Firstlight GSO GN-150

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chris90

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So nachdem ich es mit meinem alten Tchibowackeldackel nichtmehr ausgehalten habe, habe ich mir gestern ein etwas frühes weihnachtsgeschenk machen lassen, Das GSO GN-150/750
auf Sky View und mit dem TS Okkularkoffer(den ich ohne mein zutun bekommen habe und wohl bald die 6 und 9mm plössels gegen 3,6 und 9mm Goldkanten austauschen werde).
Jetzt aber zum wesentlichen:
Nach anfänglichen Wolkenproblemen riss es endlich auf als erstes habe ich einmal mit dem 32mm plössel auf Holmes gehalten. Wooow was für ein anblick so detailgetreu habe ich ihn vorher noch nicht gesehen nach einer Weile Holmes habe ich dann zum Orionnebel geschwenkt und nochmal ein aha erlebnis. Schon im 32mm oku konnte man den Orionnebel erkennen. Nun musste auch einmal das 15mm oku dran glauben und wooow das ist ja doch einiges besser als ich es mir vorgestellt habe.
Beim nächsten kandidat watr ich etwas enttäuscht. Mars hätte ich mir doch anders vorgestellt ich habe erst das 6mm plössel alleine genommen und war ziemlich enttäuscht, ich hätte ihn mir größer vorgestellt. Naja versuchen wir es mal mit der barlow und dem 6er also 3mm aber auch das war nicht so der Renner. Entweder liegt es an der barlow oder ich hatte falsche vorstellungen ich konnte auf jedenfall wieder nur eine scheibe erkennen und leider keinerlei ansätze von details trotz konzentration und indirektem sehen.
Jetzt kamen die Wolken und ich sitze hier und schreibe, aber ich sehe schon im westen sind wieder sterne zu sehen.
Cs
Christian
 
Hab ich ins falsche Forum gepostet oder ist der text doch so schlimm zum Lesen?
Könnt ihr mir sagen ob ich bei Mars einen Fehler gemacht habe oder einfach zu hohe erwartungen habe??
CS
Christian
 
Hallo Christian,

Zitat von chris90:
Hab ich ins falsche Forum gepostet oder ist der text doch so schlimm zum Lesen?

Das Board passt schon, ein Hallo und gültige deutsche Rechtschreibung wären schon nicht schlecht (groß/klein)...

Zitat von chris90:
Könnt ihr mir sagen ob ich bei Mars einen Fehler gemacht habe oder einfach zu hohe erwartungen habe??
CS
Christian

Das ist so einfach nicht zu bewerten, dazu fehlen zu viele Angaben. Theoretisch müsstest Du mit 3mm am 150/750 noch gut was sehen können, 4-5mm Okular halte ich aber eher für eine sinnvolle Obergrenze an Deinem Scope bei normalen Bedingungen, 6mm sollten auf alle Fälle gehen.

AAABER dazu muß wirklich alles passen:

- war das Teleskop ausgekühlt?
- war das Teleskop sauber justiert?
- war gutes Seeing?
- ist die Barlow apochromatisch? (wenn nein, gibts farbige Ränder)
- stört irgendwo Streulicht im Tubus?

Du siehst, viele Möglichkeiten...

Wenn Wolken durchziehen war es sicher kein gutes Seeing, das macht das Bild unscharf.

Ev. hilft auch ein Graufilter / variabler Polfilter / SkyGlow-Filter um die Helligkeit des Planeten etwas zu reduzieren, sodaß Du mehr Details erkennen kannst. Indirektes Sehen hilft nach meiner Erfahrung an Planeten nichts.

Weiteres Optimierungspotential sehe ich bei dem 6er Plössl mit seinem knappen Augenabstand...
 
Moin Christian!

> Hab ich ins falsche Forum gepostet oder ist der text doch so schlimm zum Lesen?

Nö, wieso?!

> Könnt ihr mir sagen ob ich bei Mars einen Fehler gemacht habe

"Fehler" würde ich's nicht nennen, es könnte eher an falschen Erwartungen, zu wenig Erfahrung, schlechtem Material oder ungünstigen Sichtbedingungen gelegen haben.

Mars sieht oft leichter aus, als er in Wirklichkeit ist. Oberflächenstrukturen sind meist nur sehr zart ausgeprägt, und man sollte schon mindestens 150fach bis etwa 200fach vergrößern. Details zeigen sich erst nach gewisser Zeit, denn das Auge muß sich an die Gegebenheiten erst anpassen (Akkommodation). Zwei Minuten draufgucken und dann das Gewehr ins Getreide werfen, das wird so nichts.

Wie ist die Qualität Deiner Barlow? Taugt das Plössl was? Das sind die nächsten Fragen, die sich stellen. Bei den Okus gibt es Unterschiede, die zwischen Sehen und Nichtsehen entscheiden. Der Wechsel von 6 mm (125x) auf 3 mm (250x) ist auch viel zu brutal. Du solltest Dir vielleicht überlegen, vergrößerungstechnisch eine feinere Abstufung zu wählen, 4 und 5 mm-Okulare würden sich bei dieser Optik anbieten.

