Erfahrungen TS CF-Apos ? Doch lieber Askar ?

Das stört mich indes generell am CF90 - selbst mit angezogenen Messingschrauben dreht sich der Auszug auf Grund des Hebels, den das Leitrohr verursacht.
Hallo Alexander,

da stimmt etwas nicht. Die oben gezeigte Messingschraube hat keinen Einfluss auf die beiden Rotationsmöglichkeiten. Die Rändelschraube "1" muss festgezogen werden, um die Drehung des OAZ zu verhindern. Die Rändelschraube "2" zieht den zusätzlichen Rotator am Auszug fest.

CS - Oliver

IMG_3714.jpeg
 
Hallo Oliver,

Verzeihung, ich meinte die Schraube unten links im Bild, die zusammen mit Schraube 1 die Drehung verhindert. Diese war bei mir locker.

Viele Grüße

Alexander
 
Hallo Alexander,

aus meiner Erfahrung wird man mit den variablen Verlängerungshülsen selten glücklich. Ich hatte ein ähnliches Problem beim Feinabgleich des BF.
In der Verzweiflung dann eine CTU beschafft mit endlosen Versuchen.
Am Ende habe ich die CTU und die variable Verlängerungshülse gegen eine feste Länge ausgetauscht und plötzlich war alles gut.
Die variablen Hülsen birgen inherent die Gefahr einer Verkippung, zumindest wenn es nicht wirklich eine sehr robuste und qualitativ hochwertige Einheit mit ausreichend großem Überlapp der Gewindegänge hat.
Nimm besser eine angepasste feste Länge um z.B. 1mm unter dem angegebenen BF Wert zu bleiben und ergänze, wenn nötig den Rest mit Abstimmringen.
Wenn du Filter benutzt dann noch 1/3 Dicke der Filter auf den BF draufrechnen.

CS,
Franz
 
erst einmal vielen Dank für Deine Antwort. Ich verwende eine ASI 2600 MC. Sonst ist dazwischen nur die ZWO Filterschublade. Da ich dummerweise die falsche (M54) gekauft habe und das erst etliche Wochen später, als der Himmel mal wieder klar war, gemerkt habe, musste ich noch diverse Adapter (M48-M54, M54-M42) kaufen, damit alles passt. Das sind dann 20 mm + 17.5 mm + Adapter = 55.5 mm.

In etwa auch mein Aufbau wobei ich direkt die ZWO M48 Schublade hab und dann auf M42 gehe wegen der 533MC Pro. Eine Anmerkung habe ich noch. Ich hab in einigen Foren öfters gelesen das auch der ZWO Filterhalter für Verkippungen sorgen kann und bei einigen dann das Filterrad für Abhilfe gesorgt hat. Bitte das auch in Betracht ziehen. Im Prinzip müsste alles was im Imagetrain drin hängt geprüft werden. Und eines ist auch sicher je mehr dazwischen hängt (variable Hülsen) umso größer die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Verkippung. Im Grund würde ich dann eher dazu tendieren die Verkippung per Tilt Plate der Kamera zu lösen auch wenn es fummeliger ist als beim CTU. Weniger Komponenten und alles fest eingestellt (ggf. mit Distanzringen) ist manchmal mehr. Ich arbeite auch mit Distanzringen von 0.1 - 0.25mm.

Also wenn ich den gesamten OAZ drehe - eine Drehung der Kamera kann ich nicht durchführen, ohne den Abstand zu verändern - landet die unscharfe Ecke auf dem Bild hinterher woanders. Das war der Punkt, wo ich mit Christian schon etwas diskutiert hatte...

