Firstlight für 8" inkl. Missgeschick

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serpentarii

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Hallo

Firstlight Bericht vom 19.10.08

Verwendetes Equipment: GSO 8“ f/5, CAM, 32mm TSWA, 20, 12 und 4mm PL, 7,2mm SW, 12mm Fadenkreuz

Endlich!! Schon seit August hab ich mein GSO 8“ f/5 auf der CAM und bin kein einziges mal zum beobachten gekommen!

Dann bot sich mir endlich eine Chance!

Nach dem der Newton 1 Std. auskühlte, ich die Monti so gut es eben ging eingenordet hatte, das Teleskop drauf war, und die Zeit ect. eingegeben hatte, startete ich das Alignment. Mein erster Stern war Mizar, alles perfekt zentriert…, also der Nächste. Arcturus war meine Wahl, doch der war leider schon hinter einem Hügel verschwunden. Tja dann eben Alpheratz aber zu meinem Erschrecken war der über das Hausdach hinweg. So nächster, Altair gottseidank war der zu sehen …. Auf einen dritten Stern verzichtete ich

Das erste Objekt, das ich beobachten wollte, war M57: Objekt zentriert, 32er rein, und mal durchgeguckt. Da ich keine Ahnung hatte was mich erwartete, weil ich bis jetzt nur durch einen 70mm Refraktor beobachtete, war ich gespannt. Doch ich erkannte absolut nichts. Naja vielleicht ist das Objekt zu klein, also 20er PL, doch noch immer nix. Nachdem ich dann alle Okulare durchprobiert hatte, dachte ich mir naja ich beobachte aus Stadtnähe heraus, vielleicht liegt‘s daran.

So dann eben nächstes Objekt: der Doppelsterhaufen h&x-Perseus. Ich wusste schon wie sie aussahen, da ich sie schon einige male mit dem Feldstecher beobachtet hatte. Doch es war einfach nichts zu sehen, nur im Sucher waren sie ziemlich am Rand zu sehen. Ich nahm die Steuerung zur Hand und zentrierte sie.
Einfach verblüffend: sooo schön…………

Dann wollte ich dem Positionierungsfehler auf die Spur kommen. Also fuhr ich Mizar erneut an und er war völlig daneben. Also erneuerte ich das Alignment.

M57 nochmals ausgewählt und da sprang mir der milchige Fleck schon bei kleinster Vergrößerung ins Auge. Ich konnte ihn noch mit dem 7,2er gut erkennen und wollte sie noch steigern. Nur dazu fehlten mir die Okulare.

M31 und M33 wollte ich auch noch beobachten, doch die waren da auch schon über das Dach hinweg.

Also auf zu M81/82 doch zuvor noch mal eben Mizar neu positioniert, damit ich die schwachen Galaxien nicht auch noch suchen muss.
Die beiden waren genau zentriert und mit dem 32er sehr schön zu sehen. Etwas konnte ich noch vergrößern, doch dann wurde mir das Beobachten zu „anstrengend“ und ich blieb bei kleinen Vergrößerungen.

M51- auf dieses Objekt war ich schon sehr gespannt.
Leider konnte ich jedoch nur mit aller Mühe einen größeren und einen kleineren Fleck erkennen. Aber ich musste ständig mit dem Auge um das Objekt kreisen, da es sonst immer verschwand. Nach einiger Zeit tat mir dann glatt das Auge weh.

Jetzt zu M13! Schon im Sucher konnte ich ihn erkennen. Doch die „Auflösung“ war mit dem 32mm noch nicht allzu groß. Mit dem7,3er war der Anblick der an diesem Abend schönste. Meiner Meinung nach schon bis ins Zentrum aufgelöst, aber ich musste ständig fokussieren. Denn einmal einen Fokus gefunden, wurde das Bild nach wenigen Sekunden wieder unscharf!?
Lag wahrscheinlich an meinem Auge, aber kennt dieses Phänomen noch jemand??

Albireo sollte das letzte Objekt an diesem Abend werden und war ein gelungener Abschluss. Schon im 32er war der Farbunterschied sehr gut zu erkennen. Am schönsten jedoch mit dem 7,2er.

Am nächsten Morgen viel mir beim Betrachten der Montierung auf, dass die Polhöhe auf gute 50° eingestellt obwohl ich auf etwa 47 bin und der Nordstern jedoch auch im Okular vollkommen zentriert war. Da schoss es mir durch den Kopf: Die Straße vor unserem Haus, von der aus ich beobachtete, war nicht gerade. Ich hatte vergessen noch einen Blick auf die Wasserwage zu werfen bevor ich loslegte!!

Naja jetzt weis ich was ich das nächste Mal besser mache!!

Trotzdem, Unglaublich diese erste Nacht!!

