erste Versuche mit Dobson 200/1200

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horst

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Hallo zusammen,

möchte mich noch mal melden. Hatte in den letzten beiden Wochen endlich viel Gelegenheit mein kürzlich gekauftes Teleskop zu testen.Anfänglich gefiel mir die Abbildungsschärfe nicht so ganz richtig. Dann habe ich mir einen Justierlaser gebastelt. Und siehe da, die Spiegel mussten erst mal nachgestellt werden. Jetzt bin ich aber sehr zufrieden damit. Beim Anblick des Jupiter habe ich festgestellt, dass die Wolkenbänder vertikal verlaufen, anstatt horizontal. Da wird es sicher 'ne logische Erklärung für geben. Wäre froh, wenn mir jemand das mal erläutern könnte. Ich habe mir auch den Sonnenfilter gebastelt und habe schöne Beobachtungen damit machen können. Was braucht man eigentlich, wenn man Protuberanzen sehen möchte?
Ich kann bis 266 mal vergrößern. Habe ein Okular 25mm und eins von 9mm. Dazu habe ich noch eine Barlow 2 fach. Lohnt sich der Kauf eines weiteren Okulars von zB. 4,5mm ?
Dann noch was : Da ich mich am Himmel nicht so recht orientieren kann und aber auch Nebel und Galaxien finden möchte,denn darum geht 's mir hauptsächlich, wüsste ich gerne, wo ich im Internet Hilfe dazu finden kann.

Horst
 
Hallo Horst

Warum ein 4,5 mm Okular kaufen ?
Wenn du dein 9 mm Oku + 2 fach Barlow nimmst hast du doch ein 4,5 mm Okular.
Ich weiß ja nicht was du so alles an Literatur zur Astronomie hast,aber der "Atlas für Himmelbeobachter" von Erich Karkoschka und eine drehbare Sternkarte solltest du schon dein Eigen nennen (darauf bauen Amateurastronomen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> )

Gruß
Micha
 
Hallo Micha,

ja, das stimmt mit dem Okular. Aber ich dachte, mit einem 4,5mm plus Barlow erhalte ich ja eine höhere Vergrösserung. Aber die wäre dann sicher wieder zu hoch für dieses Teleskop, oder? Und ein 6 mm? Zusammen mit der Barlow erhalte ich dann 400 fach. Das ist dann sicher auch schon das maximum bei 200mm Öffnung?
Danke für den Literaturtipp. Ich habe selbst auch etwas Lektüre, aber entweder zu einfach gehalten, oder aber schon zu kompliziert geschrieben für Einsteiger.
Kannst Du mir auch was sagen zu den Fragen in Bezug auf Sonne und Jupiter?

Horst



 
Hi Horst,

schönes Gerät hast Du da. Hab ich auch und schon viele tolle Beobachtungs-Sessions gehabt. Wenn überhaupt ein zusätzliches Okular, dann vielleicht 6mm. Das kannst Du auch in den meisten Nächten noch verwenden. Wenn Du etwas mehr Erfahrung gesammelt hast und auch schon mal mit Anderen spechteln gegangen bist und Dir deren Zubehör angesehen hast, entwickelst Du vielleicht andere Ideen, was Du noch brauchen könntet <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Justieren kannst Du übrigens auch ohne Laser ganz hervorragend. Die "absolute" Beschreibung findest Du hier. Hut ab übrigens, wenn Du Dir selbst ausgedacht hast, wie man sowas macht.

Orientierung am Himmel gibt's in erster Linie mal mit dem Himmelsatlas von Erich Karkoschka und dem Deep Sky Reiseführer von Ronald Stoyan (bei http://www.oculum.de gucken) und mit der erwähnten drehbaren Sternkarte. Da musst Du halt ein paar Mark investieren. Darüber hinaus kann man sich Cartes du Ciel umsonst runterladen und sich damit alle Arten von Sternkarten selbst machen. Aber das ist nicht so gut zum Einsteigen. Da sind die Tips im Stoyan doch sehr wertvoll.

Hoffentlich hast Du dir den Sonnenfilter als Objektivsonnenfilter und mit "richtiger" Sonnenfilterfolie gebaut. Rettungsdecken oder so sind nämlich nicht unbedingt UV-sicher und da gehst Du ein grosses Risiko für Dein Augenlicht ein. Und Okularsonnenfilter können platzen und dann biste blind. Nur so angemerkt.

Um Protuberanzen zu beobachten, verwendet man normalerweise wohl einen Herschelkeil und / oder einen H-alfa-Filter. Das ist beides nicht ganz unproblematisch und Du solltest mal im Forum oder bei Google nach diesen Schlagworten (und auch z.B. nach "Coronado") nach mehr Infos suchen. Erste Infos gibts z.B. auch in dieser Gegend.

Die Streifen vom Jupiter sind z.B. waagrecht, wenn er gerade kulminiert und Du von oben in Dein Fernrohr guckst. Da du den Einblick in der Regel nicht von dort hast und der Jupiter auch nicht ständig vor sich hin kulminiert, erscheint bei azimutal minierten Geräten die Orientierung immer anders. Das ist natürlich bei allen Himmelsobjekten so und wird Dir sofort klar, wenn Du mal im Geiste den Strahlengang im Fernroht verfolgst. Aber die Streifen sind immer halbwegs (23° halt) in der Richtung, in der der Chefplanet durchs Okular fliegt.

