DanielM
Aktives Mitglied
Hallo Sternfreunde.
Nachdem ich erfolgreich einen ersten Teil meines wenig genutzten Astrozubehörs verkauft hatte, konnte ich vor einigen Tagen die Erlöse "re-investieren" und zwar in ein Canon 12x36 IS II.
Es sollte ein häufiger gebrauchter Ersatz für mein verkauftes 10x50 sein. Seit ich beim letzten ITV mit zwei Image Stabilizer Ferngläsern gespechtelt hatte war klar, irgendwann muss so ein Teilchen her. Kein Stativ, kein weiteres Zubehör, einfach nur entspannt sitzen, Knopf drücken und genießen.
Warum jetzt also 12x36? Die Frage ist berechtigt. Zum einen ging es um Gewicht und Tragbarkeit/Transportabilität (das 12x36 wiegt 660 Gramm). Dann ging es aber natürlich auch um den Preis (und hier ergab sich eine relativ günstige Gelegenheit). Schließlich sollte das Glas nicht mein 16x70 mit Bino-Montierung ersetzen, sondern die Minimalausstattung für's Spechteln sein, das man ohne große Vorbereitung und ohne viel Zeit machen kann.
Die letzten Tage ergab sich nun also "first light", bei ziemlich unsäglichen Bedingungen zwar (Mond fast voll, Cirrus Wolken). Ich war sehr gespannt: Werden 36mm Linsen astronomisch wirklich was "reißen"?
Ich wurde nicht enttäuscht und bin restlos begeistert. Jupitermonde wie auf einer Perlenschnur gestern Abend ohne Probleme alle vier zu sehen. M13 und M57 stehen schön im 60 Grad scheinbaren Gesichtsfeld (5 Grad bei 12x ist schon gut!), wenngleich man den kleinen Ringnebel erstmal als Fleckchen erspähen muss. M31 mit hellem Kern und ein bisschen Halo steht schön 3D im Raum. Der doppelte Sternhaufen im Perseus und die Plejaden sind ein Genuss! Was mir besonders gefällt, ist das recht große Gesichtsfeld und die feinen Sternpunkte, die bis zum Rand punktförmig erscheinen. Drückt man die Stabilisierungstaste, ist man jedesmal versucht, einen langen Seufzer auszustoßen "ahhhhhhhh". Das Bild wird ruhig und man erkennt alle Details, die die kleinen Optiken abbilden. Im Stehen bewegt sich das Bild nur minimal und langsam, das ist bereits viel (!) besser als ohne Stabilisierung. Sitzt man in bequemer Haltung, steht das Bild wie eine eins.
Einzige Nachteile des Gerätes erscheinen mir, dass man die Taste zur Bildstabilisierung gedrückt halten muss und das Canon keine Objektivschutzdeckel mitliefert (!?).
Ich freue mich schon auf die nächste mondlose und klare Nacht. Mit stressigem Job und kleinen Kindern zu Hause ist es mein häufigster Grund, nicht zu beobachten, dass ich keine Zeit/Lust habe, die Ausrüstung auf und wieder abzubauen. Da kommt mir das Canon im Moment gerade recht.
Sternklare Nächte
Daniel
P.S. So ein Fujinon 25x150 mit Bildstabilisierung wäre sicher toll, wenn man die 18,5kg nur tragen könnte ;-)
Nachdem ich erfolgreich einen ersten Teil meines wenig genutzten Astrozubehörs verkauft hatte, konnte ich vor einigen Tagen die Erlöse "re-investieren" und zwar in ein Canon 12x36 IS II.
Es sollte ein häufiger gebrauchter Ersatz für mein verkauftes 10x50 sein. Seit ich beim letzten ITV mit zwei Image Stabilizer Ferngläsern gespechtelt hatte war klar, irgendwann muss so ein Teilchen her. Kein Stativ, kein weiteres Zubehör, einfach nur entspannt sitzen, Knopf drücken und genießen.
Warum jetzt also 12x36? Die Frage ist berechtigt. Zum einen ging es um Gewicht und Tragbarkeit/Transportabilität (das 12x36 wiegt 660 Gramm). Dann ging es aber natürlich auch um den Preis (und hier ergab sich eine relativ günstige Gelegenheit). Schließlich sollte das Glas nicht mein 16x70 mit Bino-Montierung ersetzen, sondern die Minimalausstattung für's Spechteln sein, das man ohne große Vorbereitung und ohne viel Zeit machen kann.
Die letzten Tage ergab sich nun also "first light", bei ziemlich unsäglichen Bedingungen zwar (Mond fast voll, Cirrus Wolken). Ich war sehr gespannt: Werden 36mm Linsen astronomisch wirklich was "reißen"?
Ich wurde nicht enttäuscht und bin restlos begeistert. Jupitermonde wie auf einer Perlenschnur gestern Abend ohne Probleme alle vier zu sehen. M13 und M57 stehen schön im 60 Grad scheinbaren Gesichtsfeld (5 Grad bei 12x ist schon gut!), wenngleich man den kleinen Ringnebel erstmal als Fleckchen erspähen muss. M31 mit hellem Kern und ein bisschen Halo steht schön 3D im Raum. Der doppelte Sternhaufen im Perseus und die Plejaden sind ein Genuss! Was mir besonders gefällt, ist das recht große Gesichtsfeld und die feinen Sternpunkte, die bis zum Rand punktförmig erscheinen. Drückt man die Stabilisierungstaste, ist man jedesmal versucht, einen langen Seufzer auszustoßen "ahhhhhhhh". Das Bild wird ruhig und man erkennt alle Details, die die kleinen Optiken abbilden. Im Stehen bewegt sich das Bild nur minimal und langsam, das ist bereits viel (!) besser als ohne Stabilisierung. Sitzt man in bequemer Haltung, steht das Bild wie eine eins.
Einzige Nachteile des Gerätes erscheinen mir, dass man die Taste zur Bildstabilisierung gedrückt halten muss und das Canon keine Objektivschutzdeckel mitliefert (!?).
Ich freue mich schon auf die nächste mondlose und klare Nacht. Mit stressigem Job und kleinen Kindern zu Hause ist es mein häufigster Grund, nicht zu beobachten, dass ich keine Zeit/Lust habe, die Ausrüstung auf und wieder abzubauen. Da kommt mir das Canon im Moment gerade recht.
Sternklare Nächte
Daniel
P.S. So ein Fujinon 25x150 mit Bildstabilisierung wäre sicher toll, wenn man die 18,5kg nur tragen könnte ;-)