Ich gehe davon aus wenn die Kamera gedreht wird das das Problem immer an derselben Stelle auftaucht wenn es einen Sensor Tilt gibt. Wenn die Kippung durch was anderes ausgelöst wird dann müsste sich das Problem beim drehen der Kamera sicherlich verschieben.
ASTAP nutze ich auch, um die Bilder zu analysieren. Mein Kriterium ist aber immer das Auge - und wenn ich schon 15-20 T€ für das ganze Astroequipment ausgegeben habe, möchte ich es nun optisch so perfekt wie möglich versuchen. Ich mag die Verwendung von Software wie BlurX Terminator oder StarNet etc. nicht.. aber das muss ja jeder selbst wissen :)

Kann ich verstehen das Hobby ist sicherlich nicht billig. Bei den TS-CS-Apo hab ich mir auch Gedanken gemacht und rein jetzt auf die Teleskope bezogen war klar das hier Preis/Leistung zählt aber ich nicht unbedingt High End (OAZ etc) zu erwarten ist. Die Abstriche und Probleme haben wir daher versucht vorher transparent aufzuzählen. Ich zb. kann mit der minimalen Verkippung leben. Rest muss man halt ansonsten mit etwaigen Mitteln (Investitionen) versuchen zu lösen. Bitte nicht falsch verstehen. Ich kann das alles nachvollziehen da ich auch damit kämpfe.

CS
Dominik
 
Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Erfahrungen!
Hallo Alexander,

aus meiner Erfahrung wird man mit den variablen Verlängerungshülsen selten glücklich. Ich hatte ein ähnliches Problem beim Feinabgleich des BF.
In der Verzweiflung dann eine CTU beschafft mit endlosen Versuchen.
Am Ende habe ich die CTU und die variable Verlängerungshülse gegen eine feste Länge ausgetauscht und plötzlich war alles gut.
Die variablen Hülsen birgen inherent die Gefahr einer Verkippung, zumindest wenn es nicht wirklich eine sehr robuste und qualitativ hochwertige Einheit mit ausreichend großem Überlapp der Gewindegänge hat.
Nimm besser eine angepasste feste Länge um z.B. 1mm unter dem angegebenen BF Wert zu bleiben und ergänze, wenn nötig den Rest mit Abstimmringen.
Wenn du Filter benutzt dann noch 1/3 Dicke der Filter auf den BF draufrechnen.

Ich hoffe stark, dass es in den zwei Wochen nach EIntreffen der Verlängerungshülse eine Gelegenheit zur Beobachtung gibt. Wenn es nicht funktioniert, geht sie zurück und ich teste fest Abstandsringe. Ich muss leider für drei verschiedene Korrektoren Lösungen finden. Deshalb dachte ich, dass die variable Hülse eine gute Idee sei, wenn dort Unterschiede bestehen. Ich werde berichten!

Na dann passt's ja :y:. Ich würde die andere Messingschraube auch mal überprüfen, damit der OAZ stramm sitzt und nicht verkippen kann.

CS - Oliver

Alles klar, wird am Wochenende überprüft. Vielen Dank!

In etwa auch mein Aufbau wobei ich direkt die ZWO M48 Schublade hab und dann auf M42 gehe wegen der 533MC Pro. Eine Anmerkung habe ich noch. Ich hab in einigen Foren öfters gelesen das auch der ZWO Filterhalter für Verkippungen sorgen kann und bei einigen dann das Filterrad für Abhilfe gesorgt hat. Bitte das auch in Betracht ziehen. Im Prinzip müsste alles was im Imagetrain drin hängt geprüft werden. Und eines ist auch sicher je mehr dazwischen hängt (variable Hülsen) umso größer die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Verkippung. Im Grund würde ich dann eher dazu tendieren die Verkippung per Tilt Plate der Kamera zu lösen auch wenn es fummeliger ist als beim CTU. Weniger Komponenten und alles fest eingestellt (ggf. mit Distanzringen) ist manchmal mehr. Ich arbeite auch mit Distanzringen von 0.1 - 0.25mm.

Interessant. Daran habe ich noch nicht gedacht. Aber gut - wenn dem so sei, müsste das Resultat auch statisch in einer Ecke sein und sich nicht verdrehen lassen. Die Filterschublade ist ja im ortsfesten Koordinatensystem des Kamerachips statisch.

Ich gehe davon aus wenn die Kamera gedreht wird das das Problem immer an derselben Stelle auftaucht wenn es einen Sensor Tilt gibt. Wenn die Kippung durch was anderes ausgelöst wird dann müsste sich das Problem beim drehen der Kamera sicherlich verschieben.

Das war auch meine Meinung... aber anscheinend wird das noch heiß diskutiert.

