NONSENS
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Hallo allerseits!
Weil der Himmel gestern pünktlich zum Sonnenuntergang aufklarte und Mond, Venus und Merkur wieder eine Augenweide für das bloße Auge waren, habe ich heute kurz vor zwei noch mal einen Blick aus dem Fenster gewagt. Und weil immer noch hell glänzende Sterne zu sehen waren, habe ich die Schnellspechteleinheit (Scopos 80/560 aus Vixen NP) rausgestellt, um Jupiter anzusehen. Kaum stand alles draußen, zogen erste Wolken durch, und leider auch im Süden bei Jupiter. Trotzdem habe ich versucht, in den (sehr klaren!) Wolkenlücken alles rauszuholen, was drin war. Aber das war so gut wie nichts. Lediglich ein etwas kräftigerer Anteil des NEB am O-Rand des Planeten war auszumachen, außerdem fiel auf, daß das NEB gut gegen die Äquatorzone abgesetzt war. Weitere Einzelheiten waren nicht zu sehen. Abends hatte ich noch überlegt, Stativ und Montierung für den 6"er vorzubereiten. Der hätte aber auch kaum mehr gezeigt als die 80mm.
Das war mal wieder so eine Beobachtung, die einem Einsteiger jede Lust an weiteren Jupiterbeobachtungen nehmen kann. Aber schon in der großen Zeit der visuellen Jupiterüberwachung waren die Jahre der niedrigen Deklinationen ein Kreuz, an dem die Beobachter schwer zu tragen hatten. Was heute bei hochstehendem Planeten mit Amateurmitteln möglich ist, zeigen z.B. die Beobachtungen von Christopher Go.
Auch, wenn wir hier Jupiter nie so hoch stehend sehen werden, sind auch von unseren Breiten aus ähnliche Beobachtungen möglich, wie die Fotos der vergangenen Jahre zeigten.
Mir ist vor kurzem aufgefallen, wie genau die Positionsbestimmungen z.B. des GRF in den letzten Jahren geworden sind. Vor Jahren konnte mit aufwändiger Statistik nachgewiesen werden, daß der GRF in 90 Tagen eine kleine Schwingung in der jovigrafischen Länge macht, heute braucht man sich nur die Kurve der Meßpunkte (überwiegend aus Amateurbeobachtungen) ansehen und sieht diese Schwankung sofort.
Trotz widriger Umstände werde ich natürlich weiter versuchen, Details von der Jupiteroberfläche zu erbeuten und werde diese hier vorstellen.
Grüße von Michael.
Weil der Himmel gestern pünktlich zum Sonnenuntergang aufklarte und Mond, Venus und Merkur wieder eine Augenweide für das bloße Auge waren, habe ich heute kurz vor zwei noch mal einen Blick aus dem Fenster gewagt. Und weil immer noch hell glänzende Sterne zu sehen waren, habe ich die Schnellspechteleinheit (Scopos 80/560 aus Vixen NP) rausgestellt, um Jupiter anzusehen. Kaum stand alles draußen, zogen erste Wolken durch, und leider auch im Süden bei Jupiter. Trotzdem habe ich versucht, in den (sehr klaren!) Wolkenlücken alles rauszuholen, was drin war. Aber das war so gut wie nichts. Lediglich ein etwas kräftigerer Anteil des NEB am O-Rand des Planeten war auszumachen, außerdem fiel auf, daß das NEB gut gegen die Äquatorzone abgesetzt war. Weitere Einzelheiten waren nicht zu sehen. Abends hatte ich noch überlegt, Stativ und Montierung für den 6"er vorzubereiten. Der hätte aber auch kaum mehr gezeigt als die 80mm.
Das war mal wieder so eine Beobachtung, die einem Einsteiger jede Lust an weiteren Jupiterbeobachtungen nehmen kann. Aber schon in der großen Zeit der visuellen Jupiterüberwachung waren die Jahre der niedrigen Deklinationen ein Kreuz, an dem die Beobachter schwer zu tragen hatten. Was heute bei hochstehendem Planeten mit Amateurmitteln möglich ist, zeigen z.B. die Beobachtungen von Christopher Go.
Auch, wenn wir hier Jupiter nie so hoch stehend sehen werden, sind auch von unseren Breiten aus ähnliche Beobachtungen möglich, wie die Fotos der vergangenen Jahre zeigten.
Mir ist vor kurzem aufgefallen, wie genau die Positionsbestimmungen z.B. des GRF in den letzten Jahren geworden sind. Vor Jahren konnte mit aufwändiger Statistik nachgewiesen werden, daß der GRF in 90 Tagen eine kleine Schwingung in der jovigrafischen Länge macht, heute braucht man sich nur die Kurve der Meßpunkte (überwiegend aus Amateurbeobachtungen) ansehen und sieht diese Schwankung sofort.
Trotz widriger Umstände werde ich natürlich weiter versuchen, Details von der Jupiteroberfläche zu erbeuten und werde diese hier vorstellen.
Grüße von Michael.