Fernglasvorschlag

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Dirkus

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Hallo,

obwohl ich aus "alten" Tagen noch einen einfachen Refraktor (Newton 900mm / 114mm) habe, welcher mir auch (vorerst) ausreicht, besteht interesse an einen guten Fernglas für die Himmelsbeobachtung.

Meine Voraussetzung wäre:

Vergütete Gläser (geringer/ keine Farbfehler)
Stickstoff-Füllung (wenn wirklich sinnvoll - soll aber laut http://www.star-shine.ch/astro/fernglas/fernglas.html nur mit Luftfüllung auch keine Probleme bereiten)
Problemlose befestigung an Stativ möglich
Gute "Griffigkeit" also kein nackter Metallkörper
Öffnung 50mm (oder mehr)
Vergrößerung 10x oder etwas mehr
Insgesamt (gleichbleibend) gute optische Qualität.
und jetzt kommt das Hauptproblem :
Mehr als 300,- Euro darf das Fernglas nicht kosten.
Ob neu oder gebraucht ist egal, ich möchte aber keine Verkaufsangebote bekommen.

Welche Modelle könnt ihr empfehlen (und warum)?
Von welchen Modellen würdet ihr unbedingt abraten (und warum)?

P.S. es darf auch deutlich unter 300,- Euro kosten.

mfg

Dirk



 
Hallo Dirk,
dein Hauptprobelm hast du ja bereits erwähnt und angesichts deiner "Anspruchsliste" :) denke ich, ein Dachkantglas kann ausgeschlossen werden.

Bleibt die Porrofraktion und die sollte dir gute gebrauchte Gläser aus Jena oder evtl. auch die aus der Nikon-Serie empfehlen können.

Bist du Brillenträger (bei der Beobachtung)?
Mit welchen Gläsern hast du bereits Erfahrungen sammeln können?

Insgesamt (gleichbleibend) gute optische Qualität.
Was verstehst du darunter?

Vergütete Gläser (geringer/ keine Farbfehler)
Geringer evtl. machbar, keine m.E. für 300€ gänzlich ausgeschlossen.

Mal sehen, was die Kollegen für dein Problem tun können, hier gibt es erfahrene Beobachter. Alles wird gut :)
 
Hallo Dirk,

aus meiner Erfahrung ein Marine 15x70 chin. Herstellung. Warum? Die preiswerten chin. Astrogläser sind nichts fürs Leben, und die Marinegläser das beste aus chin. Produktion. Was noch besser ist, kostet deutlich mehr!

Viel Erfolg bei der Suche wünscht

Peter aus dem Erzgebirge
 
Hallo Dirk,

Im Bereich 10x50 folgender Vorschlag:

William Porro 10x50 ED Astro.Warum ?..Gute optische Qualitaet,robust,und sieht richtig gut aus.Stativadapter mit dabei.. ;)

Darueber die von Peter vorgeschlagenen 15x70 Marine Glaeser.Ebenfalls gute Optik und robust.

Gruss

Mike S

 
Hallo,

danke für die ersten Hinweise.

Zur Zeit habe ich kein Fernglas, hatte aber als Kind / Jugendlicher Zugriff auf das Fernglas (Feldstecher) meiner Eltern welches wohl aus der Erinnerung heraus eine Öffnung von 40 bis 50mm hatte.

Mit gleichbleibender optischer Qualität meine ich das die Qualität der Serie gleichbleibend und gesichert ist (Ausgangsprüfung, Hersteller verwendet Komponenten mit gleichbleibenden Eigenschaften usw.)

Ein geringer Farbfehler würde sich für die Sternen / Planetenbeobachtung wie bemerkbar machen ?
Filtert evtl. unser Biocomputer (Gehirn) diesen Fehler weg ?

Danke für den Hinweis bezüglich der Marinegläser :)


mfg

Dirk
 
Hallo Dirk.

Ich stand selbst vor der Entscheidung, ob ich mir entweder dieses Fernglas kaufen soll...


...oder eines dieser untereinander angeblich baugleichen Ferngläser:

    • Garrett Signature 10x50 HD-WP, hier
    • Oberwerk Ultra Series 10x50, hier
    • TS-Marine 10x50, hier
    • APM HD 10x50, hier

    Ich habe mich für das Fujinon entschieden. Von den anderen Ferngläsern wäre für mich aber nur das Garrett Signature in Frage gekommen. Der Grund dafür ist, dass Garrett laut eigener Werbung jedes Fernglas vor der Auslieferung ausführlich testet. Unter anderem soll die Kollimation geprüft und ein Test am künstlichen Stern durchgeführt werden.
    Als ich vor circa einem Jahr mit Mr Garrett telefoniert habe, hat er mir berichtet, dass viele Gläser nachjustiert werden müssen und leider auch einige den Testanforderungen nicht genügen. Er hat davon berichtet, dass dies auch auf die teuren Ferngläser von Fujinon zutrifft. Ich hatte bei dem Telefongespräch nicht das Gefühl, dass er mir all das erzählen würde, nur damit ich ein von ihm getestetes Fernglas kaufe. Letztenendes habe ich dann ein Fuji bei einem Händler in Deutschland gekauft. Als Anfänger in Sachen Optik/Ferngläser/Beobachtung wäre meine Befürchtung, eventuelle Mängel am Fernglas auf Grund von anfänglicher Unwissenheit nicht erkennen zu können. Deshalb hätte ich bei Garrett gekauft.