Aufmunternde Grüsse vom
 
Hallo Horst!

Das mit Jupiter kenne ich.
Es hängt wohl mit der Ekliptik, der eigenen Position auf der Erde und dem Einblick zusammen.
Habe auch einen Dobson, und je nachdem, wie ich den Kopf drehe, stehen die Wolkenbänder immer anders.

Was die Sonne angeht, so denke ich, dass es bei einem Newton das billigste sein wird, auf eine totale Sonnenfinsternis zu warten. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Protuberanzen kann man mit einem h-alpha-Filter sehen (schau mal bei Teleskop-Service unter Coronado nach, aber bekomme keinen Schock....).

Eine andere Möglichkeit ist ein Protuberanzenansatz, der aber nur bei Refraktoren funktioniert, soweit ich weiß.

Grüße
Thomas
 
Hi zusammen,

erst mal grossen Dank für Eure Antworten. Bin ja echt froh, dass es ein so gutes Forum gibt. Vor allen Dingen für mich als Neuling ist sowas ganz besonders wichtig.
Ich glaub, ich fass dann mal ein 6mm-Okular ins Auge, werde aber mal vorerst zuerst Erfahrungen mit meiner jetzigen Ausrüstung sammeln.
Den erwähnten Sternenatlas werde ich mir aber mit Sicherheit kaufen.Die Sternenkarte kommt auch hinzu.
Den Justierlaser habe ich mir nach einer im www vorhandenen Anleitung gebaut.Ist eine sehr preisgünstige Alternative zu den im Handel angebotenen Geräten und erfüllt den gleichen Zweck.Den Sonnenfilter habe ich mir nach Anleitung auf den Baader-Seiten gebaut. Aus den von euch erwähnten Gründen lag mir schon viel daran, diesen Filter als Objektiv-Filter auszulegen. Protuberanzen zu sehen hätte mich schon sehr gereizt, aber wenn das dafür notwendige Zubehör so ins Geld geht, denk ich zunächst mal nicht weiter drüber nach.
Jetzt werde ich mich mal ganz interressiert den zugesandten Links widmen und freu mich auf die nächsten sternenklaren Abende.

Gruß
Horst
 
wegen der Lage der Bänder bei Jupiter schau mal in den Beitrag "Einblick bei Newton und SC" -
die schlecht zuordenbare Drehung des Gesichtsfelds ist leider der Preis für viele andere, tolle
Eigenschaften am Newton (z.B. den bequemen Einblick)
 
Hallo Horst,

habe den selben Dob mit gleicher Anfangsaustattung (25;9;2x). Ich habe mit dann später noch das 6er Kasai Ortho für hohe Vergrösserungen zugelegt. Das ist sein Geld wirklich wert - liefert ein unglaublich scharfes und kontrastreiches Bild. Ich nutze es sehr häufig an Planeten, Mond, Sonne und planetarischen Nebeln
Aber auch ein schönes Weitwinkel Okular im Bereich um die 15mm ist ne Überlegung wert (habe das Sieberts 15mm - wird von mir häufig für Galaxien, KSH und auch Nebel (vor allem in Verbindung mit einem 0-III Filter) genutzt.

Gruss
Stefan
 
Also ich habe es damals für 77€ bei APM-Telescopes gekauft (von Markus Ludes). Gibts_hier. Kosten auch nur noch 69€:-)
Allerdings musst du wissen ob du mit dem doch recht geringen Augenabstand zurechtkommst! Zum Vergleich: der Einblick ist etwas schwieriger als der des 9er Plössls - aber wirklich nur etwas. Ansonsten bleibt nur der Gebrauchtmarkt - da habe ich die allerdings noch nie gesehen (ist wohl noch ein gutes Zeichen).

Gruss
Stefan
 
Danke Stefan,

also der Augenabstand ist wirklich gering.Aber wenn er wirklich nur geringfügig kleiner ist, als beim 9mm, wäre das noch zu verkraften. Kennst Du zufällig auch dieses Okular (6mm)
http://www.teleskop-service.de/AstroTS/Okular125/okular125.htm#TSSW

Oder kennt sonst jemand dieses Okular und hat Erfahrungen damit gemacht? Ist das zu empfehlen? Wegen des grösseren Augenabstandes und dem grösseren Gesichtsfeld würde ich mich schon sehr dafür interressieren. Vorausgesetzt, die optische Qualität ist wirklich gut.

Danke
Horst
 
Hallo Horst-

also das Okular hat zwar die von dir genannten Vorteile, aber bei Planetenbeobachtung ist meiner Meinung nach das Sichtfeld nicht so sehr wichtig (niemals Gesichtfeld für Kontrast und Schärfe eintauschen) - vor allem ist bei den meisten Weitwinkelokularen nur der mittlere Bildbereich für Planetenbeobachtung geeignet (Randunschärfe). Und 43° Eigengesichtfeld bei f/6 und 200x Vergrösserung lässt sich zumindest mit etwas Übung spielend manuell nachführen (dobson), und die Kasai sind dann auch wirklich bei f/6 randscharf, so dass man den Planeten durchs Gesichtsfeld wandern lassen kann.

