faktor0a
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Hallo Miteinander!
Ich möchte Euch hier von meinem Firstlight berichten:
Auspackbericht:
Zunächst kam das Auspacken der "Palette Optische Instrumente" 59kg!
Als erstes das Teleskop selbst. Ein riesiger Karton umhüllte einen weiteren mit der OVP des Tubus.
Den mächtigen Deckel abgehoben und das Teleskop kam unter den Schutzhüllen zum Vorschein. Was für ein Moment!
Begeistert und voller Freude wurde es zunächst auf den Boden gestellt und einfach von allen Seiten in Ruhe bestaunt.
Anschließend kam ein kurzer Check was noch in dem Kartons schlummerte, auch Netzteil und Taukappe waren da, letztere war ebenfalls imposant!
Anschließend wurde das Stativ aus seiner Transportverpackung befreit. Sofort wurde klar, es ist ein mächtiges Stativ und mit meiner "kleinen SkyView" nicht zu vergleichen.
Nach kurzem einlesen, blättern und einstudieren in der Anleitung kam es dann zum ersten Aufbau. Nach dem aufstellen des Stativs wurde dann mit Vorsicht das LX90 aufs Stativ gehoben. Ziemliches gewicht hat das Teleskop. Wenn man aber erstmal seine eigene Grifftechnik herausgefunden hat ist das gar kein Problem.
Das oft als "fumelige aufsetzten des Teleskops" erweist sich eigentlich gar nicht als so schwierig.
Was für ein Gefühl und Anblick, als das Teleskop mit seiner ganzen Pracht mitten im Karton- und Verpackungsdschungel im Wohnzimmer stand! Das Gefühl sein erspartes Geld richtig investiert zu haben machte sich unweigerlich breit und bestätigte sich auch in den nächsten Firstlights.
Die ersten Trockenübungen und das Arbeiten mit dem Autostarhandkontroller wurden durchgeführt und die Motoren summten ihr Lied. Einfach genial!
Firstlight:
Zeit war leider knapp und vorgerückt, aber das Teleskop musste einfach schnell nach draußen auf den Balkon. Daher einfach den Tubus mit Gabel auf den Balkon Tisch gestellt und den Saturn angefahren.
Entgegen der sonst üblichen Regel: neues Teleskop * Öffnung = X Regen & Wolkentage; war die Sicht einigermaßen gut und keine Wolken da.
Der erste Anblick war zitternd denn der Tisch nicht stabil, das Bild wackelte wie verrückt als sich die Motoren dann auch noch auf schneller Stufe bewegten und Manuell versucht wurde ein Ziel anzusteuern. Nachdem vorher behelfsmäßig der Sucher justiert wurde. Der zusätzliche Leuchtpunktsucher war noch ohne Funktion.
Doch die Freude und Begeisterung war da.
Ein kurzer Aufbau mit dem richtigen Stativ folgte und ein Blick zu Saturn ließ sich ermöglichen.
In recht kurzen abständen wurden die Okulare durchgetestet.
Viel zuwenig Zeit um alles richtig zu genießen. Doch der Saturn erfreute sofort.
Dann sozusagen als Abschluss, schoss noch eine Sternschnuppe durchs Blickfeld.
Dann wurde es Zeit wieder alles "zurückzubauen" und schlafen zu gehen.
Am nächsten Tag war das Glück mir hold und die oben Zitierte Regel für neue Teleskope wurde wieder ausgehebelt.
Das 2. Firstlight:
Noch im hellen wurde das Teleskop in ruhe auf dem Balkon aufgebaut. Die Anleitung weiter konsultiert und sich näher mit Bedienung und Verwendung der Menüs beschäftigt.
Erste Ausrichtungstests wurden durchgeführt.
GoTo:
Nach dem die Dunkelheit sich ausgebreitet hatte, wurde dann die erste vollautomatische Ausrichtung versucht. Die sich aber nicht ganz zufriedenstellend funktionierte. Denn die Auswahl der Eichsterne erfolgte hier vollautomatisch man hat nur den hellsten Stern zu zentrieren. Die Ausrichtung nach Norden und die Horizontale Ausrichtung erledigt dann das LNT Modul. Für einen Balkon mit eingeschränkter Sicht also nicht ganz das richtige, da man auch die Sterne nicht auswählen kann?(Oder ich habe es noch nicht rausgefunden...).
Kurze Verzweiflung hätte sich beinnahe breit machen wollen, doch ein kurzes überlegen, das man A) noch nicht die Bedienungsanleitung ganz gelesen hat und B) durchs Forum schon wusste, wie man das Teleskop auf dem Balkon betreiben kann, ließen dieses Gefühl nicht zu.
Also die 2 Sterne Ausrichtung im Menü aktiviert.
Dazu muss das Teleskop von Hand horizontal und nach Norden (grob) ausgerichtet werden. Dann wird der erste Stern vorgeschlagen.
Ein schneller Blick auf Stellarium und Regulus aus dem Löwen erschien mir als erster Referenzstern geeignet.
Im Autostar, nach unten geblättert, Regulus bestätigt, und Regulus wurde angesteuert. Leuchtpunktsucher und Sucher wurden vorher Justiert. Regulus wurde annähernd (nicht im Sichtbereich des Suchers) automatisch angefahren, dann wurde er von Hand zentriert. (Je genaue man nach Norden ausrichtet desto besser wird der erste Stern angefahren.
(Übrigens im Thread wurde schon erwähnt das man die richtigen Namen der Sterne parat haben muss, die für diese art des GoTo nötig sind. Als die einfachste Möglichkeit, gerade wenn man von Zuhause aus beobachtet, empfand ich Stellarium. Sofort wird einem der Name Präsentiert. Ein Mausklick auf den Stern sofort ist der richtige Name da, den man im Autostar benutzen kann. Für die, die nicht von Zuhause aus beobachten und keinen Laptop mitnehmen, müssen wahrscheinlich schon z.B. im Karkoschka hinten nachschlagen. Aber! Wenn man draußen ist auf dem Feld, wird man wahrscheinlich keine Eingeschränkte Sicht haben, und man kann dann einfach die Vollautomatische Ausrichtung benutzten. Also absolut Einsteiger Freundlich das ganze System.)
Als 2. Referenzstern wählte ich Procyon aus. Diesmal wurde der Referenzstern noch näher angefahren. Diesen zentriert, und bestätigt.
Jetzt konnte der erste richtige "GoTo" Test erfolgen.
Was bot sich da an, … klar Saturn.
Objekt Sonnensystem, Saturn ausgewählt und GoTo.
Der Saturn wurde angefahren und landete mittig im Okular! Genial! Klar, Saturn findet man ja auch so, aber die Ansteuerung funktionierte gut.
Übrigens ist der Leuchtpunktsucher ganz gut, er brauch keine Zusätzlichen Batterien, und man kann die Helligkeit einstellen. Des Weiteren bietet er auch die Möglichkeit zu blinken, was vorteilhaft ist, wenn die schwächste Einstellung immer noch zu Hell sein sollte.
Beobachtung:
Nun folgte die erste richtige Saturnbeobachtung. Ich war begeistert! Mit meinem ED80 kam die Max von 170x fast nie zum Einsatz. Mit meinen Aktuellen Okularen konnte ich in Ruhe mit dem 8mm Hyperion bei 250x Beobachten. Kein "Wabern" des Bildes. Zwischendurch waberte es ganz leicht, aber kein Vergleich. Ich konnte deutlich den Schatten den der Ring auf Saturn wirft entdecken. Auch wenn der Ring nahezugeschlossen war/ist konnte ich die Zwischenräume zwischen Ring und Saturn sehen.
Zwischendurch wechselte ich auch auf das mitgelieferte Okular auf
76x und mit dem Hyp 21mm auf 95x Fach. Aber dort erschien der Saturn gefühlt schärfer aber etwas klein.
Was an der Beobachtung auch gefiel war die lautlose Nachführung! (Es ist wirklich ein sehr leises Geräusch das auch nicht unangenehm ist, beim automatischen Nachführen. Da war der "Lärm der Natur" und der entfernte Straßenlärm lauter. Wenn man auf schnellster Stufe geschwenkt wird ist es natürlich schon recht laut. Die Nachführung mit der siderische Geschwindigkeit ist quasi nicht zu hören.)
So in Ruhe konnte ich noch nie Saturn beobachten, was an folgendem Lag:
Der Automatischen Nachführung und der Beobachtungsposition.
Die Automatischen Nachführung sorgte dafür das ich nirgendwo drehen musste um ihn in der Bildmitte zu halten (Meine Skyview ist eh sehr wackelig und das Bild zitterte immer mit), das Nachführen war auch so ruhig das man es nicht merkte. Also volle Konzentration auf das Bild.
Das Nachführen, sowie die Position die man hinter einem SC einnimmt, erlaubten es mir, gemütlich auf einem Stuhl zu sitzen und in angenehmer Haltung durchs Okular auf Saturn zu schauen.
Nach einigem Beobachten beschloss ich noch ein weiteres Ziel anzufahren und ermittelte per Stellarium mein nächstes Ziel.
Den Offenen Sternhaufen M44.
Als ich zum Teleskop zurückkehrte war ich im ersten Moment überrascht dass Saturn immer noch im Okular stand, klar ich hatte die Nachführung angelassen. (Man kann aber auch eine Sleepfunktion aktivieren.)
Ich ließ dann M44 ansteuern und war begeistert! Leider hatte ich noch nicht die Möglichkeit mein 2" Okular zu nutzen da mir noch ein Adapter fehlt.
Später steuerte ich dann noch M67 an.
Seine Sterne waren sehr blass.
Als ich mir die Situation durch den Leuchtpunktsucher ansah, bemerkte ich dass der Himmel doch keine so gute Sicht mehr gewährte.
Es waren so weinig Sterne zu sehen, dass das Auffinden ein großes Problem bereiten würde ohne GoTo. So wie es mir auch oft mit meinem ED80 gegangen war.
Trotz dieser schlechten Sichtverhältnisse gewährte mir mein neues Teleskop aber die Sicht auf die Sterne! Was will man mehr!
Interessant ist übrigens auch die Möglichkeit sich Informationen zu den Objekten auf dem Autostar anzeigen zu lassen.
Resümee:
Für mich ist das Meade LX90 das Ideale Teleskop, soweit ich das zum jetzigen Zeitpunkt sagen kann. Klar wird es auch noch Schattenseiten aufzeigen denke ich. Denn nicht alles hat nur vorteile.
Ich für meinen Teil bin der Ideale GoTo nutzer.
Ich habe für mein Hobby nicht soviel Zeit wie ich gerne hätte. Nun kann ich dank der Automatischen Ausrichtung, mehr Beobachten!
Um weiter zu lernen wo die Aufgesuchten Objekte sich befinden schaue ich mir die Regionen in Leuchtpunkt und normalen Sucher an.
Dankbar bin ich, das ich nun im Aufgehellten Stadthimmel beobachten kann, wo mir dies vorher dank fehlender Sterne nicht möglich war.
Auch das Beobachten selbst ist durch die gute und automatische Nachführung angenehmer geworden.
Die Freude des Aufsuchens, wenn man das Objekt dann gefunden hat, bleibt natürlich schon auf der Strecke!
Aber nun kann ich mich dem Widmen, wofür mir sonst die Zeit fehlte.
Ich nehme mir meinen Deepsky Reiseführer, lese mir die Details zu dem Sternbild oder dem Objekt an, schaue was mich erwartet und sehe mir dann das Objekt durchs Teleskop an.
Das zu meinen ersten Erfahrungen und Eindrücken zum LX90 ACF.
Übrigens war es im ersten Test gut Kollumiert.
Wie man merkt bin ich begeistert.
Nun warte ich noch auf gutes Wetter um noch mehr zu sehen!
Mit freundlichen Grüßen
Dan
Ich möchte Euch hier von meinem Firstlight berichten:
Auspackbericht:
Zunächst kam das Auspacken der "Palette Optische Instrumente" 59kg!
Als erstes das Teleskop selbst. Ein riesiger Karton umhüllte einen weiteren mit der OVP des Tubus.
Den mächtigen Deckel abgehoben und das Teleskop kam unter den Schutzhüllen zum Vorschein. Was für ein Moment!
Begeistert und voller Freude wurde es zunächst auf den Boden gestellt und einfach von allen Seiten in Ruhe bestaunt.
Anschließend kam ein kurzer Check was noch in dem Kartons schlummerte, auch Netzteil und Taukappe waren da, letztere war ebenfalls imposant!
Anschließend wurde das Stativ aus seiner Transportverpackung befreit. Sofort wurde klar, es ist ein mächtiges Stativ und mit meiner "kleinen SkyView" nicht zu vergleichen.
Nach kurzem einlesen, blättern und einstudieren in der Anleitung kam es dann zum ersten Aufbau. Nach dem aufstellen des Stativs wurde dann mit Vorsicht das LX90 aufs Stativ gehoben. Ziemliches gewicht hat das Teleskop. Wenn man aber erstmal seine eigene Grifftechnik herausgefunden hat ist das gar kein Problem.
Das oft als "fumelige aufsetzten des Teleskops" erweist sich eigentlich gar nicht als so schwierig.
Was für ein Gefühl und Anblick, als das Teleskop mit seiner ganzen Pracht mitten im Karton- und Verpackungsdschungel im Wohnzimmer stand! Das Gefühl sein erspartes Geld richtig investiert zu haben machte sich unweigerlich breit und bestätigte sich auch in den nächsten Firstlights.
Die ersten Trockenübungen und das Arbeiten mit dem Autostarhandkontroller wurden durchgeführt und die Motoren summten ihr Lied. Einfach genial!
Firstlight:
Zeit war leider knapp und vorgerückt, aber das Teleskop musste einfach schnell nach draußen auf den Balkon. Daher einfach den Tubus mit Gabel auf den Balkon Tisch gestellt und den Saturn angefahren.
Entgegen der sonst üblichen Regel: neues Teleskop * Öffnung = X Regen & Wolkentage; war die Sicht einigermaßen gut und keine Wolken da.
Der erste Anblick war zitternd denn der Tisch nicht stabil, das Bild wackelte wie verrückt als sich die Motoren dann auch noch auf schneller Stufe bewegten und Manuell versucht wurde ein Ziel anzusteuern. Nachdem vorher behelfsmäßig der Sucher justiert wurde. Der zusätzliche Leuchtpunktsucher war noch ohne Funktion.
Doch die Freude und Begeisterung war da.
Ein kurzer Aufbau mit dem richtigen Stativ folgte und ein Blick zu Saturn ließ sich ermöglichen.
In recht kurzen abständen wurden die Okulare durchgetestet.
Viel zuwenig Zeit um alles richtig zu genießen. Doch der Saturn erfreute sofort.
Dann sozusagen als Abschluss, schoss noch eine Sternschnuppe durchs Blickfeld.
Dann wurde es Zeit wieder alles "zurückzubauen" und schlafen zu gehen.
Am nächsten Tag war das Glück mir hold und die oben Zitierte Regel für neue Teleskope wurde wieder ausgehebelt.
Das 2. Firstlight:
Noch im hellen wurde das Teleskop in ruhe auf dem Balkon aufgebaut. Die Anleitung weiter konsultiert und sich näher mit Bedienung und Verwendung der Menüs beschäftigt.
Erste Ausrichtungstests wurden durchgeführt.
GoTo:
Nach dem die Dunkelheit sich ausgebreitet hatte, wurde dann die erste vollautomatische Ausrichtung versucht. Die sich aber nicht ganz zufriedenstellend funktionierte. Denn die Auswahl der Eichsterne erfolgte hier vollautomatisch man hat nur den hellsten Stern zu zentrieren. Die Ausrichtung nach Norden und die Horizontale Ausrichtung erledigt dann das LNT Modul. Für einen Balkon mit eingeschränkter Sicht also nicht ganz das richtige, da man auch die Sterne nicht auswählen kann?(Oder ich habe es noch nicht rausgefunden...).
Kurze Verzweiflung hätte sich beinnahe breit machen wollen, doch ein kurzes überlegen, das man A) noch nicht die Bedienungsanleitung ganz gelesen hat und B) durchs Forum schon wusste, wie man das Teleskop auf dem Balkon betreiben kann, ließen dieses Gefühl nicht zu.
Also die 2 Sterne Ausrichtung im Menü aktiviert.
Dazu muss das Teleskop von Hand horizontal und nach Norden (grob) ausgerichtet werden. Dann wird der erste Stern vorgeschlagen.
Ein schneller Blick auf Stellarium und Regulus aus dem Löwen erschien mir als erster Referenzstern geeignet.
Im Autostar, nach unten geblättert, Regulus bestätigt, und Regulus wurde angesteuert. Leuchtpunktsucher und Sucher wurden vorher Justiert. Regulus wurde annähernd (nicht im Sichtbereich des Suchers) automatisch angefahren, dann wurde er von Hand zentriert. (Je genaue man nach Norden ausrichtet desto besser wird der erste Stern angefahren.
(Übrigens im Thread wurde schon erwähnt das man die richtigen Namen der Sterne parat haben muss, die für diese art des GoTo nötig sind. Als die einfachste Möglichkeit, gerade wenn man von Zuhause aus beobachtet, empfand ich Stellarium. Sofort wird einem der Name Präsentiert. Ein Mausklick auf den Stern sofort ist der richtige Name da, den man im Autostar benutzen kann. Für die, die nicht von Zuhause aus beobachten und keinen Laptop mitnehmen, müssen wahrscheinlich schon z.B. im Karkoschka hinten nachschlagen. Aber! Wenn man draußen ist auf dem Feld, wird man wahrscheinlich keine Eingeschränkte Sicht haben, und man kann dann einfach die Vollautomatische Ausrichtung benutzten. Also absolut Einsteiger Freundlich das ganze System.)
Als 2. Referenzstern wählte ich Procyon aus. Diesmal wurde der Referenzstern noch näher angefahren. Diesen zentriert, und bestätigt.
Jetzt konnte der erste richtige "GoTo" Test erfolgen.
Was bot sich da an, … klar Saturn.
Objekt Sonnensystem, Saturn ausgewählt und GoTo.
Der Saturn wurde angefahren und landete mittig im Okular! Genial! Klar, Saturn findet man ja auch so, aber die Ansteuerung funktionierte gut.
Übrigens ist der Leuchtpunktsucher ganz gut, er brauch keine Zusätzlichen Batterien, und man kann die Helligkeit einstellen. Des Weiteren bietet er auch die Möglichkeit zu blinken, was vorteilhaft ist, wenn die schwächste Einstellung immer noch zu Hell sein sollte.
Beobachtung:
Nun folgte die erste richtige Saturnbeobachtung. Ich war begeistert! Mit meinem ED80 kam die Max von 170x fast nie zum Einsatz. Mit meinen Aktuellen Okularen konnte ich in Ruhe mit dem 8mm Hyperion bei 250x Beobachten. Kein "Wabern" des Bildes. Zwischendurch waberte es ganz leicht, aber kein Vergleich. Ich konnte deutlich den Schatten den der Ring auf Saturn wirft entdecken. Auch wenn der Ring nahezugeschlossen war/ist konnte ich die Zwischenräume zwischen Ring und Saturn sehen.
Zwischendurch wechselte ich auch auf das mitgelieferte Okular auf
76x und mit dem Hyp 21mm auf 95x Fach. Aber dort erschien der Saturn gefühlt schärfer aber etwas klein.
