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Hopeman

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Hallo zusammen,

ersteinmal möchte ich mich vorstellen. Ich bin neu auf diesem Gebiet und sehr fasziniert von dem was alles möglich ist zusehen.
Ich habe für mich entschlossen tiefer in das Weltall zublicken und habe versucht mich hier soweit es geht einzulesen und Tipps für Anfänger wie mich herauszufiltern und diese zu verarbeiten.
Ich habe mich daraufhin auch einmal an den Optiker meines Vertrauens(das heisst er ist der einzige vor Ort hier) gewandt und es wurde mir das Meade ETX 125 PE bzw. ETX 90 PE angeboten.Ein Maksutov- Cassegrain Teleskop.Vorteile hier liegen wohl bei der GOTO Funktion sowie der AutoStarsteuerung 497. Wobei ich nicht weiß ob ich die Sterne gerne Computergesteuert anfahren will , dafür habe ich eigentlich ne App und mit Sternenbeobachtung hat das denke ich nicht soviel zutun. Soll ja angeblich ziemlich laut sein der Antrieb. (evtl. jemand einen Erfahrungsbericht?) Ich bin aber auch an einem Dobson 8" Light Bride evtl. des selbigen Herstellers Interessiert.
Wo genau liegen da denn in der Beobachtung der unendlichen Weiten der Unterschied der beiden Teleskope wenn man von den mir angebrachten Dingen einmal absieht? Das ist mir persönlich leider noch nicht ganz klar geworden.

Ich danke schon einmal im vorraus für eure Antworten.
Da ich aus Velbert komme und ich gerne mit gleichgesinnten meine Erfahrungen teilen möchte, würde ich mich freuen wenn mir ausserdem jemand Tipps geben könnte wie wo wann mann sich trifft in meiner Umgebung. Heute fange ich mal mit der Walter Hohmann Sternwarte in Essen an.

grüsse Jürgen
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ach und was natürlich auch sehr interessant ist, welches ist ausbaufähiger für die Zukunft ? Bessere Alternativen als dieser Hersteller?
 
Hallo Jürgen,

ich habe ein Meade ETX-105, das wird nicht mehr gebaut ist aber der kleine Bruder des ETX-125 und der große Bruder ETX-90. Das Teleskop habe ich etwas über 10 Jahre und die Optik ist immernoch einwandfrei -da gibts nix zu meckern. Mit dem ETX kaufst Du die Plastikmontierung und dieses Goto Geraffel gleich mit, mit dem ich nie glücklich wurde. Ich habe dieses ganze Zeugs verkauft an jemanden dessen Handcontroller kaputt ging und Meade ein jenseits Geld für eine Reparatur wollte und das ETX auf eine vorhanden EQ5 geschnallt, seitdem gehen auch Photos vom Mond sehr gut. Das ETX-125 ist ein gutes Mond und Planetenrohr, aber durch die lange Brennweite (fast 2m!) ist die sonstige Objektauswahl begrenzt (Kugelsternhaufen, und helle Nebel z.b. Orionnebel gehen noch) und für Mond und Planeten brauchst kein Goto, die findest auch so. Großflächige Objekte wie z.b. Andromedagalaxie sind nicht so schön und h&chi im Perseus habe ich auch schon besser gesehen. Okulare nimmt das ETX nur 1,25" auf, also 2" geht nicht. Macht für das ETX auch keinen Sinn, aber wenn Du auf mehr Großfeld und Surfen im Universum stehst, ist das ETX nix.

Das 8" Dobson ist gegenüber dem ETX schon fast ein Allrounder, wesentlich einfacher zu bedienen, du musst dich nicht mit dem fragwürdigen Goto rumschlagen, du hast kein Spiegelshifting beim Scharfstellen (wie beim ETX - weiss nicht obs bei den neuen besser ist), der Wiederverkauf ist auch besser und wenn dir beim ETX die Elektronik kaputt geht wirds teuer. Mit dem Dobson kannst einfach lossurfen und den Alltag hinter dir lassen.

Der Vorteil beim ETX ist seine Kompaktheit, also wenn Du gar keinen Platz hast oder das Ding im Rucksack stecken willst okay, der Dobson ist da schon größer - aber da gibts Alternativen zum ETX.

Mein Tipp: Mach dir klar was du beobachten willst und was du schleppen willst und entscheide dann. Mach dir auch klar, das Goto Geld kostet und zusätzlich Komplexität (unnd damit u.U. auch Frust) ins Spiel bringt.

Das wars

Matthias
 
allo Jürgen,

Heute fange ich mal mit der Walter Hohmann Sternwarte in Essen an.

Das ist zum Einstieg schon mal ein guter Plan.

Dein Gefühl zum Thema Goto weist dir schon den richtigen Weg. Goto ist nicht notwendig, um Objekte am Himmel zu finden. Das kann man kostengünstiger mittels Sternkarte und Rotlichtlampe, um die Dunkeladaption der Augen nicht zu zerstören, erlernen. Und das ist nicht schwer, wenn man erst einmal die auffälligen Sternbilder kennt und man regelmäßig Beobachtet und so immer geübter im Aufsuchen wird. Eine drehbare Sternkarte ist für diesen Zweck ganz hilfreich.

Wenn du bereits mit einem 8'' Dobson liebäugelst würde ich mal sagen: Folge deinem Herzen ;) . Ein solches Gerät hat eine ordentliche Öffnung (Spiegeldurchmesser) die genug Lichtsammelvermögen und Auflösung für Beobachtung innerhalb des Sonnensystems (Mond, Planeten usw.) und Deep-Sky (Nebel, Galaxien etc.) hat.

Die beiden von dir genannten Teleskope haben eine kleinere Öffnung und eine große Brennweite. Die sind gut für Planetenbeobachtungen und anderer heller und kleiner Objekte geeignet, allerdings weniger für die Beobachtung von großflächigen Objekten. Die passen bei Geräten mit diesem Öffnungsverhältnis nicht ins Gesichtsfeld. Durch die Größe sind diese Teleskope jedoch recht gut zu transportieren, was auch seine Vorteile haben kann. Aber das Geld für Goto sollte man besser in die Optik stecken. Da hat man auf lange Sicht mehr von.

