Equipment für Einsteiger - und warum die Ausrüstung doch einen Unterschied macht

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

growers

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

Es wird ja immer darauf hingewiesen, dass man nicht teures Equipment braucht, um gute Astroaufnahmen zu machen und teures Equipment nicht automatisch zu guten Bildern führt. Das ist zwar prinzipiell richtig, ABER gutes Equipment kann Einsteigern in die Astrofotografie enorm helfen.

Hier mal kurz meine Story. Vorhanden waren ein GSO 100mm/f5 Newton auf einer EQ8. Jetzt sollte es mit Fotografie losgehen. Als erstes werden jetzt einige sagen, dass eine 1000mm Optik nun nicht gerade etwas für Einsteiger ist. Kann ich soweit nachvollziehen, aber es ging ja erstmal darum, zu schauen, wie weit ich mit dem bestehenden Equipment komme.

Um mir aber dein Einstieg etwas einfacher zu machen, hab ich noch auf ASIAir gesetzt, das war bisher eine sehr gute Entscheidung.

Hier nun meine Erkenntnisse:

Das alles mit ASIAir zu laufen zu bekommen war wirklich einfach. Das hat den Einstieg definitiv vereinfacht. Für ein geplantes Remote-Setup werde ich demnächst mal noch einen PC mit NINA fertigmachen, aber erstmal gilt es noch etwas Erfahrung sammeln.

Größter Schwachpunkt war nicht das 1000mm Newton, sondern die alte DSLR: meine knapp 15-jährige Canon 5D MKII. Das fing erstmal damit an, dass mit eingestellter Spiegelvorauslösung nur jedes zweite Bild gespeichert wurde. Kann ein ASIAir-Bug sein, aber es war schon mal nervig. Der nächste Nerv-Faktor war, dass der Datentransfer von der Kamera zur ASIAir nicht besonders schnell ist, was z.B. bei Previews und besonders beim Fokussieren auch etwas frustrierend sein kann. Weiterhin ist das Rauschen bei den aktuellen Temperaturen massiv. Da ist es wirklich schwer in den Previews außer ein paar Sternen irgendwas zu erkennen. Ich vermute mal, dass das auch der Grund war, warum das Fokussieren mit ASIAir eher ein Glückspiel (mit vielen Nieten) war. Diese Autofokus-Probleme führten dann dazu, dass das Ding in der Nacht gerne mal abbrach und der Fokus dann komplett deneben lag und die Aufnahmen einfach nur noch entsorgt werden konnten.

Vorgestern ist dann die bestellte Astrokamera gekommen. Man mag sich bei den ZWO-Sachen darüber beschweren, dass die teurer sind als Konkurrenzprodukte und ASIAir auch ein geschlossenes System ist. Allerdings: Das ganz ist durchdacht. Bei Kamera und Filterrad waren sämtliche Sachen dabei, die man braucht, um alles anzuschließen. Gerade für mich als Foto-Anfänger war das extrem hilfreich, da ich halt nicht nach der Lieferung noch merke, dass mir jetzt z.B. gerade der M48-Adapter fehlt.
Die Dokumentation bei ZWO ist nicht ganz so toll. Nicht, weil die generell schlecht wären sondern weil die Sachen wild auf deren Webseite verteilt sind. Manche Sachen stehen im Handbuch, andere Dings in irgendwelchen sonstigen Dokumenten auf der Website und manche Sachen sogar in der Produktbeschreibung. Weiß man mal, was genau man sucht, findet Google die Sachen auch meist ;-)

Letztendlich habe ich das Ding dann drangehängt, grob fokussiert und letzte Nacht mal 5h (60x5 min) HII-Daten vom Fischkopfnebel gesammelt. Die automatische Umschaltung auf OIII hat auch funktioniert, nur war da dann die Nacht vorbei :(
Heute morgen zusammengestackt und Autostretch in SIRIL und es sieht so aus. Nichts weiter gemacht, keine Darks oder irgendwas.