    Viele Grüße, Bernd.
 
hallo Bernd,

selbst wenn der Händler das Fernglas vor dem Versand am K-Stern testet kann es auf der Reise einen Schlag abbekommen und dejustiert ankommen. Ich würde mir also die Rückgabeoption immer offen lassen. Viele Leute fragen, ob ich vor dem Versand die Kolli prüfen kann, das mach ich gerne und es spart Retouren - ist doch eine Selbstveständlichkeit die du auch hiezulande haben kannst.

Zum Thema: Die Marine Gläser sind optisch wirklich gut, jedoch für freihändige längere Beobachtung viel zu schwer - und freihändig beobachten ist für mich ein wichtiges feature bei einem Fernglas. Ich landete für Astro dann bei einem "normalen" 15x70. Ist nicht so robust, schon klar, aber Preis/Leistung sind sehr gut, und wenns mans am Objektiv vorn hält kann mans auch relativ ruhig halten.. Man soll bloss aufpassen dass man eines nimmt wo auch die Prismen vergütet sind, dann geht mehr Licht durch.

lg Tommy
 
Hallo Dirk,

leider schreibst Du nicht, was Du mit dem Fernglas machen willst, schieb das doch noch nach. Interessanterweise will fast niemant, der hier um Tipps bittet, ein schön scharfes, kontrastreiches Fernglas haben, jedenfalls tauscht das fast nie als Forderung auf. Eventuell kann man dann auch bei Aldi fündig werden.

Ich habe in der letzten Zeit einige günstige Porro Ferngläser in den Fingern gehabt, so ein Arzona 8x42 HDX von DDOptics und ein Kite Birdwatcher 8x42 Porro. Beide um die 250 Euro, beide eigentlich nicht besonders gut konstruiert und gefertigt, wobei diese Ferngläser angeblich aus Japan und nicht aus China stammen sollen. Vielleicht sind die Chinesen inzwischen besser als die Japaner?

Im Bereich 10x50 bekommst Du für 300 Euro nichts einigermaßen Gutes, das sollte man akzeptieren. Dann bleiben nur zwei Wege: Ansprüche runter schrauben, oder mehr Geld auf den Tisch legen. Vielleicht mal gebraucht nach einem Leica Trinovid oder Zeiss Conquest schauen? Oder eines der zwar gelbstichigen Zeiss Jena, die optisch trotzdem gut sind. Neu würde ich als Untergrenze das Nikon Monarch 10,5 x 45 DCF oder das Meopta Meostar B1 10x50, bei um 850 Euro, ansehen, bei dem Anforderungsprofil.

Grüße
Andreas

 
Hallo Dirk,

Mit gleichbleibender optischer Qualität meine ich das die Qualität der Serie gleichbleibend und gesichert ist (Ausgangsprüfung, Hersteller verwendet Komponenten mit gleichbleibenden Eigenschaften usw.)

Nun, du hast doch immer bei dem Händler deines Vertrauens ein Umtauschrecht, auch wenn du ihm nicht vertraust. Jedoch erfordert auch dieser dein o.a. Anspruch eine Preisklasse, von der ich glaube, die deine Grenze wird es nicht gänzlich sicher stellen können.
Dennoch, siehe Eingangssatz.

Ein geringer Farbfehler würde sich für die Sternen / Planetenbeobachtung wie bemerkbar machen ?
Filtert evtl. unser Biocomputer (Gehirn) diesen Fehler weg ?
Dann gäbe es keinen Grund, fast farbfehlerfreie Gläser zu bauen :) Oder?
Was ist gering? - manche Gläser haben in der Mitte keinen, wenige "mm" außerhalb fängt es an. Bei anderen beginnt dieser im letzten 1/3, bei anderen siehst du keinen. Also? Sollte er weit außen liegen, wirds teuer :) Pauschal geäußert.
Er kann störend wirken, er kann aber auch vorhanden und kaum wahrnehmbar sein. Die Frage lässt sich so nicht eindeutig beantworten, der Blick auf den Fehler ist individuell.
Randschärfe ist m.E. eine Disziplin, auf die sollte man auch achten, zumindest sollte diese im Grenzbereich sein. Wie weit ist das einzugrenzen?-auch das ist individuell.

Andreas hat es schon fast auf den Punkt gebracht, liest sich krass und direkt aber ist gut gemeint.

Ich hänge noch eine Frage an:

Soll das Glas nur für Astro sein?
Muss es z.B. das vorgeschlagene 15x70 sein? - wenn ja-warum?
Ein 15x70 fristet dann m.E. seine Berechtigung fast außschließlich für den Himmel. Solch ein Glas nimmt kein Mensch mit, falls es auch andere Bereiche abdecken soll. Entfällt dieser Anspruch, dann okay. Wenn meine erwähnte Option dennoch zutreffen sollte, schlage ich mehr ein 10x50 o.ä. vor.
Welchen Himmel hast du?

Mein rat wäre, suche ein Geschäft mit einem relativ guten Sortiment und schau mal Probe. Erst mal EINDRÜCKE sammeln. Vorstellungen bekommen, Ansprüche neu formulieren.

Es gibt m.E. ein großes Probelm im FG Markt.
Es gibt keine eindeutige GUTE Mittelklasse. Hier stellt der Markt nur billig oder TOP. Die beworbene Mittel-grenzwertige Oberklasse ist für die bereitgestellte Leistung noch zu teuer.
Z.B. für meinen Geschmack die Zeiss Conquest, wenn man die Neuanschaffung voranstellt. Gebraucht, wie Andreas es geraten hat, vollkommen in Ordnung.

