Hallo Zebo,
mit einem Fujinon 25x150 kann ich nicht dienen, aber mit einem Synta-Doppelrefraktor 150 f/5.
Hab vor ein paar Jahren mal auf dem ITT mit Birkmeiers Fujinon eine Stunde gespechtelt. War sehr beeindruckend vor allem im Vergleich zu meinem 26x100 Miyauchi. Brilliantes Bild, Grenzgröße etwa 13mag, viele Milchstraßennebel erreichbar.
Trotzdem hätte ich es nie gekauft, weil man zu beschränkt ist: keine höhere Vergrößerung, keine Filter, unbequemer Einblick Richtung Zenit und ziemliches Gewicht.
Dies war der Grund warum ich mir ein Synta Großbino mit den EMS-Spiegeln von Matsumoto zugelegt habe. Liegt in der Preisklasse des geradsichtigen Fujinon-Achromaten, etwa 3 kg leichter (18 kg), bequemer 90° Einblick mit aufrechtem, seitenrichtigem Bild und vor allem freie Okular- und Filterwahl (1 1/4" + 2"), wobei zwangsläufig der große Farbfehler Grenzen setzt.
Aus der Erinnerung ist es natürlich schwierig, die Eindrücke zu vergleichen. Zur niedrigen Vergrößerung verwende ich zwei 24mm Panoptik (30x 2,3° Gesichtsfeld) und würde behaupten, dass der Bildeindruck in diesem Bereich dem Fujinon nicht nachsteht. Ich habe gerade vorgestern mit dieser Vergrößerung unter einem 6,0mag Himmel ein wunderbares Kometenerlebnis (Linear 2002 T7) gehabt:
Eine ovale Koma (ca 8') mit einem hellen, nicht mehr ganz stellarem Kern, die Koma Richtung 60° leicht spitz zulaufend dort setzten schwache gerade Schweifstrahlen in einer Länge von etwa 10-15' an. Ein echtes Kometenfeeling vor einem Sternhintergrund bis 13mag.
Wäre auch sehr interessiert, von welchen Erfahrungen Fujinonspechtler berichten können.
Klare Binonächte wünscht
Klaus