CS Robert
 
Re: Firstlight für 8" inkl. Missgeschick

Hallo Robert,
also das mit dem Unscharfwerden nach wenigen Sekunden kann verschiedene Ursachen haben:

1. Du hattest irgendwo Seeingeffekte durch noch warme Luft die irgendwo aufsteigt - auch zum Beispiel innerhalb Deines teleskops selbst :/

2. Du hast anfangs viel zu angestrengt durchs Okular geschaut und später entspannter (deine Augen-Linse verformt sich entsprechend und ändert Fokuslage)

3. Du hast die Einblickposition geändert innerhalb dieser Sekunden - wovon ich eigentlich nicht ausgehe.
Ich habe nämlich die Erfahrung gemacht, dass sich der Blick nach unten durchs Okular und ein seitlicher Blick unterschiedliche Fokussierung zur Folge haben kann. Ich habe das für mich immer auf den erhöhten Blutdruck der durch die Schwerkraft beim nach unten gucken aufs Auge wirkt zurückgeführt. Das strengt das Auge anders an und führt wieder zu Punkt 2. Vielleicht ist das Humbug, aber kam mir immer so vor.
Jemand ´ne Meinung zum letzten Punkt?

Ansonsten guck mal, dass du einen schönen Landhimmel nutzt, dann ist M 51 ein Spitzenobjekt und kein Augenverdreher...
achso, selbiges steht zur Zeit auch noch zu tief für schöne Beobachtungen!

Schöne Grüße,
Norman



 
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Hallo Robert,
meinen Glückwunsch.....für´s Erstemal kann man doch nicht klagen! Schön, dass du letztenendlich mit Deiner Goto klarkommst, da beneide ich Dich ja richtig! Manchmal macht mir die Sucherei auch keinen Spaß mehr, selbst als Geübte rühr ich manchmal im eigenen Brei und komme nicht über den Tellerand.......das passiert mir immer und immer wieder beim Adlernebel, mit Karte, mit Telrad.....ich könnte drann verzweifeln, wenn ich ihn dann mal hab, merk ich mir im Telrad sofort die Position, um beim Nächstenmal wieder dabenzuliegen, so verflixt ist das.........da versprech ich mir doch was von Goto! Der M13 hat mich auch vom Sockel gehauen.......unvergesslich nicht?
Weiterhin viel Erfolg und weitere schöne Berichte von Dir...Grüssle von Anette
 
Hi,

das mit dem Alignment kenn ich, wenn nicht alle Sterne 100% in Okjularmitte sind, lierge ich anfangs auch meist etwa 1° daneben, bei einem 30°-Schwenk. Synchrionisieren auf das dann eingestellte Objekt kreigt aber das Alignment sauber hingebogen, zumindest bei meiner Magellan II.

Ein schöner Bericht und wem sagst Du's , in letzter Zeit (soll heissen seit Monaten) sind gute Beobnachtungsbedingungen echte Mangelware.

Gruß

Markus


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Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
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DANUBIA - OBSERVATORIUM

Markus A. R. Langlotz
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Die Mailadresse: ntl.observatory (at) freenet.de

 
Hallo

Freut mich dass euch der bericht gefällt!
Ich hoffe dass ich noch weitere schöne beobachtungsnächte haben werde!
Natürlich wünschich euch diese auch!

Markus
Das mit der okularmitte stimmt wesshalb ich mir ja auch das fadenkreuz besorgt hab!

CS Robert
 
Hallo Robert,

schöner Bericht. Die bisher kürzeste Brennweite (7.2mmm) ergibt eine Vergrößerung von ca. 140x. Damit hast noch viel Raum zu höheren Vergrößerungswerten. Ein 5mm-Okular (bitte nicht fragen welches ...) ergibt 200fach und das sollte fast immer ein schönes Bild ergeben.
Viel Spaß beim weiteren Entdecken neuer Objekte!

Grüße,
Stefan
 
Hallo Anette,

nein, nein, bloß kein GoTo ... das Suchen macht einfach Spaß, finde ich. Auch wenn ich mal leer ausgehen. :(

Grüße,
Stefan
 
Hallo,

ja doch, GOTO! Es macht noch mehr Spaß in den eingebauten Objektdatenbanken von all den Objekten, die man mit dem Teleskop ohnehin nicht sehen kann, das Schwächste und Schwierigste zu suchen und erfolgreich anzufahren! :totlach:

Bssszt bss bsss piep - Treffer! Ein Blick, ein Gedanke schießt durchs Hirn: Tja, hätte man jetzt einen 60-Zöller würde man den Quasar auch sehen, har! har! Aber immerhin, man ist bescheiden, er ist jedenfalls genau in der Feldmitte! :augenrubbel:

Schnell noch eine Zeichnung zu Papier bringen, als Beweis für die Ehefrau, daß das Teleskop doch zu klein ist......!


Grinsende Grüße

ETX-70 Coyote :totlach2:

 
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