Erwartungen & Kosten

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Marsmensch

Neues Mitglied
Hallo,
ich beschäftige mich schon länger mit Astronomie. Hab die Kosmoshimmelsjahre seit 99. Früher war ich auch mit Freuden auf Vorträgen in der Sternwarte und beim anschließendem Beobachten dabei. Aber irgendwann ist das so ein bisschen eingeschlafen. Ich selbst wollte mir auch mal ein Teleskop kaufen, aber der Optiker meines Vertrauens, meinte damals, dass man unter 600 DM wohl garnicht einsteigen braucht, da es sonst nur Frustrationen mit sich bringen würde. Dat war mir damals zusammen mit dem geplanten Observatorium viel zu viel Geld, so dass ich die Finger davon lies. Aus dem Observatorium wurde ein normale Werstatt/Labor. Ein Freund von mir hatte damals etwas mehr Geld über und hat sich ein 110er Russennewton für 450,- geleistet. Das war schon nicht schlecht. Mit dem Teil waren wir mal observieren. Und war echt beeindrucken, als wir da Saturn und Jupiter mit gesehen haben. Wir haben uns damit noch ein paar Sterne angekuckt, aber da hat man irgendwie nicht so spannedes gesehen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> Von da an lies das Interesse irgendwie dann wieder nach. Bis vor drei Tagen. Da hab ich wieder alte Prospekte gefunden und bin wieder schwach geworden.
Bin da gleich mal wieder auf das gute alte 114er Vixen gestoßen. Das meiner Meinung nach einfach schon genial aussieht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Ist natürlich schon ziemlich teuer. Da würde man bei Ralfi schon was größeres bekommen. glaube bis zu 250 ger wenn ich mich nicht täusche. Allerdings kostet beim Vixen ja schon das Stativ 500 Euro.
Meine Frage ist jetzt. Was sehe kann ich theoretisch mit so nem Teleskop alles sehen? Cassiniteilung? Jupitermonde? Sternhaufen? Planetarische Nebel? Sterne finde ich (noch) nicht so interessant, da man die mit dem Feldstecher ja eben so gut sieht, da brauch ich kein Teleskop zu. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" /> Will schön bunte Nebel sehen, aber ich glaube, dass sind alles Falschfarbenaufnahmen oder? Also mein Freund mit dem Russenteleskop meinte, er habe DS fast noch nichts sehen können und wenn doch, wars immer ziemlich unspektakulär. Mit wieviel mm bzw Euro muss man denn Einsteigen um richtig was sehen zu können?
114 ist bisschen wenig oder? 150 wär da vom Sammelvermögen schon viel besser. Sind ja rund 40cm² mehr.
Einsatzort wäre dann vermutlich Großraum Würzburg. So ein kleines Dorf mit 700 Einwohnern 10 Kilometer von ner 20000 Einwohner Stadt und 30 Kilometer von Würzburg weg. Mit Berg direkt neben der Haustür da kann man mal eben 300 Höhenmeter zusätlich gewinnen. Von der Lichverschmutzung bleibt man hier weitgehend verschohnt. Gibt öfters mal Nächte (vor allem im Herbst und Winter) in denen der Sternenhimmel einfach so klar ist, dass man vor lauter Sternen keine -bilder mehr sieht. Das ist total frustrierend, wenn man dann ohne Sternkarte nix mehr findet. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />
Achja, Autos und Laptop stehen schon zur Verfügung. Demnächst ist die Anschaffung einer Sony DSC-V1 geplant. Mit der wollte ich dann auch ein paar Fotos machen, falls das denn möglich ist. Ansonsten sind meine Primärziele Planeten und evtl Deep Sky. Erdbeobachtung ist vorerst nicht geplant. Bin mal auf den ein oder anderen Tipp von euch gespannt und hoffe meine Fragen waren nicht zu grundsätzlich.

