Experimental-Saturn - Summenbild aus 40min-AVI

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resuah

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Hallo Planetenfotografen,

der hier gezeigte Saturn ist das Summenbild aus einem AVI, dass in einer Zeitspanne von 40 Minuten aufgenommen wurde. Aus den 36.000 frames wurden 7% verwendet.

Das Bild ist als Experiment zu werten und kann natürlich zur keiner wissenschaftlichen Auswertung dienen!

Link zur Grafik: http://www.martinhauser.de/Bilder/12032403.png

Bei der 40. minütigen Aufnahme gab es Phasen mit schlechtem Seeing aber auch gute Minuten. Dabei kam mir die Idee, ob es nicht möglich wäre, per Software aus einem überlangem AVI die 3-4 Minuten-Sequenz heraussuchen zu lassen, in der das Seeing am bessten war.

Damit wäre es denkbar, künftig die Aufnahme über einen langen Zeitraum laufen zu lassen (mehrere Stunden) um dann nachträglich die bessten Sequenzen per Software rauszusuchen und zu verarbeiten.

Damit besteht nicht mehr die Gefahr, dass die bessten Minuten verpasst werden.

Problematisch ist, dass hier große Datenmengen zusammen kommen und prinzipbedingt nur eine Farbkamera zum Einsatz kommen kann.

Dennoch, was haltet Ihr von der Idee?

Grüße
Martin

 
Zitat von resuah:
Hallo Martin,

ein gelungener Einstieg von Deiner Seite in die Saturn-Saison! Deine Aufnahme bringt ganz schön die umlaufenden Streifen auf dem Planeten zum Vorschein. Andere Strukturen, insbesondere Spots, wird man bei einer so langen Belichtungszeit wegen der schnellen Rotation des Planeten nicht scharf abbilden können. Da sollte man sich auf Belichtungszeiten von maximal zwei Minuten beschränken.

Gruß, Jan
 
Das ist Interessant!

Denkbar wäre vor allem bei Saturn, da er recht wenige nicht rotationssymmetrische Strukturen hat, eine Verknüpfung aus dem Destillat einer langen Aufnahmeserie (Der Begriff Belichtungszeit ist da denk ich etwas deplatziert, obwohl wir alle wissen was gemeint ist.) und einer kurzen Sequenz, die ggfs. Oberflächendetails enthält. Mittels Maskentechnik, bzw. Anwendung eines Hochpassfilters auf die kurze Sequenz und geschickter Überlagerung ließe sich so bestimmt viel erreichen.

Warum die Anwendung auf Farbkameras beschränkt ist erschließt sich mir jetzt nicht ganz. Schließlich könnte man den "langen Kanal" (vllt. sogar für den natürlich Eindruck nur mit IR-Sperrfilter) einer SW-Aufnahme durchaus als Luminanzbild sinnvoll nutzen und mit einer kurzen RGB-Sequenz, wie üblich, kombinieren.

Viele Grüße,
Jan-David
 
Hallo Jan-David,

ja, Saturn bietet sich auf Grund der "geringen nicht totationssymentrischen Strukturen" für solch einen Versuich an. Schöne Begrifflichkeit, übrigens!.

zur Farbkamera:

- Die Idee ist die, dass es doch denkbar wäre, Planeten mehr oder weniger unbeaufsichtigt, über die ganze Sichbarkeit einer Nacht zu Filmen.

- Eine Solftware geht dann über den Film und sucht aus der Gesamten Aufnahme die zusammenhängende 3-4 Minuten-Sequenz in der das Seeing das besste war.

- das heißt also, die Software bewerte alle Bilder des AVIs und sucht den zeitlich zusammenhängenden Bereich von gewähjlten 2, 3 oder 4 Minuten in dem es optimalst für diese Nacht war und "schneidet" diesen Bereich zum Stacken aus.

- damit hätte man die bessten Bedingungen der Nacht "eingefangen" und müßte nicht auf "gut Glück" die Aufnahmen starten, in der Hoffnung, dass die Luft für die nächsten Minuten genau so ruhig ist, wie beim Aufnahmestart.

- eine farbkanalgetrennte Aufnahme ist damit natürlich ausgeschloßen.