Wenn du also kein hochtransportables Teleskop brauchst und du einen guten Platz unter dunklem Himmel hast (oder mit einem Auto einen solchen Platz erreichen kannst) ist ein Dobson, der rein von Hand nachgeführt wird, eine gute Anschaffung. Ein 8'' Gerät passt übrigens locker auf die Rückbank eines Kleinwagens. Wenn es aus Gründen des Transportes nicht unbedingt notwendig ist, nimm einen Volltubus. Gitterrohr- oder Flextuben sind erst bei größeren Geräten sinnvoll, die als Volltubus sehr unhandlich wären.

Die üblichen Verdächtigen im 8''-Bereich sind die Teleskope der Marken GSO, Galaxy und Skywatcher.
 
Danke für die aufschlussreichen Antworten.

Also es Wird ein Dobson 8" oder Vllt doch 10"?!
Da Nebel und GX für mich eben so Interessant sind wie unser Sonnensystem ist das wie ich denke eine gute Wahl..
Mit den Planeten sowie deren Monde wollte ich aber erst einmal anfangen.Hier und da sicherlich auch den einen oder anderen Blick riskieren auf GX Nebel und Haufen. Wenn ich diese denn finden kann.Da sind beim Dobson ja mehr Reserven wenn ich das richtig verstanden habe.
Ich habe gesehen das es sog. Einsteigerpakete gibt die auch diverse Filter beinhalten. Sind diese notwendig und wenn ja in welcher Weise??
Welche Okulare sind fürs erste denn Sinnvoll?

Wenn es aus Gründen des Transportes nicht unbedingt notwendig ist, nimm einen Volltubus.

Warum Volltubus? (ausser Transport)?


Grüsse Jürgen

 

Zum einen ist ein Volltubus justagestabiler als die zerlegbaren oder zusammenschiebbaren Teleskope. Bei einem Spiegelteleskop müssen Haupt- und Fangspiegel so ausgerichtet werden, das der Lichtkegel in die Mitte des Okularauszuges und somit genau in das Okular fällt. Bei einem Volltubus verändert sich die Position des Fangspiegels in der Regel nicht, so das seine Ausrichtung stabil bleibt. Bei einem Gitterrohr- oder Flextubegerät befindet sich der Fangspiegel jedoch im Hut (der obere Teil des Teleskops) und ist so den Veränderungen ausgesetzt, die beim Zusammenbauen oder Zusammenschieben entstehen. Es kann also sein, dass man oft kalibrieren (auch kollimieren genannt) muss, damit die optische Achse wieder stimmt.

Zum anderen sollte man ein offenes Teleskop vor einfallenden Störlicht schützen. Da die Seiten offen sind, kann Licht von allen Seiten auf die Spiegel fallen und somit den Kontrast mindern. Kontrast ist aber wichtig, damit man auch schwach leuchtende Objekte sehen kann. Man muss also einen lichtdichten Überzug über ein solches Teleskop ziehen, um einen möglichen Kontrastverlust zu vermeiden. Viele kleiden selbst einen Volltubus mit Velour aus, um noch mehr Kontrast herauszukitzeln.

Wenn man also keine Probleme mit dem Transport eines Volltubus hat, hat ein Gitterrohr/Flextube-Dobson keine Vorteile.

Ich habe gesehen das es sog. Einsteigerpakete gibt die auch diverse Filter beinhalten.

Von diesen Okularkoffern sollte man Abstand halten. Bei einem 8'' Teleskop mit 1200mm Brennweite hat man in der Regel 3-4 Okulare in der Abstufung (in etwa) 30mm als 2 Zoll Okular - 15mm - 9mm - 6mm. Die drei letzten in 1,25 Zoll Steckdurchmesser. Wie gesagt, das sind ungefähre Angaben, an die man sich nicht auf den Millimeter genau halten muss. Falls du es noch nicht weist; die Vergrößerung errechnet man, in dem man die Brennweite des Teleskops durch die Brennweite des Okulars teilst.

Als Einsteigerokulare werden gerne die Gold- oder Blaukanten empfohlen. Hier ist so eine in 15mm:

http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p618_TS-Ultra-Wide-Angle-15mm---1-25----66----bessere-Verguetung.html

Dort findest du auch Goldkanten (erkennbar an dem güldenen Ring oben am Okular) mit anderen Brennweiten.

Es gibt auch Teleskopsets, bei denen schon ein paar brauchbare Okulare dabei sind. Vergleiche einfach mal die Ausstattung der Galaxy, GSO und Skywatcher Dobsons.

Ein sinnvoller Filter ist zum Beispiel ein Mondfilter, da der Mond im Teleskop ziemlich hell erscheint und blenden kann. Die diversen Farbfilter werden zur Kontraststeigerung bestimmter Details auf Mond und Planeten benutzt, aber das ist Geschmackssache, da die Objekte dann natürlich nicht mehr in ihren natürlichen Farben erscheinen. Zum Anfang kann man sich solche Filter meiner Einstellung nach erst einmal sparen. Dann gibt es noch Nebelfilter (UHC und OIII) mit denen man Emissionsnebel besser sehen kann. Als Einsteiger würde ich so eine Investition auf später verschieben, denn gute Filter sind teuer (200,- Euro das Stück für 2'' Filter) und den Nutzen erkennt man erst mit etwas Erfahrung bei der Deep-Sky Beobachtungen.
 
Zitat von Hisaak:
Zum anderen sollte man ein offenes Teleskop vor einfallenden Störlicht schützen. Da die Seiten offen sind, kann Licht von allen Seiten auf die Spiegel fallen und somit den Kontrast mindern.


Ähnliches war mir auch schon in dem Sinn gekommen.


