Anette_Aslan
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Liebe Nachtwandler,
Maria Mitchell, die berühmteste Astronomin aller Zeiten sagte einst im 19. Jahrhundert: Sterne gucken ist keine Astronomie, Mathematik ist Astronomie....ich glaube, mit der hätte ich mich nicht so gut verstanden....aber sie hat mir ein schlechtes Gewissen bereitet, schier Komplexe!!! Also habe ich mir heute vorgenommen, ernsthafte astronomische Arbeit zu leisten.
Zuvor überraschte mich der ca.12 Tage alte Mond so gegen 20h, als er glasklar Dank der nun eingeflossenen polaren Kaltluft im Südosten durch mein Schlafzimmerfenster schien. Sofort die Flügel aufgerissen und den Kurzen 4"/f5 von Synta ran ans Fenster. Erstmal mit dem 32ger Guten Abend gesagt...ein bissel geliebäugelt mit dem alten Freund und dann holte ich noch meine olle Kinderröhre von 60/700mm raus um mit dem Adapter für 1,25" mal größere Okulare auszubrobieren...doch, die hätten mich damals vor gaaanz langer Zeit glücklicher gemacht...Gott sei Dank wußte ich aber noch nichts davon und so entschloss ich mich schnellstens dieses Quäle-Röhrle wieder in die Versenkung zu verbannen...um doch nun ernsthaft mal zu Arbeiten. Das will heißen, den Mondführer von Kosmos aufzuschlagen und nachzuschauen wie das Objekt meiner Aufmerksamkeit nämlich dieser kleine, aber hell angestrahlte Krater oben rechts auf der Mondkugel (durch Refraktor) eigentlich heißt. Ah, Aristarchos! Wie wunderbar, wußte dieser kluge Mensch doch schon 2000 Jahre vor Kopernikus vom heliozentrischen Weltbild...deshalb strahlt wohl dieser Krater auch so auffällig!
Im Buch war noch schön die obere Begrenzung des Schröter Tales abgebildet, die konnte ich im 4" mit dem 7-21 Zoom mal näher betrachten...nun wurde ich ernsthaft neugieríg was mir hier wohl mein 10" Dobs zeigen würde...aber der steht auf dem Westbalkönchen und bekommt den Mond erst beim Passieren des Meridians zu sehen. Also teste ich meinen Richfielder noch im Meer der Gefahren aus und finde Picard und Peice...trotz Cirrenschmiere, die langsam aufkommt! Immer wieder leuchte ich mit meinem Rotlichtminilaser (keine Angst) die Mondkarte ab, um mich langsam mit der Geographie vertraut zu machen.
Luna passiert mittlerweile den Meridian, ich hüpfe freudigst die Treppen runter zum Westbalkönchen und entkleide meinen Dobs. Die Cirrenschleier verdichten sich langsam....es geht auf 23h zu...schnell die Tonne auf den Mond gehalten und das Zoom rein....Leute, ein Dobs von 10" ist schon eine kleine Sternwarte! Ich zoome so auf 9 bis 10mm und meine trotz Cirrostratus, der noch gut durchlässig ist, dass dieses Bild, welches sich mir bietet, dem des Mondführers absolut gleichkommt! Ich sehe das Schröter Tal mit seiner interessanten Formation sehr deutlich. Nun möchte ich den Dobs noch auf die Sichtbarkeit der Schlote testen, die sich unterirdisch von den Domfeldern neben Krater Marius gen Schröter Tal erstrecken...neiiiiinnnnn!!!!
Der Himmel suppt zuuuuuu.....und nun sitz ich hier am schreiben...und freue mich, dass es Menschen gibt, mit welchen man sich über besagtes Erlebnis unterhalten kann...als ich meinen Sohn rief, um mal den Mond zu bestaunen, hüpfte dieser für den Bruchteil einer Sekunde vors Oku und meinte: hm, jooo und wech....mein altes Mütterlein schaute auch durch: oh, da sieht man ja richtige Berge....mir ist kalt und wech....insgesamt verbrachte ich drei intensive, hoch aufmerksame Stunden am Mond...das könnte von all meinen Bekannten, Kindern und Verwandten keiner verstehen....ich manchmal auch nicht, aber ich kann davon nicht lassen.....Grüß Euch Anette <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" />
Maria Mitchell, die berühmteste Astronomin aller Zeiten sagte einst im 19. Jahrhundert: Sterne gucken ist keine Astronomie, Mathematik ist Astronomie....ich glaube, mit der hätte ich mich nicht so gut verstanden....aber sie hat mir ein schlechtes Gewissen bereitet, schier Komplexe!!! Also habe ich mir heute vorgenommen, ernsthafte astronomische Arbeit zu leisten.