Screenshot 2023-08-19 073614.png


Für einen Einsteiger wie mich ist das erstmal ein "WOW"-Erlebnis, was ich mit der Canon nicht hatte.
Klar, die Canon war nicht modifiziert und damit wäre eine HII-Region wohl kein gutes Objekt gewesen. Aber selbst meine Andromeda-Fotos sahen im Vergleich zu dieser Aufnahme brutal schlecht aus (trotz Darks).

Ich will jetzt nicht behaupten, dass das jetzt schon an irgendwelche Sachen von Leuten mit Jahren Erfahrung rankommt. Allerdings bin ich selbst erstaunt, was nach zwei Wochen schon möglich ist :) Das ist alles noch nicht perfekt. Wenn man reinzoomt, sieht man noch, dass die Sterne auf der rechten Seite außen nicht ganz rund sind - vermutlich noch ein Kollimationsproblem was natürlich bei den kleinen 3.8um Pixeln schneller auffällt.

Dann geht es demnächst mal los mit der Einarbeitung in die Bildbearbeitung. Da hab ich ja auch noch viel zu lernen.

Mein persönliches Fazit: Gerade von einer alten DSLR würde ich Anfängern abraten - speziell wenn sie im Sommer starten. Das kann für sehr viel Frustration sorgen. Ich beziehe mich ganz bewusst nicht auf neuere Modelle. Bei den Sensoren hat sich natürlich in den letzten 15 Jahren so einiges getan. Allerdings vermute ich dennoch, dass der Unterschied durch die Kühlung - gerade im Sommer - doch weiterhin einen ordentlichen Unterschied macht.

Eine vorhandene langbrennweitige Optik muss nicht grundsätzlich schlecht sein. Wenn das Guiding einigermaßen stabil läuft (ich bin im Moment bei 0.7" RMS), sollte man das ruhig mal probieren. Klar bekommt man die großen Nebel damit nicht aufs Bild, aber für ein erstes "AHA"-Erlebnis geht das schon. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass das auf einem Mount, der belastungstechnisch an der Grenze ist, auch für viel Frust sorgen kann. Da muss mal halt mal ausprobieren, wie stabil das ganze läuft.
Bei mir ist jetzt klar, dass noch ein kleiner APO dazukommen soll. Mit dem erwarte ich dann allerdings keine größeren Probleme, sondern es dürfte eher etwas einfacher werden, ein brauchbares Foto hinzubekommen.

Natürlich ist die Investition in eine Astrokamera nicht ohne und man sollte sich schon überlegen, ob man das wirklich soweit treiben will. Gerade als Einsteiger ist natürlich das Risiko da, dass man nach einer Weile merkt "das ist nichts für mich". Insofern kann ich gute verstehen, wenn man die Investition am Anfang scheut. Das hier ist nur ein persönlicher Erfahrungsbericht, der nicht unbedingt für andere Leute direkt übertragen werden kann.

Viele Grüsse,
Daniel
 
Hallo Daniel und Nachfolgende ;),

"und warum die Ausrüstung doch einen Unterschied macht",
das steht ja außer Frage.
Immer abhängig von den Bedingungen, Erwartungen und dem was man erreichen möchte.

ABER gutes Equipment kann Einsteigern in die Astrofotografie enorm helfen.
da stellt sich schlicht die Frage, was ist gut?
Gut ist nicht zwingend mit Geldausgabe gleich zu setzen.
Für mich, der zugegebener Maße kaum bis keine Ahnung von klassischer Astrofotografie hat, muss es nicht der von Dir bevorzugte Newton sein und auch nicht die verwendete Montierung. Zur Astrokamera kann ich keine Aussage treffen, da keine genaueren Angaben Deinerseits erfolgten. Nehme mal das sie gekühlt ist.
Allerdings vermute ich dennoch, dass der Unterschied durch die Kühlung - gerade im Sommer - doch weiterhin einen ordentlichen Unterschied macht.