Ich vermute - kann ich nur - kenne nur meinen Anspruch und meine Gläser und ein paar andere - 300€ für ein z.B. 15x70.......... incl. Anspruch an Mechanik (die hast du gar nicht erwähnt-nicht vergessen, gehört im selben Maß in die Betrachtung) ist weniger als ein Kompromiss auf ganzer Linie.

Spare ein wenig.
 
Hallo Dirk,
ich bin Fan des Nikon Action EX 10x50 ( nicht mit der günstigeren CX-Serie verwechseln), war damit gerade wieder auf dem Acker.

-Bestes Preisleistungsverhältnis (~180.-) wirkt für den Preis wertig verarbeitet.
-Bester Allrounder, im Gegensatz zu den Marinegläsern, die Einzelokulareinstellung haben.
-Hat Stickstofffüllung
-Sehr guter Einblick auch für Brillenträger, wie mich.
-Gewicht, ist locker noch freihändig zu halten.(die Marines auch?)
-Porros sind in dieser Preisklasse eindeutig besser wie Dachkant.
-Die Nikon-Monarchen haben mich im Vergleich nicht überzeugt.
-Von diesem Glas gibt es auch eine 12x Variante
-hat das übliche Stativgewinde.

...und nein ich bin kein Nikon-Händler.

Grüße
Kai
 
Hallo Kai,
könntest Du mal bitte was zur Randunschärfe sagen am Nachthimmel, ev. auch im Vergleich zu einem anderen Glas?
Ich habe da einen Review gefunden, der das Thema kritisch erwähnt, daher meine Nachfrage.
 
Hallo Ralf,
Ich kann es nicht so genau beurteilen, aber ich schätze so ab 75-80% zum Rand hin fällt es ab, aber nicht allzu dramatisch und auch nicht überdurchschnittlich im Vergleich zu anderen Gläsern.
Das Glas hat 6.5 Grad Gesichtsfeld, also nicht gerade einen Röhrenblick.
Manche schauen durch ihre Optiken hindurch, andere betrachten mehr die Optik selbst. Ich gehöre zu den Ersteren.

Das Glas ist in Anbetracht des Preises ein guter Kompromiss und ein guter Allrounder.

Es kommt für mein Dafürhalten am nächsetn an Dirks Vorstellungen, der ein Budget von lieber deutlich unter 300.- wollte.
Natürlich ist es am besten, wenn man vorher selber durchschaut.
Grüße Kai

 
Hallo Dirk,
mein Arbeitstier ist ein Zeiss Jena Dekarem 10x50, ersteigert um € 150, Baujahr 1989.
Ich hatte Glück, das Glas ist in einem neuwertigen Zustand.
Stand immer nur im Regal eines Sammlers.

Die Zeiss Jena Gläser haben alle einen leichten Stich ins Gelbe, aber für mich nicht störend. Alle Glas/Luftflächen voll mehrfachvergütet, großes Gesichtsfeld, gutes Bild.

Und vom Gewicht (~1000 gr) her so, daß man es auch für andere Zwecke einsetzt. Ich hatte es eben in Australien mit und habe es dort auch für die Tierbeobachtung (Vögel) genutzt. Herrlich.

Hauptnachteile: es ist Geduld nötig, bis man eins hat :-)
Stativanschluß hat es keinen, es gab von Zeiss einen Adapter, den habe ich aber nie irgendwo gesehen. Wurde wohl nicht sehr oft dazuverkauft und ist daher nicht am Gebrauchtmarkt.

Manchmal wird bemängelt, daß moderne Gläser eine bessere Randschärfe haben. Man muß dann aber auch genau schauen, wie groß das Gesichtsfeld ist.
Wenn der Bereich, in dem das Zeiss an Schärfe abbaut, bei einem anderen Glas gar nicht mehr dargestellt wird, ist es kein Wunder :-)

Und Vergleiche mit 5-6x so teuren modernen Gläsern oder gar den aktuellen ZLS (Zeiss, Leica, Swarovski) halte ich für Unfug.
Ein 10.000€-Auto vergleicht ja auch niemand ernsthaft mit einem 50.000€-Boliden.

Ich gebs jedenfalls nicht mehr her ...
lG
Bernhard
 
Hallo Bernhard, hallo Dirk,

Ich bin leidenschaftlicher Fernglasnutzer und zugleich sehr penibel hinsichtlich Abbildungsqualität und mechanischer Handhabung von Ferngläsern. Ich habe mehrere Zeiss Jena Nobilem und auch Dekarem in meinem Schrank.

Auf der Suche nach einem modern vergüteten und eventuell robusteren Glas habe ich mir seit Jaaahren die verschiedensten Ferngläser ersteigert, neu gekauft und und und.. Die Palette der Kandidaten reicht vom um die 60€ Porro bis zum ca. 1000€ Dachkant.
Es war bislang kein einziges Fernglas dabei was meinem besten Dekarem gefährlich werden konnte. Alles war bislang durch die Bank lieblos zusammengeschmissener Industriemüll der funktioniert, aber nicht wirklich was kann. Es kommt alles aus ein und der selben Werkstatt in China und ist mit Kowa, Olympus, Vixen, Kite, Bresser, Minox, Bushnell, Opticron ... gelabelt und geringfügig modifiziert. Qualitätskontrollen wurden als altmodisch abgetan und abgeschafft. Ausnahmen waren bislang einzig Nikon Tropical sowie die E-Gläser und Meopta.