Gruß Marsmensch
 
Hallo Marsmensch....
wenn Du bunte Nebel sehen willst, dann solltest Du dir einen Prospekt von Meade besorgen.....da sind schöne bunte Bilder drinnen.
Ansonsten wird es visuell, außer Planeten, nicht viel Farbe geben. Der Orionnebel ist in meinem 8" Dobson leicht grünlich. Vielleicht geht noch was.....aber für alles andere wirst Du Hubble brauchen. Oder ein phototaugliches Teleskop mit entsprechender Montierung, um auch eine längere Belichtungszeit nachführen zu können.
Wenn Du außer Planeten auch DS beobachten willst, dann schraub das Farbhochglanzdenken um einige 100 Prozent runter und freu Dich darüber, was Du an Einzelheiten auch in Schwarzweiß beobachten kannst. Es wir immer mehr und jeder Fortschritt ist ein Adrenalinsteigerndes Aha-Erlebnis.
Und dann machen auch 114mm oder 150 mm Spaß. Und das eine ganze Weile lang.
Für Preise schau Dir einfach mal die Händlerseiten an. Sowohl die Geräte auf parallaktischen Montierungen, wie auch die Dobsonmontierten.
Grob gesagt mußt du Dein Budget bei parallaktisch montierten Newtons oder Refraktoren auf die Montierung und den Teleskoptubus verteilen, d.h. Du bekommst eine Optik, die qualitativ nicht ganz so gut ist. Vorrausgesetzt, Du kannst die Montierung einnorden, einstelen etc. kannst Du ein Objekt einstellen und dann einfach, entweder händisch oder mit Motor, nachführen. Du beobachtest also relativ einfach und entspannt. Für einen Anfänger nicht zu verachten.
Bei der Dobsonmontierung ist der Unterbau sehr spratanisch und "billig", d. h., das meiste Geld steckt in der Optik und ist damit vergleichsweise besser. Der Aufbau ist sehr einfach, hinstellen, auskühlen lassen und beobachten.
Das Nachführen ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber erlernbar und vor allem auch machbar.
Die Entscheidung kann Dir allerdings keiner abnehmen. Jede Teleskopart, ob Refraktor-Newton, parallaktisch-Newton hat ihre Anhänger, Du mußt das beste aus den Foren rausholen und für Dich verwenden.
Und zum Schluß noch der einzige Rat, der von allen Gruppen einmütig vertreten wird..... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Suche Anschluß bei SPechtlern in Deiner Gegend, geh zu Treffen. Oder vielleicht zu einer Volkssternwarte.
Wenn mehrere Spechtler auf einem Haufen sind, ist die Chance groß, einen Refraktor einen Newton, SC, auf parallaktischer oder Dobsonmontierung etc. an einem Platz versammelt zu finden.
Das könnte weiterhelfen.

Viel Erfolg.
 
Hallo Marsmensch,
also im Vergleich zu früher, sind die Preise heute ziemlich im Keller, was Dir als Kunde doch sehr zu Gute kommt. Für z.B. 378,- Euro gibt es einen 8" Dobson http://www.hoo-germany.de/produkt.php?prd=74 mit diesem Teleskop siehst du mindestens die von Dir aufgeführten Planeten, bei guter Sicht die Cassini Teilung uvm. Gleichzeitig hast du eine ordentliche Öffnung mit einem "schnellen" Öffnungsverhältnis, so daß du auch für Deep Sky beobachtungen gut gerüstet bist. Transportabel ist das Teleskop auch, nur fotografisch ist es soweit nicht einsetzbar, da es auf der Rockerbox steht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />. Jedoch kann man dieses Teleskop auch ordentlich montieren und auf einer parallaktischen Monti (z.B. EQ6) wären auch die ersten Fotos möglich. Sicherlich kannst du auch mit 150/700 mm Newton einsteigen. Diese Alternative hat den Vorteil daß es leichter ist und somit auch eine "leichtere" Montierung notwendig macht, jedoch den kleineren Nachteil daß es 2" weniger Öffnung hat. Was gefällt, musst du selbst entscheiden, aber günstig ist der Einstieg heutzutage alle male.
Gruß,
Robert
 
Hallo Marsmensch
Also ich sags mal Knallhart, unter 10 Zoll würde ich nicht anfangen. Auch wenn es Leute gibt die sehr gern mit kleine Öffnungen ( Gehöre ich auch dazu) spechteln. Ich sehe schon das Du zu der Gattung der Beobachter gehörst,die ein z.b. Kugelsternhaufen richtig sehen wollen. Ich habe ein Kollegen der ein teures Intes Deluxe (6 Zoll Sitalspiegel) hat. Seit er durch mein Teleskop geschaut hat ( Starsplitter 12 Zoll,Orion UK-Spiegel) liegt das Teleskop nur noch im Keller,und rührt es nicht mehr an ( Traurig,aber wahr) Auch als er im Winter den Saturn beobachtet hat, das gleiche Ergebnis. Ich habe gerade ein 6 Zoll GSO daheim von einen Kollegen ( Cihan) Folgende Frage hat er mir gestellt, Sehe ich wirklich nicht mehr an M13 ( War sehr gefrustet) als den flauen Fleck ? Ich habe ihn dann gesagt das unter dunklen Himmel etwas mehr drin ist. Jetzt spart er das Geld für ein 10 Zoll Dobson, weil er einfach mehr sehen will.Wenn mich einer fragt was für eine Öffnung brauche ich damit ich richtig was sehe, sage ich immer unter 10 Zoll brauchst du garnicht gehen.
Das mag jetzt arogant sein, ist halt meine Meinung.
Gruß Dieter
 
Hallo Marsmensch !
Ja genauso wie dieter sehe ich das auch unter 10 zoll würde ich heute nicht mehr anfangen !
Ich selber habe mir vor kurzem einen 10 zöller zugelegt !
Wenn ich hochrechne was ich gespart hätte wenn ich mir gleich nen 10 zöller geholt hätte wäre der ausbau meiner eq-6 locker drin und ich hätte noch etwas geld übrig !
Mach am besten gleich nägel mit köpfen und hole dir nen 10 zöller !
Grüße Timo
 