Zur AsiAir kann ich auch nicht's sagen und die Rechenknechte als Helferlein zu ver-:devilish: wäre von meiner Seite aus auch quatsch, da ich selbst mit zwei Rechenknechten (Remote) werkle ;).
Ob geschlossen, nicht geschlossen muss jeder für sich selbst entscheiden. Wo ich Dir Recht gebe, ein Rundumsorglospaket, wie es die AsiAir wohl ist, wie ich schon aus einigen Threads entnehmen konnte, ist sicherlich praktisch.
Ich persönlich ziehe es vor mir mein System, wie auch immer geartet, selbst zusammen zu basteln. Da verstehe ich die Hintergründe und warum es so funktioniert wie es funktionieren soll. Ja, das ganze ist dann mit Fallstricken und selbst gemachten Fehlern behaftet. Hat für mich aber einen ziemlich lerneffekt.

Mein persönliches Fazit: Gerade von einer alten DSLR würde ich Anfängern abraten
nun ja, so leidlich aktuell sollte man schon sein. Da hilft es dann auch Vorabinformationen in Eigenverantwortung einzuholen.
Da ist die AsiAir ein nettes spiel dafür.
Wenn ich nicht auf der ZWO Seite nachschaue, welche DSLR kompatibel sind, wie es wohl öfter geschieht (leidvolle Erfahrung mancher Threadersteller), nun ja, ... ... ... .

Eine vorhandene langbrennweitige Optik muss nicht grundsätzlich schlecht sein. Wenn das Guiding einigermaßen stabil läuft
Auf diese Problematik, wenn man die Suchfunktion hier im Forum nutzt und ich alles richtig verstanden habe, wird in den einschlägigen Astrofotografie Threads immer wieder reichlich darauf hingewiesen.
Bei mir ist jetzt klar, dass noch ein kleiner APO dazukommen soll.
das scheint ja auch dann Deine Schlussfolgerung zu sein.

Kurzum, es geht, wie hier im Forum schon oft bewiesen, beschrieben und erklärt, mit kleinerem, leichterem und kostengünstigerem Setup.

Natürlich ist die Investition in eine Astrokamera nicht ohne und man sollte sich schon überlegen, ob man das wirklich soweit treiben will. Gerade als Einsteiger ist natürlich das Risiko da, dass man nach einer Weile merkt "das ist nichts für mich". Insofern kann ich gute verstehen, wenn man die Investition am Anfang scheut.
das ist wohl wahr.
Bei dem ein oder anderen Threadersteller habe ich oft das Gefühl, ich hab jetzt einiges an Geld ausgegeben und wundern sich das nicht's g'scheits bei rum kommt. Da fehlt es an Eigeninitiative und dem Selbst erlernen.
Und auch daran, dass man die Empfehlungen, wenn man dann vorher nachfragt und sich informiert, zu beherzigen oder zumindest in seine Überlegungen einfließen lässt.

Das hier ist nur ein persönlicher Erfahrungsbericht, der nicht unbedingt für andere Leute direkt übertragen werden kann.
schön das Du diese zutreffende Aussage gemacht hast.

Letztendlich können von den Forenteilnehmern nur Tipps, Anregungen und Erfahrungswerte vermittelt werden, die dann meist auch sehr hilfreich sind und den ein oder anderen Fallstrick umschiffen helfen.

In diesem Sinne :coffee: :alien:.
 
Hallo,
also pauschal verteufeln würde ich eine DSLR nicht, aber Du hast schon Recht: mit einem modernen Modell hat man so mache Schwierigkeit weniger. Ich habe mit einer uralten EOS2D (bin mir nicht ganz sicher, ob es das Modell war) gestartet. Das fehlende Live-View machte die Sache sehr schwer. Und so habe ich mir eine preiswerte EOS250D geholt und damit angefangen. Anschließend eine gebrauchte astromodifizierte Version einer EOS700.

Die Einstellung des Fokus habe ich immer manuell mit die Life-VIew-Funktion gemacht, nicht mit der ASIair: das funktioniert gut und einfach.

Mit der USB-Übertragung hatte ich keine Probleme, vielleicht ist bei Deinem Equipment hier irgendwas nicht in Ordnung (Kabel?)? Darks sind bei der DSLR natürlich obligatorisch, aber das ist dann eher lästig und zeitraubend, weil man keine einmal erstellte Bibliothek nutzen kann, aber das ist doch kein grundsätzliches Problem, mit dem Anfänger kämpfen: da kommt dann eher die Erkenntnis, wo das Rauschen herkommt und man freut sich, dass man es durch die Darks gut in den Griff bekommt.

