Empfehlung für Einstieg in visuelle Planetenbeobachtung

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Mximilian

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Ihr Lieben!
Mein Name ist Maximilian und ich wäre für ein paar Tipps von erfahrenen Astronomen sehr dankbar!

Ich habe vor langer Zeit bei Tchibo einen Bresser Reflektor erworben, über den ich mich jedes Mal ärgere, wenn ich ihn benutze...
Ich beobachte von einem Dachbalkon in der 3. Etage, von dem aus ich gut in alle Himmelsrichtungen blicken kann. Das Equipment könnte auf gleicher Etage in einem Dachbodenraum untergestellt werden. Beobachten möchten mein Sohn und ich mit dem neuen Teleskop Planeten, und zwar vornehmlich visuell (Jupiter Monde und Cassini Teilung am Saturn). Ich würde gelegentlich auch meine spiegellose mFT Kamera anschließen wollen, um einfache Videos von Planeten zu machen. Für alles andere habe ich den Seestar bestellt; da ich nicht lange am Rechner sitzen möchte und wenig technikaffin bin).

Ich habe mir überlegt, einen 8" Dobson anzuschaffen, aber nun kommt der Haken: der Dachboden ist nicht gut isoliert und ich bin mir unsicher, ob die Temperaturschwankungen ein ständiges Nachjustieren erforderlich machen würden? Falls dem so wäre, müsste ich eine (deutlich) kleinere Lösung wählen (zB Maksutov). Letztere Option hätte den zusätzlichen Vorteil, dass ich damit mobil wäre, denn da ich kein Auto habe, wäre das Dobson ortsgebunden. Kurz gesagt würde ich ein Dobson präferieren, sofern es unter den gegebenen Bedingungen funktioniert.

Vielleicht hat jemand Erfahrung und könnte mich beraten?
Herzlichen Dank!
Maximilian
 
Einen Newton muss man sowieso regelmäßig nachjustieren, Temperaturunterschiede oder nicht ist da egal.
Aber das ist auch in 2-3min gemacht.
Die Temperaturunterschiede sind aber dennoch ein Problem, da sie Thermik verursachen. So kann man die theoretische Leistung eines größeren Teleskops kaum nutzen.

LG
Olli
 
Hallo,

an deiner Stelle würde ich mir definitiv einen 8 Zoll Dobson anschaffen, der ist deutlich vielseitiger einsetzbar als ein Maksutov, Temperaturschwankungen sind egal. Bei manchen älteren Dobsons kann es aber Schwierigkeiten geben mit einer Kamera den Fokus zu erreichen.
Ich würde dir den Star Sense Explorer von Celestron empfehlen, der sollte problemlos mit Kamera in den Fokus kommen: StarSense Explorer 8" Dobson

Andererseits bräuchtest du für gute Planetenaufnahmen eine Nachführung, hier würde sich dann im gleichen Preisbereich eher ein Maksutov auf einer AZ Montierung anbieten: NexStar SLT 127 MAK Goto-Teleskop - Amateur - Teleskop-Sets - Astronomie
 
Ich habe mir überlegt, einen 8" Dobson anzuschaffen, aber nun kommt der Haken: der Dachboden ist nicht gut isoliert und ich bin mir unsicher, ob die Temperaturschwankungen ein ständiges Nachjustieren erforderlich machen würden?
Hallo Maximilian,

m.E. haben Temperaturschwankungen keinen Einfluss auf die Justage, ich hatte jahrelang meinen GSO 10 Zoll in der Scheune, vermutlich ähnliche Bedingungen wie bei Dir, eben auch zugig und kalt, Vorteil war das die Auskühlzeiten praktisch von jetzt auf gleich passend waren.
Wenn man einen Dobson vorsichtig bewegt braucht man auch nicht zwingend justieren, meiner hat die Justage ewig gehalten, andererseits ist das echt kein Ding, geht ganz schnell und einfach, ist also kein Hexenwerk.
Allein nur aufgrund von häufigen Nachjustieren würde ich auf den Dobson nicht verzichten.

Andreas
 
Hallo Maximilian,

der Dachbodenraum soll nur als Lagerplatz dienen, oder soll auch von dort beobachtet werden?