Zuvor überraschte mich der ca.12 Tage alte Mond so gegen 20h, als er glasklar Dank der nun eingeflossenen polaren Kaltluft im Südosten durch mein Schlafzimmerfenster schien. Sofort die Flügel aufgerissen und den Kurzen 4"/f5 von Synta ran ans Fenster. Erstmal mit dem 32ger Guten Abend gesagt...ein bissel geliebäugelt mit dem alten Freund und dann holte ich noch meine olle Kinderröhre von 60/700mm raus um mit dem Adapter für 1,25" mal größere Okulare auszubrobieren...doch, die hätten mich damals vor gaaanz langer Zeit glücklicher gemacht...Gott sei Dank wußte ich aber noch nichts davon und so entschloss ich mich schnellstens dieses Quäle-Röhrle wieder in die Versenkung zu verbannen...um doch nun ernsthaft mal zu Arbeiten. Das will heißen, den Mondführer von Kosmos aufzuschlagen und nachzuschauen wie das Objekt meiner Aufmerksamkeit nämlich dieser kleine, aber hell angestrahlte Krater oben rechts auf der Mondkugel (durch Refraktor) eigentlich heißt. Ah, Aristarchos! Wie wunderbar, wußte dieser kluge Mensch doch schon 2000 Jahre vor Kopernikus vom heliozentrischen Weltbild...deshalb strahlt wohl dieser Krater auch so auffällig!
Im Buch war noch schön die obere Begrenzung des Schröter Tales abgebildet, die konnte ich im 4" mit dem 7-21 Zoom mal näher betrachten...nun wurde ich ernsthaft neugieríg was mir hier wohl mein 10" Dobs zeigen würde...aber der steht auf dem Westbalkönchen und bekommt den Mond erst beim Passieren des Meridians zu sehen. Also teste ich meinen Richfielder noch im Meer der Gefahren aus und finde Picard und Peice...trotz Cirrenschmiere, die langsam aufkommt! Immer wieder leuchte ich mit meinem Rotlichtminilaser (keine Angst) die Mondkarte ab, um mich langsam mit der Geographie vertraut zu machen.
Luna passiert mittlerweile den Meridian, ich hüpfe freudigst die Treppen runter zum Westbalkönchen und entkleide meinen Dobs. Die Cirrenschleier verdichten sich langsam....es geht auf 23h zu...schnell die Tonne auf den Mond gehalten und das Zoom rein....Leute, ein Dobs von 10" ist schon eine kleine Sternwarte! Ich zoome so auf 9 bis 10mm und meine trotz Cirrostratus, der noch gut durchlässig ist, dass dieses Bild, welches sich mir bietet, dem des Mondführers absolut gleichkommt! Ich sehe das Schröter Tal mit seiner interessanten Formation sehr deutlich. Nun möchte ich den Dobs noch auf die Sichtbarkeit der Schlote testen, die sich unterirdisch von den Domfeldern neben Krater Marius gen Schröter Tal erstrecken...neiiiiinnnnn!!!!
Der Himmel suppt zuuuuuu.....und nun sitz ich hier am schreiben...und freue mich, dass es Menschen gibt, mit welchen man sich über besagtes Erlebnis unterhalten kann...als ich meinen Sohn rief, um mal den Mond zu bestaunen, hüpfte dieser für den Bruchteil einer Sekunde vors Oku und meinte: hm, jooo und wech....mein altes Mütterlein schaute auch durch: oh, da sieht man ja richtige Berge....mir ist kalt und wech....insgesamt verbrachte ich drei intensive, hoch aufmerksame Stunden am Mond...das könnte von all meinen Bekannten, Kindern und Verwandten keiner verstehen....ich manchmal auch nicht, aber ich kann davon nicht lassen.....Grüß Euch Anette <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" />
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