[qoute=Hisaak]Von diesen Okularkoffern sollte man Abstand halten. Bei einem 8'' Teleskop mit 1200mm Brennweite hat man in der Regel 3-4 Okulare in der Abstufung (in etwa) 30mm als 2 Zoll Okular - 15mm - 9mm - 6mm.[/quote]


Das hatte man ja auch schon des öfteren gelesen. Beim Galaxy wären schon 3 Okulare dabei mit den passenden Abstufungen . Auch diese lieber liegen lassen und extern dazu kaufen? (https://www.fernrohrmarkt.de/produc..._Galaxy-D8-Q-MCF-8---f-6-Dobson-Teleskop.html)



Zitat von hisaak:
Dort findest du auch Goldkanten (erkennbar an dem güldenen Ring oben am Okular) mit anderen Brennweiten.


Sind die den besser? Oder nur anders
(Ist ja ne Wissenschaft für sich wenn man keine Ahnung hat)
Ich bin bereit noch zum Kauf des Teleskopes in etwa 200-300€ für okulare zu investieren.


Preislich liegen die ja alle ziemlich gleich, die Aufnahmen(boxen) sind die Qualitativ eigentlich identisch oder gibt es da einen Vorreiter bzzgl Stabilität ?


danke und Grüsse Jürgen

Super Ihr bringt mich echt nach vorn....
 
Auch diese lieber liegen lassen und extern dazu kaufen? (https://www.fernrohrmarkt.de/product_inf...n-Teleskop.html)

Das 30mm und das 15mm Erfle braucht man in diesem Set nicht durch andere günstige Okulare zu ersetzen. Die sind für den Anfang schon ganz ordentlich. Das 9mm Plössl ist zwar ebenfalls brauchbar, jedoch haben Plössl-Okulare den Nachteil, das man mit dem Auge immer näher ran muss, je kürzer die Brennweite wird. Bei 9mm Brennweite beträgt der Augenabstand etwa 6mm. Also Wimpernreichweite. Auch das Gesichtsfeld ist mit 50° etwas klein. Die Abbildung ist jedoch gut. Es geht also für die ersten Beobachtungen. Ich besitze selbst diese drei Okulare und eine 6mm Goldkante und konnte gut damit Beobachten. Die Goldkante zeigt am Mond allerdings recht starke Reflexe. Mittlerweile benutze ich nur noch das 30mm Erfle. Die anderen habe ich mit der Zeit durch höherwertige Okulare ersetzt, die meinen gewachsenen Ansprüchen gerecht werden.

Falls du schon mal einen Blick auf bessere Okulare werfen möchtest, dann schaue dir mal die Baader Hyperion, Antares Speers Waler oder Explore Scientific 82° an. Die kosten aber bereits über 100,- Euro das Stück. Die Speers Waler sind in Deutschland ziemlich teuer, so dass man die bei Bedarf besser in den USA bestellt.

Ist ja ne Wissenschaft für sich wenn man keine Ahnung hat

Das stimmt. Und auch wenn man sich schlau gemacht hat, ist die richtige Okularwahl immer noch noch nicht so leicht. Einblickverhalten und Augenabstand sind da zwei Punkte, die vom persönlichen Geschmack und den äußeren Umständen abhängen. Will man mit Brille beobachten, braucht man zum Beispiel einen großen Augenabstand, damit man nicht ständig mit den Brillengläsern gegen das Okular stößt.

Preislich liegen die ja alle ziemlich gleich, die Aufnahmen(boxen) sind die Qualitativ eigentlich identisch oder gibt es da einen Vorreiter bzzgl Stabilität ?

Was die Stabilität angeht, nehmen die sich alle nichts. Unterschiede gibt es bei dem Höhenlager (dort hängt man das Teleskop ein) und bei der azimutalen Lagerung auf der man die Montierung nach links und rechts bewegt. Beide Lager müssen leichtgängig genug sein, um das Teleskop auch bei hohen Vergrößerungen noch geschmeidig bewegen zu können und trotzdem nicht vorne überzukippen oder sich bei leichter Berührung zu drehen. Die einfache Bauart mit Teflon-Gleitlagern und Federn, die den Tubus auf die Montierung drücken, ist da einfach und bewährt. Es gibt auch noch Rollenlager, die man etwas zähmen muss, damit es nicht zu leicht rollt. Und anstelle von Federn gibt so eine Art Bremsscheibe für das Höhenlager, bei dem man den Widerstand einstellen kann. Aber wie gesagt, die einfache Bauart mit Federn und Teflonlagern hat sich bewährt. Man sollte nur eine EbonyStar-Scheibe einlegen und größere Telflonscheiben anbringen ( so etwas zum Beispiel ), da die Teflonscheiben sonst direkt auf Holz reiben und das flutscht nicht ganz so gut.
 
Danke Heiko

Nach langem vergleichen und Telefongesprächen mit verschiedenen Händlern sowie Herstellern habe ich folglich deiner wunderbaren Tipps und winks eine ziemlich genaue Vorstellung welches Gerät ich mir zulegen werde.

Ich bedanke mich noch einmal ausdrücklich für die aufschlussreiche Unterstützung .

grüsse Jürgen
 
Hallo Jürgen,

Heiko hat es ja schon erwähnt, wenn Du ein Teleskop zum Beobachten suchst, zählt nur Öffnung, Öffnung, Öffnung.
Ein günstiger 8"-Dobson für 400 Euro raucht jeden 2500 Euro 4" Takahashi-Refraktor in der Pfeife - wenn es um die visuelle Beobachtung geht. Wer was anderes erzählt hat keine Ahnung oder noch nie was anderes beobachtet als M13 oder Andromeda. ;)

Ich hab lange mit einem 8" GSO-Newton auf einer Goto-Montierung beobachtet, das Goto aber nie benutzt. Die Möglichkeit die Objekte automatisch nachführen zu lassen ist auch nett, aber es geht auch ganz locker ohne und ich vermisse das z.B. am 16" selbst im Hochvergrößerungsbereich überhaupt nicht.
Das Auffinden ist auch wirklich einfach, hierzu würde ich Dir die Kombi: drehbare Sternkarte, Telradsucher und den "Deep Sky Reiseatlas" empfehlen. Damit findest Du schnell und zuverlässig auch Objekte im Grenzbereich. Der "Deep Sky Reiseatlas" hat sich extrem bewährt, vor allem auch im Winter, wenn jeder unnütze Handgriff und jedes unnütze Suchen besonders anstrengend ist. :)

Ich würde Dir raten, das größte Teleskop zu kaufen was Du Dir:
A) leisten
b) transportieren und
c) sinnvoll einsetzen kannst.
Das kann ein 8" sein oder ein 12". Der Unterschied von 8" auf 10" ist sichtbar, aber deutlich sichtbar wird erst ein Sprung von 8" auf 12".

