Encoder an Lxd 75

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Newby

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Hallo zusammen,
in der Lxd75 laufen Servomotoren. An der einen Seite befindet sich das Getriebe, an der anderen sitzt eine Tachoscheibe mit 120 Pits und Gabellichtschranke, also ein recht grober Encoder. Mein Gedanke wäre nun diesen Encoder, natürlich viel feiner auflösend, direkt an die Achsen zu setzen um die Getriebefehler zu umgehen. So was gibt es zwar schon als Drive-Master, aber nur für eine Achse und teuer. Ein grundsätzliches Problem bei meinen Überlegungen stellt jedoch die Auflösung dar: Um Bogensekunden genau aufzulösen müßte der Encoder 1 296 000 Schritte haben - gibts nicht! Wie machen die anderen (Meade, ASA) das?

Gruß
Christoph
 
Hi Christoph,

die Servomotoren brauchen die Encoder, da sie im Gegensatz zu Schrittmotoren oder Synchronmotoren keine fixe Geschwindigkeit oder definierte Schritte haben. Über die Tachoscheibe kann gemessen werden, um wieviel Grad sich der Motor gedreht hat. Die Genauigkeit ist wesentlich höher als die 120 Pits vermuten lassen. Vereinfacht kannst Du die 120 mal die Getriebeuntersetzung (Vorgelege plus Schneckentrieb) rechnen, um zu wissen, in wie viele Teile die Umdrehung zerlegt wird. Allerdings stört der Schneckenfehler und andere Getriebeunregelmäßigkeiten die absolute Genauigkeit. Allerdings dienen diese Encoder nur der Positionierung, und da wird das ausreichen.
Die von Dir genannten Anbieter haben hochgenaue Encoder, die ohne Zwischengetriebe die RA-Achsenposition anzeigen. Die brauchen aber auch kein 1 Million und ein paar Zerquetschte Pits, die interpolieren.

Grüße,

Gottfried
 
Hallo Gottfried, danke für die Antwort.
Über das Getriebe und die Funktion der Tachoscheibe weiss ich eigentlich ganz gut Bescheid. Siehe hier: http://torhoff.com/index.php?option=com_content&task=view&id=28&Itemid=38
(Das ist von mir, Danke nochmal an Joerg fürs Reinstellen)
Der Gedanke , wenn mann sich das Getriebeschema anschaut, liegt nur nahe den "Kontroleur" in Form eines Encoders auf die andere Seite zu packen. Und da fängt eben das Problem mit der Auflösung an. Hochgenaue bezahlbare Encoder machen ca 10000 Schritte - das ist in diesem Fall zu wenig. Es sei denn ich überseh` da was Gravierendes.

Grüße
Christoph
 
Hallo Ronald,

das die Heidenhains teuer sind war mir schon klar, kosten bei Meade ja auch um die 300 Euro. Es gibt aber preislich darunter alles bis zum umsonst. Das wäre dann der Encoder aus nem Photodrucker vom Schrott.
Mein Problem lag eher in der Auflösung und deren Umsetzung. Mittlerweile weiß ich, das die hochauflösenden Encoder alle mit mehren Ausgängen arbeiten, dazwischen interpolieren und der Auslesetakt eine Rolle spielt.
Also wird das mit der einfachen Umsetzung nix. Und alles andere lohnt (bei der Montierung) den Aufwand nicht, da geb´ ich Dir recht.
Danke an alle Beteiligten.
Sollte jemand doch noch einen einfachen Weg kennen - gerne!

Grüße
Christoph
 
hi Christoph,

den einfachen Weg gibts doch schon lange: autoguiding.

Im Gegensatz zum encoder berücksichtigt autoguiding sogar atmosphärische Refraktion und Drift in Dec. Bei Einsatz eines offaxisguiders sogar Spiegelshifting und Tubusverbiegung.

Sternfreundlich

Gottfried
 
Hi Gottfried,

Autoguiding mach ich schon mit ALCCD 5.2, Leitrohr bzw mit OAG und Guidemaster. Auch Du hast natürlich recht, das ist der einfachste Weg und er funktioniert ja auch in meinem Fall. Ich bin aber auch jemand der genau wissen will, wie es geht und wie man ein Gerät verbessern kann (siehe link oben). Bei mir ist fasst nichts im Originalzustand. Das liegt aber m.E. nicht daran, das ich "so ein toller, genialer Typ bin" (Bin ich definitiv nicht), sondern daran, das die meisten Sachen erschreckend undurchdacht konstruiert sind und lieblos zusammengedengelt werden.(Ich weiss: China, der Preis...)
Daraus ist jedenfalls die Idee mit den Encodern geboren und aus oben gen. Gründen auch schon wieder begraben worden.
Danke trotzdem

Gruß und endlich wieder c.s.
Christoph
 
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