Ich würde das nicht unbedingt so sagen,
wenn er die Kohle hat, und sich ganz sicher ist, dass er dabei bleibt und ihn das alles interessiert kann das schon richtig sein, zumindest wenn er auf Deepsky geht.
Aber andererseits muss man bedenken, 10Zoll ist nicht gerade billig, schon gar nicht wenn man ihn montieren will. Dann braucht er schon ne EQ6 für 1000€.
Als Dobson wärs ne Überlegung wert, allerdings muss er selbst wissen ob er soviel Geld dafür ausgeben will.
Wieso soll er denn z.B. mit 8 Zoll nix anfangen können? Erstens ist ein 8Zöller ne ganze Ecke billiger, zweitens braucht der nicht so lange zum Auskühlen wie ein 10Zöller, drittens nicht so Seeinganfällig (durch Luftunruhen wird das Bild schlechter bzw. unschärfer und das ist bei größeren Öffnungen eher ein Problem als bei kleinen), viertens lässt sich ein 8 Zöller auch noch auf ner H-EQ5 montieren evtl. auf ner GP-DX (da hab ich aber nicht soviel Ahnung), und fünftens ist der Verlust nicht sooo groß, falls ihm das Beobachten wider erwarten doch nicht gefallen sollte.
Mit 8" sieht man schon eine ganze Menge!!!
Und handlicher ist der 8Zöller natürlich auch. Du musst bedenken, dass du das ganze Gerät auch ohne Probleme ins Auto bekommen musst, wenn du nicht unbedingt einen Alpenhimmel im Garten hast. Und du sagtest ja bereits, dass in der Nähe ein Berg ist, auf den du dann schon mal fahren würdest. 10Zoll geht bestimmt auch noch ins Auto aber ein 8er ist einfach transportabler.
Und als nicht-Profi wirst du im 10Zöller am Planeten wahrscheinlich gar keinen Unterschied zum 8 Zöller sehen. Da ist mehr die Qualität der Optik, das Seeing oder die Auskühlung gefragt. Dass erfahrene Spechtler jetzt aufschreien, und sagen dass bei den Details nichts über Öffnung geht ist mir klar, aber so eine große Optik lässt sich nur in ganz wenigen Nächten im Jahr ausreizen, in denen das Seeing sehr gut ist. Zumindest bei Planeten, da kommt es ja nicht auf die Lichtsammelfähigkeit an.
Ich denke, ein 8Zoll Dobson ist genau das Richtige. Für Planeten vielleicht nicht ganz so gut, da du immer nachschieben musst. Dann bräuchtest du ne Montierung. Wenn die bezahlbar bleiben soll, müsstest du aber auf 6Zoll runtergehen, mit Deepsky wär dann allerdings nicht mehr sooo viel (was nicht heißt dass du da nicht auch deinen Spaß haben wirst).
Soweit meine Meinung.

Grüße,
Florian

P.S. wenn die Begründung der anderen hier ist, dass man mit zu wenig Öffnung nicht genug sieht um ein Erfolgserlebnis und Spaß daran zu haben, und sich dadurch dann dem Hobby abwenden könnte, dann kann das auf einige Menschen sicherlich zutreffen, aber diese werden auch mit größeren Geräten keinen Spaß haben, und sollten sich direkt einem anderen Hobby zuwenden als ihr Geld erwartungsvoll in größere Öffnungen zu stecken.
Wenn eine kleine Öffnung keinen Spaß macht, ist auch die große nix.
Man kann auch mit einem Lidl-Teleskop seinen Spaß haben und schöne Beobachtungen machen ;-)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallole
Also wir meinten hauptsächlich DS. Aber ich war überrascht wie locker ich den Intes bei Planeten zertrümmert habe, und das bei einen durchschnittlichen seeing. Das Teleskop von meinen Kollegen war perfekt justiert, und ich habe gedacht heute ziehe ich den kürzeren.
Gruß Dieter
 
Hallo, Marsianer!

Also, wenn Du farbige Nebel sehen willst, dann hast Du 3 Möglichkeiten:

1. ein wirklich grosses Teleskop, 16" oder am besten gleich 20" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />
2. Farbige Fotos anschauen (hier im Forum, oder in anderen Foren, oder bei der Nasa)
3. Langzeitfotos selber machen (schwierig & aufwändig)

Da bleibt eher, sich visuell von den Farben zu verabschieden, und sich an dem zu erfreuen was visuell sichtbar ist. Das ist nämlich eine ganze Menge...
Den Saturnring und die Stellung der 4 grossen Jupitermonde zeigt Dir so ziemlich jedes Teleskop; auch die beiden Hauptwolkenbänder sollten bereits ab 60mm Öffnung erkennbar sein.