Kann ich verstehen das Hobby ist sicherlich nicht billig. Bei den TS-CS-Apo hab ich mir auch Gedanken gemacht und rein jetzt auf die Teleskope bezogen war klar das hier Preis/Leistung zählt aber ich nicht unbedingt High End (OAZ etc) zu erwarten ist. Die Abstriche und Probleme haben wir daher versucht vorher transparent aufzuzählen. Ich zb. kann mit der minimalen Verkippung leben. Rest muss man halt ansonsten mit etwaigen Mitteln (Investitionen) versuchen zu lösen. Bitte nicht falsch verstehen. Ich kann das alles nachvollziehen da ich auch damit kämpfe.

CS
Dominik

Gut, da hast Du recht, besser geht immer. Wenn das Motiv klein genug ist, schneide ich den Rand auch gerne weg. Aber bei manchen Gasnebeln, die nicht einmal ganz auf den Chip passen, will ich schon gern die gesamte Fläche nutzen. Man muss sicher immer mit kleinen Fehlern rechnen. Man hat wohl den Anspruch, dass ab einer gewissen Kaufsumme alles endlich mal stimmen muss - aber auch beim teuren Auto fällt einem nach Monaten immer wieder eine Verbesserungsmöglichkeit auf (könnte auch am Ingenieur liegen). Aber das macht auch einen Reiz aus.

Viele Grüße und CS

Alexander
 
Hallo zusammen,

die Ideen mit der variablen Verlängerungshülse und der Feststellung der Messingschrauben waren gar nicht so schlecht: (CF90)

KomplettReingeschraubt.jpg


Die Werte sind nur auf Grund des miserablen Guidings letzter Nach so groß. Wenn ich anstatt der hier gezeigten 30 s auf 3 s herunter gehe, so kann man von allen HFDs eine Größenordnung 1,0 abziehen. An der Kennzahl der Off-Axis Aberration von 0,5 und der Kennzahl vom Tilt mit ca. 0,3 ändert sich jedoch nichts.

Da es schlechter wird, wenn ich weiter raus drehe, muss ich wohl noch einen etwas kürzeren Adapter kaufen, aber ich bin mit dem Tilt soweit zufrieden.

Viele Grüße und CS

Alexander
 
Hallo zusammen,

noch einmal ein Update: tatsächlich komme ich, egal mit welchem Abstand zwischen 54 und 58 mm, beim CF 90 mit 0.8x Reducer nicht auf ganz saubere Ecken. Beim ASTAP Tilt Inspector bleibt die Off-Axis Aberration immer größer als 0.5. Dies ist interessant, da ich mit derselben Adapterkette und Kamera am CF130 fast 0 bei 55 mm hinbekomme. Auf Nachfrage beim Händler hieß es, dass die Bilder doch unkritisch wären. Ich frage mich nun - ist mein Anspruch eines komplett geebneten Bildfeldes in der Fertigungsklasse tatsächlich zu hoch?

Der Tilt stammt übrigens wirklich vom OAZ und nicht von der Kamera. Hier werde ich wohl die Messingmadenschrauben durch Rändelschrauben ersetzen, dann kann man diesen leichter einstellen.

Viele Grüße und CS
Alexander
 
Dies ist interessant, da ich mit derselben Adapterkette und Kamera am CF130 fast 0 bei 55 mm hinbekomme.
Ich frage mich nun - ist mein Anspruch eines komplett geebneten Bildfeldes in der Fertigungsklasse tatsächlich zu hoch?
Hi Alexander,
ich sehe hier im Wesentlichen zwei Gründe:
  • Signifikante Gerät-zu-Gerät Variationen in der Fertigungsklasse
  • Komplexität der Feldebnung steigt mit kürzer werdender Brennweite und 432mm sind halt deutlich kürzer als für den CF130.
CS - Oliver
 
Hi Oliver,

das kann beides natürlich gut sein. Schade, dass ich nicht während der Rückgabefrist reagiert habe und stattdessen noch einmal 300 € für einen Haufen Abstandshalter und Tilt-Adapter ausgegeben habe. Ein vorkorrigierter Flatfield-APO wäre dann doch in Summe besser gewesen. Eigentlich weigere ich mich, Starnet oder den bekannten Terminator zu verwenden...

