Entscheidungshilfe! Welches Teleskop?

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Vragent

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Hallo Freunde der Nacht. Nun ist es soweit, das ich in den nächsten Monaten den kauf eines neuen Teleskops anstrebe, die Entscheidung - WELCHES ??? - will wohl überlegt sein. Einige von euch, haben mir ja schon super geholfen, in dem sie meine befürchtungen hinsichtlich der Montierung bei Dobson, beseitigt haben.

Preis, Größe, Transportierbarkeit, Montierung und die Art dessen, was man am Himmel zu sehen erwartet, sind alles mit entscheidende Punkte.

Ich habe mir schon eine Reihe von Teleskopen ausgesucht, die "meiner Meinung" nach für mich in Frage kommen würden. Die Teleskope weichen nur alle sehr voneinander ab, von 4,5" über 6" zu 8" ist von der Größe her schon mal alles dabei. Newton auf parallaktischer Montierung oder Dobson auf Rockerbox bis zu kleinen kompakten Mak mit 127mm oder 150mm Spiegel ist auch eine große Auswahl.
Ich werde sie alle kurz vorstellen, mit einer kurzen Beschreibung warum ich glaube das die einzelnen Teleskope für mich in Frage kommen würden.
Dann wäre es gut wenn ihr mir sagen könntet ob ich mit meinen Vermutungen zu den einzelnen Teleskopen richtig liege oder nicht (ich kenne ja keines davon außer aus dem www).

So ganz, der blanke Anfänger bin ich nicht, aber damit ihr wisst wo ich Astronomisch herkomme und wo ich hin möchte, hier eine schnelle Beschreibung der letzten 7 Jahre.
X-Mas 1999 Tschibo Teleskop bekommen und mehr wegen dem Stativ ohne Nachführung als wegen der Optik getauscht. Januar 2000 Bresser Pluto/s das mit dem 27mm Fangspiegel gekauft ( damals ohne Ahnung sah das mit dem Tubus und der Montierung schon richtig wichtig aus). - Kosmos Jahrbuch - Astronomie für Einsteiger - Der neue Kosmos Himmelsführer - Sterne und Planeten - drehbare Sternenkarte - usw. im Laufe des Jahres erworben, damit man auch weis was man macht (und sieht). Nicht regelmäßig aber immer mal wieder benutze ich das Teleskop so ca. 4-5 mal im Jahr für dann so ca. 1-3 Wochen, in der restlichen Zeit gibt es andere Hobby´s und Familie. So geht das bis 2004 und weil ich nicht wirklich zufrieden bin mit dem was ich sehe kaufe ich mir ein Super Plössl 6,5mm AF 50° und ein recht gute 2x Barlow die das sehen zwar deutlich verbessern, aber der Saturn bleibt immer noch ein kleiner, recht verschwommener Klecks man kann den Ring erkennen aber das war es auch schon... hmmm, Jupiter Monde sind zu sehen aber der Jupiter selber ist auch nur ein heller, etwas größerer Stern. Der Mond ist sauber zu erkennen, solange er komplett ins Okular paßt, will man mehr vergrößern wird alles deutlich unscharf und es macht keinen Spaß mehr.
Anfang 2006 habe ich bei ebay einen ganz billigen Refraktor 70/300 von GALAXSTER gekauft sehr klapperig aber mit Handwerklichem Geschick kann man da für die 25,- Euronen durchaus was draus machen. Das Teil war eh nur für mein Auto gedacht weil ich in dem Zeitraum sehr viel unterwgs war, und ich immer mal ein Teleskop dabei haben wollte. Nun Anfang 2007 Recherchiere ich mal nach meinem Pluto im Netz und finde so einige interresante Seiten, die nach meinen justier versuchen und meinem eigenen Nachmessen dazu führen das ich kein 114/500 sondern ein 84/450 habe...... (liegt am zu kleinen FS)
Den Spiegel hab ich dann auf 90mm mit einem Pappring verkleinert was das Bild schon deutlich verbessert hat. Es bleiben aber die 450mm die mit meinem 6,5er Okular durchaus noch zu gebrauchen (ca. 70 x) ist aber mit 2x Barlow (ca. 140 x) ist das nur noch verschwommen. Da liefert das 70/300 deutlich klarere Bilder (das gibt einem zu denken).

Mein Haupt Beobachtungspunkt ist in meinem Büro auf dem Dach mit einer Terassentür 90x200 in direkter Nord Richtung und 2 Dachfenster 100x100 in Ost und West Richtung. Die Fenster lassen sich alle ganz öffnen so das nix stört. Dann noch der Balkon oder Garten mit gutem Blick in den Süden. Das schöne ist das hier bei uns um 22:30 Uhr die Straßenbeleuchtung ausgeschaltet wird und höchstens alle 10 min mal ein Auto vorbeifährt (Süden ist die Straße also weg vom Büro).


Punkt.

Die kurze Beschreibung ist recht lang geworden, kommen wir jetzt zu den einzelnen Kandidaten:

- Galaxy D8 vs. Meade 8" f/6 LightBridge

Bei den beiden für mich im Moment in frage kommenden Dobson, würde ich mich
warscheinlich für den Galaxy entscheiden. Weil ich gerne aus dem Bauch
entscheide und mir sagt der Galaxy zu. Er ist 6 Kg leichter und nicht so anfällig
gegen Streulicht da er einen geschlossenen Tubus hat.
Bei dem LightBride ist die gute Transport möglichkeit sicherlich ein Vorteil und die
Firma Meade spricht nach meinen recherchen für recht gute Quallität.
Alles was ich bisher über das LightBridge gehört habe war nur Lob.

Ich denke aber das ich mit beiden Geräten ein gutes Erlebniss am Himmel bei
Mond und den Planeten haben könnte, und sie von den Eigenschaften her den
anderen Teleskopen in meiner Auswahl einiges vorraus haben.

- SKYWATCHER 200/1000mm EQ-5

Das wohl größt Newton was man noch halbwegs brauchbar auf einer EQ-5
montieren kann. Wie es hier mit Quallität und Verarbeitung aussieht, kann ich nicht
sagen da ich hier nicht viel gefunden habe was mir wirklich geholfen hat.

Das scheint mir ein Paket zu sein was mit den 20 + 10mm Okularen und dem
9x50 Sucher, ein Paket ist mit dem der Einsteiger gleich loslegen kann.
Ich denke das es auch von den Optischen Eigenschaften ungefähr das leistet was
die beiden Dobson bieten.
Îst aber mit sicherheit das Gerät was es mir auf meiner Wendeltreppe sehr schwer
machen wird (noch ist nicht soweit).

- SKYWATCHER 150/1200mm EQ-5

Auf EQ-3 für 298,- ich denke für einen Umsteiger wie mich könnte auch so ein
Teleskop durchaus seinen Reiz haben, nicht nur der Preis!
Die Leistung bei Planeten und Mond können meiner Ansicht nach nicht so viel
schlechter sein als bei den 8" Geräten.
Für 100,- € mehr mit EQ-5 sicher auch für Foto gut geeignet.

- GSO oder Skywatcher Newton - 150/750mm

Für 329,- und 338,- € denke mal trifft das gleiche zu wie bei dem 1200er nur das ich
dann warscheinlich eher den 1200er kaufen würde.
Bei den beiden Probanden würde ich mich warscheinlich für den Skywatcher
entscheiden weil ich denke das man hier mehr für sein Geld bekommt.
Bessere Montierung 2 Okulare (ich weiß die sind nicht die besten).
Aber die eigenschaften an Mond und Planeten dürfte gut genug sein (für den Preis).

- DS Maksutov 150/1900mm

Mein heimlicher Favorit, auf Astro 5 Montierung denke bei der größe recht Stabil.
Plössl 25 - 12mm ergänzt sich gut mit den bei mir vorhandenen 20 - 8 - 6,5mm
Die Handbarkeit des kleinen Mak, denke ich ist im Vergleich zu den bis jetzt
genanten Geräten, klar im Vorteil. Das Transportieren vom Büro die Wendeltreppe
hinunter zum Balkon, Garten oder zum Auto ist hiermit sicherlich am leichtesten
zu bewerkstelligen.
Astrofotographie später einmal? Oder ist es mit 1900 dafür zu lang?
Eventuell zu schlecht nachzuführen?

- Skywatcher Maksutov SKM 127

Auch sehr interresant, auch wenn die Optik deutlich weniger Licht einfängt.
Aber in der Preisklasse (obwohl ich höchsten 600,- ausgeben wollte) für 698,- mit
der GoTo Montierung sicherlich für einen wenigschauer wie mich eine schöne
Alternative. Die Optischen eigenschaften sollten für Planeten und Mond immer
noch recht beeindruckend sein, und GoTo... hat sicher auch seine Vorteile.
Mann lernt halt nicht soviel, oder eventuell auch gerade wegen GoTo mehr... hmmm

Fragen über Fragen, ich denke ihr werdet mir sehr gut weiterhelfen können.


Ich will die Teilung der Saturn Ringe sehen, ich will Details auf dem Jupiter erkennen und micht nur als hellen Klecks, ich will Galaxien sehen und nicht nur erahnen, ich will Sternenhaufen auflösen können, ich will den Orionnebl sehen und nicht nur als einen langezogenen verschwommen wirkenden Stern, ich will auf den Mond details sehen (klar nicht die überreste von Apollo 14 aber mehr, viiieel meehr als jetzt). OK ich möcht und nicht ich will.