Das mit den Adaptern und Verlängerungshülsen nervt mich auch sehr und da lobe ich mir, dass bei den ASIs alles dabei ist. Aber wenn man dann anfängt und z.B. einen Baader-Schwerlastwechsler mit 5mm optischem Weg einsetzen möchte, fängt es schon wieder an kompliziert zu werden.

Auch bei der ASIair muss man sich mit den Hintergründen befassen, denn auch dort gibt es diverse Stellschrauben. Weitaus weniger als z.B. bei NINA, aber das finde ich eher angenehm, denn ich brauche diese ganzen Einstellungen kaum. Auch die vielen Features vom Advanced Sequencer sind alle nett und man ist total flexibel, aber für mich ist das alles eher eine zusätzliche potentielle Fehlerquelle, insbesondere wenn man nicht täglich mit dem Hobby zu tun hat. Bei der ASIair weiss ich, dass sie zuverlässig ohne Aufsicht die Nacht durchwerkelt.
CS
Markus
 
Hi,

also sorry, von was reden wir hier:

GSO 1000mm/f5 Newton 500€
EQ8 4000€
ASI 2600 MM Pro 3000€
ASIAIR 400€

Das sind ca. 8000€.

Das hat mit einer Einsteiger Ausrüstung aber so was von gar nichts zu tun.

Und man braucht definitiv keine so teure Ausrüstung um zu ähnlichen Fotos zu kommen.

Gruß
Peter
 
Das sind eher 10k. Die Sachen kosten alle etwas mehr und da fehlt noch der filtersatz , das Filterrad, der Korrektor und das guiding. Vielleicht sogar noch ein autofokus? Sehr zu empfehlen. Wenn schon denn schon ?

Aber schaden tut das dem Ergebnis natürlich nicht. Die eq8 geht schon Richtung Sternwartenmontierung. Den gso könnte man noch gegen einen 10“ f/4 von lacerta austauschen…

Abgesehen davon ist die Aufnahme für ein Anfängerbild schon super. Der Fokus sitzt, der Hintergrund ist sauber und eben, vermutlich einfach autostretch. Die sternabbildung hat über das ganze Bild noch etwas Luft nach oben. Da sind aber mehrere Effekte zu sehen. Am Handy sehe ich das nicht so gut, aber ist definitiv nicht nur die justage.

Zwei Wochen sind aber auch relativ. Meistens kann man erst mal drei Monate auf schönes Wetter warten und auf die nächste Gelegenheit grad nochmal so lange. Da kann jemand durchaus schon ein Jahr unterwegs sein und trotzdem so gut wie keine praktische Erfahrung haben.

Man muss als Anfänger aber nicht 10k ausgeben. Mit 4k kriegt man ein ähnliches Ergebnis genauso einfach hin.
 
Mein persönliches Fazit: Gerade von einer alten DSLR würde ich Anfängern abraten
Nur gut, das es dein persönliches Fazit ist.
Ansonsten ist diese Aussage nonsens.
Gerade Einsteiger können mit "älteren" DSLRs ganz einfach und gut in die Astrofotografie reinkommen. Die Vielfalt ist enorm.
Ich benutze schon seit Anfang an und immer noch meine Canon EOS 500Da und EOS 600D, sowie EOS Da. Es sind einfache, aber gute Kameras, mit denen man sehr viele Möglichkeiten hat.
 
Tach auch :D,

ich will ja nicht unken ;), solch ein Eröffnungsthread mit den entsprechenden kontroversen Antworten, Einstellungen, Meinungen, ... ... ... sind hier schon öfters gestartet worden und sind gelegentlich ;) ausgeartet :eek:.
Wieviel Geld kann, muss, will, soll, ... ... ... man für die klassische Astrofotografie ausgeben?
Die Meinungen darüber sind genauso vielfältig wie es hier Forumsteilnehmer gibt.

Ob es da einen einhelligen Konsens geben wird :unsure:?
 