CS

Alexander
 
Hi Oliver,

das kann beides natürlich gut sein. Schade, dass ich nicht während der Rückgabefrist reagiert habe und stattdessen noch einmal 300 € für einen Haufen Abstandshalter und Tilt-Adapter ausgegeben habe. Ein vorkorrigierter Flatfield-APO wäre dann doch in Summe besser gewesen. Eigentlich weigere ich mich, Starnet oder den bekannten Terminator zu verwenden...

CS

Alexander
Hi Alexander,

ich glaube der CF90 liefert für seinen Preis schon eine vernünftige Leistung. Wenn Du Dir Flatfield-Apos in dieser Klasse ansiehst, dann zeigen die verfügbaren Spot-Diagramme schon vorab, dass eine wirklich sehr gute Korrektur bis in die Ecken nicht möglich ist. An welchen Flatfield-Apo hast Du denn gedacht?

CS - Oliver
 
Hi Oliver,

das stimmt sicherlich. Ein Askar 94EDPH zeigt auch im Spot-Diagramm, dass ein perfektes Bild bis in die Ecken nicht möglich ist. Vielleicht muss ich das einfach akzeptieren.

Viele Grüße

Alexander
 
Beim ASTAP Tilt Inspector bleibt die Off-Axis Aberration immer größer als 0.5.
Hi Alexander,

Ich komm bei meinem CF-90 auf ne off-axis abberation von 0,48 bis 0,61. Ich hab nie den Abstand optimiert. Ich hab nen milden Tilt von so ~15%.

Ich hab für mich entschieden, nicht jeder Optimierung hinterhergehen. Zum einen lebe ich nach dem Grundsatz "70% ist 100%" und zum anderen sind meine klaren Nächte so selten, dass ich nicht testen und optimieren will.

Ich will Dir nicht sagen: "ist ja nicht so schlimm", denn das bewertet jeder einzeln für sich und sein ästhetisches Empfinden.

Grüße
Christian
 
Hi Christian,

dann scheinen die Werte doch zu stimmen. Mich hatte nur verunsichert, dass es beim CF130 so viel besser ist.

Wenn ich darüber nachdenke, bin ich seit 3 Jahren nur am optimieren und fotografiere nur ab und zu nebenbei :D Irgendwann muss das auch aufhören, da hast Du Recht.

Viele Grüße
Alexander
 
Hallo zusammen,

weiß eigentlich jemand, wer die CF Apos für TS herstellt? Ich wollte Ersatz für die Madenschrauben am OAZ kaufen, doch TS bietet diese nicht an, auch nicht auf Nachfrage.

Das Gewinde ist für mich ein Rätsel… die Schrauben haben 7.75 mm an Durchmesser und auf 2 mm genau 3 Umdrehungen.

Viele Grüße und CS

Alexander
 
die werden wie auch die Refraktoren von Skyrover,Stellarvue,TECNOSKY,Altair,Astro,William Optics, APM) von Kumming United Optics China produziert soweit ich weiß.
 
Stellarvue hat auf jeden Fall in der Vergangenheit zugekauft, vielleicht ist diese Info inzwischen veraltet. Persönlich glaube ich aber nicht alles was auf deren Seite geschrieben wird, es gibt auch einige Diskussionen über darüber auf CloudyNight.
 
Es gab oder gibt bei Stellarvue eine günstigere Serie "Access" glaube ich die waren zugekauft und dann wohl bei Stellarvue qualitätsgesichert. Die entsprechen den TS SD Apos. Bei den anderen werde ich nicht schlau draus ob die komplett bei Stellarvue gefertigt werden oder ob sie außer den OAZs Komponenten zukaufen...

Stellarvue Access


Viele Grüße Felix
 
Hallo zusammen,

vielen Dank für die Infos!

Tatsächlich war TS so nett und hat das Gewinde für mich bestimmt. Es handelt sich um ein M8x0,75 Feingewinde.

Leider gibt es auf dem Markt wohl keine Madenschrauben mit entsprechender Kunststoffspitze, doch sollte eine gewöhnliche Madenschraube auch gut klemmen.

Viele Grüße

Alexander
 
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