Wie Olli / @olli.mit.zwei.l schon schreibt, ein Newton muss/sollte regelmäßig auf Justage geprüft werden.
Temperaturausgleich von drinnen nach draußen muss auch stattfinden. Da sind Newton aber genügsamer als z.B. der von Dir angesprochene Maksutov.

Vorteil war das die Auskühlzeiten praktisch von jetzt auf gleich passend waren.
sehe ich dann genauso. Wenn der Dachbodenraum nicht isoliert ist, ist kaum Temperaturunterschied zwischen dem Raum und dem Dachbalkon.

nun ja, der Spiegel sollte sich schon der Außentemperatur anpassen.
 
Moin,

mal ne ganz andere Frage.
Was willst/kannst du denn ausgeben?

Ich würde gelegentlich auch meine spiegellose mFT Kamera anschließen wollen, um einfache Videos von Planeten zu machen.
Ob das so viel Spaß macht mit nem Dobson?
Ich weiß ja nicht.
Grad ohne Nachführung ist sowas schwer bzw. kann das sehr frustrierend sein.

Grüße
Brian
 
danke für Eure Antworten, jetzt sehe ich klarer!
Der Dachboden ist nur zur Aufbewahrung.

Meine Schmerzgrenze liegt alles in allem bei max. 2.000. Könnte also auch ein größerer Dobson sein, wenn das für einen Amateur sinnvoll ist. Eine spätere Möglichkeit für Nachführung wäre wahrscheinlich ratsam.
 
Meine Schmerzgrenze liegt alles in allem bei max. 2.000.
Das ist doch schon mal sehr gut für den Einstieg.
Beachte aber, dass du nicht nur ein Teleskop brauchst sondern auch ein paar Okulare.
Dir bringt ein 2000€ Teleskop nichts wenn du nur zwei 20€ Okulare hast.

Wenn du das Teleskop vielleicht auch mal mitnehmen willst wäre vielleicht auch ein Gitterrohrdobson was für dich.
zB das 10" von Explore Scientific.
Wenn du das Aufbauen am Tag ein paar Mal geübt hast geht das auch bei Nacht gut über die Bühne.
Wenn du diese Option des Transports nicht brauchst reicht natürlich der normale Tubus.
Da du das Budget hast würde ich direkt zB auf ein 10" Dobson gehen.
Ich rate da immer gern zu den Dobsons von ICS.
Nennen sich Galaxy und da gibs auch ein 10".
Die Okulare die dabei sind, sind gar nicht mal so übel.


Eine spätere Möglichkeit für Nachführung wäre wahrscheinlich ratsam.
Es gibt für Dobsons auch Plattformen für die Nachführung.
Hat mMn aber nicht den höchsten Komfort.
Wenn es darum geht wäre vielleicht ein Mak oder SC mit einer Az Goto Monti die bessere Wahl.
Sonst gibt es zB auch von Skywatcher ein Dobson direkt mit Goto (also mit Nachführung).
Wie gut das ist kann ich aber nicht sagen.
Habe das Teleskop nicht und habe auch noch nie durch geschaut.


Ich selber fotografie Planeten mit einem 127er Skymax Mak von Skywatcher Az Gti.
Das ist eine schöne kleine und günstige Kombi. Zeigt aber viel, auch visuell.
Ich hatte vorher ein 8" Galaxy Dobson und es hat mir sehr viel Spaß bereitet.
Als ich aber das erste Mal mit Teleskop in den Urlaub wollte war für mich der Spaß vorbei...
Habe das Dobson darauf hin verkauft und bin auf das Mak umgestiegen.
Zwischenzeitlich ist bei mir auch ein Celestron C6 dazu gekommen welches noch mehr zeigt.
Allerdings habe ich aktuell keinen Platz dafür und mein Augenmerk ist grad ehr bei DSO.
Daher verkaufe ich es.


Grüße
Brian


P.S.
Wenns ein Dobson wird spar nicht an den Okularen.
Grade da habe ich gemerkt wie wichtig ein gutes Okular sein kann.
Bei dem Mak oder auch bei dem SC konnte ich dies nicht so stark feststellen.
Die sind da etwas gutmütiger.
 
