erstmals cassinische Teilung richtig gesehen

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Anette_Aslan

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Liebe Planetenfans,

Saturn mit seinen Ringen winzig klein durch einen Lidlscope war für mich vor ca. 10 Jahren der Einstieg hier ins Forum, nach über 30 Jahren Abstinenz sah ich ihn vorher nur in einem NeckermannTeleskop der frühen 70iger und da hatte er noch Ohren und keine Ringe. Als ich dann erstmals klar die Ringe erkennen konnte, war ich infiziert für alle Zeiten und Saturn ist für ich von Stund an das Kriterium für ein brauchbares Teleskop, d.h. ein Teleskop, dass die cassinische Teilung schafft.

Ansatzweise und erahnend - mit viel Geduld gute Transparenzschwankungslücken zu erwischen konnte ich sie manchmal kurz nur sehen. Aber vorgestern nahm ich den noch tief im Süden stehenden Saturn im Schimmer des Halbmondes und milchiger Atmosphäre mt Sharp Cap und der QHY-5 auf, war angesichts der Wiedergabe auf dem Screen nicht wirklich überzeugt, dass das was wird und machte mal so 1000 Frames die ich dann sofort nur in Registax kippte und alignte, dann ein bissel wavelets und es haute mich vom Stuhl! Ok, die Aufnahme ist nun nicht der Hit, doch für mich bedeutet diese Sicht der cassininschen Teilung einen Meilenstein meiner Saturnsichtungen. So klar und deutlich in aller Ruhe diese Teilung endlich mal betrachten zu können ist eine helle Freude.

Das können jüngere Leser nun nicht nachvollziehen, doch meine Generation ist mit Mount Palomar Bildern aufgewachsen, die nicht besser waren, deshalb dieser Enthusiasmus.

Ok, durch Skywatcher 127/1000 und 2,2 Baader Barlow auf Eq-5 nachgefürht hab ich das gemacht.

Das Bild gibt übrigens für Leute, die an einem 5 Zöller interessiert sind, ganz gut den Eindruck unter besten visuellen Bedinungen wieder....kann ich mir vorstellen...die Grösse stimmt.

Rundumgrüsse von Anette
 

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Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Anette,

erst mal Glückwunsch zu Deiner ersten Cassini-Teilung!
Deinen Enthusiasmus kann ich voll und ganz nachvollziehen, weil es mir genauso ging wie Dir. Allerdings mit einem anderen Planeten: Jupiter.

Ich habe in den 80ern mit einem C8 angefangen, das ich heute noch einsetze. Meine ersten Aufnahmen mit einer analogen Minolta X700 und Okularprojektion und SW-Film haben mir doch tatsächlich die beiden Wolkenbänder des Jupiters gezeigt. Sensationell(damals)!

Nach vielen Jahren Abstinenz habe ich das gleiche Teleskop mit digitalen Kameras zusammengebracht und heraus kam, zumindest für mich, eine völlig andere Welt.

Zum besseren Verständnis - auch für die jüngeren Kolleginnen und Kollegen - hier der Vergleich. Links die antiquarische Aufnahme aus 1986 und rechts mit DMK21AU618 und RGB-Verfahren aus 2015.

Viele Grüße
Klaus




 

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Klaus, das ist ja die Wucht! Und das hat unsere Generation der jüngeren voraus, dass wir diese Entwicklungen erfahren durften. Über diese Schatten auf dem ersten Bild konnte man schon hüpfen vor Freunde, ich habe da auch mal alte Fotografien in 80ger Jahre Astroheftchen angesehen .... Quantensprünge sind das, Quantensprünge!! Wir hätten es doch nie geglaubt, was da auf uns zukommt, oder?

Gruss von Anette
 
Hallo Anette,

nein, und das war gut so!
Am Ende hätten wir nämlich NICHTS gemacht und nur auf diese neuartigen CCD-Dinger gewartet.
Wo wäre da die Spannung geblieben?

Also: alles richtig gemacht!

Viele Grüße
Klaus

 
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