astrofo

Hallo Arne,

Zitat von juri1:
Du musst auch bedenken das große Öffnung einen dunklen Himmel benötigt.
Wird zwar oft behauptet, stimmt aber nicht. Ein 300-mm-Newton zeigt auch unter einem sehr lichtverschmutzten Himmel deutlich mehr als ein 102-mm-Refraktor. Klar, denn das größere Teleskop sammelt nicht nur mehr Störlicht, sondern gleichermaßen auch mehr Licht vom Objekt, weshalb das Verhältnis sich nicht ändert.

bewährt sind die 8"Newtons in f/4,5 o.ä.
Allerdings braucht man für diese Lichtstärke bereits hochkorrigierte und somit recht teure Okulare, besser wäre deshalb 1:5 als Öffnungsverhältnis.

Grüße

fquadrat
 
Re: Einsteiger sucht Teleskop für deep-syk Astrofo

schau dir mal meine ausrüstung an. siehe signatur :)
ich hab ca. 3200 euro für teleskop+montierung+stativ+fotozubehör ausgegeben. dafür hab ich jetzt auch ein sehr gut abgestimmtes system das platz nach oben hat. nen 8"er f/4 ist schon n nettes ding. 80cm sind ne ganze menge und der hebel ist nicht unerheblich. die gpdx hat auch grenzen. am besten suchst du hier im forum mal nach monitierungsdatenbank.de oder so ähnlich. da kannst du passende kombinationen rausfinden. grüße und viel erfolg im schönsten hobby :)

 
Re: Einsteiger sucht Teleskop für deep-syk Astrofo

Moin fquadrat,

Allerdings braucht man für diese Lichtstärke bereits hochkorrigierte und somit recht teure Okulare, besser wäre deshalb 1:5 als Öffnungsverhältnis.
Schon klar, aber dem Kollegen geht es doch ums Fotografieren.
Sonst würde ich doch nicht auf den kleinen Apos rumreiten.
Wenns rein ums visuelle geht empfehle ich einen
12-16"Dobson in f/5 und Stangenkonstruktion
Wenn kein Auto vorhanden ist oder nur ein Kleinwagen
ist ein großer Spiegel wirklich zu überdenken.
(Transportabilität)
Transportabel genug um Berlin den Rücken zu kehren.
Aber der Carsten möchte halt fotografieren,
wohnt IN Berlin und muß dafür seine Wohnung verlassen.
Klar, denn das größere Teleskop sammelt nicht nur mehr Störlicht, sondern gleichermaßen auch mehr Licht vom Objekt, weshalb das Verhältnis sich nicht ändert.
Mitten aus Berlin heraus?
Mitten aus Bremen heraus
zeigte mein 8"SC schon nicht mehr viel.
Im lichstarken 12"er säuft doch alles ab.
Achso, Du hast auch erwähnt das Du Gelegentlich auch Planeten fotografieren möchtest. Das Thema stellt aber wieder ganz andere Spezifikationen an die Ausrüstung.
Das fängt schon damit an das Du (nehmen wir mal den Newton)
nur einen kleinen Fangspiegel benötigst da das kleine
Planetenscheibchen kein komplett ausgeleuchtetes Feld braucht
und sich somit auch eine vorteilhaftere geringe Obstruktion
ergibt. Hingegen die DeepSkyfotografie ein gut ausgeleuchtetes
Feld velangt, einhergehend mit einer großen Obstruktion
bedingt durch den größeren Fangspiegel.
Das eine was man möchte , das andere was geht...
Also überdenkst Du anhand der Informationen Deine
Möglichkeiten und jetzige Situation welche zur
Entscheidungsfindung enorm beitragen.
Es soll ja Hartegesottene geben die auch 12" aus der 4.Etage
ins Auto schleppen um einen dunklen Standort zu finden.


CS,

Arne
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Rechnen gegen den Mythos

Tach,

Im lichstarken 12"er säuft doch alles ab.

so ein Blödsinn!

bei gleicher AP (Austrittspupille) zeigen sich die Objekte
im lichtstarken 12" so wenig abgesoffen wie im 4" Röhrchen.

Wenn ein 4" f/10 mit einem 20mm Okular bei 50x und 2mm AP
betrieben wird dann muß man am 12" f/4 ein 8mm Okular nehmen
und hat ebenfalls 2mm AP bei dann 150x.