Hallo Maximilian,
wenn du einen eher langbrennweitigen Newton nimmst, bekommst du keine Probleme. Bei einem 8zöller kannst du ohne weiteres auf F6 bis F8 gehen. Die sind dann sehr leicht zu justieren.
CS Harald
 
Hallo Maximilian,

ich lagere meinen Dobson in der kühlen Garage. So ist er sofort startklar ohne große Auskühlzeit.

Bei vorsichtiger Handhabung hält bei mir die Justage ewig. Ich kontrolliere das hin und wieder mal aber eigentlich ist da kaum ein Eingriff nötig.
Und wenn es doch mal nötig wird ist das auch kein Hexenwerk.

Mein erstes Upgrade war von 114er Newton auf Wackelmontierung auf einen 8" F6 GSO Dobson. Was für ein Schritt !
Das hat sich richtig geloht und kostet unter 500 Euro.

Planetenfotografie habe ich für ich entdeckt und dafür eine EQ-Plattform gebaut. Anleitungen gibt es im Internet.
Mit einfachsten Mitteln ist es nur eine mit manuellem Nachführhebel geworden aber auch damit ist eine Menge möglich, siehe meine Bilder im Forum.

In dein Budget passt locker eine kleine Astrokamera und Barlow-Linse. Das ist viel besser als mit Fotokamera.

Gruß,
Holger
 
Ein 10"-er ist schon ein ordentliches Trumm.
Da kein Auto vorhanden ist, bleibt dann nur der Dachbalkon.
So einen Dobson mit einem Fahrradanhänger oder ähnlichem transportieren, da bleibt dann regelmäßige Justage nicht aus.

Da für Deep Sky so ein Smart-Scope bestellt ist, quasi EAA, kann auch wirklich für Planeten
vornehmlich visuell (Jupiter Monde und Cassini Teilung am Saturn)
ein MC (Maksutov-Cassegrain) oder ein SC (Schmidt-Cassegrain) angeschafft werden und das ganze dann, wie hier schon erwähnt, auf einer Alt/AZ GoTo Montierung.
Die sind mit 6" / 8" auch noch transportabel.
Wobei das zu Fuß oder dem Fahrrad wohl auch nicht so spannend sein wird. Da dann weniger vom Tubus her, als mehr von der Montierung.

Tendenziell dann eher den 8" oder 10" Dobson.
Zumal
von dem aus ich gut in alle Himmelsrichtungen blicken kann
möglich ist.
Um sich das ganze etwas einfacher zu machen mit Push to oder GoTo.
GoTo würde auch, mit Astrokamera, Planetenvideos ermöglichen.
Alternativ eine passende EQ-Plattorm, die führen ca. 60 Minuten nach.
 
Wobei das zu Fuß oder dem Fahrrad wohl auch nicht so spannend sein wird. Da dann weniger vom Tubus her, als mehr von der Montierung.
Allerdings muss man dazu natürlich auch sagen, dass Mond/Planeten/Sonne (nur mit Filter!!!) auch sehr gut aus der Stadt raus geht.
Dafür müsste man also nicht wirklich weg fahren, nur wenns visuell DSO sein soll wäre es, je nach Lichtverschmutzung, sinnvoll.

Ich würde in der Situation auch ehr zu einem Mak oder SC greifen.
Wenn es wirlich mal zum Beobachten wo anders hin gehen soll geht das sehr kompakt.
Grade wenn man eine manuelle Monti wie zB eine Berlebach Castor 2 anschaut.
 
Könnte also auch ein größerer Dobson sein, wenn das für einen Amateur sinnvoll ist

Dan rate ich zu sowas wie nen 8" - 12" Gitterrohr geht auch größer dan aber raus aus dem büdget. Vorteil, sind sehr leicht für große Optiken. Empfehle hier dieter Martini
Dort gibt es auch eq Plattformen Nachführung für nen dobson bei planeten Fotografie relevant, bei beobachtung nette Hilfe, kann man mit etwas Werkzeug auch selbst bauen.

Ansonsten, wenn es nicht um Maximum Leistung geht, dobsons sammeln viel licht und Auflösung keine Frage. aber irgendwann wird hier alles stehen (den es gibt unzählige Ansichten) würde ich zu nem refraktor gehen sowas wie nen 100/1000 mit ner paralaktischen montierung, ist mehr das Fernrohr, kinder stehen drauf und man lernt einige Grundlagen.

