First Light 10" GSO Dobson/ First "Go" EQ-6

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Dirkeb

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Hallo Astrofreunde,

heute Abend war es nun endlich soweit. Nachdem ich den 10" Dobson und die EQ-6 nun die letzten Wochen aufgrund des Wetters nur im Wohnzimmer beobachten konnte wurde es heute Abend ernst. Leider muss ich zugeben, dass es mittlerweile zu einem echten Kraftakt geworden ist dass ganze Zeug in den Garten zu schleppen. Der 10" Dobson - den ich auf den Namen Oskar getauft habe (Sesamstraße...Oskar aus der Mülltonne)wiegt mit BK7 Spiegel so mal seine 14,5 kg. Dazu der 150mm Refraktor und die EQ-6...naja jedenfalls war dann erst mal eine Pause fällig.

Aber dann...Ich hatte mir für den heutigen Abend nur Standartobjekte für die Jahreszeit vorgenommen. Also M13, M57, M81 und 82 dazu M51. Die Ausrichtung der EQ-6 mit dem neuen Polsucher war kein Problem. Ich brauchte nicht mehr mit der Zeitscheibe arbeiten. Einfach nur die Sterne mit denen im Polsucher übereinbringen und schon gehts los. Super einfach...super Sache. Dann beim genauen Test im Fadenkreuzokular war in ca. 60 Minuten lediglich eine minimale Abweichung zu bemängeln. Selbst für chemische Fotografie sollte das also keine großen Probleme bringen. Das hätte ich bei der EQ-6 eigentlich nicht erwartet nachdem ich hier von vielen Problemen gelesen hatte. Vielleicht war es auch ein Glücksgriff. Jedenfalls bin ich damit als Montierung für den 150`er Refraktor sehr zufrieden.

Somit habe ich dann also M13 mit dem Refraktor auf`s Korn genommen. Das ganze mit einem 25mm Kellner Okular war schon nicht ganz schlecht. Doch die 250mm vom Dobson haben mir eine totale Breitseite verpasst. Ich war total platt. Ich haben noch nie zuvor so etwas plastisches, klares, aufgelöstes, detaillreiches gesehen. Das war der helle Wahnsinn. Auch hier habe ich mit einem 25mm Okular begonnen und vor Begeisterung fast vergessen das da auch noch mehr gehen könnte. Also habe ich mit langsam rangetastet. Die 10mm ließen mich erst am Okular kleben und dann einen Freudentanz aufführen....sorry..aber das war einfach schweinegeil. Und dann kam der Hammer...selbst mit einem 5mm Okular war der Kern noch super klar aufgelöst. Der Vergleich mit dem Refraktor war bei 5mm sehr ernüchternd. M13 stellte sich nur noch als heller Lichtklumpen dar. Angespornt von dieser Leistung und Öffnung steuerte ich noch M57 an. Hier das gleiche Ergebnis. Im Refraktor bei niedriger Vergrösserung noch gut zu erkennen. Aber bei hoher Vergrösserung lag der Dobson eindeutig um einige Längen vorn. Ein wahrer Genuss für einen Astronomen, der bis vor kurzen noch mit 130mm Öffnung beobachtet hat.

Das gleiche Spiel bot sich mir bei M81 und 82 und M51. M51 war im Refraktor zwar gut zu erkennen. Aber die Öffnung von 250mm zeigte M51 so..ja so plastisch und einfach wunderschön wie ich sie noch nie gesehen hatte.

Aber ist gibt auch einige Dinge die gewöhnungsbedürftig sind:

1. An der EQ-6 fehlt mir im Gegensatz zur EQ-5 die manuelle Einstellmöglichkeit. Hier gibts zwischen Grobausrichtung mittels Klemme und elektronischer Steuerung keine andere Möglichkeit.

2. Einen Dobson auf einer Box bei hoher Vergrösserung noch manuell fein zu bewegen ist sehr sehr schwer.

3. 10" zeigen soviele Details, dass man sich erst daran gewöhnen muss um etwas am Himmel zu finden. Das sieht alles komplett anders aus.

Lediglich an Planeten und hier speziell am Jupiter schien der Refraktor wirklich im Vorteil zu sein und der Dobson eindeutig im Nachteil.

Nach diesem kurzen Beobachtungsabend freue ich mich schon auf wirklich dunkle, klare und kalte Nächte im Winter. Was mag mich da wohl erwarten. Ich bin wirklich gespannt.

Gleichzeitig möchte ich mich bei Herrn Bock - von Optik Bock - in Braunschweig bedanken. Er war es nämlich, der mich in Versuchung geführt hat 10" anstatt 8" zu nehmen. Seine letzten Worte waren:" Na da haben sie aber eine neue Fülle von Dingen zu beobachten." Sie hatten recht Herr Bock!

Damit möchte ich mich vom kurzen "First Light" verabschieden und wünsche Euch allen nice weather am 31 Mai.

Gruß
Dirk
 
hallo.

herzlichen grlückwunsch zu deinem erfolgreichen first light! auch ich habe einen 10" dobson, und kann deinen bericht gut nachvollziehen. mit 250mm sieht man wirklich schon superviel! wünsche dir noch viel spaß mit deinem dobson und gutes wetter (bei mir ists wiedermal bewölkt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ) !
 
Hallo Dirk,

herzlichen Glückwunsch zum Erlebnis. Ich kann nur Bestätigen was Du zu M13 und M57 erzählst. Das ist eine ganz andere Dimension mit Öffnungen >= 8".
Gestern Nacht war ich auch unterwegs und der zugehörigen Bericht s.o..

Noch viel Spaß mit dem 10" Gerät. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Was machst Du eigentlich mit dem 6" Refraktor ? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Gruß
Winfried
 
Hi Dirk,

toll, Deine Erlebnisse mit dem neuen 10".
Aber ich denke, daß er an Jupi net mithalten konnte, liegt daran,
daß der halt zur Zeit schon narrisch tief steht.
Mein 10"-MEADE-newton zeigt mir Jupiter in einer Qualität, wie ich es von noch keinem anderen Scope bisher gesehen hatte - inklusive 6" f/15 Lichtenkenecker APO!
Viele Grüße

Markus


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Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
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Markus A. R. Langlotz
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