Hallo Christian,
Nunja, das gering ist eher bezogen auf ähnlich kompakte Newtons
einen solchen kompakten Intes 6"-Maksutov-Newton besitze ich, dieser hat aber statt 36% nur 18% Obstruktion (!!!), ist zwar etwas länger aber - da Eigenbautubus - auch nur 5,5 kg schwer.
Ich konnte meinen MN-61 mehrfach mit dem 6" TMB-Apo wie auch mit 6" Maks.-Cassegrains von Intes-Micro vergleichen.
Der Kontrastunterschied zum Apo ist bei nur 3,5% Flächenobstruktion kaum wahrnehmbar, der Apo-Besitzer selbst konte keinen signifikanten Unterschied erkennen und war sichtlich überrascht.
Der Mak.-Cassegrain dagegen hat fast die dreifache Flächenobstruktion, das Bild z.B. von Jupiter, Saturn und M42 war merklich dunkler, kontrastärmer und unschärfer. Im MN 603 waren auf Jupiter die Farben der Wolkenbänder nur zu erahnen, im MN-61 dagegen sogar noch Farbnuanzen innerhalb der Bänder und Zonen auf den ersten Blick zu erkennen!
Der große Fangspiegel des Mak.-Cass. führt zu einer Verstärkung der Beugungsringe bei gleichzeitiger Abschwächung der Intensität des Beugungsscheibchens in der Mitte. Bei nicht perfektem Seeing verschwimmt die zentrale Beugungsfigur mit den Ringen der 1. und 2. Ordnung, so dass das reale Auflösungsvermögen sinkt. Das ist umso bedauerlicher, da die russischen Optiken von spitzenmäßiger Qualität sind! Schade, dass sich viele Maksutov-Interessenten für die bequemere kurzbauende Cassegrain-Variante entscheiden.
Aber da Du noch Schüler bist, wird das M 603 bestimmt nicht Dein letztes Fernrohr sein. Und wenn ich bedenke, dass mein Schülerfernrohr damals ein 2"-Zeiss-Refraktor war, kann ich Dir mit Deinem Sechszöller nur viel Spaß wünschen.
clear skies,
Ralf