Was an der Beobachtung auch gefiel war die lautlose Nachführung! (Es ist wirklich ein sehr leises Geräusch das auch nicht unangenehm ist, beim automatischen Nachführen. Da war der "Lärm der Natur" und der entfernte Straßenlärm lauter. Wenn man auf schnellster Stufe geschwenkt wird ist es natürlich schon recht laut. Die Nachführung mit der siderische Geschwindigkeit ist quasi nicht zu hören.)
So in Ruhe konnte ich noch nie Saturn beobachten, was an folgendem Lag:
Der Automatischen Nachführung und der Beobachtungsposition.
Die Automatischen Nachführung sorgte dafür das ich nirgendwo drehen musste um ihn in der Bildmitte zu halten (Meine Skyview ist eh sehr wackelig und das Bild zitterte immer mit), das Nachführen war auch so ruhig das man es nicht merkte. Also volle Konzentration auf das Bild.
Das Nachführen, sowie die Position die man hinter einem SC einnimmt, erlaubten es mir, gemütlich auf einem Stuhl zu sitzen und in angenehmer Haltung durchs Okular auf Saturn zu schauen.
Nach einigem Beobachten beschloss ich noch ein weiteres Ziel anzufahren und ermittelte per Stellarium mein nächstes Ziel.
Den Offenen Sternhaufen M44.
Als ich zum Teleskop zurückkehrte war ich im ersten Moment überrascht dass Saturn immer noch im Okular stand, klar ich hatte die Nachführung angelassen. (Man kann aber auch eine Sleepfunktion aktivieren.)
Ich ließ dann M44 ansteuern und war begeistert! Leider hatte ich noch nicht die Möglichkeit mein 2" Okular zu nutzen da mir noch ein Adapter fehlt.
Später steuerte ich dann noch M67 an.
Seine Sterne waren sehr blass.
Als ich mir die Situation durch den Leuchtpunktsucher ansah, bemerkte ich dass der Himmel doch keine so gute Sicht mehr gewährte.
Es waren so weinig Sterne zu sehen, dass das Auffinden ein großes Problem bereiten würde ohne GoTo. So wie es mir auch oft mit meinem ED80 gegangen war.
Trotz dieser schlechten Sichtverhältnisse gewährte mir mein neues Teleskop aber die Sicht auf die Sterne! Was will man mehr!
Interessant ist übrigens auch die Möglichkeit sich Informationen zu den Objekten auf dem Autostar anzeigen zu lassen.
Resümee:
Für mich ist das Meade LX90 das Ideale Teleskop, soweit ich das zum jetzigen Zeitpunkt sagen kann. Klar wird es auch noch Schattenseiten aufzeigen denke ich. Denn nicht alles hat nur vorteile.
Ich für meinen Teil bin der Ideale GoTo nutzer.
Ich habe für mein Hobby nicht soviel Zeit wie ich gerne hätte. Nun kann ich dank der Automatischen Ausrichtung, mehr Beobachten!
Um weiter zu lernen wo die Aufgesuchten Objekte sich befinden schaue ich mir die Regionen in Leuchtpunkt und normalen Sucher an.
Dankbar bin ich, das ich nun im Aufgehellten Stadthimmel beobachten kann, wo mir dies vorher dank fehlender Sterne nicht möglich war.
Auch das Beobachten selbst ist durch die gute und automatische Nachführung angenehmer geworden.
Die Freude des Aufsuchens, wenn man das Objekt dann gefunden hat, bleibt natürlich schon auf der Strecke!
Aber nun kann ich mich dem Widmen, wofür mir sonst die Zeit fehlte.
Ich nehme mir meinen Deepsky Reiseführer, lese mir die Details zu dem Sternbild oder dem Objekt an, schaue was mich erwartet und sehe mir dann das Objekt durchs Teleskop an.
Das zu meinen ersten Erfahrungen und Eindrücken zum LX90 ACF.
Übrigens war es im ersten Test gut Kollumiert.
Wie man merkt bin ich begeistert.
Nun warte ich noch auf gutes Wetter um noch mehr zu sehen!
Mit freundlichen Grüßen
Dan
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