Moin Zusammen,
Ich empfinde es bei dem hier beschriebenen Equipment auch fast als Anmaßung Einsteigern zu erklären was gut oder schlecht für den Einstieg wäre. Nichts für ungut, aber wenige Leute haben die finanziellen Mittel um für den Einstieg in ein Hobby, zum reinen probieren ob man daran Gefallen findet 8.000 € auf den Tisch zu legen! Ich gebe dir bei vielem was bzgl. Equipment und der damit vereinfachten zu erzielenden Bildqualität oben geschrieben wurde absolut recht! Eine mono astro Kamera, gekühlt mit imx571 Chip ist famos und Guiding macht absolut Sinn, vor allem wenn man mit 3.8 mü Pixeln 1000 mm ablichtet, aber für die wenigsten ist das ein geeignetes Einstiegs-Szenario! Man muss schon viel Motivation mitbringen um sich auf einen Schlag in all diese Themen (Guiding, Objekte Auffinden, polar alignment, Langzeitbelichtungen, kalibrations frames, kollimation, Backfokus usw usw.) einzuarbeiten. Für viele ist es da vermutlich nachhaltiger und auch was die Lernportionen angeht verdaulicher Schritt für Schritt einzusteigen. Kurze Brennweite auf einfacher Nachführung mit dslr (die eh schon im haus ist) ohne Computer Steuerung stellt für viele sicher den sanfteren Einstieg dar (auch nicht mein Weg - bin auch mit nem 1000er pds auf ner heq5 pro eingestiegen). Dann kommt guiding, dann irgendwann ggf. mehr Brennweite oder ne gekühlte astrocam, weil der Computer eh schon an der Montierung hängt...so kann sich das entwickeln ohne, dass "der Einsteiger" vollkommen überfordert wird von einem troubleshooting nach dem anderen.
Just my two Cents.
Viele Grüße Ben
 
Huiuiui,

Da hab ich ja was geschrieben ?Die EQ8 ist übrigens eine alte EQ6 (mein Fehler). Bis auf die Kamera wurde alles gebraucht gekauft und war damit sehr viel billiger als die hier aufgeführten Preise und sicher noch billiger als ein neuer 80mm APO auf einer EQ5.
Ja, bei der Kamera hab ich mir etwas gegönnt, aber ich habe auch nicht behauptet, dass es eine Monokamera mit Filtersatz sein muss.
Die Aussage war auch NICHT, dass man viel teures Zeug kaufen muss, sondern eher, dass man mit bestehendem loslegen kann und sich das trauen sollte um dann zu sehen, was geht und was nicht.
Ich hätte nicht gedacht, dass das hier so eine grosse Diskussion gibt. Naja, auch wieder was gelernt.

Viel Spass allen noch!
 
Hallo Daniel und anderen Mitleser,

nimm die Kommentare nicht persönlich. Wie ich denke, hast Du den Titel nur falsch gewählt. Es hätte eher „MEIN Einstig in die Astrophotographie“ heißen sollen. Darüber kann man Diskutieren, aber man muss nicht. Jeder hat anders angefangen und sammelt natürlich auch andere Erfahrungen. Wer vorher viel mit Photographie (DSLR;Spiegelr. Usw.) für den ist das ein anderer Schritt, als wenn man es von Grund auf neu erlernt. Dann spielt auch der Geldbeutel eine nicht unerhebliche Rolle.

Ich hatte auch mal den Gedanken, meinen Weg in die Astrophotographie hier in einen Beitrag zu posten, damit auch mal andere Gedanken zum Tragen kommen außer ( Fang mit einen Dobson an oder geh erstmal in eine Sternwarte ) – Das überdenke ich im Moment =)

Du hast jetzt DEINEN Weg beschrieben – Nur der Titel ist unangebracht.