Das hilft aber alles nichts, wenn sich durch das Seeing nur eine wabernde Planetenscheibe zeigt. Wenn die Witterung nicht hinhaut, dann nützt auch das beste Material nichts. Solche Situationen einschätzen zu können, dazu gehört eben auch ein bischen Beobachtungserfahrung, die man sich erst mit der Zeit aneignet. Erzwingen kann man da gar nichts, das ist Astronomen-Schicksal.

Außerdem bringt es nichts, Planeten nahe am Horizont zu beobachten, denn dort sind die Atmosphären-Einflüsse am schlimmsten. Also: Abwarten, bis Mars möglichst hoch im Süden steht!
 
Hallo Ralf
Naja mit der Rechtschreibung... was das Groß- und Kleinschreiben angeht das wollte ich heute morgen verbessern aber da konnte ich schon nichtmehr editieren. :blush:
- war das Teleskop ausgekühlt?
- war das Teleskop sauber justiert?
- war gutes Seeing?
- ist die Barlow apochromatisch? (wenn nein, gibts farbige Ränder)
- stört irgendwo Streulicht im Tubus?

zu 1. ja das Teleskop stand vorher zwei Stunden draußen.
zu 2. das ist es glaube ich nicht, konnte es aber auch noch nicht nachprüfen, da ich erst noch ein Chesireokular bestellen muss. Aber die Ränder der Sterne wiesen Strahlen in eine Richtung auf.
zu 3. Die Sterne haben kaum "getanzt" genauer konnte ich es nicht beurteilen.
zu 4. Nein es ist die stinknormale aus dem TS-Okularkoffer also nehme ich an sie ist achromatisch.
zu5. Der Tubus ist orginal ab Werk, aber ich habe noch keine Reflexionen gesehen.

Ev. hilft auch ein Graufilter / variabler Polfilter / SkyGlow-Filter um die Helligkeit des Planeten etwas zu reduzieren, sodaß Du mehr Details erkennen kannst. Indirektes Sehen hilft nach meiner Erfahrung an Planeten nichts.

Weiteres Optimierungspotential sehe ich bei dem 6er Plössl mit seinem knappen Augenabstand...

Einen Graufilter habe ich auch versucht(25%) auch der aus dem Okularkoffer. Wie oben erwähnt habe ich ja vor das 6er zu ersetzen wenn ich mir das Chesire kaufe. Mir schwebt da entweder ein 4er TS-Planetary oder eine 6er Goldkante vor.
CS und in Hoffnung dass er besseres deutsch geschrieben hat
Christian
 
Hallo Micha

Wie ist die Qualität Deiner Barlow? Taugt das Plössl was? Das sind die nächsten Fragen, die sich stellen. Bei den Okus gibt es Unterschiede, die zwischen Sehen und Nichtsehen entscheiden. Der Wechsel von 6 mm (125x) auf 3 mm (250x) ist auch viel zu brutal. Du solltest Dir vielleicht überlegen, vergrößerungstechnisch eine feinere Abstufung zu wählen, 4 und 5 mm-Okulare würden sich bei dieser Optik anbieten.

Die Qualität der Barlow kann ich schlecht einschätzen(siehe oberer Post), ebensowenig die Qualität des Plössls wie oben erwähnt habe ich ja vor mir entweder ne 6er Goldkante(Blaukante) oder ein Planetary zu kaufen wobei ich mehr zum Planetary neige.

Das Seeing war eigendlich soweit ich es einschätzen konnt ganz gut (die Sterne haben schonmal stärker geblinkt).
Mit der Beobachtung im Süden wird es schwierig da dann das Haus im Weg steht, da werde ich wohl in den sauren Apfel beißen müssen und das Teleskop in die Weinberge Tragen müssen.
CS
Christian
 
Hallo Christian

Dein Teleskop ist garantiert nicht sauber justiert,die Strahlen der Sterne nach einer Seite deuten auch darauf hin.
Eine justage sollte man nach der lieferung sowieso als erstes vornehmen.
Bei einer f5 Optik sollte man mit der zentrierung des FS genauer sein als bei einem f8 oder f10 Teleskop,die nicht ganz so empfindlich auf dejustage reagieren.
Auch das Seeing macht einen oft einen Strich durch die Rechnung.
Ich hatte schon so schlechtes Seeing gehabt,das ich selbst bei schwachen Vergrößerungen nichts scharf abbilden konnte,so das ich schon glaubte das mit meinem Teleskop was nicht stimmte.
Beim nächsten mal wirds bestimmt besser.

