Matthias_Becker
Aktives Mitglied
Firstlight im Sauerland:
10“ F/5 Dobson (ICS Galaxy D10)
Teleskop: 250/1250 Galaxy Newton mit Premium Optik (Fa. ICS) auf TZM Leichtbau-Rockerbox
Bedingungen: hervorragende Transparenz, fst (geschätzt) 6,5 mag, V(max)>250x
Zeit: Sa., 14.02.2009, 20.00-2130 MEZ
Teleskopkauf:
Beim Suchen nach einer schönen Optik für meine ungenutzte TZM Leichtbau-Rockerbox stellte ich fest, dass die 10“ Galaxy Dobson Teleskope (D10) der Firma ICS genau den passenden Tubusdurchmesser haben. Nach eingehender Beratung orderte ich ein D10 mit Premium Pyrex Optik, d.h. mit hochreflektiver Beschichtung und hervorragender optischer Qualität, die durch einen Test (Interferogramm) belegt wurde.
Justierung:
Die Justierung der Optik habe ich bei Tageslicht durchgeführt: Mit dem Chesire wurde der Fangspiegel zum Okularauszug ausgerichtet bis er schön rund mit dem Rohrende des Chesires zur Deckung gebracht werden konnte. Im nächsten Schritt kam der Justierlaser (ICS Collimaster) zum Einsatz. Erst wurde mit den Justierschrauben des Fangspiegels der primäre Laserpunkt in die Mittelmarkierung des Hauptspiegels gebracht. Dann wurden die Justierschrauben des Hauptspiegels so lange betätigt, bis der Laserstrahl in sich zurückfiel.
Mechanisch gibt es soweit am D10 nichts auszusetzen.
Beobachtung:
Nach etwa einstündiger Abkühlung habe ich versucht, meine an diesem Abend knapp bemessene Zeit gut einzuteilen. Zwei, drei Objekte müssen reichen.
An einem defokussierten Stern wird noch kurz der Justierzustand überprüft: Der Fangspiegel zeigt sich zentral – alles in Ordnung!
Zuerst ein kurzer Blick auf M42.
Bei 57x (Vixen LVW 22 mm) präsentiert sich der Orionnebel von seiner besten Seite! Strukturreiche, ja geradezu wolkige Nebelteile. Von sehr hell im Zentrum bis hauchzart weiter draußen – diese Unterschiede sind eben die Stärke der visuellen Beobachtung! Klar abgegrenzt weist die Große Bucht zum Trapez.
Auch M43 ist unübersehbar – diffus und mit einem hellen Stern im Zentrum. So deutlich habe ich ihn noch nie gesehen.
Der Einsatz des UHC bringt nur wenig – die Bedingungen sind wirklich gut!
Dann weiter zu M35 und meinem eigentlichen Ziel, seinem Begleiter NGC2158:
Ich genieße einen Moment einen der schönsten offenen Sternhaufen des Winterhimmels im 16er Nagler (78x). M35 zeigt eine hübsche Anordnung von sehr hellen Sterne, nicht besonders viele und auch keine schwächeren.
Umso deutlicher ist dann aber der Kontrast zum winzigen Nachbarn NGC2158! Der nur 5 Bogenminuten durchmessende OC (M35 bringt es immerhin fast auf ein halbes Grad!) ist sehr sternenreich und dicht gepackt. Bei niedriger Vergrößerung ist nur ein Nebel zu sehen. Bei 250x/208x (Nagler Zoom 3-6 mm), 187x (6,7 mm Meade UWA) und auch bei 119x im Pentax 10,5 mm SMC-XL können die besten Ergebnisse erzielt werden. Besonders bei indirektem Sehen steigt die Anzahl aufgelöster Sterne sprunghaft an, die vor einem gemottelten Hintergrund einer unheimlichen Sternenfülle erscheinen. Einfach nur phantastisch! NGC2158 erinnert ein wenig an einen fast aufgelösten Kugelsternhaufen.
Das hervorragende Einblickverhalten des Pentax Okulars bringt durch entspanntes Beobachten eine super Wahrnehmung. Das Nagler Zoom kann da nicht mithalten – durch die variable Brennweite kann man sich aber super ans Limit rantasten. Mehr als 250x bringt nichts. Optimal ist 187x.
Fazit:
Der ICS Galaxy 10“er wird meinen Erwartungen gerecht.
Ausreichend (qualitativ hochwertige!) Öffnung bei akzeptabler Abmessung und rückenfreundlichem Gewicht – so muss ein Fernrohr sein!
Die mechanischen Komponenten des OTA sind einwandfrei und praxisorientiert – Perfektion kostet halt deutlich mehr. Besonders gut gefällt mir der Okularauszug mit Mikrofokussierung (1:10), erst grob annähern, dann feinfühlig scharfstellen.
Auch die Innenschwärzung des Tubus ist gar nicht mal so schlecht – die Auskleidung mit Velourfolie kann noch etwas warten.
Zur serienmäßigen Rockerbox kann ich aber nichts sagen, da ich die TZM Leichtbau-Rockerbox benutze.