- am Beispiel "Giotto" könnte das so funktionieren, dass ich vorgeben, wieviele zusammenhängende "Einzelframes" gesucht werden sollen (Sequenzlänge). Giotto würde dann hergehen und die in mehreren Stunden aufgenommenen vielen Tausend frames nach Qualität bewerten und dann genau den Bereich aus dem stundelangen AVI rausgreifen, der in der vorgegebenen Sequenzlänge die größte Anzahl an qualitativ guten Frames hat. Diese zusammenhängende Sqzuenz wird dann mit einer ebenfalls vorgegebenen %-Anzahl von Bilder gestackt.

Habe ich die Idee einigermaßen nachvollziebar dargestellt?

Die Idee ist losgelöst von der obigen Aufnahme. Die Idee kam mir aber gerade bei Erstellen der Aufnahme, da sich während der 40 Minuten das Seeing völlig unterschiedlich darstellte und ich mir dann überlegt habe, dass es wohl möglich sein sollte aus dem langen AVI die 2,3 oder 4-Minuten rauszusuchen, die optimal waren. Das ganze aber per Software.

Gruß
Martin
 
Hi Martin,

ich versteh total was Du meinst, aber ich kann auch eine SW-Kamera über 40 min laufen lassen, das daraus entstandene Bild als Luminanzbild verwenden und nur noch ne kurze Aufnahmeserie mit RGB-Filtern für die Farbe hinterherschieben. Für den Farbeindruck benötige ich ja nicht ganz so zwingend die Detailfülle wie in der Luminanzaufnahme.

Natürlich bist Du mit einer Farbkamera in dem Fall tendenziell besser bedient, vor allem weil Du Dir den Arbeitsschritt hinterher sparst. Ich wollte nur herausstellen, dass die Anwendbarkeit nicht zwingend auf Farbkameras beschränkt sein muss.

Grüße,
Jan-David
 
Hallo Jan-David,

genau so wie Du es beschrieben hast habe ich es oben gemacht. 40 Minuten Rot-Kanal, 4 Minuten Grünkanal und 4 Minuten Blaukanal. Dann ein R-RGB gemacht.

Meine Idee geht in eine andere Richtung.

Ich möchte eine Aufname ohne Rotationsunschärfe, die genau die bessten 2, 3 oder 4 Minuten zeigt, ohne selbst darauf achten zu müßen, wann genau die richtigen 2, 3 oder 4 Minuten sind.

Ich filme also die ganze Nacht und suche nachträglich aus dem Film die aufeinander folgenden Minuten raus in denen das Seeing super war. Diese zusammenhängenden Minuten nehme ich dann zum Stacken.

Da ich aber nicht manuell den ganzen mehrstündigen Film anschauen möchte, soll die Software die 2, 3 oder 4 Minten raussuchen, in der das Seeing am besten war und nur diese Bereich stacken.

Das Problem ist doch, dass wir am Bildschirm sitzen und auf gutes 2, 3 oder 4 Minuten warten um dann die Aufnahme zu starten.

Da wir aber beim Aufnahmestart nicht wissen, wie sich das Seeing in den nächsten 2, 3 oder 4 Minuten entwickelt, müßen wir uns auf unsere Annahme verlassen, dass der Zustand bei Aufnahmestart in den kommenden Minuten anhält, was sich dann in der Praxis oft nicht bestätigt.

Wir machen dann viele einzelne zur AVIs über die NAcht und müßen nachträglich entscheiden, welches der AVIs das besste Ergebnis verspricht. Dem möchte ich mit meinem Vorschlag entgegenwirken.

Gruß
Martin
 
Hallo Martin,

ich wette, wenn Du die Idee Emil Kraaikamp vorträgst, ließe sich bestimmt sehr schnell Folgendes in Autostakkert implementierten: Jedes Videofile könnte in Schnipsel bestimmter Länge zerlegt werden, dann kommt die normale Qualitätsbewertungsroutine und am Ende spuckt das Programm die Sequenz aus bei der die hochwertigsten Bilder zu erwarten sind.

Schwieriger ist es sicher, so wie Du bereits weitergedacht hast, wenn man dynamisch nach der hochwertigsten Bildsequenz im Videofile mit einer gewissen Länge suchen lassen will.

Grüße,
Jan-David
 
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