Mein ernst gemeinter Rat: Wenn 300,- das Maximum ist, ist ein Zeiss Jena Dodecarem 12x50 das so ziemlich hochwertigste was in Frage kommt oder bei 10-fach eben ein gutes Dekarem. Das Dodecarem kann nur durch ein ca. 1000€ teures Nikon 12x50 SE hinsichtlich der Vergütung getoppt werden. Dann kämen schon die aberwitzig teuren Dachkanten. Mit Zentralfokus gibt es keinerlei echte Alternativen dazwischen. Das Dodecarem ist nach wie vor eines der besten Handferngläser der Welt und stellt absolut keinen billigen Kompromiß dar. Gott sei dank ist es aber bezahlbar da die Meisten ihr Geld lieber zum Fenster ...

Beste Grüße
Stefan
 
Zitat von stefan_r:
Ich habe mehrere Zeiss Jena Nobilem und auch Dekarem in meinem Schrank.

Auf der Suche nach einem modern vergüteten und eventuell robusteren Glas habe ich mir seit Jaaahren die verschiedensten Ferngläser ersteigert, neu gekauft und und und.. Die Palette der Kandidaten reicht vom um die 60€ Porro bis zum ca. 1000€ Dachkant.
Es war bislang kein einziges Fernglas dabei was meinem besten Dekarem gefährlich werden konnte.

Tschuldigung, aber das liest sich mehr emotional als sachlich....

Du scheinst ein eingesessener Zeiss Jena Fan zu sein, macht zumindestens den Eindruck.

Fürs Geld gute Ferngläser keine Frage, man bekommt aber für das gleiche Geld optisch besseres.

Ich hatte ca. 20 Ferngläser innerhalb 1 1/2 Jahren getestet um für mich 3 für spezielle Zwecke zu finden.

Unter anderem war auch ein Zeiss Jena Jenoptem dabei, welches ja praktisch baugleich mit dem Dekarem ist und nach den Dekarems mit diesen Namen gebaut wurde.
Gegen ein Vixen 10x50 Ascot Porro hatte es optisch das Nachsehen, lediglich die Schärfe war in etwa gleich und das GF war im Zeiss etwas größer (Vixen aber immer noch mit 65° groß genug).
Das Vixen hate das hellere, kontraststärkere Bild mit weniger Verzeichnungen am Rand und fast keinen Reflexen und Geisterbildern bei direkter Ansicht von Mond und Straßenlaternen im dunkeln!
Das Bild des Zeiss wirkte zwar etwas wärmer, war aber dunkler und kontrastärmer und mit doch deutlichen Reflexen und Geisterbildern im Vergleich zum Vixen versehen (Mond,Laterne).

Mit der Mechanik rein qualitativ wird es schwierig mit dem Zeiss mitzuhalten, aber eine Mechanik, die das Beobachten unmöglich macht oder schwierig macht, habe ich bis jetzt noch nicht in dieser Preisklasse erlebt....!

Ein großer Nachteil bei den Zeiss Jenas finde ich die Augenmuscheln. Diese Konstruktion, die halt damals so üblich war kann mit guten Gummiaugenmuscheln nicht mithalten.
Immer wieder verschmieren durch diese Konstruktion aus Hart-Kunststoff oder Metall die Okulare durch die Wimpern.
Bei Gummiaugenmuscheln passiert das nicht, und die passen sich auch besser an und fühlen sich am Auge besser an.

Für mich sind diese Ferngläser optisch gesehen eigentlich etwas zu teuer, immer noch gute Optik, aber man bekommt einfach besseres heute zum gleichen Preis.
Aber der Name Zeiss wirkt auch psychologisch, ist einfach so, und man gibt mehr aus als wenn da ein andere Name draufstehen würde....!

Die Verarbeitung und Mechanik allerdings ist auch heute noch auf absoluten Oberklasse-Niveau!



Zitat von stefan_r:
Alles war bislang durch die Bank lieblos zusammengeschmissener Industriemüll der funktioniert, aber nicht wirklich was kann. Es kommt alles aus ein und der selben Werkstatt in China und ist mit Kowa, Olympus, Vixen, Kite, Bresser, Minox, Bushnell, Opticron ... gelabelt und geringfügig modifiziert. Qualitätskontrollen wurden als altmodisch abgetan und abgeschafft.

Teilweise völliger Quatsch, hast Du Dir das mal so aus den Fingern gezogen oder woher hast Du die Information, daß alles aus derselben Werkstatt in China kommt?

Unter dem Label TS, Omegon, William-Optik, Orion, APM und noch andere gebe ich Dir recht (United Optics China).

Kowa-Ferngläser gehören zur Spitzenklasse (Japan), Vixen produziert auch in Japan (Ultima), Kite-Ferngläser sind ausschließlich Made in Japan (hatte zwei, u.a. das Petrel 8x32 Dachkant, meiner Meinung nach das beste Fernglas dieser Bauart und Größe um die 400,- (Einstiegsklasse bei Kite), ein Fernglas ohne jegliche Schwächen optisch, mechanisch, haptisch, einfach perfekt), Minox produziert in Deutschland und China, Bushnell hier, dort und da....

Mir persönlich ist es übrigens völlig egal ob ein Fernglas oder irgendwas Made in Germany, Made in Japan, Made in China, Made in Äthiopien oder Made in Hinterhof um die Ecke ist, das Ergebnis zählt, das was also hinter dem Gleichheitszeichen steht und nicht davor....!

Zitat von stefan_r:
Mein ernst gemeinter Rat: Wenn 300,- das Maximum ist, ist ein Zeiss Jena Dodecarem 12x50 das so ziemlich hochwertigste was in Frage kommt oder bei 10-fach eben ein gutes Dekarem.

In Mechanik würde ich zustimmen, in Optik definitiv nicht....!

Zitat von stefan_r:
Das Dodecarem kann nur durch ein ca. 1000€ teures Nikon 12x50 SE hinsichtlich der Vergütung getoppt werden.

Genau das Nikon 12x50 SE Porro habe ich gehabt!
Bekommt man übrigens für ca. 800,- heute, ich habe vor 1 1/2 Jahren 770,- bezahlt.

Das Jenoptem hatte in allen Belangen nicht den Hauch einer Chance gegen dieses Fernglas. Nur das GF war größer beim Zeiss und bei der Mechanik konnte es mithalten, aber nicht übertrumpfen, die war beim Nikon einfach nur bombenfest....!
Hier ist im besonderen auch die perfekte Randschärfe des Nikons hervorzuheben. Punktförmige Sterne wörtlich bis zum Rand. Die Haptik und Ergonomie ist wesentlich besser und perfekt, das Gewicht perfekt, eigentlich fast ein perfektes Fernglas.

Ich benutze übrigens ein 15x70 TS Fernglas für astronomische Zwecke, eines aus der "Werkstatt" in China!

Warum?

Ich bin einer der seltenen Gattung, der auch größere Ferngläser mit 15/16 facher Vergrößerung ruhig freihändig halten kann, und, es zeigt mir mehr und hat den beeindruckenderen Eindruck am Himmel als jedes 8-12 x 50/56 Glas, egal welcher optischen Qualität.

Öffnung mit entsprechender Vergrößerung ist eben durch nichts zu ersetzen, auch durch kleinere Weltklasse-Optiken nicht....!

Gruß,Matthias



 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Zusammen!

Bernhard schrieb:
Manchmal wird bemängelt, daß moderne Gläser eine bessere Randschärfe haben. Man muß dann aber auch genau schauen, wie groß das Gesichtsfeld ist.
Wenn der Bereich, in dem das Zeiss an Schärfe abbaut, bei einem anderen Glas gar nicht mehr dargestellt wird, ist es kein Wunder :-)


Ich selbst habe ein 10x50 Fujinon FMTR-SX2 und kenne das Dekarem nicht. In der Rangliste für getestete 10x50 Ferngläser bei Allbinos.com belegt das Zeiss Fernglas den vorletzten Platz. Im Test bekommt es in der Kategorie "Blurring at the edge of the FOV" 0 von 10 Punkten. Laut diesem Test beginnt die Unschärfe bei 50% Entfernung vom Bildmittelpunkt. Das Fernglas bietet ein Gesichtsfeld von 7.36 Grad. Es ergibt sich demnach ein scharfer Bereich von 3.7 Grad.

Die Tester haben für das Fujinon ein 6.5 Grad großes Gesichtsfeld angegeben, das nach ihren Ergebnissen zu 85% scharf ist. Es ergibt sich demnach ein scharfer Bereich von 5.2 Grad.


Viele Grüße,
Bernd
 
Ich meine meinen Beitrag ernst, es kommt keineswegs aus einer Laune heraus. Bei mir steht kein Fernglas im Schrank nur weil Zeiss Jena oder sonstwas draufsteht, bei mir steht nur was überzeugen kann und hervorragende Leistung bringt. Mir war natürlich klar dass auf meinen Beitrag hin jemand versucht diese billige Bräsche aufzuschlagen...

Das es hellere Vergütungen seit Zeiss Jena gibt ist mir bekannt. Ich erwähnte es auch und es ist auch ein Grund mit weshalb ich etwas modern vergütetes suche.

Über Vixen Ascot und co. brauche ich nicht zu debattieren, ich hatte diese Gläser auch alle ebenso Foresta und Apex Pro.... und und und...

1. Ascot, Olympus, Kowa YF und SV... alles China
2. China oder Japan, heute keinerlei unterschied
3. optisch werden in der Tat gute Teile verbaut, insbesondere Vergütung meist sehr gut, Abbildungseindruck jedoch meist sehr ernüchternd, unruhig unausgewogen, nicht harmonisch. Mechanisch alle samt spielzeuge, eher unbrauchbar.

Ich schaue hauptsächlich nach Porros.

Jedoch auch Dachkannten (z.B. Bushnell Elite 12,5x50 Preis 1199,-) befinden sich 1-2 Klassen unter einem Dekarem.

Gerade schaue ich durch ein Barska 12x60 Porro Preis immerhin 300 Euro. Es ist beeindruckend gut vergütet, voll, bildet sehr scharf ab und könnte echt was leisten, wäre da nicht die Mechanik! Die gesamte mechanik der Bücke, die Konstruktion, es ist ein Witz, billiger-einfacher und wackliger geht es nicht. Wozu dann das ganze Fernglas? Es ist reine Verschwendung an Ressourcen. Soetwas ist einfach sinnlos.

Was die "Individualität" der einzelnen Fernglashersteller angeht, nun da musst du eventuell noch etwas genauer hinschauen.
(Vixen-Opticron, Bresser Montana- Eschenbach Farlux P, Kite Optics Fitis- Olympus DPS1... )

Du glaubst vermutlich auch dass Laptops von Asus, Siemens, Acer, Dell, HP, Toshiba ... alle indiviuell irgendwo zusammengeschraubt werden? ;-) Dann bist du globalisierungstechnisch nicht auf dem Laufenden.
 
Zitat von Gamma_7:
Unter anderem war auch ein Zeiss Jena Jenoptem dabei, welches ja praktisch baugleich mit dem Dekarem ist und nach den Dekarems mit diesen Namen gebaut wurde.

kleiner Nachtrag. Dekarem und Jenoptem wurden nicht nacheinander gebaut, sie wurden seit den 70er Jahren immer parallel hergestellt. So gibt es auch Jenoptem Gläser die noch mit alter blauer Vergütung gebaut wurden und nicht MC sind.
Ich glaube ich hatte kein Glas so häufig wie eben dieses Dekarem /Jenoptem 10x50 und auch hier gibt es Qualitative Unterschiede. Nicht jedes Exemplar ist völlig gleich dem Anderen. Die älteren (50er-60er Jahre) waren durchweg besser ausgeglichen und haben das ruhigere bild, jedoch blau vergütet, was auch kein Weltuntergang ist. Die späteren Multi Coated Gläser wurden in weit größerer Stückzahl gebaut und mit deutlich größerer qualitativer Streuung.

Gruß
 
Zitat von stefan_r:
Mir war natürlich klar dass auf meinen Beitrag hin jemand versucht diese billige Bräsche aufzuschlagen...

Ahhhh ja....!

Zitat von stefan_r:
Über Vixen Ascot und co. brauche ich nicht zu debattieren, ich hatte diese Gläser auch alle ebenso Foresta und Apex Pro.... und und und...

Warum nicht debattieren?
Ich hatte das Ascot 10x50, und es war für mich besser als das Jenoptem in Summe der Eigenschaften, hab ja geschrieben optisch besser, mechanisch schlechter. Diese schlechtere Mechanik hat aber die Beobachtung in keinster Weise beeinträchtigt. Die Mechanik des Ascots hat ihre Aufgabe erledigt und hat zu keinster Weise zu einem "Mehrtun" beim Beobachten gegenüber des Jenoptems geführt!

Für Dich ist die Meachanik von extremster Wichtigkeit, ist absolut ok, für mich muß die Mechanik so sein, daß eine Beobachtung daurch nicht beeinträchtigt wird und ohne irgendwelcher Probleme durchzuführen ist!

Und ich habe noch bei keinem Fernglas, welches ich getestet habe, so eine miese Mechanik gehabt, wo das Beobachten beeinträchtigt wird.

Zitat von stefan_r:
1. Ascot, Olympus, Kowa YF und SV... alles China

Ja, hab ja auch nicht das Gegenteil behauptet!

Aber Du hast geschrieben, daß alles aus derselben Werkstatt in China kommt und mit Kowa, Olympus, Kite, Vixen, Minox, Bresser, Opticron etc. gelabelt ist..., und das stimmt nunmal nicht, teilweise ja, teilweise nein, wie ich auch geschrieben habe.

Zitat von stefan_r:
2. China oder Japan, heute keinerlei unterschied

So gesehen könntest Du da jedes Land aufführen....

Für mich gibt es einen Unterschied zwischen Japan und China!

Und hier rede ich jetzt von chinesischen Herstellern und nicht von z.B. deutschen, japanischen, amerikanischen Herstellern, die einfach Fernglasserien in China produzieren, die aber der gleichen Qualität entsprechen als wenn sie im Mutterland des Herstellers produziert würden. Die Produktion ist eben nur in ein anderes Land verlegt weil es eben dort billiger zu produzieren ist. Zeiss produziert ja auch teilweise in Ungarn, mal als Beispiel.

Ein chinesischer Hersteller wird wohl kaum in Japan oder Deutschland produzieren....!

Und darauf will ich hinaus.

Es gibt viele Weltklasse-Ferngläser Made in Japan, aber nicht ein einziges Weltklasse-Fernglas Made in China (eines chinesischen Herstellers).

Und so gesehen gibt es schon einen Unterschied zwischen Japan und China!

Daß nicht jedes Made in Japan Fernglas gut ist, ist wohl klar, das ist keine Garantie, genauso wie Made in Germany oder Made in England oder sonstwo...!


3.
Zitat von stefan_r:
Mechanisch alle samt spielzeuge, eher unbrauchbar.

Wie geschrieben, ich hatte noch keines in der Hand was unbrauchbar ist....

Zitat von stefan_r:

Ich übrigens auch....such aber immer noch nach einem Dachkant für unterwegs (weil kompakter) mit 10facher Vergrößerung und einer AP von mindestens 3,2mm (besser 3,6mm), 4mm wäre noch besser, aber 40er oder mehr Dachkants wären wieder zu groß!

Ein Nikon Monarch 10x36 ist bei mir demnächst mal angesagt, ein Glas welches von einem japanischen Herstellers in China produziert wird.....!

Zitat von stefan_r:
Gerade schaue ich durch ein Barska 12x60 Porro Preis immerhin 300 Euro. Es ist beeindruckend gut vergütet, voll, bildet sehr scharf ab und könnte echt was leisten, wäre da nicht die Mechanik! Die gesamte mechanik der Bücke, die Konstruktion, es ist ein Witz, billiger-einfacher und wackliger geht es nicht. Wozu dann das ganze Fernglas? Es ist reine Verschwendung an Ressourcen. Soetwas ist einfach sinnlos.

Dieses Fernglas wollte ich auch mal ausprobieren, hab es aber sein lassen.

Was meinst Du jetzt mit sinnlos?

Kann man jetzt damit nicht beobachten, ist also wörtlich nicht zu gebrauchen?

Hat man Nachteile beim Beobachten dadurch wie z.B. ständiges nachfokussieren weil sich die Okulare immer wieder verstellen oder findet man den Fokusspunkt nicht oder irgendwas in dieser Richtung?
Oder genügt es einfach Deinen persönlichen Anforderungen nicht wie eine Mechanik zu sein hat?

Wacklige Mechanik mag ich übrigens auch nicht!

Ich beobachte astronomisch ja mit dem TS 15x70, die Mechanik ist bombenfest, da wackelt gar nichts, auch bei Druck auf die Okulare bewegt sich nichts.
Ich hatte aber auch mal das Celestron Skymaster 15x70, welches baugleich ist mit schlechterer Vergütung (keine volle Mehrschichtvergütung) und äußerlichen optischen Unterschieden in der Gummiarmierung hatte, innerleich waren die Prismen anders fixiert (sah irgendwie billiger aus als beim TS), sonst absolut baugleich.
Die Mechanik da war ein Wackelkandidat, aber noch brauchbar....!

Vielleicht Serienstreuung des Herstellers, hab eben ein gutes TS erhalten....!

Zitat von stefan_r:
Was die "Individualität" der einzelnen Fernglashersteller angeht, nun da musst du eventuell noch etwas genauer hinschauen.
(Vixen-Opticron, Bresser Montana- Eschenbach Farlux P, Kite Optics Fitis- Olympus DPS1... )

Du glaubst vermutlich auch dass Laptops von Asus, Siemens, Acer, Dell, HP, Toshiba ... alle indiviuell irgendwo zusammengeschraubt werden? ;-) Dann bist du globalisierungstechnisch nicht auf dem Laufenden.

Das weiß ich auch!

Nur Dein Beitrag mit den angegebenen Herstellern verallgemeinerte alles, so kam es rüber, und das stimmt teilweise, teilweise aber auch eben nicht....

Es gibt viele Ferngläser, die baugleich sind und aus derselben "Werkstatt" kommen, nur nicht eben alle aus derselben "Werkstatt" in China, es gibt da viele andere "Werkstätten", die woanders sind (z.B. Vixen Ultima und Kite Ultima (Kite Ultima wird glaub ich nicht mehr angeboten), teilweise dieselben Teile, die "Werkstatt" steht in Japan)!


Wie findest Du eigentlich die Augenmuschel-Konstruktionen früherer Ferngläser (30 Jahre und älter) wie sie auch das Dekarem/Jenoptem besitzen? (die allerletzten Zeiss Jena Modelle hatten glaube ich dann auch Gummi-Augenmuscheln)

Für mich persönlich ist das ein Argument ein Fernglas nicht zu kaufen!
Die Okulare verschmieren immer wieder durch die Wimpern, und das Gefühl am Auge ist meiner Meinung nach wesentlich "unangenehmer" als eine gute Gummiaugenmuschel.
Auch mit dem Einblickverhalten hatte ich beim Jenoptem aufgrund dieser Konstruktion leichte "Probleme", ich hab immer mal stärker ans Auge angepresst, mal weniger stark, eine optimale anegnehme Beobachtung habe ich nie so richtig gefunden....!

Gruß, Matthias
 
Hallo Matthias,

ich lese heraus, dass wir uns im Grunde mit sehr ähnlichen Ferngläsern beschäftigen. Nur in Punkto Mechanik scheiden sich undsere Geiser.

Kurz aus meiner Sicht: Die Mechanik (also im Kern die Fokussiereinheit) macht ein Fernglas für mich zum Werkzeug, zum Instrument. Ich Fokussiere viel, das Fernglas muss dabei direkt ansprechen, feinste Nuancen müssen einstellbar sein und ohne Verzögerung, verkippen oder ewiges kurbeln. Bei Dachkantgläsern lässt sich das eher gut realisieren da meist innenfokussiereinheiten verwendet werden. Bei Porros wird leider immernoch die außenliegende Brücke verbaut die ohnehin auch bei alten, qualitativ hochwertigen Gläsern, anfällig war, nun aber unter dem zusätzlichen Anspruch der Wasserdichtigkeit gänzlich überfordert ist. Die Hersteller versuchen das Glas im Okulargang abzudichten, Die Hebelwirkung die danach von den Okularen auf die Brücke ausgeht ist oftmals viel zu groß bzw die verwendeten Bügel VIEL zu schwach konstruiert. (Beispiel Foresta 8x32 8x42.. schade optisch ansonsten absolut erstklassig). Die Folge, schnelles, spontanes, feinfühliges Anfokussieren adè. Zum Ausgleich wird die Übersetzung sehr lang gewählt, ..ermüdend.

Also Debattieren ist gewünscht, warum nicht...

Ascot hatte ich das 8x32. Es ist zentral sehr scharf, vergleichbar Zeiss Jena. Randschärfe fällt eher schnell ab, stört mich aber weniger ich führe mein Glas ohnehin stetz auf das Zielobjekt weshalb mir eine sehr gute Mittenschärfe völlig ausreicht. Habs einzig aufgrund der Mechanik zurückgeschickt.

Warum nicht zum Barska: Also, soll auch wasserdicht sein. Ich packe es aus, Mitteltrieb bewegt sich keinen Millimeter. Dichtungsgummis haben sich in den Okulartuben festgeklebt innerhalb der Lagerrungszeit! Habe es schließlich doch noch bewegt bekommen aber mit derart starker Verkantung der Brücke, dass ich es nicht Fokussiern nennen mochte. Also baue ich die Okularbrücke ab(ich selbst lege auf Wasserdichtigkeit keinen Wert). Glück im Unglück, die Wasserdichtungsgummis lassen sich einfach entfernen. Nun laufen die Okulare frei im Tubus und können leichtgängig eingestellt werden. Jedoch erlaubte diese kleine Operation auch ein Blich ins Innere des Glases. Ich habe schon andere Gläser von innen gesehen, da gab es vorgefräßste Platzhalter für Prismen, Okulartuben waren von hochpräzisen Messingringen gekontert, alles passte auf den 1000stel mm genau, z.B. bei den alten Jenaer Konstruktionen oder insbesondere auch die alten Zeiss West Porros. Und nun das Barska. Die Verarbeitungsqualität erinnert mich an einen Bastelkurs an der Volkshochschule. Die guten mehrfachvergüteten Prismen mittels Heißklebepistole ins Gehäuse geklebt, die Okulartuben dünnste Blecheimer, billigst billigst billigst...
Es ist, als hätte ich einen Satz hervorragender optischer Bauteile gekauft, die in ein Gehäuse verpackt sind welches mir einen Eindruck davon vermitteln soll wie ein echtes Gehäuse aussehen könnte, dieses jedoch war im Kaufpreis nicht enthalten. So muss es nun diese Attrappe tun.

Das Fernglas wurde nicht zuende konstruiert. Nach der Berechnung der Optik hat man aufgehört und es ohne weitere Kosten zu verursachen schnellstmöglich auf den Markt geschmissen. Vielleicht weil die Kunden es nicht anders wollen. Es reicht ihnen der schnelle gute Seheindruck. Richtig gut funktionieren muss es nicht auch noch. Ich hatte jedenfalls für 300€ mehr erwartet.

Grüße

Stefan
 
PS: Dirk,

schließlich ist es ja dein Thread. Das Barska ist im Moment für 165€ zu haben (Internet). Wenn du es mit Mechanik und Verarbeitungsqualität nicht zu genau nimmst wäre es durchaus ein Glas was deinen Anforderungen entspricht:

"Problemlose befestigung an Stativ möglich"
>>es hat ein frei liegendes Stativanschlußgewinde an das sogar schnell und problemlos ein Einbein Kugelkopfstativ angesetzt werden kann OHNE irgendeinen zusätzlichen Adapter!

"Gute "Griffigkeit" also kein nackter Metallkörper"
>>Gummiarmiert

"Öffnung 50mm (oder mehr)"
>>60mm

"Vergrößerung 10x oder etwas mehr"
>>12x

"Insgesamt (gleichbleibend) gute optische Qualität."
>>Sehr hochwerig vergütet, Abbildung sehr scharf, kein Globus-,oder Kisseneffekt und weithin Randscharf

"Mehr als 300,- Euro darf das Fernglas nicht kosten."
>>bitte, 165€ glatt die Hälfte.


Ich warte im Moment nur darauf, dass die Sterne sich mal wieder sehen lassen..

Grüße,
Stefan
 
Hallo Matthias,

Es geht nicht, die Mechanik des Barska ist unbrauchbar. Ich muss auch revidieren, die Okulartuben sind keine billigen Blecheimer, sie sind aus PLASTIK! JOGHURTBECHERDICKES PLASTIK! Man kann nur in eine Richtung mit parrallel laufender Brücke Fokussieren. Nach Richtungswechsel hängt die Brücke schief, aber wie. Man muss also jedesmal über den Fokussierpunkt hinausfahren und sich aus der anderen Richtung annähern. Das ist Spielzeug. Das ist für mich ein Fall für ein unbrauchbares Glas aufgrund der Mechanik. Ich bin sehr enttäuscht, dass es daran scheitern muss, denn das Glas ist wunderbar hell, scharf und Farbneutral. Sehr schade ...

By the way...

Vergleich mal bitte Barska Storm 12x60 und die Celestron Nature Series. ;-) sind mal wieder hinter dem selben Klingelknopf zusammengeschraubt worden... immer das gleiche.

Grüße
 
Zitat von Bernhard_M:
Das Fujinon ist glaube ich ein paar Cent teurer ....

lG
Bernhard


Hallo,

sicherlich ist das Fujinon 10x50 ein paar Cent teurer. Für circa 200 Euro kann man sich jedoch ein TS Marine/APM HD/Garrett Signature/Oberwerk Ultra 10x50 kaufen, das dem Fujinon äußerlich sehr ähnlich ist. Diese Ferngläser haben verglichen zum Fujinon eine schlechtere Transmission und weitere Nachteile. Aber auch bei diesen Ferngläsern soll von der Mitte aus zumindest ein Bereich von circa 60% des Bildes scharf sein, was dann circa 3.9 Grad entsprechen würde.

- Bernd
 
Hallo Stefan!

So wie Du die Mechanik des Barska beschreibst scheint es spielzeugmäßig zu sein.
So möchte ich es auch nicht unbedingt haben.
Bei der Ascot-Mechanik (10x50) habe ich aber keine Beobachtungsnachteile feststellen können, sowas reicht mir aus...!
Vielleicht ist da aber auch eine Serienstreuung mit drin, mal etwas besser, mal etwas schlechter....!

Gruß, Matthias
 
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