Da diese einfachen Zusammenhänge von wenigen Usern verstanden
und beachtet werden kann sich so ein Mythos wie er hier wieder
einmal verbreitet wird ewig halten.

CS,Karsten
 
Moin Karsten,

Danke für den Hinweis.
Werde ich in Zukunft berücksichtigen.
Tut mir leid wenn ich Deine Nerven belastet habe... ;)
Trotzdem habe ich mir erlaubt den Betreff
wieder ins Original zu ändern. Sonst wird
wieder ellenlang am Thema vorbei diskutiert.


CS,

Arne
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Einsteiger sucht Teleskop für deep-syk Astrofo

Hallo Arne,

Zitat von juri1:
Allerdings braucht man für diese Lichtstärke bereits hochkorrigierte und somit recht teure Okulare, besser wäre deshalb 1:5 als Öffnungsverhältnis.
Schon klar, aber dem Kollegen geht es doch ums Fotografieren.
Visuelles Beobachten wird garantiert auch vorkommen, zumal ein Einsteiger bei fokaler Astrofotografie einige Hindernisse überwinden muß und vermutlich alleine schon deshalb öfter auf visuelle Beobachtungen zurückkommen wird.

Sternfreundliche Grüße

fquadrat
 
Hallo Carsten,

Zitat von CarDi:
Hast Du bei deiner Empfehlung an ein konkretes Telskop gedacht? Bei Astroshop habe ich das nicht gefunden, was ist TS? Eine Firma?
wenn ich mir mal einen Fotonewton kaufen sollte, wuerde ich
http://www.teleskop-express.de/shop...on---94--Reflektion---2--MONORAIL-Auszug.html
in die engere Wahl ziehen.

Aber aus der Stadt heraus ist halt ziemlich schnell Schluss mit der Belichtungszeit. Der Himmel ist einfach zu hell.

Viele Gruesse
Markus
 
Re: Einsteiger sucht Teleskop für deep-syk Astrofo

Hallo Arne,

Zitat von juri1:
Achso, Du hast auch erwähnt das Du Gelegentlich auch Planeten fotografieren möchtest. Das Thema stellt aber wieder ganz andere Spezifikationen an die Ausrüstung.
Das fängt schon damit an das Du (nehmen wir mal den Newton)
nur einen kleinen Fangspiegel benötigst da das kleine
Planetenscheibchen kein komplett ausgeleuchtetes Feld braucht
und sich somit auch eine vorteilhaftere geringe Obstruktion
ergibt. Hingegen die DeepSkyfotografie ein gut ausgeleuchtetes
Feld velangt, einhergehend mit einer großen Obstruktion
bedingt durch den größeren Fangspiegel.
das ist jetzt auch Spackes. Fotografisch interessiert die Obstruktion ueberhaupt nicht, weder am Planeten noch sonstwo. Eine groessere Obstruktion verringert ja den Kontrast. Fuer das menschliche Auge am Okular ist das von Nachteil, aber im digitalen Zeitalter der Photografie gibt es Regler und Curves, um diesen Nachteil mehr als vollstaendig auszugleichen.

Es soll ja Hartegesottene geben die auch 12" aus der 4.Etage
ins Auto schleppen um einen dunklen Standort zu finden.
Meinen 16"er schleppen wir auch zum Auto raus, ein Audi TT. Ja, da passt der rein.

Gruss
Markus
 
Re: Einsteiger sucht Teleskop für deep-syk Astrofo

Hallo Markus,

natürlich lässt sich durch BB viel
machen. Die meisten der Top-Planetenbilder
sind mit SC gemacht worden.
Trozdem ist das kein "Spackes".
Ein geringere Obstruktion bzw. ein kleiner
Fangspiegel ist für die Planetenfotografie um so idealer.
Das die wenigsten einen Planetenoptimierten Newton
zur Planetenfotografie nutzen heisst nicht
das es nicht von Vorteil ist
für die Planetenfotografie eine Geringe Obstruktion zu wählen.
Idealer Weise verzichtet man auch ganz auf Obstruktion
wenn man es sich leisten kann.
Statt nem TT gibt man das Geld lieber für
einen guten Apo mit größerer Öffnung aus.
Letztlich brauchst Du in der Bildbearbeitung
nicht extrem manipulieren.

Ausserdem, nur weil Karsten hier mal wieder wild um sich schlägt. Er hats nur schön gerecnet und die
Tatsache ausser acht gelassen das bei grroßer AP
ebend doch der Himmelshintergrund stört.
Man möchte als Grundvergrößerung vielleicht
nicht immer mit 150x und 2mm AP anfangen.


CS,

Arne
 
Re: Einsteiger sucht Teleskop für deep-syk Astrofo

Tachchen,

Ausserdem, nur weil Karsten hier mal wieder wild um sich schlägt. Er hats nur schön gerecnet und die
Tatsache ausser acht gelassen das bei grroßer AP
ebend doch der Himmelshintergrund stört.

der helle Hintergrund bei großer AP stört bei jedem Teleskop,
ob nun lichtstarker f/4 oder lichtschwacher f/10 .

Man möchte als Grundvergrößerung vielleicht
nicht immer mit 150x und 2mm AP anfangen.

Na dann nimm halt eine kleinere Öffnung. Meine Antwort die
dir offenbar nicht schmeckt bezog sich auf deine Plattitüde:

Zitat von juri1:
Mitten aus Bremen heraus
zeigte mein 8"SC schon nicht mehr viel.
Im lichstarken 12"er säuft doch alles ab.

Nunr weil du nicht willens oder in der Lage bist eine
angemessene AP zu wählen must du nicht Öffnung per se
sowie gleichzeitig lichtstarke Optiken schlecht reden.

Große Öffnung fürht bei gleicher AP zu höherer Vergrößerung
als bei einer kleineren Öffnung. Oh welch ein Mangel....

Und falls dir die höhere Grundvergrößerung nicht gefällt
nimm einfach eine lichtstarkes Teleskop gleicher Öffnung
wie die des Lichtschwachen Kleinteleskopes.

Dann stimmen sowohl AP als auch Vergrößerung überein.
Objekte saufen dann in keinem der Teleskope ab.

Visuell stellt man die AP per richtiger Okularwahl ein.
Dazu schrieb ich ja bereits weiter oben etwas.

Bei der Planeten-Photographie stört es nicht ob die Obstruktion
nun 33% oder 20% beträgt. Dazu hat Markus ja schon geschrieben.

Was bei der Planeten-Photographie zählt sind dagegen eine
große Öffnung, gute Justage und gute Optikqualität.

Einige der besten Planetenphotos wurden mit stark obstruierten
Teleskopen gemacht. Siehe Thierry Legault`s Webseite:

www.astrophoto.fr/

Mit Gruß an alle Verfechter der Sonderphysik,

Karsten
 
Re: Einsteiger sucht Teleskop für deep-syk Astrofo

Hallo Arne,

schreib so etwas nicht, dann muss es auch niemand richtig stellen, denn es ist nunmal FALSCH.
Oder nimm die Richtigstellung an und lerne, was auch für Deine Praxis noch hilfreich sein kann.

Persönliche Angriffe auf Leute die unzutreffend dargestellte Sachverhalte richtigstellen und damit dem Threadstarter für seine Entscheidungen wichtige Hilfestellung geben, zerstören meistens den Thread. Davon hat der Threadstarter gar nichts.

Gruß
*entfernt*

 
Re: Einsteiger sucht Teleskop für deep-syk Astrofo

Moin Karsten,

wie ich schon schrieb nehme ich Deinen Hinweis
absolut an. Ich schätze Deine Fachkenntnisse in
Sachen Optik sehr hoch.
Dein letzter Beitrag ist übrigens sehr angenehm
formuliert. Danke.
@Günter: Ich bin jedweder Kritik gegenüber offen
und stehe zu meinen Fehlern.
Nur fühle ich mich persönlich angegriffen wenn
die Kritik einfach harsch rüberkommt.
Das hat nichts damit zu tun das ich einen rauhen Umgangston
nicht vertrage sondern damit das man sich nicht kennt
und darum meine ich das dann ein etwas netterer Ton
angebracht ist.
Um aufs Thema zurückzukommen, wegen der großen Öffnung
aus der Stadt heraus. Wer meinen Beitrag gelesen hat
kann schon sehen das ich selber für DeepSky-Fotografie
einen guten Refraktor mit kleiner Öffnung bevorzugen
würde. Darum habe ich
dem Carsten erzählt was ein kleiner, guter Apo
für Vorteile birgt.
Meine Meinung, mehr nicht.

CS,

Arne
 
Hallo Carsten,

ich hoffe du hast dich hier noch nicht verabschiedet. Beachte die Nebenkriegsschauplätze der Beratung hier am besten gar nicht. Wenn du eine Beratung zur Ausrüstung speziell für die Astrofotografie suchst würde ich diese im Board "Astrofotografie" platzieren. Dort sind die wahren Experten für diesen Teilbereich unseres Hobbys.

Wenn du die Anschaffung eh erst in einem halben Jahr planst hast du noch viel Zeit dir verschiedene Meinungen ein zu holen.

Da du in Berlin wohnst kann ich dir auch empfehlen dort mit einigen Astrofotografen Kontakt auf zu nehmen. Ich kenne dort einige sehr gute Astrofotografen die auch Erfahrung auf dem Thema "Stadtastrofotografie" haben. Wenn du magst kann ich dir deren Email Adressen schicken, sende mir dazu bitte eine PN.

Dich zu beraten wird nicht einfach, denn deine Bedingungen sind alles andere als Optimal. Ein Balkon ist insofern gut geeignet weil man ein Gerät schnell aufgebaut hat, oder man kann es sogar stehen lassen. Das ermöglicht es dir falls denn nötig eine relativ schwere Montierung samt Teleskop zu kaufen. Willst du doch in den Park gehen oder überlegst du doch raus zu fahren rate ich dir zumindest für den Anfang ab von einer EQ6 und einem 8" Newton. Ich hatte exakt diese Kombi, die zwar sehr gute fotografische Ergebnisse liefert aber einfach sehr unhandlich und schwer ist. Das kann dazu führen das du nach anfänglicher Euphorie bequem wirst und es vielleicht Überwindung kostet raus zu gehen. Hängt aber vom Typ ab die Frage musst du für dich selber beantworten.

Da du schon über eine DSLR verfügst rate ich dir erstmal nicht dazu gleich eine SW CCD zu kaufen, obwohl das im schon angesprochenen Zusammenhang mit sogenannten Schmalbandfiltern durchaus Sinn macht. Aber schau doch lieber erstmal was mit der DSLR geht.

Aus dem Bauch heraus wäre mein Tip: Du kaufst dir eine GP-D2 Montierung der Firma Vixen, und dazu einen kleinen China Apochromaten. Mit dieser Ausrüstung bist du mobil aber auch stationär fix einsatzbereit. Zusammen mit deiner DSLR hast du eine gute Allzweck Foto Ausrüstung. Neben "bunten" Gasnebeln kannst du damit z.Bsp. auch den Mond bzw. dessen Finsternisse fotografieren. Ausserdem kannst du noch "Piggyback" Fotografie betreiben. Das bedeutet du montierst deine Kamera mit einem normalen Objektiv auf den "Rücken" deines Teleskops und machst so Aufnahmen der Milchstrasse oder sehr großer Nebel. Evtl. hast du ja schon gute Objektive für deine Kamera die sich zur Astrofotografie eignen. Diese Methode wird Anfängern oft empfohlen weil sie nicht so hohe Ansprüche an die Nachführgenauigkeit stellt.

So Allzweck ist diese Kombi dann doch nicht denn Planeten kannst du damit vergessen und ebenso kleine Galaxien. Aber für diesen Bereich brauchst du eh eine ganz andere Ausrüstung.

Abschliessend ein ganz wichtiger Tip! Kauf dir ein Buch zum Thema Astrofotografie. Du hast ja das nächste halbe Jahr viel Zeit zum lesen:-)

CS Frank



 
Hallo Micha,

ich hatte meine eigenen Ansprüche als Bewertungsgrundlage genommen, stimmt. Die verlinkten Bilder sind sehr klein da kann ich nicht beurteilen wie gut die sind. Ganz unmöglich wird es nicht sein, aber man wird sicher sehr schnell an die Grenzen eines solchen Teleskops kommen.

Für Planeten würde ich daher gleich zu was anderem greifen. Und ein Allzweck Instrument gibt es meiner Meinung nach nicht.

CS Frank

 
Hallo Frank,

ich wollte Deine Beratung nicht kritisieren. Es war nur als Hinweis gedacht. Hoffentlich hältst Du mich jetzt nicht für einen Erbsenzähler ;-)

VG,
Micha
 
Hallo Frank,

bin zurzeit etwas im Stress, habe die Diskussion nur oberflächlich verfolgt. Ich werde mich in einigen Wochen wieder intensiver mit dem Thema beschäftigen können. Ich melde mich dann bei Dir, vielen Dank für das Angebot :-)

Carsten
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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