Ein kurzes Wort zu den Kosten Vergiss bitte das Zubehör nicht...:
Eine schlaue Himmelskarte (z.B. den "Karkoschka", Atlas für Himmelsbeobachter) ist ein absolutes MUSS; eine Barlowlinse (ab etwa 60.- Euros) ist irgendwann auch fällig, und/oder weitere Okulare.
Die sind nicht gerade billig; einfache "Plössl" Okulare gibt's ab etwa 25.- Euros / Stk; (so schlecht sind die nicht; manchmal gibt's auch Set's)
bessere Okulare kosten dann schnell mal gegen 100.- oder gar mehrere 100 Euros...

Nebelfilter (schmalbandig, z.B. UHC oder OIII) sehr vorteilhaft bei Beobachtung von Nebeln, sind auch nicht gerade erschwinglich; wenn sie dann 2" haben sollten, dann wird's teuer...

Geradezu "günstig" ist dazu die "Astrosolar-Folie", welche von Baader hergestellt und in jedem Teleskopladen vertrieben wird; für etwa 20.- Euros kannst Du dann mit'm Scope direkt in die Sonne schauen, und Sonnenflecken und -fackeln sehen (nicht aber Protuberanzen, also die "Ausbrüche" am Sonnenrand!)


Mit 'nem klassischen 114/900 kann die cassini-Teilung schon deutlich gesehen werden (wenn die Qualität stimmt; die des Teleskopes, der Okulare und des Himmels!
Dazu muss Saturn noch nahe der Opposition stehen.)

Auch die Polkappe und einige Oberflächendetails des Mars, wenn er nicht gerade 150mio km weit weg steht (unter ca. 75mio km wird er interessant, letzten August hatte er etwa 50mio km!)

DeepSky geht auch mit Öffnungen unter 10"!

Bereits mit 114mm sind unzählige Doppelsterne und ettliche Sternenhaufen aufzulösen, einige Nebel zeigen etwas Struktur und diverse Galaxien können als "diffuse Wolke" erkannt werden.

Mit 6" geht's dann langsam los, auch mit den Nebeln. Diese sind aber in erster Linie "auffindbar", als "diffuses etwas", ohne Struktur; ebenso wie weitere Galaxien.

(Tipp: 6" Dobson von GSO: Prima für Mond & Planeten, schon etwas an DeepSky und nur etwa 250.- Euros (u.U. auch gebraucht um die 200) mit 2-3 tauglichen Okularen.)


Ähnlich geht es mit 8", 10" und 12" weiter: es tauchen noch mehr Objekte auf der "Abschussliste" auf, die helleren Nebel werden wieder etwas strukturreicher, einige Galaxien zeigen leicht ihre Spiralstruktur. Auch an Mond & Planeten kommen mehr Details zum Vorschein. In erster Linie wird aber alles einfach heller, auch der Hintergrund, wenn er nicht wirklich stockdunkel ist! Dazu kommt noch, dass die grösseren Geräte noch schwerer sind (fotografie - Taugliche Montierung für so'n Gerät kost dann ein mehrfaches des Gerätes selber...), noch mehr Auskühlzeit brauchen, noch teurer sind, und meistens (wenn die Nacht nicht "gut" ist) ihr volles Potential gar nicht ausspielen können.


Ich würde Dir in jedem Fall erst mal einen Dobs empfehlen. Bzw. natürlich den Kontakt zu Teleskopbesitzern suchen! Da kannst Du gucken (und Dir ein Bild machen) ohne zu kaufen! Die sicherste Methode, einen Fehlkauf auszuschliessen!

Der "kleine" 6 oder 8 zoll Dobs ist einfach die günstigste Möglichkeit, sich mit bereits ordentlicher Leistung an den Himmel "ranzutasten"...

Wenn Du nicht so sicher bist, ob die Astronomie wirklich "dein Ding" ist, dann nimm einen 6" - ansonsten - so gross wie Du ihn tragen/zahlen kannst... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

Und bei Fotoambitionen eher 'ne Nummer kleiner, den Kosten für die spätere Montierung zu liebe...

6" geht wahrscheinlich auf EQ-5 oder Vixen-GP;
8" auf H-EQ5 oder EQ-6,
10" auf modifizierte EQ-6, oder besser auf eine leichte "Sternwartenmontierung"... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />

Für meinen 12" (Dobson) bräuchte ich ein Budget von mehreren tausend Euros.. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> irgendwann.... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

 
Hallo Mainzelmann
Er war schon kurz davor und hat es dann doch behalten.
Es liegt aber trotzdem ungenutzt im Keller was eigentlich schade ist. Ich selber benutze oft ein kurzer 80er zum Milchstraße wandern. Du siehst, mit ein Teleskop kommt man nicht aus.
Gruß Dieter
 
Hi Marsianer ...

