Erfahrungsaustausch mit Fujinon 25x150

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ZEBO

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WER beobachtet noch mit diesen Riesenbabies?
Ich suche all jene die mit dem Fujinon 25x150 beobachten.
Ich würde gerne Beobachtungserfahrungen die ausschließlich mit diesem Gerät gemacht sind austauschen.
Um die genauen Grenzen auszuloten.
Vielleicht könnte man auch Beobachtungen untereinander abstimmen?
 
Hallo Zebo,

Das halte ich für eine gute Idee! Ich würde nämlich gern mal erfahren, was diese Dinger so können (ich selbst hab leider keins). Würde mich auch mal interessieren, wie viele Leute überhaupt mal durch dieses Ding geguckt haben.

Warum fängst Du nicht gleich selbst an? Wo hast Du es her? Welche Lebensversicherung dafür geopfert :-) Und: Was beobachtest Du damit?

Viele Grüsse,
Holger


 
Hallo Zebo,
beim ITT 2003 hatte ich Montags die Gelegenheit mit dem Fuijnon 25X150 von Martin Birkmaier zu beobachten.
Ich habe eine gute Stunde mit Lustwandeln in der Milchstrasse verbracht und einige Messierobjekte aufgespürt.
Es war schon gigantisch und ein für mich unvergessenes Erlebnis.
Als Nachteil habe ich die fehlende Option des Okularwechsels empfunden.
Es wäre toll zwischen einem AP-Bereich von 6-2mm wechseln zu können.-und verschiedene Nebelfiltern einzusetzen.
(Pferdekopfnebel mit H-Beta Filter <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> )
Ein Auge (Refraktor Jaegers 150/750) besitze ich schon.
Ein Selbstbau-Bino mit den o.g. Optionen wäre mein Traum.
Vielleicht finde ich eines Tages ein 2. Objektiv <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ???
An Erfahrungsberichten von Anderen bin ich sehr interessiert.

Mit freundlichem Gruß, Gerd
www.bksterngucker.de
 
Hallo Zebo,

mit einem Fujinon 25x150 kann ich nicht dienen, aber mit einem Synta-Doppelrefraktor 150 f/5.
Hab vor ein paar Jahren mal auf dem ITT mit Birkmeiers Fujinon eine Stunde gespechtelt. War sehr beeindruckend vor allem im Vergleich zu meinem 26x100 Miyauchi. Brilliantes Bild, Grenzgröße etwa 13mag, viele Milchstraßennebel erreichbar.
Trotzdem hätte ich es nie gekauft, weil man zu beschränkt ist: keine höhere Vergrößerung, keine Filter, unbequemer Einblick Richtung Zenit und ziemliches Gewicht.
Dies war der Grund warum ich mir ein Synta Großbino mit den EMS-Spiegeln von Matsumoto zugelegt habe. Liegt in der Preisklasse des geradsichtigen Fujinon-Achromaten, etwa 3 kg leichter (18 kg), bequemer 90° Einblick mit aufrechtem, seitenrichtigem Bild und vor allem freie Okular- und Filterwahl (1 1/4" + 2"), wobei zwangsläufig der große Farbfehler Grenzen setzt.
Aus der Erinnerung ist es natürlich schwierig, die Eindrücke zu vergleichen. Zur niedrigen Vergrößerung verwende ich zwei 24mm Panoptik (30x 2,3° Gesichtsfeld) und würde behaupten, dass der Bildeindruck in diesem Bereich dem Fujinon nicht nachsteht. Ich habe gerade vorgestern mit dieser Vergrößerung unter einem 6,0mag Himmel ein wunderbares Kometenerlebnis (Linear 2002 T7) gehabt:
Eine ovale Koma (ca 8') mit einem hellen, nicht mehr ganz stellarem Kern, die Koma Richtung 60° leicht spitz zulaufend dort setzten schwache gerade Schweifstrahlen in einer Länge von etwa 10-15' an. Ein echtes Kometenfeeling vor einem Sternhintergrund bis 13mag.
Wäre auch sehr interessiert, von welchen Erfahrungen Fujinonspechtler berichten können.

Klare Binonächte wünscht
Klaus
 
Hallo ZEBO!

Leider besitze ich so ein Teil nicht selbst, ich hatte jedoch wie Gerd die Gelegenheit am ITT 2003 mehrere Stunden hinter diesem Prachtstück sitzen zu können!

Zu allerst sei hier erwähnt dass es sich bei dem dort aufgebauten Exemplar um die ED-Variante mit 45° Einblick handelte. Diese bietet zwar einen um Welten besseren Beobachtungskomfort als die Geradsichtvariante, dafür bewegt sich der Preis aber auch schon im Kleinwagenbereich!

Was die beobachteten Objekte angeht; hier eine kleine Auflistung:

M31: riesengroß(min. 4° Ausdehnung) mit markanten Staubband welches sich wie ein Graben durch die gesamte Galaxie zieht; in Verbindung mit M32 und M110 ein gewaltiger Anblick

M33: großer recht heller Fleck; Ansätze der größten Spiralarme gut erkennbar

M45: immer ein toller Anblick, besonders wenn sie als Ganzes ins Gesichtsfeld passen, wenn möglich mit viel "Luft" drum herum! Meropenebel gut sichtbar.

M42/43: großes trichterförmiges Erscheinungsbild, viele Details erkennbar; ab und zu einen leichten Grünschimmer wahrgenommen!; wiederum viel Platz auf allen Seiten für anblickverschönernde Sterne <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

M13: großes Erscheinungsbild für nur 25x Vergrößerung; ich musste öfter nachsehen um mich zu vergewissern, dass es sich tatsächlich um die 25x und nicht die 40x Variante handelt(liegt womöglich am binokularen Sehen und der Größe der Optiken); am Rand bereits schön aufgelöst

Milchstrassenregion Schütze:

kein Kommentar; bitte jeder selbst mal ausprobieren

usw.

Das interessanteste Erlebnis mit dem Gerät hatte ich jedoch erst, als ich mich schon längst wieder davon entfernt hatte.
Da sich bereits eine Traube an Menschen hinter mir gebildet hatte, von denen jeder auch mal einen Blick durch das Teil werfen wollte, räumte ich widerstandlos das Feld und schlenderte weiter in die Myauchi-Ecke(ebenfalls ein Teil von Hrn. Birkmayers Astro-Marktplatz)

Dort schnappte ich mir sogleich ein 100er nur um nach 5 Sekunden Beobachtung mit dem Rotlicht zu überprüfen, ob die Linsen zugetaut waren! Naja, typischer Fall von Lichtverwöhntheit <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />

Mfg
Nico

PS: Die Grenzhelligkeit lag zu der Zeit ungefähr bei 6,5 mag

 
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