Erste Beobachtung, Mars?

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BjoernFischer

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Guten Abend :)
Heute Abend war es eeendlich soweit!
Meine erste Beobachtung mit einem 200/1000 Newton.
Das Okular: TS-Zoomokular 7-21mm

!Ich bin Einsteiger! - So bin ich vorgegangen:
Ich las auf meinem Desktop, dass es hier im Dorf
Wolkenlos sei, also direkt aus dem Fenster geschaut
und tatsächlich eine sehr schöne klare Nacht.
...allerdings -6 C° kalt.

Dabei habe ich etwa im OSTEN gegen halb 10 einen
orange leuchtenden (Stern?) gesehen.
Ich dachte es sei der Mars, habe es mithilfe von
Stellarium und Kompass kontrolliert. So war ich mir ziemlich sicher!

Also alles vor der Tür aufgebaut, Lampen ausgemacht und mit dem Sucher
(der noch immer nicht richtig eingestellt ist) versucht diesen Stern zu finden.
Nach einer Stunde anvisieren - dabei ist der (Stern?) sehr hell - habe ich ihn dann doch
auch durchs Zoom Okular sehen können.
Also immer weiter rangezoomt :)

Es sah schon nach einer Fläche aus, auch Orange, nur sehr klein, Schärfe immer wieder neu eingestellt.
Vergrößerung somit am Ende bei:
1000/7=142x ???

Eigenartig, müsste mir der Mars nicht größer erscheinen? War es überhaupt der Mars und
vorallem wenn er es war, wie bekomm ich ihn
größer? :)

M42 konnte ich nur mit dem Sucher finden.
Mit dem Tubus selbst war ich immer an
ganz anderer Stelle... ich muss mal nachlesen
wie ich das justieren kann!

Grüße aus Emden und alles Gute!
Wäre nett wenn mir jmd weiterhelfen könnte ;)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Sorry Osten nicht Westen. Da habe ich mich verschrieben.

Hilft mir vielleicht eine Barlow weiter?
Und welche unter 60/70 € würde sich da in Verbindung
mit welchem Okular anbieten?
 
Du bist nicht der einzige der den Mars mit einem roten oder orangen Stern verwechselt, ich bin auch Einsteiger und mir passiert das auch sehr oft. Bisher habe ich den Mars auch noch nicht gesehen. Einfach Geduld haben. Eine Barlow würde ich nicht kaufen, die sind schlecht.
MfG
Boby
 
Moin Björn!

Du solltest als Erstes Deinen Sucher justieren, wenn er so danebenliegt, wie Du es beschreibst. Das kannst Du auch tagsüber an einem möglichst weit entfernten Objekt machen. Das ist eine Sache von einer Minute.

Deine Beschreibung ist soweit richtig: Mars ist um die Zeit das hellste Objekt im Osten, allerdings steht er auch nur ca. 30 Grad über dem Horizont. Dort stört meist die Atmosphäre noch zu stark, um gute Beobachtungen bei hoher Vergrößerung zu ermöglichen, Stichwort: Seeing. Ich hoffe, Dein Teleskop stand auch ausgekühlt draußen - nicht, daß Du durch ein offenes Fenster beobachtet hast?! Man erlebt so einiges in den letzten Tagen mit den Leuten, die zu Weihnachten ihr Scope bekommen haben... ;)

Also: Warte ruhig bei Mars, bis er höher im Süden steht, wo die Luftunruhe nicht so stört. Die Marsscheibe bleibt bei dieser Erdannäherung sehr klein (14" Ende Januar), und wenn man das allererste Mal einen fremden Planeten beobachtet, dann fallen einem die Details nicht auf. Es ist auch wirklich nicht einfach beim Mars, da die Albedostrukturen visuell sehr fein und dezent sind.

Von einer Barlow würde ich erstmal die Finger lassen - besser wäre evtl. ein kurzbrennweitigeres Okular. 5 mm Brennweite bzw. 200fach kann Dein Achtzöller noch locker ab, sofern das Seeing Dir keinen Strich durch die Rechnung macht.
 
Das Teleskop habe ich mir vor Weihnachten selbst geschenkt!
Nein, ich bin schon nach draussen gegangen :)

Warum keine Barlow? z.B. 2x?
Werde mich schonmal nach einem 5mm Okular umsehen.
 
Moin Björn!

Na, siehste: Mit Weihnachten hatte ich doch richtig getippt... ;) (Neulich hatten wir hier im Forum den Fall, daß jemand genau wie Du den Mars nicht erkennen konnte - und der hatte durch's offene Fenster geluschert. Daß das nichts wird, ist klar...)

Warum keine Barlow? - Du hast da ein Zoom-Okular, das ich nicht gerade als Planetenkiller bezeichnen würde. Günstige Barlows verschlechtern durch die zusätzlichen Linsen im Strahlengang das Bild eher, als daß sie nützen. Man kann sie evtl. für Doppelsterne benutzen, aber nicht, um feine Strukturen auf einer winzigen Planetenscheibe zu erkennen. Gute Barlows kosten auch gutes Geld...

Nomalerweise bevorzugen Planetenbeobachter einfache Okulare mit wenig Linsen, die speziell für solche Einsätze geeignet sind. Ich besitze bspw. Baader Genuine Orthos in den Brennweiten 5 und 6 mm. Da ist mir das Gesichtsfeld egal, denn hier kommt es auf Schärfe im Bild an, die dann auch die Strukturen erst richtig zeigt.
 
Hi Björn,

Eigenartig, müsste mir der Mars nicht größer erscheinen? War es überhaupt der Mars und vorallem wenn er es war, wie bekomm ich ihn größer?

Ob er es war oder nicht lässt sich leicht fest stellen. Sterne erscheinen punktförmig und Planten als kleine Scheibchen ab einer Vergrößerung von etwa 100x.

Leider ein sehr beliebter Erwartungsfehler bei Anfänger, die einfach von den farbigen illustrierten Abbildungen der Hersteller
ausgehen. Mars ist momentan nur knapp 14" Bogensekunden groß. Eine Bogensekunden ist der 3600ste Teil eines Grades. So und jetzt überlegen Mal. Der Mond ist ein halbes Grad groß. Du müstest also bei Mars 128x vergößern um ihn im Okular genauso zu sehen wie den Mond mit dem bloßen Auge!

Gruß
Lots
 
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