also die grundsätzliche Aussage "unter 10" würde ich nicht anfangen" kann man eigentlich nur als ausgemachten männlichen Kuhdung (-> und nun die englische Übersetzung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ) bezeichnen. Viele (auch ich) haben vor etlichen Jahren mit 2" - 4" angefangen und tolle Erlebnisse gehabt. Gerade zu Beginn sollte man sich vielleicht doch eher ein etwas "kleineres" (~4" - 6") Gerät zulegen um sich erstmal an den Himmel ranzutasten und überhaupt zu sehen "macht mir das überhaupt so richtig Spass".
Und dann später bei richtigem Gefallen etwas Größeres zu holen macht dann Sinn.
Und Du kannst garnicht alt genut werden, um alle mit dem 6er sichtbaren Objekte gut zu beobachten. Man sollte es mit dem Öffnungswahn nicht übertreiben, auch gerade in Anbetracht, das vor noch man gerade 20 Jahren ein 100mm Gerät schon etwas Großes war.
Mein Tip: Besorge Dir einen guten 150er Dobson (ist auch noch recht handlich) mit g u t e n Okularen und starte damit dann "durch". Den kannst Du dann später - falls Photoambitionen - auch relativ problemlos auf eine der günstigeren parallaktischen Montierungen setzen.
Mit so einem Teil siehst Du schon ne Menge und das Gerät ist auch nicht wirklich teuer. Oder z.B. das "Tal 2) ein recht hochqualitativer 150/1200er russ. Newton mit Montierung, der gebraucht teilweise schon für ca. 400 € gehandelt wird. Russische Optiken sind i.d.R. klasse!!
Ist allerdings ein recht schwerer Brummer, denn die Russen bauen solide ;-)

Gruss Hannes
 
Hallo Hasebergen
Du mußt es auch mal von der anderen Seite sehen. Wenn mein astrokollege vorher durch ein 6 Zöller geschaut hätte ( Selber schuld) hätte er gleich zu ein größeren gegriffen.
Den 6 GSO den ich leihweise hier habe ( Justage gemacht und Optik überprüft) wird nur noch benutzt bis er sich den größeren kaufen kann. Alle beide Kollegen sind sehr gefrustet. Das ist IHRE Meinung und wurden von mir nicht beeinflußt. Wie gesagt ich benutze mein kleinen 80er gerne für Weitwinkelbeobachtung .
Gruß Dieter
 
Wenn einem Einsteiger das, was ein 6"er zeigt nicht gut genug und zu wenig ist,
dann sollte er das visuelle Beobachten lieber gleich lassen und auf Fotos anschauen
umschwenken, denn er wird auch mit 10" nur kurze Zeit seine Freude haben und
danach mit dem 16" ebenfalls.

Die Wahrscheinlichkeit, daß er eine richte Liebe zu unserem Hobby entwickelt ist
jedenfalls sehr gering!
Wer M57 von Anfang an als hellen Ring kennt, wird diesen Anblick nicht zu schätzen
wissen.

Das einzig wirklich sinnvolle an dieser Vorgehensweise: die Wirtschaft wird angekurbelt und
der Bestand einiger Arbeitsplätze gesichert.
 
Hallo Atadah,

warum soll man das Potenzial, welches sich bietet, nicht nutzen? Was spricht gegen einen 200/1200 Dobs, wenn der finanzielle Aufwand im Vergleich zum parallaktischen 114/900 recht ähnlich ist?
Man sollte immer respektieren, wenn ein Sternfreund bemüht ist, das Maximum aus seinem Teleskop herauszuholen. Ob dies mit 114mm Öffnung oder mit 200mm passiert, ist Nebensache. Es ist völlig irrelevant, ob man M57 als einfaches Objekt empfindet, oder nicht, wenn man eben bereit ist, auch Zeit in die für 200mm Öffnung anspruchsvollen Objekte zu investieren. Höre ich da etwa Neid heraus?
Im übrigen kann ich auch jene Sternfreunde verstehen, die den 114er aufgeben, weil sie bei vielen Deepsky-Objekten nur die Existenz abhaken können, ohne Details oder überhaupt die Natur des Objektes erkennen zu können. Es macht eben schon etwas aus, ob ich unter durchschnittlichem Himmel eben M13 als schwache Wolke vorfinde, oder als "prickelnden Sternhaufen".
Falls man bei einem Hobby (<- <- <-!) überhaupt diese Wertung vornehmen sollte, so kann man jedenfalls nicht von Öffnung oder Gerätepreis her auf den besseren Sternfreund schliessen. Das gilt sowohl im negativen Sinne, wie im positiven.
Wer sich ein Teleskop anschafft, sollte es so anschaffen, daß es ihm Spaß macht. Daß Du für einen Einsteiger einen 8-Zöller schlecht oder "respektlos" findest, ist für den Spaß am Hobby völlig irrelevant. Wenn man also im Gespräch erkennt, daß der Einsteiger unter 8" nicht zufrieden sein wird, warum dann zum 114er raten?

Clear Skies
Sven
 
Hallo,
na erst mal vielen Dank für die vielen Antworten. Hab die Diskussion gespannt verfolgt und werde jetzt probieren noch mal ein bisschen was zu sagen. Hoffe ich vergesse da nichts wichtiges. Ich fang einfach mal von vorne an.

Irgendwie war mir schon klar, dass ich nicht ins Teleskop schaun kann und mir farbige Nebel a la Hubbel entgegen springen. Hab gedacht, man kann das vielleicht mittels Farbfilter und PC bisserl raus kitzeln. Nun ja. Das ich zu hohe Erwartungen habe, hab ich fast befürchtet und deswegen frag ich ja lieber nach, was realistisch ist, als am Ende dann enttäuscht da zu stehen.

Also die verschiedenen Montierungen hab ich mir damals alle mal angesehen und mir deren Vorteile erläutern lassen, allerdings hab ich es verpasst, die einfach mal durchzuprobieren. Aber so grundsätzliches weiß ich. Hoffe ich zumindest.

Das mit der Größe für Einsteiger ist ja leider fast ne philosophische Frage, die es bei jedem Hobby gibt. Ich kenne die Problematik aus der Aquaristik. Entweder man fängt klein an und ist dann evtl unzufrieden und muss nachlegen, oder man läuft Gefahr, dass man ein riesen Drum daheim stehen hat und das Interesse verliert. Wie es bei mir sein wird, kann ich natürlich jetzt noch nicht sagen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> Aber ein gutes Teleskop wird ja nicht schlecht und ist ne Anschaffung fürs Leben, so dass es ohne Probleme mal ein paar Monate ungenutzt überstehen würde.

Ja also das Dobs hatte ich am Anfang nicht mit erwägung gezogen, weil es für Bilder ja absolut ungeeignet ist. Aber je mehr ich drüber nachdenke, desto sinnvoller erscheint es mir erst mal damit anzufangen um dann evtl mal ne Montierung dran zu machen. Ich bin ja auch kein Fotospeziallist, aber wie gesagt, ich dachte mit farbigen Fotos ist das ganze vielleicht noch ne Ecke spannender. Was jetzt nicht heißen soll, dass es unspektakulär ist, wenn man den Pferdekopfnebel S/W sehen kann. War halt naiv und hab gedacht, da macht man schnell mal drei Fotos mit drei verschiedenen Farfiltern, ordnet dann der Wellenlänge ne Farbe zu und legt die Bilder wieder übereinander. Ganz so einfach wird es dann wohl doch nicht sein.

Nochmal zu den Objekten. Also ich habe weder vor nen eigenen Katalog zu erstellen, noch die bereits vorhandenen irgendwie durchzugehen oder ähnliches. Bin ja am Anfang schon zufrieden, wenn ich die Highlights finde, und die mehr oder weniger gut voneinander unterscheiden kann. Also wenn ich bei allen Galaxien, Nebeln und sonstiges nur nen milchigen Fleck sehe, dann ist das schon bisserl blöd. So ein paar Charakteristika wären da schon nicht schlecht. Und was die Planeten angeht. Naja um so mehr Details um so besser. Also da interessieren mich halt die Planeten bei denen es auch deutlich was zu sehen gibt. Jupiter, Saturn und natürlich wie könnte es anderes sein Mars. Der ist ja schon länger ne Leidenschaft von mir. Ansonsten wäre so Astronomische Highlights ganz interessant. Kometen, Sofis, Mofis, usw.


Also bis jetzt passen die 8"-10" Dobs in meinen preislichen Rahmen. Ich würde mal sagen meine Schmerzensgrenze liegt derzeit zwischen 800 und 1100 Euro. Mehr wollte ich einmalig eigentlich nichts ausgeben. Weniger wär natürlich auch ok. So "kleinere" Anschaffungen wie neue Okkulare, Filter & anderer Krimms Kramms kann man sich dann ja mal zu Weihnachten, Geburtstag oder so schenken. Großeres würde ich glaub ich auch garnicht mehr ins Auto bekommen.

Werd auf jeden Fall mal sehen, dass ich noch mal so ein Teil ausprobieren kann, bevor ich zuschlage. Evtl leih ich mir auch von meinem Freund noch mal für ne Weile das 110er und kuck mal, wie ich damit so zurecht komme und was der Himmel da so hergibt. An Zubehör hab ich ja schon Redshift den Klassiker. Und dann noch ein paar gute Bücher.

Jetzt mal ein paar Fragen:
-Gibts Probleme wenn man sein Dob auf ne Montierung machen will? Oder geht das mit allen bei entsprechender Montierung? Stören da evtl vorhandene Löcher bzw Achsen? Geht die Achse durch den Tubus? Hab da schonmal so ein Model gesehen, aber ich glaube das war Selbstbau.
-Wie gravierend ist der unterschied zwischen nem 2" bzw 1,25" Okkularauszug?
-Auf wievielen Punkten sollte der Spiegel aufliegen?
-Sind Spiegel in dieser Preisklasse überhaupt empfehlenswert oder ehr minderwertig?

