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Hallo Beobachter,
nachdem ich hier vor über einem Jahr den Bau eines 2"-Refraktors angekündigt hatte, war es am 24.10. endlich soweit: first light für eines der kleinsten Geräte auf diesen Seiten!
Zum Instrument: Zeiss-Objektiv 50/540 (E-Variante mit Luftspalt), montiert auf RA-motorisierter GSO SkyView und Holzstativ. Verschiedene Okulare von 35mm Baader eudiaskopisch bis 4mm Zeiss Ortho.
Beobachtet wurde südlich von Lüneburg. Da der Mond schon etwa 30° hoch stand, war der Himmel schön hell. Trotzdem wollte ich die unerwartete Aufklarung nutzen. Das Seeing stellte sich als mäßig heraus, Note 3 bei 5 möglichen.
Die Objekte im einzelnen:
* Albireo (Beta Cyg): phantastische Sternabbildung und kräftige Farben, ein würdiges erstes Objekt!
* Wega: als Optiktest. Je näher ich dem Fokus kam, um so kleiner wurde der Lichtfleck. Schließlich wie im Lehrbuch ein kreisrundes Beugungsscheibchen mit einem Ring, kein erkennbarer Farbfehler - Test bestanden! Außerhalb des Fokus schöne runde Ringe in den erwarteten Farben.
* Epsilon Lyr: Zunächst noch eine "Messung": Eps. 1+2 in der Mitte des 35er Okulars = Wega genau am Gesichtsfeldrand, macht knapp 3.5° überschaubares Himmelsareal. Im 4mm Ortho berühren sich die Scheibchen der 2".5-Komponente am Rand, die der 2".4-Komponente gehen etwas ineinander über. Wie gesagt, das Seeing war mäßig, da ist sicher noch ein bißchen was drin...
* M57: geht so ziemlich in der Himmelshelligkeit unter, aber im 10mm Ortho immerhin als Ring erkennbar.
* M27: schon etwas kräftiger als der Ringnebel, die typische Form ist gut auszumachen.
* Mond: sehr beeindruckender Kontrast bei allen Vergrößerungen. Das Detail geht in der bewegten Luft etwas verloren, aber die ruhigen Sekunden zeigen schon viel schönes.
* Saturn: steht noch sehr tief und wabert heftig. Trotzdem ein Hauch von Cassiniteilung, besser sind sogar die Streifen auf dem Planeten zu sehen.
Soweit der erste Test. Ich kenne dieses Objektiv, und deshalb freue ich mich schon auf richtig gute Nächte mit dunklem Himmel.
Womit ich bei der emotionalen Seite dieses first light bin: dieses kleine Objektiv war 1978 mein erstes richtiges Astroobjektiv. Ich habe viele Jahre schöne Beobachtungen damit gemacht und hatte nie das Gefühl, seine Möglichkeiten ausgeschöpft zu haben. Inzwischen habe ich auch ein paar größere Kaliber im Einsatz. Trotzdem habe ich mich auf den Einsatz dieses Zweizöllers gefreut. Es wird Sucher-, Reise- und Fotooptik werden. Es wird einen festen Platz auf meinem 130mm-Refraktor bekommen und ich werde bei jeder Gelegenheit genau untersuchen, was von welchem Objekt mit 2" Objektivöffnung zu sehen ist. Die Ergebnisse werde ich hier in diesem Forum darstellen, und ich hoffe, daß ich bald den nächsten Bericht schreiben kann.
Grüße von Michael.
nachdem ich hier vor über einem Jahr den Bau eines 2"-Refraktors angekündigt hatte, war es am 24.10. endlich soweit: first light für eines der kleinsten Geräte auf diesen Seiten!
Zum Instrument: Zeiss-Objektiv 50/540 (E-Variante mit Luftspalt), montiert auf RA-motorisierter GSO SkyView und Holzstativ. Verschiedene Okulare von 35mm Baader eudiaskopisch bis 4mm Zeiss Ortho.
Beobachtet wurde südlich von Lüneburg. Da der Mond schon etwa 30° hoch stand, war der Himmel schön hell. Trotzdem wollte ich die unerwartete Aufklarung nutzen. Das Seeing stellte sich als mäßig heraus, Note 3 bei 5 möglichen.
Die Objekte im einzelnen:
* Albireo (Beta Cyg): phantastische Sternabbildung und kräftige Farben, ein würdiges erstes Objekt!
* Wega: als Optiktest. Je näher ich dem Fokus kam, um so kleiner wurde der Lichtfleck. Schließlich wie im Lehrbuch ein kreisrundes Beugungsscheibchen mit einem Ring, kein erkennbarer Farbfehler - Test bestanden! Außerhalb des Fokus schöne runde Ringe in den erwarteten Farben.
* Epsilon Lyr: Zunächst noch eine "Messung": Eps. 1+2 in der Mitte des 35er Okulars = Wega genau am Gesichtsfeldrand, macht knapp 3.5° überschaubares Himmelsareal. Im 4mm Ortho berühren sich die Scheibchen der 2".5-Komponente am Rand, die der 2".4-Komponente gehen etwas ineinander über. Wie gesagt, das Seeing war mäßig, da ist sicher noch ein bißchen was drin...
* M57: geht so ziemlich in der Himmelshelligkeit unter, aber im 10mm Ortho immerhin als Ring erkennbar.
* M27: schon etwas kräftiger als der Ringnebel, die typische Form ist gut auszumachen.
* Mond: sehr beeindruckender Kontrast bei allen Vergrößerungen. Das Detail geht in der bewegten Luft etwas verloren, aber die ruhigen Sekunden zeigen schon viel schönes.
* Saturn: steht noch sehr tief und wabert heftig. Trotzdem ein Hauch von Cassiniteilung, besser sind sogar die Streifen auf dem Planeten zu sehen.
Soweit der erste Test. Ich kenne dieses Objektiv, und deshalb freue ich mich schon auf richtig gute Nächte mit dunklem Himmel.
Womit ich bei der emotionalen Seite dieses first light bin: dieses kleine Objektiv war 1978 mein erstes richtiges Astroobjektiv. Ich habe viele Jahre schöne Beobachtungen damit gemacht und hatte nie das Gefühl, seine Möglichkeiten ausgeschöpft zu haben. Inzwischen habe ich auch ein paar größere Kaliber im Einsatz. Trotzdem habe ich mich auf den Einsatz dieses Zweizöllers gefreut. Es wird Sucher-, Reise- und Fotooptik werden. Es wird einen festen Platz auf meinem 130mm-Refraktor bekommen und ich werde bei jeder Gelegenheit genau untersuchen, was von welchem Objekt mit 2" Objektivöffnung zu sehen ist. Die Ergebnisse werde ich hier in diesem Forum darstellen, und ich hoffe, daß ich bald den nächsten Bericht schreiben kann.
Grüße von Michael.