Ist doch ein sehr langer Beitrag geworden aber ich hoffe, die Länge schreckt euch nicht ab, und ihr könnt mir zahlreich helfen bei meiner Entscheidungsfindung.



Jahman <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
 
Hallo Jahman,

in Anbetracht der fortgeschrittenen Stunde zunäcvhst in Kürze mit Würze.
Behalte was Du hast für Büro und Dach.
Für Terrasse und Garten hole Dir einen der beiden 8" F/6 Dobsons. Damit wäre m.E. der beste Grundstein für
den Absatz mit den Wünschen gelegt.
Alles Andere sind halbe Sachen in Richtung sowohl als auch mit diversen mehr oder weniger kleinen Nachteilen.

CS
*entfernt*
 
Hi
Du suchst eigentlich einen Allrounder.
Da kannst Du die Maks, die m.E. ehr Spezialgeräte sind rauswerfen.

In dem Moment wo Du an DS höhere Forderungen stellst, wird Öffnung immer relevanter, weil sie einfach nötig ist um genug Licht zu sammeln.

D.h. wird landen bei 6 oder 8". Dob oder parallaktisch ist eine Frage der Notwendigkeiten und des Gefühls. M.E. aus letztgenanntem Grund nur von Dir zu entscheiden, nachdem Du beides probiert hast.
Gleiches gilt für den Transportgedanken. Da gehen die Meinungen einfach auseinander.
Die pralakktischen 8" Kombi ist m.E. zu schwach. Da muß ne größere Monti drunter. Dann hakts aber am Preislimit.

Insofern könnte der 8" Dob der Favorit werden, wenn Dir dobsen liegt.
Konsequenz daraus, suche Kollegen mit nem Dob und guck Dir das an. Live und durchaus auch mehrmals. Isses nichts, bist Du zumindest mal in einer Grundfrage entscheiden und einen großen Schritt weiter.
CS
 
Hallo Jahmen,
ach ich würde Dir zu einem 8" f6 Dobson raten. Ist einfach DAS Unsiversalgerät, mit dem Du am meisten siehst. Ist von der Collimation um wenigsten kompliziert und gut ausbaufähig. Den 8" lightbridge braucht, - Verzeihung - niemand. Gitterrohr ist erst ab 12-14" interessant. Habe seit einer Woche selbst den ICS Galaxy 8" f6 und bin erstaunt, daß dieses Teil teilweise mehr bringt als mein 12" Meade SC, das fest montiert in der Sternwarte steht. Das nimmt eh keiner mit für unterwegs. Der Galaxy hat 2 gut abgestufte Okulare (32mm und 9mm), wobei das 9mm immerhin 144-fache Vergrößerung bringt. -Kann man aber noch aufstocken. Wäre also mein Tip. Ich setze es auch auf der Vixen GP-DX ein, allerdings ist das fotografisch schon nicht mehr das allerbeste.
Grüße,
Winfried
(und wieder ab in die Warte, schließlich ist MOFI!)
 
(und wieder ab in die Warte, schließlich ist MOFI!)

Von der MOFI hätte ich auch gerne mehr gesehen, aber die paar Löcher in den Wolken alle 30 min mal waren hier nicht soll Toll.
Gestern hatte wir hier von 23:00 bis 3:30 Sternenklare Nacht...
Naja man kann nicht alles haben.

Danke für den Tip mit dem Dob der wird ja von faßt allen bevorzugt.
Und von dem 150er Mak hälst du nix?
Mich Reizt die Kompaktheit. Kann man auch gut mit in den Urlaub nehmen
(was beim Dob Probleme bringt, bin Camper mit Golf 3 da ist Frau Kind Stuhl Tisch Fahräder meine Kites usw. schon eine Logistische Meisterleistung).


Jahman
 
Hallo Jahman,

Die Kompaktheit ist die einzige wirkliche Stärke des Mak gegenüber einem Dobson vergleichbarer Öffnung
und die relativiert sich ein wenig durch die erforderliche Monti.
Der größte "Mangel" des Mak ist das wesentlich kleinere erreichbare Feld und die kaum erreichbare
große AP. Dadurch geht die Allroundereigenschaft verloren und alles was der Mak sonst kann,
kann der Newton auch.

CS
*entfernt*
 
Hi,
nun bringst Du eine neue Forderung ins Spiel - Reisetauglichkeit.
Dann sieht vieles wieder anders aus. Dann ist so ein Dob zuunhandlich und es kommen in der Tat kompakt gebaute Röhren ins Spiel.
Dann muß es entweder weniger Öffnung sein oder aber Du mußt mit langen Öffnungsverhältnissen und damit kleineren Gesichtsfeldern und APs leben.
Alternativ sind dann vllt. noch Reisedobsons eine Lösung für Dich.
Denke, Du mußt dieses Punkte nun mal für Dich gewichten und abwägen, wohin Dein Kompromiß gehen soll.
CS
 
Sorry, aber was meint ihr mit AP? Ich bin zwar seit 7 Jahren dabei, aber halt immer alleine und da bin ich ich nicht ganz so der Fachman für die Begriffe. Mann hat ja auch noch andere Hobby´s und bei Musik und Kiten kenne ich mich deutlich besser aus. Darum hab ich mich ja jetzt hier registriert, um nicht mehr so allein zu sein und um ein paar Sachen dazu zu lernen.
Das kleine Gesichtsfeld kann ich mir denke ich noch erklären, durch das lange Öffnungsverhältniss wird das im Okular abgebildete Bild, als (für mich verständlich) kleinerer Kreis dargestellt als bei gleicher Vergrößerung mit kurzem Öffnungsverhälniss.
Da stellt sich dann nur die Frage, ob man das nicht mit Weitwinkel Okularen kompensieren kann?


Jahman
 
Hallo Jahman,

das habe ich gerade aus einen Nachbarthread rauskopiert, weil es einfach immer passt.
Sven hat geschrieben:

>lass es ruhig angehen.
Zunächst solltest Du mal die verschiedenen Homepages anschauen, die sich mit dem Thema Einstieg beschäftigen.
Bei den Deepsky Brothers findest Du viel Material: http://www.deepsky-brothers.de/
Auch auf meiner Homepage gibt es einiges: http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-ecke.html
Besonders möchte ich Dir dies hier als Lektüre empfehlen: http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-astrofotografie.html

Sehr hilfreich ist es, wenn Du Anschluß zu Sternfreunden in Deiner Nähe findest.<

Deine Frage zeigt deutlich, dass Du noch etwas "Input" vor einen Kauf stellen solltest.

AP ist die Abkürzung für Austrittspupille, womit das Lichtbündel gemeit ist, welches an der
Augenlinse des Okulars austritt.
In anderer Bedeutung ist AP die Eintrittspupille des menschlichen Auges und die beträgt
bei vollständiger Dunkeladaption meist so um 7 mm.

Das ist dann also die maximal nutzbare AP in beiden Bedeutungen.

Ein Okular mit Brennweite x erreicht nun, das lässt sich errechnen, in Verbindung mit Öffnung
und Brennweite des Teleskops eine AP y.
Z.B. erreichst Du mit einem 30 mm Okular am Teleskop mit 1200 mm Teleskopbrennweite 40fache Vergrößerung,
was bei 200 mm Spiegeldurchmesser 5 mm AP ergibt.
Am vorgegebenen Mak erreichst Du mit dem Okular also nur noch 2,4 mm AP.
Je länger die Brennweite und je kleiner der Spiegeldurchmesser um so kleiner wird
die AP mit einer vorgegebenen Okularbrennweite.
Du findest letztlich für diese Teil kein Okular, welches Dir 7 mm AP liefert, ja 5 mm AP
ist schon schwierig.
Da es aber in diesem niedrigvergrößernden Bereich, bei dem es neben großer AP auch auf ein möglichst
großes Feld ankommt, für einen Hobbyastronomen sehr viel zu sehen gibt, ist der Mak kein Allrounder.

CS
*entfernt*
 
Hi Vragent, zur Mofi ein ganz kurzes Statement:
Sternwarte auf, 8/8 bedeckt, vielleicht Chancen. Kurz nach Beginn 2x je 10 Sekunden schön gesehen, dann wieder 8/8 Bewölkung. - 23 Uhr: Sternwarte zu, den 8" Galaxy "zur Sicherheit auf die Terasse gestellt (von Sternwarte aus).
5 Minuten später mit Plane überzogen - Regen. AKKURAT 00:00 Uhr: ich schaue raus, 0 Wolken, reingewaschener, völlig klarer Himmel. Habe bis 2 Uhr beobachtet, dann ab in die Heia. - - Man darf ja auch mal Glück haben. Fotografiert habe ich nur mit dem 200mm an der Fuji S3pro vom Stativ ohne Nachführung. Wollte mir den Streß mit Sternwarte auf etc. nicht mehr antun.
Und habe gelernt: So ein 8" f6 ist ein rasant schnelles Teil, wenn man kurz mal spechteln will.
Grüße
Winfried
 
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