Mehr fällt mir leider gerade nicht ein <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />

Gruß
 
Hallo Marsmensch!
Beim montieren eines dobsons auf eine deutsche monti bekommst du meistens mit dem gewicht probleme da muss dann meist ne Heq-5 oder neeq-6 her ich montiere meiner 10zoll leichtbau auf ner eq-6 !
Die spiegel von Orion UK sind sehr gut und die spiegeö von GSO sollen auch gut sein !
Grüße Timo
 
Jetzt mal ein paar Fragen:
-Gibts Probleme wenn man sein Dob auf ne Montierung machen will? Oder geht das mit allen bei entsprechender Montierung? Stören da evtl vorhandene Löcher bzw Achsen? Geht die Achse durch den Tubus? Hab da schonmal so ein Model gesehen, aber ich glaube das war Selbstbau.
-Wie gravierend ist der unterschied zwischen nem 2" bzw 1,25" Okkularauszug?
-Auf wievielen Punkten sollte der Spiegel aufliegen?
-Sind Spiegel in dieser Preisklasse überhaupt empfehlenswert oder ehr minderwertig?
Hallo Marsmensch,
zu 1.
Um einen Dobs auf einer parallaktischen Monti zu schnallen, bedarf keiner großer Änderung, man muss sich dafür nur die passenden Rohrschellen und natürlich eine tragfähige Monti beschaffen. Wenn man gute und günstige Quellen kennt, bekommt man den Umbau vom sagen wir mal 8" Dobson auf einer EQ6 Monti mit knapp 800 Euro bewerkstelligt. Eine Achse wird NICHT durch den Tubus geschoben, falls du das irgendwo gelesen oder gesehen hast, wurde da irgendwas falsch gamcht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
zu 2.
es ist schon ein Unterschied wenn man genügend Potential hat und mit 125" Okularen beobachtet, anstelle von 2". Mit 2" Okularen bekommt man mehr Gesichtsfeld und dementsprechend einen größeren Ausschnitt des Himmmelsareals geboten. Dennoch sind 2" Okulare auch mit vorsicht zu geniessen, wenn z.B. dein Dobson unterhalb Öffnugsverhältnis f/5 ist, dann sind teure Okulare angesagt...das muss man vorher wissen. Aber normale 2" Okulare sind heutzutage bezahlbar, diese liegen im Pris zwischen 69,- Euro und gehen bis etwa 200,- Euro pro Stk. Da aber die Dobsons mit einem 2" Okularauszug ausgestattet sind, der aucheinen 1,25" Adapter hat, kannst du je nach Möglichkeit sowohl mit 1,25" oder direkt mit 2" Okularen beobachten.
zu 3.
Der Spiegel liegt erfahrungsgemäß beim kauf normaler Dobsons in HS-Halterungen mit meistens 3 Auflagepunkten. Dies ist in der Praxis ausreichend.
zu 4.
natürlich darf man diese Spiegel nicht mit den sehr teuren Exemplaren mit sehr hoher Oberflächengüte und ausgezeichneter Form/Pollitur vergleichen, aber die günstigen Spiegel ermöglichen dir sicherlich einen unbetrübten Beobachtungsspaß und das alleine ist es schon mal. Die Qualitätsunterschiede zu den tureren Spiegel sind auf jeden fall vorhanden, dennoch must du nicht denken, daß man mit den günstigeren Spiegel deshalb nichts beobachten kann. Da aber der Preis im Rahmen des bezahlbaren liegt, sind diese günstigeren Spiegel auf jeden fall empfehlenswert.
Gruß,
Robert
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Marsmensch,
ich denke zum einen erwartest Du zu viel und zum zweiten sind Deine Vorstellung nicht ganz an der Praxis.
Gerade viele DS-Beobachtung sind Beobachtungen an der Grenze der Wahrnehmung.
Besonders wenn es um Nebel und GX geht. Da werden Dir auch mit 20" genügend Objekte nicht grade ins Auge springen.
Es kommt hier eher darauf an durch längeres Beobachten und die entsprechenden Techniken Details heraus zu holen.
Dies macht man mit jedem Teleskop. Die Ergebnisse sind abhängig von den Bedingungen, dem Scope und Deinem Sehvermögen, was auch Deinen Trainigszustand für teleskopisches Sehen beinhaltet.
So viel zu Theorie.
Was wirklich solltest Du Dir zeigen lassen. Daher rate ich auch Dir, fahre erst mal mit Sternfreunden raus und beobachte dort mit.
CS
 
Hi Marsmensch,

nachdem ich mich hier eher indirekt beteiligt habe, will ich mich auch noch direkt an Dich richten.