Gruß
Matthias
10“ F/5 Dobson (ICS Galaxy D10)
Teleskop: 250/1250 Galaxy Newton mit Premium Optik (Fa. ICS) auf TZM Leichtbau-Rockerbox
Bedingungen: hervorragende Transparenz, fst (geschätzt) 6,5 mag, V(max)>250x
Zeit: Sa., 14.02.2009, 20.00-2130 MEZ
Teleskopkauf:
Beim Suchen nach einer schönen Optik für meine ungenutzte TZM Leichtbau-Rockerbox stellte ich fest, dass die 10“ Galaxy Dobson Teleskope (D10) der Firma ICS genau den passenden Tubusdurchmesser haben. Nach eingehender Beratung orderte ich ein D10 mit Premium Pyrex Optik, d.h. mit hochreflektiver Beschichtung und hervorragender optischer Qualität, die durch einen Test (Interferogramm) belegt wurde.
Justierung:
Die Justierung der Optik habe ich bei Tageslicht durchgeführt: Mit dem Chesire wurde der Fangspiegel zum Okularauszug ausgerichtet bis er schön rund mit dem Rohrende des Chesires zur Deckung gebracht werden konnte. Im nächsten Schritt kam der Justierlaser (ICS Collimaster) zum Einsatz. Erst wurde mit den Justierschrauben des Fangspiegels der primäre Laserpunkt in die Mittelmarkierung des Hauptspiegels gebracht. Dann wurden die Justierschrauben des Hauptspiegels so lange betätigt, bis der Laserstrahl in sich zurückfiel.
Mechanisch gibt es soweit am D10 nichts auszusetzen.
Beobachtung:
Nach etwa einstündiger Abkühlung habe ich versucht, meine an diesem Abend knapp bemessene Zeit gut einzuteilen. Zwei, drei Objekte müssen reichen.
An einem defokussierten Stern wird noch kurz der Justierzustand überprüft: Der Fangspiegel zeigt sich zentral – alles in Ordnung!
Zuerst ein kurzer Blick auf M42.
Bei 57x (Vixen LVW 22 mm) präsentiert sich der Orionnebel von seiner besten Seite! Strukturreiche, ja geradezu wolkige Nebelteile. Von sehr hell im Zentrum bis hauchzart weiter draußen – diese Unterschiede sind eben die Stärke der visuellen Beobachtung! Klar abgegrenzt weist die Große Bucht zum Trapez.
Auch M43 ist unübersehbar – diffus und mit einem hellen Stern im Zentrum. So deutlich habe ich ihn noch nie gesehen.
Der Einsatz des UHC bringt nur wenig – die Bedingungen sind wirklich gut!
Dann weiter zu M35 und meinem eigentlichen Ziel, seinem Begleiter NGC2158:
Ich genieße einen Moment einen der schönsten offenen Sternhaufen des Winterhimmels im 16er Nagler (78x). M35 zeigt eine hübsche Anordnung von sehr hellen Sterne, nicht besonders viele und auch keine schwächeren.
Umso deutlicher ist dann aber der Kontrast zum winzigen Nachbarn NGC2158! Der nur 5 Bogenminuten durchmessende OC (M35 bringt es immerhin fast auf ein halbes Grad!) ist sehr sternenreich und dicht gepackt. Bei niedriger Vergrößerung ist nur ein Nebel zu sehen. Bei 250x/208x (Nagler Zoom 3-6 mm), 187x (6,7 mm Meade UWA) und auch bei 119x im Pentax 10,5 mm SMC-XL können die besten Ergebnisse erzielt werden. Besonders bei indirektem Sehen steigt die Anzahl aufgelöster Sterne sprunghaft an, die vor einem gemottelten Hintergrund einer unheimlichen Sternenfülle erscheinen. Einfach nur phantastisch! NGC2158 erinnert ein wenig an einen fast aufgelösten Kugelsternhaufen.
Das hervorragende Einblickverhalten des Pentax Okulars bringt durch entspanntes Beobachten eine super Wahrnehmung. Das Nagler Zoom kann da nicht mithalten – durch die variable Brennweite kann man sich aber super ans Limit rantasten. Mehr als 250x bringt nichts. Optimal ist 187x.
Fazit:
Der ICS Galaxy 10“er wird meinen Erwartungen gerecht.
Ausreichend (qualitativ hochwertige!) Öffnung bei akzeptabler Abmessung und rückenfreundlichem Gewicht – so muss ein Fernrohr sein!
Die mechanischen Komponenten des OTA sind einwandfrei und praxisorientiert – Perfektion kostet halt deutlich mehr. Besonders gut gefällt mir der Okularauszug mit Mikrofokussierung (1:10), erst grob annähern, dann feinfühlig scharfstellen.
Auch die Innenschwärzung des Tubus ist gar nicht mal so schlecht – die Auskleidung mit Velourfolie kann noch etwas warten.
Zur serienmäßigen Rockerbox kann ich aber nichts sagen, da ich die TZM Leichtbau-Rockerbox benutze.
Gruß
Matthias
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