Grüße
Manfred
 
Hallo Christian

Du kannst aber auch die übliche justage vornehmen,indem du einen hellen Stern in Zenithöhe mittig im Okular zentrierst und diesen dann inner oder ausserhalb des Fokus stellst.
Dann kannst du sehen wohin der FS Schatten verschoben ist,den du dann eben mit den FS Schrauben zentrisch stellen kannst.
Da solltest du mit einem mittleren Okular von etwa 10mm beginnen,und mit einem 4 oder 5mm zur genaueren justage enden.
Wie das genauer geht sollte eigentlich in deiner Beschreibung stehen.

Grüße
Manfred
 
Hallo Manfred
Danke nach deiner Beschreibung bin ich viel schlauer, in der Anleitung ist nämlich nur die Rede von Ringen und dem abbild des Auges und ich hab echt nicht gewusst was da von mir verlangt wird.
CS
Christian
 
Hallo Christian

Bei der justierung stellst du am besten den Polarstern ein.
Wenn du diesen im Okular mittig zentriert hast,muß du diesen etwas unscharf stellen so das das unscharfe Bild etwa ein viertel bis ein drittel des Okularfeldes ausfüllt.
Vorher aber das Teleskop wenigstens 1 Stunde auskühlen lassen.
Jetzt siehst du im Okular einen helle Scheibe mit seinen Beugungsringen,und in der mitte den FS Schatten.
Nun kannst du sehen ob dieser zentrisch ist oder nach irgend einer Seite verschoben ist.
Nun führst du vorne an der Teleskopöffnung einen Finger herum,diesen siehst du dann als Schatten im Okular,und fährst mit dem Finger dorthin wo die helle Scheibe am dünnsten ist,dorthin wo der FS Schatten verschoben ist.
Jetzt läßt du den Finger dort und schaus auf welche Schraube dieser Finger zeigt,und diese mußt du dann leicht drehen.
Je nachdem links oder Rechts rum.
Wenn der Schatten weiter zum Rand wandert muß du eben anders herum drehen damit er weiter zur mitte wandert.
Wenn das Defokussierte Bild Kreisrund erscheint machst du die gleiche Prozedur mit einem Stärkeren Okular von 4-5mm um die justage nochmal zu verbessern.
Dann sollte die Justage einigermaßen genau stimmen.
Die Schrauben aber immer nur ganz leicht drehen.
Eine viertel oder halbe drehung langen meistens.
Beschreibungen der justage findest du zbs.auch unter www.pteng.de

Grüße
Manfred
 
Hallo Manfred
Danke für die Beschreibung falls mal wieder Sterne zu sehen sind Werde ich das ma machen.
CS
Christian
 
Christian,

falls Du auch von mir noch eien Rat haben magst, ist das der, die Justierung mal bei Tageslicht zu üben...Du hast ja Deinen Newton erst gerade bekommen, da kann durch den Transport doch mehr fehljustiert sein als Dir lieb ist.

Meine Methode geht mit Filmdose(mit mittigem kleinem Loch natürlich) oder Webcam im Okularauszug.
Schritt 1: Ist der FS mittig im OAZ zu sehen - oder in axialer Richtung verschoben? Diese Justierung kannst Du mit Hilfe der zentralen Halteschraube und der 3 Justierschrauben (in diesem Schritt immer gleich viel drehen) am FS machen.
Schritt 2: Ist der FS schon genau rund? Wenn nein, dreh ihn solange auf der zentralen Halteschraube, bis die lange Achse der Ellipse entlang der Tubusachse läuft.
Schritt 3: Richte den FS auf den HS aus indem Du die 3 Justierschrauben am FS so verdrehst (immer eine lösen und eine andere gleich weit festziehen), dass der HS mittig im FS erscheint - das kannst Du mit Hilfe der Mittenmarkierung machen oder anhand des Randes.

Mache diese 3 Schritte solange, bis Du zufrieden bist. Am besten bei Tageslicht und solange, bis Du im Schlaf weisst, an welcher Schraube Du drehen mußt, um welchen Effekt zu erzielen.

Schritt 4: Richte den HS so aus, dass Du Dein Auge in der Mitte des HS wiederfindest. Das machst Du mit den 3 Justierschrauben am HS - evtl. musst Du auch hier immer eine lösen und einen andere festziehen und ggf. nicht vergessen, die Konterschrauben ebenfalls anzupassen.

Auch das kannst Du gut bei Tageslicht machen, allein schon wegen der Zuordnung Schraubenpaar->Richtungsänderung, die Du im Schlaf oder zumindest im Dunkeln beherrschen solltest.

Danach dann die Justage am Stern, wie von Manfred oben beschrieben. Du wirst sehen, wenn Du vorher ordentlich geübt hast, geht das ziemlich gut voran, wenn nicht, dann suchst Du später Deine Justierschrauben in der Wiese...;(

Und....nur Mut und nicht verzagen...wenn Du es hundertmal gemacht hat, findest Du es auch ganz einfach ;)

Grüße
Holger
 
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