Was Du im Teleskop von einem Paradeobjekt wie dem Orionnebel erwarten kannst, sieht etwa so aus:
Link zur Grafik: http://www.svenwienstein.de/Pics/m42_H-Beta.jpg Link zur Grafik: http://www.svenwienstein.de/Pics/m42_1_balkon_o3.jpg
Diese Bilder habe ich aus einer Fotografie erstellt, eigentlich um zu zeigen, wie der Orionnebel aus der Stadt heraus mit verschiedenen Nebelfiltern wirkt. Allerdings kann man die leicht grünliche Färbung zweiten Bild auch selbst wahrnehmen, unter sehr gutem Himmel und mit einem größeren Teleskop (na, ich würde so 8 Zoll sagen, aber wirklich je nach Himmel sehr unterschiedlich). Durch die Nebelfilter wird dann der Farbeindruck verstärkt, aber nur, weil der Filter eben das Bild auch einfärbt.
Am Stadtrand, durch den aufgehellten Himmel, sieht der Nebel dann so aus. Und die oberen Bilder zeigen, wie ein Nebelfilter dieses Bild verbessern kann.
Link zur Grafik: http://www.svenwienstein.de/Pics/m42_1_balkon.jpg
Du kannst dabei noch viel stärker Vergrößern und so noch viel mehr Details sehen. Weil das Bild dann dunkler wird, geht aber der Farbeindruck auf jeden Fall verloren.

Bei Planeten allerdings ist natürlich viel mehr Farbe im Spiel:
So Link zur Grafik: http://www.svenwienstein.de/Pics/mexpl1_ovr1_b1.jpg oder so Link zur Grafik: http://www.svenwienstein.de/Pics/myl5_mv_r1b2.jpg kann man Mars auch wirklich sehen, vielleicht mit einer leichten Farbferschiebung nach "rosa" hin. Und auch Jupiter wird sich von den Farben her so Link zur Grafik: http://www.svenwienstein.de/Pics/jupadd_b2cs.jpg und von den Details her ab 6 Zoll Öffnung so Link zur Grafik: http://www.svenwienstein.de/Pics/Jupiter20040326_2240ut_b3b.jpg und bei gutem Wetter noch besser zeigen.
Auch solche (100Kbyte Bild) Mondansichten werden sich Dir bieten.

So, jetzt mal zu Deinen Teleskop-Gedanken. Also ich denke, ein 8" Dobson wäre ganz OK. Der typische 8" f/6 Dobson ist visuell ideal ausgelegt, so daß Planetenbeobachtungen genauso gut gehen, wie die Deepsky-Beobachtungen.
Der Dobson lässt sich später auch leicht auf eine parallaktische Montierung spannen, man braucht nur passende Rohrschellen dazu, und die kann man kaufen. Die Höhenräder von der Dobson-Verwendung her können einfach dran bleiben, man sieht das öfters. Dann kann man das Scope mal so, mal so einsetzen.
Gegen den 10 Zöller sprechen für mich zwei Dinge:
1. Er bräuchte später mal eine wesentlich kräftigere Montierung, als der 8".
2. Er ist eben teurer, und Du hast noch nicht so ganz gepeilt, was der Zubehör-Krempel so kosten wird. Besonders wenn Du zur Deepsky-Beobachtung coole Weitwinkel Okus haben willst. Der 10" Dobson mit f/5 ist da auch deutlich anspruchsvoller als der 8" mit f/6. Das macht wieder Geld aus.
Für den 10" Dobs spricht, daß Du mehr siehst, und daß der mit f/5 fotografisch besser taugt. Das mehr sehen ist aber nicht sooo vieeel, so daß die meisten 8" Besitzer, wenn überhaupt, gleich auf 12" aufsteigen würden.

Bei einem Gerät mit 8" sollte unbedingt ein 2" Auszug vorhanden sein. Mehr zu dem umfassenden Thema solltest Du bitte (dringend) hier lesen.

Über die Spiegelauflage solltest Du Dir glaub' ich in dieser Preisklasse einfach überhaupt keine Gedanken machen. Die heir üblichen Geräte sind ausreichend "versorgt". Wenn Du aber Planeten schauen willst, solltest Du Dich im Selbstbau Board über das Thema "Lüfter Anbau" informieren.

Tja, und ich möchte wetten, daß über die zum Start nötigen 3 bis 4 Okulare nochmal dieselbe Menge Thread vonnöten sein wird <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Clear Skies
Sven
 
Hi Sven,

die Bilder sind immer ein guter Vergleich. Viel mehr helfen sie natürlich jemanden der sich schon ein wenig auskennt und die ein oder andere Referenz in der Realität hat. Das Feeling am Teleskop ist mit dem was ich in Bildern sehe kaum zu vergleichen. Für einen Anfänger ist es ungeheuer wichtig wenigstens einmal vorher durch ein Teleskop zu schauen.

Orion ist im 8-Zöller schon ein richtiges Erlebnis, das ist schwer auf Papier zu bringen.

Viele Grüße
Adrian
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben