Feldstecher und Vorstadthimmel

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stefand

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Hallo zusammen,

der Mond ist aufgegangen heißt es in einem Volkslied. Das klingt für den Amateurastronomen manchmal wie eine Drohung oder die Absage an DS-Beobachtungen. Doch einen Tag nach Vollmond gibt es einen kleinen Zeitraum, wo vielleicht was gehen könnte.

Angefangen habe ich mit meinem alten Revue 7*50 Feldstecher, welcher eigentlich einen dunkleren Himmel braucht, aber durch sein riesiges Feld zum schnellen Huschen über's Firmament sehr gut geeignet ist. Auf die Schnelle - und damit meine ich 1 Minute - ließen sich M44 (mit Sternen), M67 (diffus) und M36 - M38 im Fuhrmann beobachten.
Es hat was diese Objekte im Raum zu sehen, mit viel Feld und vielen Sternen drumherum - beidäugig, fast dreidimensional im Raum schwebend wirken die Objekte. Hin und wieder sollte man sich vom Teleskop lösen und mit einem Feldstecher über den Himmel wandern.

Doch irgendwie wollte ich auch noch was anderes sehen, also habe ich meinen 4" Rumak auf die azimutale Montierung geklemmt und bin nochmals raus. Das wäre im Winter keine gute Idee gewesen, denn ohne Termperierung wäre der Mak nur für niedrige und mittlere Vergrößerungen zu gebrauchen. Doch so langsam wird es besser mit den Temperaturen.

Mittlerweile hat sich der Mond hochgeschoben und unser Vorstadthimmel ist auch keine Offenbarung. Ich konnte nicht alle "Hauptsterne" im kleinen Bären sehen - also nicht mal 5mag GRenzgröße.

Sowas taugt eigentlich nicht für Galaxien in Verbindung mit einem 4" Maksutov. Doch M51 wollte ich genau unter diesen Bedingungen einmal finden. Das gelang mit einer AP von 2,5mm, als einem 25mm Okular. Zwei diffuse Flecken, wobei der kleinere eigentlich mehr indirekt zu sehen war. Mit einer AP von 1,9mm wurde das Bild bereits zu dunkel, aber der Kern der M51 kam als heller Punkt heraus. Doch alles in allem spärlich.

Was aber auf jeden Fall auch bei dem Himmel geht sind Kugelsternhaufen und offene Sternenhaufen und davon habe ich mir den M3 und den gerade aufkommendne M13, sowie den M37 gegönnt. Letzterer im Westen und daher im noch dunkleren Teil des Himmels. Hier war das dunkle Band gut zu erkennen, welches den OH in 1/3 zu 2/3 teilt. Auch der Saturn ist natürlich unabhängiger - die beiden Monde Titan und Rhea (indirekt) ließen sich erkennen.

Dann war's auch fast vorbei mit dem Gucken.

CS,
Stefan
 
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