Aus meiner Erfahrung würde ich visuell nicht unter einem 8"/f5 beginnen. Unter dunklem Himmel kann man damit schon viel sehen. Die f7 vom Meade sind fotografisch sinnvoll einsetzbar, visuell ist es viel zu dunkel, da hast Du keinen Spaß.

Vor einem Gitterrohrtubus oder einem Schiebetubus musst Du keine Angst haben, wenn das gut gebaut ist, ist es justagestabil auch nach Ab- und Aufbau. Andernfalls ist es mit einem Justierokular in 2 Minuten wieder kollimiert. Das kannst Du Dir gerne mal von jemandem zeigen lassen - da wird immer so viel Brimborium drum gemacht mit Laser und Pipapo, aber eigentlich ist es mit einem Justierkular wirklich supersimpel und Jedem innerhalb von 15min beizubringen. :)

Bei den Okularen würde ich gleich mit Baader Hyperions einsteigen. Das sind in diesem Preisbereich wirklich tolle Okulare und das große Gesichtsfeld und das gute Einblickverhalten helfen Dir beim Auffinden und Nachführen.
Ich hatte am 8"/f5 folgende Okulare: 31mm zum aufsuchen, 13mm für größere Objekte (eher wenig gebraucht) und dann 8-5mm Okulare. Damit hab ich fast alle Messierobjekte und Dutzende NGCs dazu gefunden und beobachtet. Das 13mm braucht man wie gesagt selten, ich hab fast immer mit dem 31mm gesucht und dann gleich das 8mm rein. Weitere Okulare kannst Du ja dann später nachkaufen. Für Mond und Planeten ist ein 5mm dann auch sehr schön.
Bei der Montierung (wenn Du keinen Dobson willst) und bei den Okularen solltest Du auf keinen Fall sparen, das rächt sich später.

Zum Beobachten kann ich dir noch Zubehör empfehlen was extrem hilfreich ist und Dich wirklich viel mehr sehen lässt:
1) Bügelstuhl - sitzend ist man viel entspannter und sieht mehr
2) Beobachtungstuch - einfach ein dichtes schwarzes Tuch über den Kopf, so dass es darunter pechschwarz ist. Du kannst dann beim Beobachten beide Augen offen lassen (eins schaut ins "leere") und wirst sofort _deutlich_ mehr sehen.

Handy/iPhone/iPad würde ich nicht benutzen - jede Jahreszeit hat 3-4 Sternbilder die Du sofort erkennen wirst und von denen kannst Du dich vorarbeiten. Geräte mit Hintergrundbeleuchtung (selbst auf dunkelster Stufe) stören die Dunkeladaption Deiner Augen und bei 8" bist Du besser beraten wenn Deine Augen möglichst voll adaptiert sind.

Wenn Du noch Fragen dazu hast, können wir gerne auch mal telefonieren oder wenn Du aus dem Großraum München kommen solltest, kannst Du gerne auch mal bei mir vorbeischauen und 8" testen.


Viele Grüße,
Sebastian
 
Hallo zusammen,
Zitat von SiriusOne:
Heiko hat es ja schon erwähnt, wenn Du ein Teleskop zum Beobachten suchst, zählt nur Öffnung, Öffnung, Öffnung.
Ein günstiger 8"-Dobson für 400 Euro raucht jeden 2500 Euro 4" Takahashi-Refraktor in der Pfeife - wenn es um die visuelle Beobachtung geht. Wer was anderes erzählt hat keine Ahnung oder noch nie was anderes beobachtet als M13 oder Andromeda. ;)
Würde ich so nicht sagen. Neben der Öffnung ist die Himmelsqualität SEHR entscheidend. Es gibt Objekte, da nützt die größte Öffnung nichts ;) Und M31 kann vor allem in kleineren Instrumenten mit ausreichend Gesichtsfeld sehr überzeugen. Es braucht einfach einen sehr guten Himmel.

Zitat von SiriusOne:
Das Auffinden ist auch wirklich einfach, hierzu würde ich Dir die Kombi: drehbare Sternkarte, Telradsucher und den "Deep Sky Reiseatlas" empfehlen. Damit findest Du schnell und zuverlässig auch Objekte im Grenzbereich.
Der "Deep Sky Reiseatlas" ist sicher ein guter Allrounder, aber für den Grenzbereich nun wirklich nicht zu gebrauchen. Da fehlt es zum einen an Grenzgröße bei den Sternen und an entsprechenden Objekten (jedenfalls bei 8" und darüber)! Es sind ja gerade mal ca. 666 Objekte verzeichnet. Nicht viel für 8".

Zitat von SiriusOne:
Aus meiner Erfahrung würde ich visuell nicht unter einem 8"/f5 beginnen. Unter dunklem Himmel kann man damit schon viel sehen. Die f7 vom Meade sind fotografisch sinnvoll einsetzbar, visuell ist es viel zu dunkel, da hast Du keinen Spaß.
Könntest du bitte erklären, warum es beim f/7 "zu dunkel" ist? Ich würde dann einfach ein Okular mit entsprechender Brennweite einsetzen. Bei f/7 sehe ich da noch keine Probleme.

@Jürgen: Okulare solltest du, wenn möglich einfach mal unverbindlich selber testen! Aber selbst dann kann es einige Jahre dauern, bis du die Schwächen erkennst. Ich selber habe mir irgendwann mal die Blaukanten in allen Brennweiten zugelegt. Vor vielen Monaten bin ich entgegen vieler Meinungen auf Orthos am 8" f/6 Dobson umgestiegen, die mir ein sehr schönes und vor allem extrem reflexarmes Bild liefern, was dem Kontrast zugute kommt. Diese setze ich am Planeten, Mond und an Deepsky-Objekten ein. Ein 13mm Hyperion, das ich mal testweise hatte, zeigte jedenfalls für mich eine störende Aufhellung am Gesichtsfeldrand. Bei mir für den Preis durchgefallen.

Gruß, Robert
 
Zitat von Blackbert:
Würde ich so nicht sagen. Neben der Öffnung ist die Himmelsqualität SEHR entscheidend. Es gibt Objekte, da nützt die größte Öffnung nichts ;) Und M31 kann vor allem in kleineren Instrumenten mit ausreichend Gesichtsfeld sehr überzeugen. Es braucht einfach einen sehr guten Himmel.

Es mag ja sein, dass M31 da nett ausschaut, aber in einem größerem Gerät unter gleichem Himmel wird es immer heller sein (der Himmelshintergrund natürlich auch). Und es gibt bis 5mag auch nur 24 Objekte an unserem Himmel. Die meisten davon zudem "nur" offene Sternenhaufen. Öffnung ist also absolut entscheidend. Und 8" ist doppelt so groß wie 4", liefert aber ein 4mal helleres Bild.
Wenn ich mehr Licht zur Verfügung habe, kann ich außerdem auch eher Nebelfilter wie den UHC-S einsetzen, der wirkungsvoll Straßenbeleuchtung etc. herausfiltert.

Zitat von Blackbert:
Der "Deep Sky Reiseatlas" ist sicher ein guter Allrounder, aber für den Grenzbereich nun wirklich nicht zu gebrauchen. Da fehlt es zum einen an Grenzgröße bei den Sternen und an entsprechenden Objekten (jedenfalls bei 8" und darüber)! Es sind ja gerade mal ca. 666 Objekte verzeichnet. Nicht viel für 8".

Grenzbereich war bezogen auf Grenzbereich eines 8"/f5.
Ich hab hier eine Excelliste der 666 besten/hellsten Deepsky-Objekte. Da sind bis 10mag 364 Stück drin. Rechnet man ein, dass es viele Objekte gibt zu denen man beim Beobachten immer wieder zurückkehrt (Andromeda, M13, Hantel-/Ring-/Trifid-/Lagunennebel, M51, M17, Orionnebel usw. usw.) dürfte ihn das unter _dunklem_ Himmel mit einem 8" locker die nächsten 4 Jahre beschäftigen - unter der Voraussetzung, dass er bei jedem Neumond 2 Nächte draußen sein kann und es nicht zugezogen ist. Allein das ist ja schon mal eine eher unrealistische Annahme meinerseits. ;)
Ich schätze mal die Meisten werden in der Zeit nicht mal die Messiers schaffen, weil sie immer wieder gerne zu den schönen, hellen oder ihren Lieblingsobjekten zurückkehren und das ist ja auch völlig ok so, wir machen das ja alle zum Spaß. :)

Im Deep Sky Reiseatlas sind zudem eine Menge Objekte drin die auch über 8" genügend Herausforderung bieten. Beispiel: NGC5979 mit 11,7mag und 0,3' Größe.

Zitat von Blackbert:
Könntest du bitte erklären, warum es beim f/7 "zu dunkel" ist? Ich würde dann einfach ein Okular mit entsprechender Brennweite einsetzen. Bei f/7 sehe ich da noch keine Probleme.

Ein größer vergrößerndes Okular bringt Dir nicht viel. Beispiel: 114/900 Newton (Blende 7,9). Da ist die maximal sinnvoll nutzbare Vergrößerung 114x. Das entspricht ungefähr einem 9mm Okular an einem 200/1000(f5) Newton. Da müsstest Du immer an der absoluten Grenze operieren um die meisten Messier-Objekte groß sehen zu können. Keine gute Idee. Beim 200/f5 hast Du mehr Reserven und kannst bis 200x gehen.


Zitat von Blackbert:
zugelegt. Vor vielen Monaten bin ich entgegen vieler Meinungen auf Orthos am 8" f/6 Dobson umgestiegen, die mir ein sehr schönes und vor allem extrem reflexarmes Bild liefern, was dem Kontrast zugute kommt. Diese setze ich am Planeten, Mond und an Deepsky-Objekten ein. Ein 13mm Hyperion, das ich mal testweise hatte, zeigte jedenfalls für mich eine störende Aufhellung am Gesichtsfeldrand. Bei mir für den Preis durchgefallen.

Orthos sind toll, aber haben in der Regel ja ein eher enges Einblickverhalten und ein geringeres Gesichtsfeld.
Das dürfte einen Dobson-Anfänger beim Suchen und Nachführen schnell frustrieren und ist auch zum Aufsuchen kleiner und dunkler Objekte nicht wirklich ideal.
Von daher würde ich eher auf ein größeres Gesichtsfeld gehen wie bei den Hyperions oder vergleichbaren Okularen.
Wenn man sich jetzt auf Mond/Planeten spezialisiert, wären Orthos wieder die erste Wahl.

Viele Grüße,
Sebastian
 
Also ich habe mich jetzt zu einem Galaxy 8" f/6 mit Microcrayford entschieden.
Dazu bekomme ich ein 2" 30mm Erfle (ICS Widefield 65° multicoated mit 5 Linsen deren Rand geschwärzt sind), ein 15mm mit den gleichen Eigenschaften und ein Plössl multicoated 9mm. Selbst ein Justierokular ist im Paket mit dabei. Habe dabei auch ein ganz gutes Gefühl das richtige Paket für den Anfang gewählt zu haben. Dennoch gerne auch mal eure Meinung Sebastian,Heiko und Robert.
Die Aufnahme(Box) macht mir bei dem Galaxy auch den besten Eindruck, von dem was im Detail zu erkennen war. (Live war es mir ein wenig zu weit von hier)

Ich war heute bei Meade und habe mir deren Dobsons angesehen und war jetzt nicht soooo überzeugt, auch aufgrund des "Einsteigerpaketes mit nur einem 25mm Okular, sowie den Filzgleiter und dem Rillenkugellager. Desweiteren war die Gitterrohrbauweise jetzt auch nicht so von Vorteil bzgl.Streulichtverhalten. Gut es gäbe da ein Streulichtschutz, aber das macht ja nicht wirklich Sinn wenn ich Platz für nen Tubus habe.

Gestern an der Walter Hohmann Sternwarte konnte ich leider niemanden auffinden, aber das war gestern auch nicht der Tag zum Sterne beobachten. Aber vielleicht hätte ja jemand zum Putzen da sein können.(LOL)

Den Reiseatlas würde ich mir auch zulegen, lohnt es sich auf die Neuerscheinung zu warten?

Grüsse Jürgen
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jürgen,

das ist ein gutes Set. Mit diesem Dobson kannst du auf Jahre Spaß haben. Ein F/6 ist auch nicht so Okularkritisch. Vermutlich wirst du irgendwann als erstes das Plössl austauschen aber wie ich oben schon geschrieben habe: das Ding ist kein Schrott. Nur etwas unkomfortabel beim Einblick. Nimmst du auch das Gleitlagerset dazu? Meiner Erfahrung nach erhöht das den Bedienkomfort erheblich. Da stimmen mir hier sicher viele zu.

Schon mal ein kleiner Tipp: Um die Leichtgängigkeit des Höhenlagers zu variieren, kann man die zwei Federn mit jeweils einem Schlüsselring verlängern (gibt es im Zehnerpack für unter 2,- Euro). Die Ringe befestigt man einfach an dem schon vorhanden Ringen, mit dem man die Federn zum Einhängen nach unten zieht.

Neben dem Deep Sky Reiseatlas gibt es auch noch den Atlas für Himmelsbeobachter (Der Karkoschka). Die aktuelle 5. Auflage ist wie der Reiseatlas ringgebunden und gegen Feuchtigkeit geschützt. Die sind beide gut, unterscheiden sich allerdings in der Aufmachung. Im Karkoschka gibt es viele (sehr kompakte) Informationen zu den Objekten (Helligkeit, Form, Winkeldurchmesser, Sternfarbe, Winkelabstände und Positionen von Doppelsternen, Perioden von veränderlichen Sternen etc.), kurze Beschreibungen zur Schwierigkeit und was für ein Anblick man im Teleskop erwarten kann. Allerdings ist der Kartenschnitt im Vergleich zu vielen anderen Sternatlanten etwas ungewohnt. Beim Reiseatlas stehen viele Informationen im zusätzlich erhältlichen Deep Sky Reiseführer. Der Reiseführer ist jedoch nicht für den Außeneinsatz gedacht sondern für die Planung der nächsten Ziele und zum Schmökern. Zwischen den beiden Büchern, also Reiseatlas und Reiseführer, gibt es Verweise, so dass sie gewissermaßen im Team ihr volles Potenzial entfalten.

Von einer Neuauflage des Reiseatlas höre ich gerade zum ersten mal. Deswegen enthalte ich mich mal mit einer Einschätzung. Die Verlagsseite ist auch gerade nicht zu erreichen.

Zu dem weiteren Zubehör, das man neben dem Teleskop noch braucht, hat Sebastian ja schon etwas geschrieben. Zum Bügelstuhl gibt es als Alternative noch einen einfachen Arbeitshocker mit Gasdruckfeder. Für die Höhe eines 8''-Dobsons reicht so ein Hocker aus, wenn man nicht gerade kleingewachsen ist. Bei einem solchen Hocker muss man zur Höhenverstellung im Gegensatz zum Bügelstuhl nichts abschrauben, was im Winter bei Minusgraden mit Handschuhen etwas fummelig sein kann. Es gibt auch spezielle Astrostühle, aber die sind nicht ganz so preiswert.

Falls noch nicht vorhanden ist auch ein Tisch (evtl. ein Klapptisch) wichtig, denn irgendwo muss man ja sein Kartenmaterial ablegen. Auch ein Okularkoffer, den man sich z.B. aus einem günstigen Alukoffer und Schaumstoff leicht selber bauen kann, ist von Vorteil. Ich lege dort während der Beobachtung meine Okulare und Filter ab, damit sie nicht irgendwo runter rollen können oder in diesen Halterungen an der Rockerbox auskühlen und sofort beschlagen, wenn ich sie benutze.

Ach ja, für den Sommer noch eine Flasche Autan (gegen Mücken) und für den Winter warme, richtig warme Kleidung die dich auch dann warmhält, wenn du dich kaum bewegst. Sternklare Nächte sind bis auf die paar tropischen Nächte im Hochsommer kalt. In den dunkleren Jahreszeiten wird aus kalt ganz schnell bitterkalt.
 
Hallo Jürgen,

ich finds auch ein prima Startset.

Hab eben bei Oculum geschaut, die Neuauflage soll am 9.9. kommen, das klingt ja mal richtig spannend und von Herrn Stoyan kommt da sicher sehr gute Qualität:
http://www.oculum.de/sites/deepskyatlas/site/dsa.asp
Ich würde Dir trotzdem eher den bisherigen Reiseatlas empfehlen, denn der kostet nur 29 Euro statt 79 Euro bzw. 129 Euro für die Plastikbeschichtete Version (braucht man unbedingt, denn draussen wird alles klamm).
Du wirst vermutlich auch mit dem alten leichter zurechtkommen, wenn ich mir so die Beispiele auf der Webseite anschaue. Da sind zwar die Objekte ausgewiesen die man mit 8" sehen kann, aber das kannst Du Dir auch so merken:
Unter dunklem Himmel solltest Du eigentlich alles unter 10mag (teilweise darüber) und größer als 1' finden können.

Heiko schrieb ja schon, dass das Gleitlagerset empfehlenswert ist, da hat er absolut recht, denn wenn Du im Zenit beobachtest (also wenn der Dobson fast senkrecht steht) hast Du zum Drehen nicht mehr so den Hebel und mit guten Gleitlagern fällt das feinfühlige Drehen leichter.

Mit dem Hocker hat Heiko recht, der dürfte für einen 8" Dobson fast die bessere Wahl sein als der Bügelstuhl.
Nur der Vollständigkeit halber: den Leifheit Multisitz kann man auch ohne schrauben verstellen, der hat nur eine durchgehende Achse die man nicht zuschrauben muss: Achse raus, Stuhl verstellen, Achse rein. Aber der wird vermutlich für den 8" Dobson nicht tief genug runtergehen:
www.amazon.de/Leifheit-71310-Multisitz-Niveau-weiß/dp/B0000DH7KA/

Als Handschuhe kann ich nach langem rumprobieren solche Kälteschutzhandschuhe sehr empfehlen:
http://www.amazon.de/Latex-Kälteschutzhandschuh-Cofra-Bricker-Größe/dp/B00A3645B6
Wenn es sehr kalt wird, darunter dann noch einfache, dünne Seidenhandschuhe. Damit lässt sich prima greifen und auch feinfühlig verstellen.

Als Tisch/Ablage benutze ich einen Capmingstuhl und zwar den hier (die Fußstütze lass ich abgeschraubt): http://www.amazon.de/McKINLEY-Faltstuhl-Camping-Relax-Comfort/dp/B001W69TF8
Der Vorteil: Der Astrokoffer liegt gescheit drin und kann auch auf unebenem Untergrund nicht verrutschen. Den Stuhl zieh ich mir dann neben meinen Beobachterstuhl und hab in dem offenen Koffer den Atlas liegen.
Eine Stirnlampe mit rotem Licht brauchst Du ja dann noch für Auf-/Abbau und ich würde Dir dann noch eine Klemmleuchte empfehlen, die Du mit rotem Isolierband aus dem Baumarkt rot abklebst. Vorteil dabei: Das Stirnlampenlicht ist zwar rot, aber trotzdem zu hell. Mit so einer kleinen Klemmfunzel kannst Du am Atlas sauber arbeiten und bist noch mehr dunkeladaptiert. Zudem stört die Reflektion des roten Stirnlampenlichts am Tubus wenn Du beobachtest.
http://www.amazon.de/Wedo-2541001-Leselampe-Beleuchtung-schwarz/dp/B000SO407W

Das mag jetzt alles recht penibel und durchgeplant klingen, aber schon bei 5° Temperatur bist Du froh um jeden Handgriff den Du sparst. ;)

Viele Grüße,
Sebastian
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von Hisaak:
Nimmst du auch das Gleitlagerset dazu? Meiner Erfahrung nach erhöht das den Bedienkomfort erheblich. Da stimmen mir hier sicher viele zu.

Habe ich natürlich mit bestellt. Den RA Sucher habe ich gleichzeitig durch ein Telrad ersetzen lassen.
Das sog. Einsteigerpaket mit den 2 Büchern (Kosmos Himmelsjahr 2014, Kosmos Atlas Sterne mit dem kompl. Rückl Mondatlas )sowie der Rotlichttaschenlampe konnte ich mir auch nicht verkneifen. Zusätzlich sind in diesem Paket noch 3 Filter enthalten (blau orange und neutral grau) von denen ich aber jetzt nicht unbedingt etwas erwarte.

Zitat von Hisaak:
Von einer Neuauflage des Reiseatlas höre ich gerade zum ersten mal. Deswegen enthalte ich mich mal mit einer Einschätzung. Die Verlagsseite ist auch gerade nicht zu erreichen.

habe mich nach Abwägung der Inhalte für den aktuellen entschieden, wie Siriusone schon sagt, komme ich für den Anfang wohl besser zu recht.Und siehe da , er liegt schon neben mir und wird studiert.

Zitat von Hisaak:
Zum Bügelstuhl gibt es als Alternative noch einen einfachen Arbeitshocker mit Gasdruckfeder.


Sehr gute Idee da die Dinger Saubequem und A... warm sind mit nen Lammfellbezug.



Zitat von Hisaak:
Auch ein Okularkoffer, den man sich z.B. aus einem günstigen Alukoffer und Schaumstoff leicht selber bauen kann, ist von Vorteil.


Schon in Arbeit ;-)


Grüsse Jürgen


(hat schon zittrige Hände ;-), was gar nicht gut ist .)
 
Zitat von SiriusOne:
Da sind zwar die Objekte ausgewiesen die man mit 8" sehen kann, aber das kannst Du Dir auch so merken:

Die Werbeaussage hatte mich anfangs ein wenig gekitzelt aber wie schon oben erwähnt ists dann der aktuelle geworden. (damit man wenigstens schon mal mit irgendwas anfangen kann zu studieren).

Zitat von SiriusOne:
Als Handschuhe kann ich nach langem rumprobieren solche Kälteschutzhandschuhe sehr empfehlen:
http://www.amazon.de/Latex-Kälteschutzhandschuh-Cofra-Bricker-Größe/dp/B00A3645B6
Wenn es sehr kalt wird, darunter dann noch einfache, dünne Seidenhandschuhe. Damit lässt sich prima greifen und auch feinfühlig verstellen.

Sehr guter Hinweis!!
(Ist es wirklich so kalt da draussen? da kriegt man ja Angst ;-)).

Zitat von SiriusOne:
Das mag jetzt alles recht penibel und durchgeplant klingen, aber schon bei 5° Temperatur bist Du froh um jeden Handgriff den Du sparst.


Ich liebe es penibel zu planen und dann perfekt für die Sache ausgerüstet zu sein.
Das ist bei meinem anderen Hobby nicht anders....


Toll das Ihr mir den Einstieg zu schön erleichtert da das Gebiet schon sehr umfangreich ist. Danke


Grüsse Jürgen
 
(Ist es wirklich so kalt da draussen? da kriegt man ja Angst ;-)).

Jap, das wird richtig schattig da draußen, wenn keine schützenden Wolkenschicht über einem ist. Bis Sonnenaufgang sinkt die Temperatur die ganze Nacht über. Dein Teleskop wird nach einer kalten Winternacht komplett mit Eiskristallen überzogen sein. Aber das macht dem Gerät nichts aus. Die Teile werden ja für den Außeneinsatz gebaut. Sich selbst kann man ordentlich Einpacken, damit man nicht friert. Vor allem die Füße dürfen nicht kalt werden. Die bekommt man draußen nicht mehr warm, sofern man keine heizbaren Einlagen oder so etwas hat. Gegen kalte Hände (falls man die Handschuhe einmal zu oft ausgezogen hat) kann man da schon mehr machen. Zum Beispiel kann man diese Wärmekissen mit Salzwasserfüllung und Klickplättchen verwenden, die etwa 30 Minuten warm bleiben oder man steckt sich zwei Taschenöfen (aber nicht die billigsten, sondern z.B. dieser hier) in die Jackentaschen. Ich nutze letzteres, da diese Teile die ganze Nacht warm bleiben und ich keine Lust habe, die Wärmekissen nach jedem Gebrauch zu kochen.

Wo wir gerade beim Thema Auskühlung sind: Einen Sucher muss man mit einer Taukappe vor beschlagen (oder zufrieren) schützen. Freiliegende Optiken kühlen leicht bis zum Taupunkt ab. Dass muss man verhindern, weil der Sucher sonst nutzlos wird. Eine Taukappe gibt es als Zubehör für Telrad-Sucher zu kaufen oder man bastelt sich einfach eine. Der Fangspiegel und vor allem der Hauptspiegel beschlagen nicht so schnell, da sie vom Tubus gegen die Wärmeabstrahlung geschützter sind. Da ist mir bisher auch bei -10° noch nichts zugetaut. Und falls das doch mal passiert, wird einfach eine kleine Bastelstunde eingelegt.
 
Zitat von Hisaak:
Und falls das doch mal passiert, wird einfach eine kleine Bastelstunde eingelegt.

Das ist auch eine Sache auf die ich mich freue, Optimierungsgeschichten und gelegentliches Basteln. Sein "Arbeitsgerät" perfekt auf seine Wünsche, mit eigenen Ideen und Tatkraft, einstellen.

Schade nur das ich nicht 2 Monate früher angefangen habe mich mit der Materie stärker auseinanderzusetzen, dann könnte ich das Rohr gleich einmal mit in die Schlei nehmen. Da sollte man auch sehr gut beobachten können. Denn da gehts morgen früh erst einmal für 2 wochen hin.


Grüsse Jürgen
 
Hallo!

Also ich würde dir -wie auch schon andere meiner Vorredner - nicht empfehlen die Objekte per Computer anzusteuern. Vor allem weil du ja noch Anfänger bist.
Aber ein 8" Dobson, denke ich, ist als Anfänger schon geeignet.

MfG, Schimun
 
Hallo Jürgen,

hier noch ein paar Ergänzungen wegen Kälte/Tau:

Der Untergrund macht viel aus. Am kältesten wird es auf Beton.
Auf Gras etc. geht es ganz gut. Am Wärmsten bleiben die Füße mit den Original "Moon Boots". Ich hab hier aber auch nur billige Winterstiefel und darin Fellsohlen die es in den Schuhläden zu kaufen gibt. Das war bisher immer perfekt.

Mit Tau hab ich am Meisten im Sommer zu kämpfen, wenn ich auf ner Wiese stehe. Um das zu verhindern kaufst Du eine billige Isomatte fürs Camping und pappst die oben dran. Faustregel: Die Länge über dem Tubus sollte doppelt so groß sein wie die Öffnung, also 40cm.
Die Okulare habe ich immer in den Manteltaschen, da ist mir bisher noch nix zugetaut.

Für den Telrad tut es eine Pringles-Dose als Schutz:
http://www.balkonsternwarten-netzwerk.de/index.php?page=Thread&threadID=3739

Viele Grüße,
Sebastian
 
Ich würde mir glaube ich einSegelthermooverall zulegen. Die kostet gerade mal 150€ und ist absolut wasserdicht. Jemand damit auch schon Erfahrungen gemacht. ??
 
Hallo Jürgen,
Zitat von Hopeman:
Ich würde mir glaube ich einSegelthermooverall zulegen.
ist für das Spechteln im Winter, man bewegt sich ja so gut wie nicht, viel zu dünn ;(

Nimm doch für den etwa gleichen Preis spezielle "Gefrierhauskleidung" hier mal ein Tread dazu:

http://forum.astronomie.de/phpapps/...rue/Re_Beste_Ausstattung_fur_den_8#Post947432

Habe die Kombination aus Latzhose + Jacke seit Jahren in Gebrauch, frieren in diesen Bereichen ist seither ein Fremdwort :super:
Die Kleidungsstücke sind äusserst strapazierfähig, eben Profi-Arbeitskleidungen von Rosenegger.
 
Nun das Dingen ist dafür gemacht das man "im Wasser liegend" nicht auskühlt. Meinst du Echt das so ein Thermoanzug mit Wollunderwear unzureichend ist ?

Gerfrierhauskleidung hört sich echt schon gruselig an.
(Für gewöhnlich trägt man dort doch nur einen kleinen Zettel am Dicken Zeh (scherz))

Gruss Jürgen
 
Hallo Jürgen,

Gefrierhauskleidung hat sich in der Praxis bewährt. Die gibt es auch in meiner Größe (pummelige Oma).

Bei den Outdoorläden (Segel und Skiebekleidung) werde ich immer doof angemacht, ich soll 20-40 kg abnehmen, dann wäre ich "beweglicher" und würde auch ih ihre (schicken, teuren) Sachen reinpassen...

Beim Segeln bewegst Dich. Heftig und dauernd. Auch im Wasser.

Beim Spechteln sitzt/stehst mehr oder weniger bewegungslos am Teleskop. Stundenlang. Im Winter bei -10 oder -15 °C. Und der Wind pfeift über die Landschaft. Das fühlt sich dann an wie -25°C. Mit dem Segelzeug gibst nach 1-2 Stunden total unterkühlt auf...
 
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