Ist natürlich nur meine persönliche Meinung....

Gruss
Stefan

Die von dir genannten Okulare wären dann für höhere Brennweiten vielleicht als Deep Sky Okus interessant - ich persönlich habe aber noch nicht durchgeschaut.
 
Ergänzung Literatur

Hallo Horst

Hab soeben das Buch "Stars am Nachthimmel" erhalten und muß
sagen das es mir stellenweise besser gefällt als der Karkoschka.
Irgendwie hat man sich dort etwas mehr Mühe gemacht (so find ich es).
Hier sind zu jedem der 50 Objekte Fotos hinzugefügt worden was dem Anfänger bestimmt entgegenkommen dürfte.
Und is mehr Farbe drin <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> .
Also als Ergänzung zum Karkoschka bestimmt empfehlenswert.

Gruß
Micha
 
Hallo Stefan,

es kommt mir natürlich in erster Linie auf die optische Qualität des Okulars an. Das mit der Randschärfe bei den Weitwinkelokularen wusste ich nicht.Ich möchte kein Okular, das mir unscharfe Bilder und schlechten Kontrast liefert. Greife dann lieber auf eins zurück, das mir empfohlen wird.
Es ging mir beim Kauf des Teleskops (deshalb ein Newton) mehr um DeepSky. Das 6mm würde ich mir ja nur noch hinzukaufen, um eine höhere Vergrösserung als meine momentan max. Vergrösserung von 266x zu erreichen. Aber ist das Kasai dafür auch noch gut. Ich meine nur wegen dem kleinen Gesichtsfeld? Hast Du damit auch gut beobachten können im Deepsky-Brereich?

Noch 'ne ganz andere Frage:Ist das eigentlich normal, dass ich die Okulare nicht bis zum Anschlag in den Auszug schieben kann, sondern immer gut 5mm rauslassen muss, um fokussieren zu können? Sonst lässt sich das Bild nicht scharfstellen. Lässt sich das ändern? Weisst Du das zufällig?

Danke und Gruß
Horst
 
Hallo Horst,

also ich denke die Kombination 2x Barlow mit nem 9er Plössl lässt sich nicht mit der Nutzung eines Orthos vergleichen. Ersten konnte ich nur ganz selten 266x nutzen (Ausnahme bildet hier allerdings der Mond), und zweitens ist das Bild des Kasai viel heller(ungefähr so hell wie das 9er Plössl alleine), knackiger und irgendwie farbreiner (mit dem GSO Plössl wirkt es im Vergleich leicht gelblich).

Im Bezug auf Deep Sky nutze ich das Kasai fast ausschlieslich für Doppelsterne, Kugelsternhaufen und häufig bei planetarischen Nebeln (die ich allerdings viel interessanter finde als Galaxien - aber ist halt Geschmackssache). Für lichtschwache Objekte wird das Bild allerdings schon viel zu dunkel. Hier nutze ich dann meist das 25er und auch das 9er. Hier steht noch mehr dazu....

Ich hatte mir dann noch ein Sieberts Okular 15mm gekauft - hat 65-70° Eigengesichtsfeld, kontrastreich und die Randschärfte ist bei f/6 wirklich gut. Durch das grosse Gesichtsfeld ist hier vor allem der ästhetische Anblick faszinierend - und die Vergrösserungsstufe nutze ich auch sehr häufig. Will man dann bei helleren Objekten ins Detail eintauchen, dann kommt halt das Kasai an die Reihe...

Was den Okularauszug betrifft, so ist der wohl etwas zu kurzbauend(?) Oder fährst du den Auszug bei Fokusieren gar nicht voll aus, und musst die Okus dann noch 5mm versetzen?Tritt das Problem bei allen beiden Okularen auf?

Stefan
 
danke für die Infos. Dann wird das nächste schon mal das Kasai sein. Aufrüsten mit noch weiteren Okus kann ich ja immer noch.
Ja, beide Okulare kann ich nicht bis zum Anschlag reinschieben, auch nicht bei voll ausgefahrenem Auszug.Ich habe mir das ganze mal was näher angeschaut und wie mir scheint, ist da auch nichts, was man einstellen könnte, um dieses "Problem" zu beheben.

Horst
 
Ich kenne die Hauptspiegelzelle Deines Dobsons nicht, aber eine simple Lösung wäre, den Hauptspiegel soweit zurückzupositionieren wie möglich - eventuell gibt das die fehlenden mm her. Du wirst anschließend aber kollimieren müssen.
 
Hi Karsten,

ich habe mir die Halterung des Hauptspiegels mal angesehen. Tatsächlich sieht es so aus, als könnte ich den Spiegel noch um einiges zurücksetzen. Das werde ich mal versuchen.
Kolimieren muss ich zwar neu, aber das wird kein Problem sein.

Danke für den Tipp
Horst
 
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