"First Light" ? - Naja, nicht ernsthaft!

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Balloni

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"First Light" ? - Naja, nicht ernsthaft!

Hallo Sternenfreunde,

mein neues Teleskop steht nun schon eine Weile da,
auch die ADM ist drunter und die neuen Okulare liegen bereit.
Jeden Abend der bange Blick aus dem Fenster zum Himmel.

Nuja, den ganzen "Krahm" ins Auto packen ?
Einen Beobachtungsplatz habe ich auch noch nicht gefunden
und im Moment habe ich zur Verstärkung meines inneren
Schweinehundes eine Erkältung, so daß ich derzeit nur
hinter dem Fenster beobachte. :blush:

:totlach: Nich lachen ! - Ist eben erstmal so.

Heut Morgen 5:00 hatte ich gute Sicht und der Jupiter
lachte zum Greifen in mein Fenster.
Also Teleskop eingerichtet und das 3,5 mm Hyperion
mit 14 mm Verlängerung (2,5mm) drauf. (Am 150/750)
Whow! - Der Jupiter ein Matschfleck. Aber zwei Sterne dicht dabei?
Ah, nein sind Io und Ganymed! - Oh so gut zu sehen?
Nun, gut, Verlängerung abgeschraubt - 3,5 mm Brennweite -
Jupiter ist immer noch nicht scharf zu kriegen, jetzt aber auch Callisto im Blickfeld.

Also das 6 mm SuperPlössl (125x) drauf und siehe da, gute Sicht.

Mich erstaunte nur, dass erst kurz vor 6:00 die Streifen des Jupiters zu ahnen waren.
Vorher war der Jupiter wohl einfach zu hell. !?
Hm, klar bei Fotos macht das die Belichtung, aber wie macht Ihr das beim Beobachten?
Blendet Ihr die Teleskopöffnung ab?

Auf jeden Fall war es spannend, mal alles zu testen, incl.
der Nachführung.
Und ! - es macht mir Hunger auf meine erste Beobachtungsnacht im Freien.


Himmlische Grüße
Steffen
 
Re: "First Light" ? - Naja, nicht ernsthaft!

Hallo Steffen,

an Deinen Beobachtungen ist nichts erstaunliches dran, ich würde sagen, für "hinter Scheibe" sehr gut.

Zunächst warst Du, für die Verhältnisse, mit zu hoher Vergrößerung dran, im 6 mm Okular ging es dann.

Schon mit dem 3,5 mm Okular (214fach) bist Du bei 0,7 mm AP, damit siehst Du bereits alles, was das Teleskop und dein Auge(!) kann. Das hat schon wegen Seeing und dem Umfeld nicht geklappt, selbst wenn höhere Vergrößerungen machbar gewesen wären, hätte sich das Planetenbild nur aufgeblasen ohne weitere Details zu liefern.

Das 6 mm Okular (125fach) liefert 1,2 mm AP an dem Gerät.
Das ging dann von der Schärfe her, (Monde erkannt), aber die Planetenscheibe war blendend hell, Details wurden überstrahlt.
Die einsetzende Dämmerung hat dann den helligkeitskontrast verringert, Deine Augen waren nicht mehr so gut dunkeladaptiert und die Details wurden langsam sichtbar.

Die Lösung solcher Probleme in dunkler Nacht heißt Lichtdämpfung. Das erreeicht man mit einem Grau- oder einem variablen Polfilter. Der variable Polfilter hat den Vorteil, dass die Dämpfung stufenlos einstellbar ist, und den Nachteil von zwei statt einer Glasfläche mehr (beim Graufilter).
Ich bevorzuge für Mond- und Planetenbeobachtung bei zu großer AP den variablen Polfilter von Antares. Er hat den breitesten nutz- und regelbaren Durchlass bei sehr guter Qualität. Ich kann keine Bildverschlechternden Einflüsse erkennen.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Re: "First Light" ? - Naja, nicht ernsthaft!

Hi Steffen,


Nein, das wäre schlecht, denn das ginge auf die Auflösung. Beim Jupiter ist es am besten wenn man (bei gutem Seiing) gleich hoch vergrößert (kleine AP) oder in der Dämmerung beobachtet, dann blendet er nicht so. :)

Gruß

Lots
 
Re: "First Light" ? - Naja, nicht ernsthaft!

Oh, jetzt driftet das Thema in eine andere Rubrik ab:

Hallo Lots,

bedeutet das, wenn ich die Öffnung abblende ist es das
gleiche, als wenn ich einen kleineren Spiegel (= Licht-
sammelvermögen und = Auflösung) habe?

Hm, max Vergrößerung hängt von der Öffnung ab.
Nur, beim Fotoapparat steigt doch die Tiefenschärfe beim
Abblenden. (langsamer) Ist hier die Auflösung unbeachtlich?
Also "anders" als beim Teleskop?

Aber Danke für den Tipp mit der Dämmerung !!!

CS
Steffen
 
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