apintole
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Liebe Sternfreunde,
ich bräuchte Unterstützung, wie man die Farbbalance einer Astroaufnahme richtig einstellt.
Zunächst habe ich von der Kamera her CR2-Dateien, die entsprechend dem eingestellten Weißabgleich eine relative Gewichtung des R-, G- und B-Kanals an die Weiterverarbeitung meldet. (Bei mir zeigt dcraw R:G:B = 2310:1024:1556 für "bewölkt" an.) Öffne ich eine CR2-Datei mit einem EBV-Programm, dann werden bei der "Entbayerisierung" diese Verhältnisse angewandt. Im Histogramm des Farbbildes sieht man dann meist, dass die Hauptmaxima für Rot, Grün und Blau auseinanderliegen, der Himmelshintergrund also einen Farbstich hat (falls das Bild von Sternen dominiert wird, also keinen Emissionsnebel enthält). Gut, den Stich darf er haben, die Atmosphäre liefert eben Streulicht und das ist nicht unbunt. Leider liegen lichtschwache Strukturen (Außenbezirke von Galaxien und Kugelsternhaufen) im Histogramm nahe den Hintergrundmaxima oder schon an ihrer rechten Flanke.
Eins vorweg, ich liebe es nicht, auf irgendwelche Knöpfe zu drücken, die dann allerhand automatisch und im Verborgenen tun und ich dann mit dem zufrieden sein muss, was herauskommt. Ich liebe vielmehr, die Zügel selber in der Hand zu haben. In diesem Fall heißt das, ich möchte durch Addition und Multiplikation von/mit passend gewählten Konstanten die Pixelwerte des Bildes so verändern, dass sowohl helle Objekte, wie Sterne, also auch lichtschwache, wie Galaxienausläufer, möglichst in ihrer Originalfarbe wiedergeben werden. Die Schwierigkeit, die ich sehe, ist, dass man beim Zurechtrücken der Farbbalance Rücksicht nehmen muss auf lichtschwache wie lichtstarke Objekte.
Zum Eichen der Farbbalance könnte man sich aus Sternkatalogen von einem oder mehreren bestimmten Sternen der Aufnahme die B-V-Farbindizes besorgen. Aber was dann? Wie übersetzt man einen B-V-Index in ein Intensitätsverhältnis des Rot- zu Grün- zu Blaukanals?
Möglicherweise ist mein ganzes Vorhaben eine "unendliche Geschichte", weil ich dann auch meinen Monitor kalibrieren müsste und vielleicht kommt noch mehr dazu. Aber das Ziel, Farben richtig darzustellen, halte ich für legitim. In der allgemeinen Fotografie (Landschafts-, Portrait-) bemüht man sich ja auch um richtige Farbwiedergabe.
Weiß jemand bescheid oder hat eine sonstige Ideen?
Gruß von Heinrich
ich bräuchte Unterstützung, wie man die Farbbalance einer Astroaufnahme richtig einstellt.
Zunächst habe ich von der Kamera her CR2-Dateien, die entsprechend dem eingestellten Weißabgleich eine relative Gewichtung des R-, G- und B-Kanals an die Weiterverarbeitung meldet. (Bei mir zeigt dcraw R:G:B = 2310:1024:1556 für "bewölkt" an.) Öffne ich eine CR2-Datei mit einem EBV-Programm, dann werden bei der "Entbayerisierung" diese Verhältnisse angewandt. Im Histogramm des Farbbildes sieht man dann meist, dass die Hauptmaxima für Rot, Grün und Blau auseinanderliegen, der Himmelshintergrund also einen Farbstich hat (falls das Bild von Sternen dominiert wird, also keinen Emissionsnebel enthält). Gut, den Stich darf er haben, die Atmosphäre liefert eben Streulicht und das ist nicht unbunt. Leider liegen lichtschwache Strukturen (Außenbezirke von Galaxien und Kugelsternhaufen) im Histogramm nahe den Hintergrundmaxima oder schon an ihrer rechten Flanke.
Eins vorweg, ich liebe es nicht, auf irgendwelche Knöpfe zu drücken, die dann allerhand automatisch und im Verborgenen tun und ich dann mit dem zufrieden sein muss, was herauskommt. Ich liebe vielmehr, die Zügel selber in der Hand zu haben. In diesem Fall heißt das, ich möchte durch Addition und Multiplikation von/mit passend gewählten Konstanten die Pixelwerte des Bildes so verändern, dass sowohl helle Objekte, wie Sterne, also auch lichtschwache, wie Galaxienausläufer, möglichst in ihrer Originalfarbe wiedergeben werden. Die Schwierigkeit, die ich sehe, ist, dass man beim Zurechtrücken der Farbbalance Rücksicht nehmen muss auf lichtschwache wie lichtstarke Objekte.
Zum Eichen der Farbbalance könnte man sich aus Sternkatalogen von einem oder mehreren bestimmten Sternen der Aufnahme die B-V-Farbindizes besorgen. Aber was dann? Wie übersetzt man einen B-V-Index in ein Intensitätsverhältnis des Rot- zu Grün- zu Blaukanals?
Möglicherweise ist mein ganzes Vorhaben eine "unendliche Geschichte", weil ich dann auch meinen Monitor kalibrieren müsste und vielleicht kommt noch mehr dazu. Aber das Ziel, Farben richtig darzustellen, halte ich für legitim. In der allgemeinen Fotografie (Landschafts-, Portrait-) bemüht man sich ja auch um richtige Farbwiedergabe.
Weiß jemand bescheid oder hat eine sonstige Ideen?
Gruß von Heinrich
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