CS und Gruß Alex
 
Hi Daniel,
Huiuiui,

Da hab ich ja was geschrieben ?Die EQ8 ist übrigens eine alte EQ6 (mein Fehler). Bis auf die Kamera wurde alles gebraucht gekauft und war damit sehr viel billiger als die hier aufgeführten Preise und sicher noch billiger als ein neuer 80mm APO auf einer EQ5.
Ja, bei der Kamera hab ich mir etwas gegönnt, aber ich habe auch nicht behauptet, dass es eine Monokamera mit Filtersatz sein muss.
Die Aussage war auch NICHT, dass man viel teures Zeug kaufen muss, sondern eher, dass man mit bestehendem loslegen kann und sich das trauen sollte um dann zu sehen, was geht und was nicht.
Ich hätte nicht gedacht, dass das hier so eine grosse Diskussion gibt. Naja, auch wieder was gelernt.

Viel Spass allen noch!
Diskussionen sind doch gut.
Ich war halt schon überrascht von der insgesamt sehr hochwertigen Ausrüstung bezogen auf einen Einsteiger.

Und mit Bestehendem loslegen, was ich sehr richtig finde, bedeutet doch, dass man auch mit einer vorhandenen DSLR starten kann.

Gruß
Peter
 
bedeutet doch, dass man auch mit einer vorhandenen DSLR starten kann
Genau die hat halt bei mir für viel Frustration gesorgt. Die 5DMKII würde ich keinem Anfänger empfehlen - erst recht nicht im Sommer bei 30 Grad tagsüber.

Du hast jetzt DEINEN Weg beschrieben – Nur der Titel ist unangebracht
Ok, kann ich nachvollziehen.
 
N'abend auch,

deshalb sind wir ja auch hier im Forum ;).

Ich war halt schon überrascht von der insgesamt sehr hochwertigen Ausrüstung bezogen auf einen Einsteiger.
Jep. Neupreise haben wir dargestellt. Aber auch gebraucht wäre schon noch ordentlich Geld.

Wie ich denke, hast Du den Titel nur falsch gewählt.
auch das was im Nachfolgetext erscheint, sollte man nochmals gegen lesen.
Dann passieren solche Patzer wie 100mm und EQ8 anstatt EQ6 nicht.
Ich muss mir da natürlich selbst auch an die Nase fassen :geek:. Deshalb habe ich mir angewöhnt zwei-, dreimal gegnzulesen, bevor auf erstellen geklickt wird.

Du hast jetzt DEINEN Weg beschrieben – Nur der Titel ist unangebracht.
und dazu die Erkenntnis
Das hier ist nur ein persönlicher Erfahrungsbericht, der nicht unbedingt für andere Leute direkt übertragen werden kann.
:y:.
 
Genau die hat halt bei mir für viel Frustration gesorgt. Die 5DMKII würde ich keinem Anfänger empfehlen - erst recht nicht im Sommer bei 30 Grad tagsüber.
Und genau das ist auch wieder so eine Pauschalaussage von dir.
Nur weil du persönlich mit der 5D nicht zurecht kommst, bedeutet es nicht, das andere nicht zurecht kommen und du solltest es auch nicht für Anfänger verteufeln und schlecht reden.
 
Huiuiui,

Da hab ich ja was geschrieben ?Die EQ8 ist übrigens eine alte EQ6 (mein Fehler). Bis auf die Kamera wurde alles gebraucht gekauft und war damit sehr viel billiger als die hier aufgeführten Preise und sicher noch billiger als ein neuer 80mm APO auf einer EQ5.
Ja, bei der Kamera hab ich mir etwas gegönnt, aber ich habe auch nicht behauptet, dass es eine Monokamera mit Filtersatz sein muss.
Die Aussage war auch NICHT, dass man viel teures Zeug kaufen muss, sondern eher, dass man mit bestehendem loslegen kann und sich das trauen sollte um dann zu sehen, was geht und was nicht.
Das musst du dann halt dazu schreiben. Wenn man nur den Text hat, nimmt man den für bare Münze. Besonders das mit der eq8. So ein Ding leistet sich kaum jemand. Das ist für fast alle auch so schwer, dass man das stationär aufstellen muss.

Ich habe übrigens ähnlich angefangen mit einer alten dslr, die ich halt mal an mein existierendes Teleskop angeschlossen habe. Ich vermute, das wird so ziemlich jeder so machen, der bereits ein fototaugliches Setup hat. Das wäre das, was ich unter einfach mal loslegen verstehen würde. 30€ für den t2 Adapter und los gehts.