Wir sind übrigens alle Amateure, die wenigsten hier werden für das was sie tun regelmäßig, als Arbeit bezahlt, das ist doch die Definition. War komisch formuliert aber ich hab mal 5€ für nen öffentlichen Beobachtungsabend bei mir zu Hause unaufgefordert bekommen , als spende und im Verein halte ich Vorträge vorallem für Schüler, die werden bezahlt aber das Geld geht an den Verein nicht an mich, deshalb bin ich mir zur Definition gerade unsicher.

Clear skies Felix
 
Wenn du das Teleskop vielleicht auch mal mitnehmen willst wäre vielleicht auch ein Gitterrohrdobson was für dich.
zB das 10" von Explore Scientific.

Von dem rate ich ab hab einiges negatives gelesen, auch nen Kollege hat da was erzählt und auf dem ATT (Astronomy und Technik Treff) dieses Frühjahr hatte ich mal einen vor mir, die Mechanik ist schwergängig unschön, gibt da echt besseres und für nen Gitterohr System sind diese ungewöhnlich schwer.

Ich rate da zu nem Martini
Oder Taurus, aber Taurus haben glaub erst ab 12"
Ansonsten noch spacewalk telescopes, die haben aber erst ab 16"

Das mit Okularen kann ich bestätigen, gerade ohne eq Plattform oder andere Nachführung
Si d große Gesichtsfelder richtung 80° eine deutliche Verbesserung, die Jetzt noch in Qualität jo, wird teuer.

Ich mag ja die 82° Es reihe hab da aktuell 3 von
Aber auch die Baader Morpheus sind wohl sehr gut.

Noch nen ticken besser wäre Televue aber dan gebraucht schauen, hab ein 17mm Nagler und durch die Delos geschaut absolut Top, die ethos haben 100° mir persönlich zu viel , die sind echt teuer aber high end.
(Ich möchte Astroshop hier nicht bevorzugen, mit deren Webseite kann man aber gut Filtern deshalb alles Astroshop links)

Übrigens große Gesichtsfelder machen auch mit Nachführung spaß, es ist einfach was anderes wenn man keinerlei Tunneleffekt mehr hat.
Gebraucht schauen spart übrigens immer geld. Hier im Forum, gibt es da auch nen Bereich.

Clear skies Felix
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe gerade für einen Freund als Anfänger ein komplettes Teleskop-Setup zusammengesucht, hat anfangs ca 1600 gekostet, Endausbau 2000 Euro, allerdings Deepsky im thematischen Fokus. Planeten gehen damit aber natürlich auch sehr gut. Dieses Teleskop und die Okulare wird man ein Leben lang benutzen können/wollen !!!
Zusammengefasst:

- Dobson ICS Galaxy D10" f/5, Standardspiegel (Reduzierung 2" nach 1.25" dabei)
Hat einen 1:10 OAZ ( genaue Fokussierung)
Das Teleskop ist von Fangspiegelgrösse etc vernünftig gebaut, Vignettierung im maximalen/vollen Feld bei 0.25mag maximal am Rand, das ist gut/akzeptabel.
- Telrad UND Sucher 90° Amici 8x50
- Magnetische Gegengewichts-Tasche (Tarieren schwerer Okulare z.T.)
- Explore Scientific 82° Okulare durchgängig, Okularspecs siehe hier eyes4skies - articles
Daraus wählt man sich anfangs 3 Okulare aus, das 30mm (2") aber immer DABEI wegen der Suche (2° Feldgrösse). Im Endausbau ALLE Okulare aus der angegebenen Tabelle plus eine gute Barlow 2x
Höchste Vergrösserung ca 500x (mit 4.7mm plus Barlow 2x)
- OIII Filter Astronomik 2" (Emissionsnebel)
- einfacher Justierlaser - aber zwingend mit 45° Fenster ! (ca 30-40 Euro)

Mehr braucht man nicht. Mehr als die Hälfte der Mittel fliesst in gute Okulare. Das ist richtig so ! Die standardmässig beigefügten Okulare soll der Händler behalten (Ermässigung dadurch wahrscheinlich nur gering, weil sie wenig wert sind).

Weitere Infos im Bedarfsfall per Email an siehe mein Webseiten Impressum.

Gruss,
Peter

PS: ich habe keinerlei Geschäftsinteressen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Maximilian,
im Grunde kann man mit jedem Teleskop in die Planetenbeobachtung einsteigen.

Wird das jedoch zu deinem Steckenpferd lohnt es sich vielleicht einen Blick darauf zu werfen, was ein "Planetenteleskop" ausmacht und was für Teleskope z.B. passionierte Planetenbeobachter, also welche mit Jahrzehnte langer Erfahrung so benutzen.

Wenn man sich daran ausrichten möchte, kann man quasi strukturiert und aufbauend vorgehen und größere Fehlkäufe und Umwege vermeiden.

Hier mal eine Aufstellung zum Equipment.
- Öffnungen +/- 12-14"
- Nachführung
- Binokular
- ADC
- möglichst kleine Obstruktion
- möglichst hohe optische Qualität und hochwertige Komponenten
- Lüfter für schnelle Temperaturanpassung
- Taukappe und abgeschirmter Tubus/Strahlengang

Das beschreibt in etwa den Goldstandard welcher häufig dazu anzutreffen ist.
Aus eigener Erfahrung kann ich alle oben genannten Punkte nur unterstreichen.

Wenn du dich erst einmal einlesen willst ist das Englische Buch "Planetary Astronomy" zu empfehlen.
Das Buch muss man sich nicht kaufen, dass darin enthaltene Wissen findet man auch im Netz.
Jedoch hat man darin eine immer griffbereite Zusammenfassung zum Nachschlagen.
LG
 
Es muss aber auch nicht zwingend so viel Öffnung sein.
Auch 5-6" (dann aber Apo) machen mit ADC und Bino enorm Spaß. Wenn also Transport oder Balkon oder was auch immer gegen einen großen Dobson sprichen sollte, bricht man sich auch mit kleinerer Öffnung keinen Zacken aus der Krone.
Wichtig ist, dass das Teleskop thermisch und Mechanisch gut beherrscht ist, Sprich Auskühlung, Grenzschichtabsaugung, Justage, Montierung und Nachführung, das muss passen wenn es um Hochvergrößerung geht, egal ob 6" oder 14".

Und ja, das empfohlene Buch ist absolut Gold wert.

LG
Olli
 
Auch 5-6" (dann aber Apo) machen mit ADC und Bino enorm Spaß. Wenn also Transport oder Balkon oder was auch immer gegen einen großen Dobson sprichen sollte, bricht man sich auch mit kleinerer Öffnung keinen Zacken aus der Krone.
Hallo Olli,
natürlich kann man mit 5-6" Öffnung seinen Spaß haben.
Jedoch sind das Anfänger bzw. Einsteiger Öffnungen und als APO immer die teuerste Öffnung.
Da reichen die angegeben 2000€ hinten und vorne nicht.
Auch ist bei 2000€ der 6" APO raus.
Der 6" TS SD Zweilinser kostet schon als Tubus über 3000€.
Auch der TS SD 125mm hat mit 1650€ dann noch keine Montierung und kein Zubehör.

Aber auch die 8" Newton Variante wird mit Nachführung knapp.
Evtl. mit dem Skywatcher Skyliner 200P SynScan, dem Baader Maxbright Bino und der APM/DÜRING Komakorrigierende 2.7x Barlow als GWK und ein paar billigen Plössl käme man auf knapp über 2000€.

Also auch hier heißt es entweder Budget aufstocken oder Abstriche machen.
Evtl. erst einmal monokular anfangen oder ohne Nachführung...

Vom Aufbau her, hatt man den 8" Newton auf Rollbrett oder mit Schubkarrengriffen schneller am Start als ein APO auf einer Paralaktischen Montierung.

LG
 
natürlich kann man mit 5-6" Öffnung seinen Spaß haben.
Jedoch sind das Anfänger bzw. Einsteiger Öffnungen
Der Sinn darin erschließt sich mir grad überhaupt nicht.
Manche Anfänger haben 3", manche direkt 8", 10" oder noch mehr.

Nach über 20 Jahren aktiver visueller Astronomie und verachiedenster Teleskopgrößen und Bauarten bin ich bei dieser Öffnungsklasse angekommen, hat mit Anfänger jetzt eher weniger zu tun.

LG
Olli
 
Vielen Dank schon einmal für Eure hilfreichen Anmerkungen!

Ein Gitterrohr-Dobson mit größerer Öffnung ist zu groß, um ihn aufgebaut in meinem Dachboden zu lagern. Jedesmal aufbauen ist mir zu aufwendig, zumal ich noch einen Streulichtschutz anbringen müsste. Die hier empfohlenen Hersteller würden ohnehin mein (vorläufiges...) Budget übersteigen. Es spricht weiterhin vieles für einen 8' Dobson mit gutem Zubehör. Die Nachführung werde ich zunächst nicht anschaffen. Wenn ich soetwas später benötigen sollte, würde ich, bevor weitere 500 Eur ausgegeben werden, lieber prüfen, ob ein neues (mobiles) Setup, vielleicht mit AZ GTi Goto und kleinem Newton, Maksutov oder kleinem Apo meinen Interessen dann ggf. eher entspricht. Ich habe ja auch den Seestar bestellt und werde dann sehen, in welche Richtung es gehen wird...
 
Hast dus den schon probiert, dauert 15min bei meinem 16" als Beispiel mit Treppen runtertragen. 5 min
Wenn ich ihn auf dem balkon aufbaue

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vielleicht mit AZ GTi Goto und kleinem Newton, Maksutov oder kleinem Apo meinen Interessen dann ggf. eher entspricht
Seh ich halt nicht als das richtige für planeten billige az wackeln und spreche nicht vom Stativ. hab selbst noch eine umgebaute, die ich nicht nutze.

Und zumindest bis 4" wäre es mir viel zu wenig Auflösung, also ich würde ja so groß wie irgend möglich gehen aber zumindest 4" + sollte es sein.

Die 8 zoll dobson Idee ist schon besser ob ein 10" Martini Gitterrohr dein Büdget sprengt bezweifle ich übrigens, hast ihn den mal angerufen, so einer liegt bei etwa 1000€ meine ich.

Clear skies Felix
 
Es spricht weiterhin vieles für einen 8' Dobson mit gutem Zubehör.
Sehe ich auch so, ein 8 Zöller ist noch gut erschwinglich, zeigt auch schon jede Menge, 3-4 ordentliche Okulare und dann einfach loslegen.
Oftmals verändern sich auch die Bedürfnisse wenn man erstmal eine Zeitlang mit einem brauchbaren Scope beobachtet hat, mit einiger Erfahrung kommen oft auch andere Wünsche.

Andreas
 
Wenn Du einen Dobson / Newton kaufst, dann frag nach dem Durchmesser des Tubus und des Fangspiegels. Hiermit
Kann Du dann unter DIAGONAL ausrechnen, ob die Vignettierung dann vernünftig ist. Das ist was ich oben schrieb der D10 ist vernünftig. Den D8 (vignettiert stärker) und jedes andere Teleskop solltest Du durchrechnen. Es ist erstaunlich wie schlecht manche (ich hoffe nur billigen) Teleskope designt sind.
Eine Vignettierung am Rand von 0.25mag ist tragbar und kaum zu sehen visuell. (Fotografisch lässt sich das noch passabel flatfielden). Aber 0.5mag+ ist schlecht und bedenklich für Grossfeldbeobachtung und Deepsky (für Planeten speziell nicht, weil die Felder sehr klein sind dort).

Und: MEHR als in die Hälfte des Endbudgets in die Okulare !!!
Oder wird das Bild nur vom Hauptspiegel gemacht ? ;-)

Übrigens sind D8 (f/6) und D10 (f/5) praktisch gleich lang (=sperrig), der D10 ist natürlich etwas dicker und schwerer, aber auch das langfristigere Teleskop (ewig behalten).

Good luck,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Kurze Info zum Endergebnis:
Habe mir jetzt einen 10' GSO Dobson "Deluxe" im Angebot bestellt mit einem Großteil des hier (und in anderen ähnlichen Forenthemen) empfohlenen Zubehörs. Die Nachführung erstmal noch nicht, werde aber den Gebrauchtmarkt aufmerksam verfolgen.

Danke und viele Grüße,
Maximilian
 
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