Dann merkt man halt, dass da noch etwas mehr dazu gehört und wenn es einem Spaß macht kommt ein guider und ein flattener dazu.

Irgendwann wurde es mir zu blöd mit dem fernauslöser und ich habe mir eine astrokamera besorgt und das ganze mit eqdir über Laptop gesteuert. Das ist halt super. Da merkt man, dass das alles füreinander gemacht ist. In dem Punkt gebe ich dir recht. Im Prinzip kann man das gleich so machen.

Das geht aber nicht mit jedem Teleskop. Wenn man z.B keine Mikrountersetzung am Auszug hat oder der Auszug generell eher schwach ist, kann man das vergessen. Du hast auch in deinem Bild Anzeichen dafür, dass dein Setup an der Grenze ist.

In dem Fall hätte ich gesagt, dass ein 80mm ed auf einer eq5 mit einer ungkühlten asi585mc und oag für ca. 2k ein besseres Resultat abliefert als dein Bild oben. Die fehlende Kühlung ist heute nicht mehr so relevant. Das war früher so als Kameras noch verstärkerglühen oder inhomogene darks hatten. Da musste man auf eine konstante Temperatur kühlen. Bei der aktuellen chipgeneration ist der dunkelstrom, das ausleserauschen deutlich geringer und das dark ist flach wie ein Brett. Das gilt auch für die neuen systemkameras. Egal bei welcher Temperatur.

Den kleinen Chip der 585 kompensiert man mit weniger Brennweite. Das bietet sich durch die kleinen Pixel an. Mit einem reducer kommt man auf 450mm Brennweite und f/5,6. damit kann man Auflösungen unter 3“ erreichen, was wirklich ordentlich ist.

Wenn man etwas mehr Luft nach oben will nimmt man eine heq5. Mit einem 6“ Newton erreicht man dann schon 90% der Auflösung die hierzulande überhaupt geht. Mehr Feld gefällig? Eins der kleinen askars davor und man kann wunderbar die größeren Nebel aufnehmen. Das ganze dann noch mit Autofokus und Mini pc ausstatten und das Teil läuft Remote im Garten während du im Bett liegst und morgens ausgeschlafen zur Arbeit kommst. Damit bist du mit 3k bei einem System das fast alles kann das hierzulande geht. Und das System ist sogar noch mobil. Für die restlichen paar Prozent braucht man dann das große Geld.
 
Nur gut, das es dein persönliches Fazit ist.
Ansonsten ist diese Aussage nonsens.
Gerade Einsteiger können mit "älteren" DSLRs ganz einfach und gut in die Astrofotografie reinkommen. Die Vielfalt ist enorm.
Ich benutze schon seit Anfang an und immer noch meine Canon EOS 500Da und EOS 600D, sowie EOS Da. Es sind einfache, aber gute Kameras, mit denen man sehr viele Möglichkeiten hat.
Kann ich bestätigen. Eine 500 oder 600D ist eine preiswerte und gute Kamera die man um die 200€ bekommt. Der Umbau zB. bei Markus Meel ist auch preislich sehr interessant. Ich hatte auch keine Schwierigkeiten mit der Kamera. Green Lantern drauf und einige spezfische Einstellungen gemacht (YT und Google hilft) und die lief wie geschmiert.

Für die ersten Schritte absolut ausreichend . Eine dedizierte Astro Cam kann man dann immer noch kaufen wenn die ersten Schritte abgeschlossen sind. Gerade in den Wintermonaten ist der Abstand jetzt nicht so groß. Dafür bekommt man APSC-C mit großen Pixeln und 18MP.
Beispiel: letztes Bild mit meiner Canon. Da hatte ich überhaupt mein erstes Teleskop knapp 10 Monate. Aufnahme Dauer knapp 3h.

Astrobin - Heart Nebula

Ich finde da steckt sogar noch mehr drin. Die Aufnahmedauer war recht kurz.

CS
Dominik
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben